Der Start in die Distanz

„Es ist so, dass wir auf viele Sachen zurückgreifen können“, sagte die Rektorin der Hubertus-Grundschule, Helga Dückers-Janßen. „Wir haben uns in den Weihnachtsferien schon vorbereitet, sodass wir am Montag in die Distanz starten konnten.“

Kurz vor Weihnachten hätten die Kinder, die beim letzten Lockdown kein Endgerät zur Verfügung hatten, eins bekommen. „Wir gehen davon aus, dass jedes Kind ein Endgerät hat.“

Man werde in gut zwei Wochen so weit sein, „dass wir über den Videochat mit den Kindern in Kontakt“ treten können. „Das haben wir noch nicht ausprobiert, aber das steht bereit. Das wär ein neuer Schritt ins digitale Lernen.“ Da werde man keinen Unterricht machen, sondern mit den Kindern über die Aufgaben der Wochenpläne sprechen. Es werde auch Lernvideos geben, auf die die Kinder zurückgreifen können.

Die Kinder bekämen passgenaue Materialien, die sie mit Hilfe der Lernvideos bearbeiten können. „Sie gehen mit uns dann in Kontakt. Wir lassen uns die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder eine Bestätigung für ihr Arbeiten bekommen. Motivation ist ein ganz großes Thema.“ Mit den Lernprogrammen habe man schon im Präsenzunterricht gearbeitet. „Das  sind Systeme, die die Kinder seit dem vergangenen Jahr schon bearbeiten. Da können wir sehen, wie oft und wie viel die Kinder gearbeitet haben. Das läuft schon sowohl im Präsenz- als auch im Digitalunterricht.“ Es werde vieles geben, was man nach Corona fortsetzen werde.

Ungünstiges Hin und Her

Dückers-Janßen hofft, „dass wir im Februar mit kleineren Klassen starten können. Das wäre schon toll.“ Denn das Hin und Her von Schließung und Präsenzunterricht sei ungünstig für alle Beteiligten.

Auch der Rektor der Gesamtschule, Christoph Feldmann, sieht die Phase des Distanzlernens gelassen. „Ich gehe da zuversichtlich rein, aber in dem Bewusstsein, dass das nicht gleich Präsenzunterricht ist. „Das soziale Miteinander, das Schule abgesehen vom Lernen als Funktion hat“, das falle weg. Die Voraussetzungen seitens der Schüler seien sicher verschieden, „obwohl viele über die Weihnachtstage ihre mediale Infrastruktur aufgerüstet haben. Damit müssen wir rechnen und wissen damit umzugehen.“

Mit den Lernplattformen „Moodle“ und „Teams“ sei man gut aufgestellt, um ein gutes Angebot zu machen. Klausuren und Klassenarbeiten seien erstmal ausgesetzt. Man sei in der „sehr komfortablen Situation, dass wir über lange Zeit Präsenzunterricht bis in den Dezember hinein hatten, da die Grundlage für die Leistungsbewertung gelegt haben.“

Die stellvertretende Schulleiterinde des Gymnasiums, Christia Dier, sagt: „Wir sind im Gegensatz zum letzten Jahr dahingehend weiter, dass wir das digitale Lernmanagement „moodle“ anwenden. Das haben wir mit den Schüler*innen eingeübt, wie man sich da einloggen und das hochladen kann.“ Und mit den Lehrern fanden Schulungen statt, „sodass wir soweit sind, dass die Kommunikation zwischen Kollegen*innen und den Kleingruppen darüber möglich ist.“ Es gebe auch ein Videotool.

„Das Problem da war, die Server waren zu schnell überlastet.“ Seit der ersten Phase des Distanzunterrichtes habe man einen externen Anbieter dafür. „Montagmorgen hatten wir für die Sek 1 eine digitale Klassenlehrerstunde, damit man die abholt und sagt: Die Ferien sind vorbei und jetzt geht es wieder los. Das fanden wir wichtig, das hat sehr gut funktioniert.“ Die Lernplattform funktioniere sehr gut, „aber wir merken, dass Systeme zu bestimmen Spitzenzeiten in die Knie gehen. Das geht allen Schulen so.“

In Sachen „Klausuren“ sei klar, dass laut Erlass in der Sekundarstufe I und der Einführungsphase kei-ne Klausuren bis zum 31. Januar laufen werden. In der Qualifizierungsphase sei das für notwendige Arbeiten möglich.