Schon eine Viertelstunde vor Beginn der Vorführungen standen die Menschen im Stall für die wiederum nächste Vorführung an – so groß war der Andrang beim Schafschurfest auf dem Naturhof Kevelaer. Und das, obwohl es auch draußen sehr viel zu sehen gab an den verschiedenen Ständen. Die Besucherinnen und Besucher streichelten die Schafe, die sehr dicht beieinander standen und auf ihre Schur warteten. Sehr dicht standen auch die Gäste im Stall, ungefähr 100 waren es, die sich die Nachmittagsvorführung um 14 Uhr ausgesucht hatten. Viele Kinder waren im Stall, die gerade noch bei einer Mitmachaktion waren, um ihre eigene Seife zu filzen. Oder sie kamen schnell herüber von einer weiteren Bastelaktion, bei der Wollschäfchen hergestellt wurden.

Keine leichte Arbeit

Dunja Berendsen, die engagierte Schäferin, erklärte einiges, bevor sich Bibi und Steffi jeweils ein Schaf zur Schur holten. Die beiden hatten im Naturhof ein Seminar zur Schafschur mitgemacht. Seitdem bieten sie auch mal ihre Hilfe auf dem Hof an. Bianca „Bibi“ Wilken kommt extra von Edewecht bei Bad Zwischenahn, Stephanie „Steffi“ Kottwig kommt aus Wuppertal. Beiden gefällt es auf dem Naturhof, deshalb kommen sie immer wieder. Während der Schur bedarf es keiner Erklärung, es ist deutlich zu erkennen, dass dies keine leichte Arbeit ist. Es sieht sehr routiniert aus. Doch beide Frauen sagen, man würde erst mit der Zeit besser, obwohl sie sich von Anfang an bemühten, die Schur optimal und schonend für die Schafe durchzuführen. Solche Seminare wie sie der Naturhof anbietet, seien sehr wichtig, betonten die beiden Schererinnen. Dunja Berendsen freut sich, dass sie diese Seminare anbieten können. „Wir sind froh mit Jan Hartmann einen guten Seminarleiter gefunden zu …