Johannes Rath hatte nur ausgeholfen und einmal an der Drehorgel gedreht, um einen Freund, Stephan Beer, zu unterstützen. Ein Auftritt in einem Seniorenheim in Moers hätte sonst nicht durchgeführt werden können. Rath sagte damals:  „Ich kann das doch gar nicht!“ Er konnte. Und als der erst 46jährige Stephan Beer plötzlich verstarb und die Drehorgeln sich möglicherweise nicht mehr gedreht hätten, drehte er einfach weiter. 

Wenn man den „Drehorgel Hannes“, wie sich Rath mittlerweile nennt, heute sieht, wie er an der Drehorgel steht und dazu auch singt, könnte man meinen, er hätte das schon länger so engagiert betrieben. Dabei sind Johannes Rath und seine Frau Heike Rath erst seit wenigen Jahren mit ihren Drehorgeln unterwegs. Sie erzählen begeistert von Linz und Zons, dort finden Drehorgelfestivals schon länger regelmäßig statt. „Das wäre doch etwas für unsere Stadt“, meinten sie und schon fragten sie beim Ordnungsamt an. Da gab es Einiges zu regeln, damit so ein Festival überhaupt stattfinden darf. 

Die Prinzessin ist eine Orgel

Erst kürzlich, am 14. Juni, holte sich „die Drehorgelfee“, wie sich Heike Rath nennt, ihre in Auftrag gegebene Drehorgel in der Orgelwerkstatt Jäger & Brommer in Waldkirch ab. Bevor diese verladen wurde, wurde sie zum Abschluss nochmal gestimmt, damit sie mit der Orgel von Johanne…