- Ist es am Ende doch, wie vom Bürgermeister vermutet, eine Misstrauensfrage gegen diesen?
- Ist es möglicherweise auch eine Frage von Misstrauen gegenüber weiteren Verantwortlichen in der Verwaltung?
- Warum hofft man, mit einer neuen Kraft vieles besser machen zu können und spricht nicht konkret mit den Betroffenen, um denen aufzuzeigen, was diese möglicherweise anders oder besser machen sollten?
- Fordern da möglicherweise in der Mehrheitspartei einige Kräfte Veränderungen, die von eigenen Unzulänglichkeiten ablenken wollen und schicken damit den Fraktionsvorsitzenden vor?
- Was soll der Vergleich mit der damaligen Tätigkeit von Marc Buchholz, die unter ganz anderen Vorzeichen stand? Damals gab es nicht die Flüchtlingswellen in dem Maße und weniger kostenträchtige Aufgaben, die einfach von Europa, Bund und Land den Kommunen aufgetragen werden. Diese Liste ließe sich fortsetzen …
- Würden die wenigen Unternehmer und die unternehmerisch Tätigen im eigenen Betrieb auch so vorgehen?
- Gibt es vielleicht anderes Einsparpotential beim Personal, ohne dass man jemanden „rauwerfen“ muss? Konzentration von Aufgaben; Digitalisierung; Homeoffice usw.
- Nutzt man genügend die persönlichen Kontakte Richtung Land, Bund und Europa, um den „Druck aus dem Kessel der Kommunen zu nehmen“? Zumindest in D ist ja dort überall die CDU am Ruder.
- Könnte die Vorgehensweise mit dem Antrag kontraproduktiv sein, weil viele Bürger dessen überdrüssig sind? Verlieren unsere Bürgerparteien möglicherweise dadurch weiter an Boden und bereiten diesen für „andere Kräfte“?
- … es gibt noch so viele Fragen …
Noch persönliche Anmerkungen zum Amt des Bürgermeisters:
Der Bürgermeister ist zwar der Leiter der Verwaltung. Er muss, meiner Meinung nach, aber nicht unbedingt ein Verwaltungsmann sein, weil der dafür ein starkes Team von Fachleuten hat und braucht. Vielmehr muss ein Bürgermeister Visionär sein, durchaus mit vermeintlich verrückten Ideen. Die Politik muss dann aber auch Dinge zulassen und nicht durch Misstrauen ausbremsen. Die Gemeinschaft kommt nur weiter, wenn alle Verantwortlichen an einem (vernünftigen) Strang ziehen und alle Tätigkeiten zum Wohl der Bürger vollziehen. Ich erkenne ausdrücklich an, dass die Ratsmitglieder ihren Dienst ehrenamtlich tun und bin grundsätzlich dankbar dafür.
Ein (besorgter) und vielfach ehrenamtlich tätiger Bürger
Gottfried Mülders


