Kirchenportal von St. Antonius zur Sicherheit abgesperrt

Das Hauptportal ist gesperrt.

Das Hauptportal ist gesperrt.


Bei der Reparatur eines Hagelschadens entdeckte in der vorigen Woche ein Mitarbeiter der Firma Hein Derix KG einen Riss im Mauerwerk der St.-Antonius-Kirche. Der Riss befindet sich im rechten Fenstersturz im Außenbereich oberhalb des Haupteingangs. Der beauftragte Architekt Dipl.-Ing. Josef Dahlmann hält es zwar für unwahrscheinlich, dass sich einzelne oder mehrere Steine lösen, hielt es aber für sicherer, den Haupteingang weiträumig abgesperrt zu lassen. Er erinnerte an einen Vorfall in den 70er-Jahren, als eine Pilgerin an der Basilika von einem herabstürzenden Wasserspeier erschlagen wurde. „Solche Ereignisse prägen und fordern bei jedem uneinschätzbaren Risiko sofortiges Handeln, um Schaden abzuwenden“, so Dahlmann.
Die St.-Antonius-Kirche ist noch kein altes Gebäude, denn am 3.1.1982, daran denken viele Kevelaerer immer noch traurig zurück, wurde die alte St.-Antonius-Kirche ein Raub der Flammen. Nur die Außenmauern der Kapelle, der Taufkonche, der Sakristei, des Chorraumes und des Turmes konnten erhalten werden. Die Architekten Baumewerd und Eling wurden mit dem Wiederaufbau beauftragt. Am 17. Januar 1987 feierte die Gemeinde mit Bischof Dr. Reinhard Lettmann die Einweihung des neuen Gotteshauses, in dem alte Baufragmente eingearbeitet worden waren.
Der Kirchenvorstand hat bereits einen Statiker und ein Bauunternehmen eingeschaltet. Der beim Wiederaufbau der Kirche tätige Polier konnte ausfindig gemacht werden und könnte bei der Ursachensuche behilflich sein, denn er hatte Einblicke in die Baustatik, die heute nicht mehr möglich sind. Die damals ausführenden Architekten sind verstorben und Baupläne liegen im Detail nicht vor.
Zwischenzeitlich wurde ein weiterer Riss (an dem ersten Fenstersturz vom Hauptportal gesehen, am Seitenschiff, Richtung Gelderner Straße) vom Kevelaerer Blatt entdeckt, der bei der Kontrolle in der letzten Woche noch nicht vorhanden war. Architekt Dahlmann informierte darüber direkt Pastor Andreas Poorten, der den Schaden mit ihm zusammen sofort dokumentierte. Auch hierum wird sich schnellstmöglich gekümmert.
Poorten bestätigte, dass der Schaden, der nicht versichert ist, durch notwendige Reparaturarbeiten schnellstmöglich beseitigt werde, da die Sicherheit für alle Kirchenbesucher und Passanten im öffentlichem Raum Priorität habe. Hierzu muss ein Teil der Kirche mit einem Gerüst versehen werden, welches durch die zahlreichen Bauüberstände sehr aufwändig werden wird.
Besucher können nur durch das Turmportal (Südseite) oder durch den Eingang der Antoniuskapelle die Kirche betreten. Diesen Zustand möchte Poorten ebenfalls schnellstmöglich beseitigt wissen, da die Antoniuskapelle ja ebenfalls ein kirchlicher Raum sei, der nicht als Flur für die Kirche genutzt werden solle.
Bleibt zu hoffen, dass nicht weitere Risse auftauchen und die Ursache für den Schaden schnell gefunden wird. (jvdh)

„Wenn es läuft, dann lass es so!“

Am Wochenende nimmt Hendrik Wenning Abschied von Kevelaer. Drei Jahre lang wirkte er an St. Marien als Kaplan. Ab September wird er Pfarrer in Gescher. Im Gespräch mit dem KB ließ Wenning seine Erlebnisse in der Marienstadt Revue passieren.
Kevelaerer Blatt: Herr Wenning, sind Sie mental schon in Ihrer neuen Pfarrei?
Hendrik Wenning: Ich musste bereits die ersten neuen Herausforderungen dort bewältigen, Dinge, die ich bislang nicht machen musste: Den Arbeitsvertrag mit der Haushälterin abschließen, die Möbel fürs Büro aussuchen…
Ich freue mich aber auf die neue Gemeinde. Was ich bislang gehört habe, ist sehr schön. Es gibt dort nur eine Kirche und mit 11- bis 12000 Katholiken eine angenehme Zahl Gemeindemitglieder – keine Kleinigkeit, aber auch keine Gewaltigkeit. Außerdem bin ich dort nicht alleine. Es gibt in Gescher zwei aktive Priester und zwei Priester im Ruhestand sowie zwei Pastoralreferenten.
Eine Wallfahrt gibt es dort aber nicht.
Die Wallfahrt wird mir sicher fehlen. Jetzt gerade sind die Eindrücke von der Tamilenwallfahrt noch sehr stark, ich war von acht bis 18 Uhr auf dem Kapellenplatz. Ich habe das immer schön gefunden: Die Gruppen, an die man sich gewöhnt, das Wiedersehen jedes Jahr…
Kevelaer war Ihre dritte Station als Kaplan. Konnten Sie hier noch etwas Neues lernen?
Ich habe hier vor allem gelernt, wie unser Pastor die Gemeinde führt. St. Marien ist ein großes System mit doppelten Anforderungen. Ich habe erlebt, wie man das in Gelassenheit und trotzdem in Entschlossenheit tun kann.
Ich war hier auch stärker in den Kirchenvorstand eingebunden als es in anderen Gemeinden üblich ist. Und dadurch, dass mit Gottfried Mülders der Rendant immer direkt ansprechbar ist, habe ich einen guten Einblick in alle Abläufe bekommen.
Als Kaplan war ich hier auch echter Stellvertreter des Pastors, dafür bin ich dankbar. Wenn der Pastor nicht da ist, läuft alles weiter, nur der Kaplan macht das. Das war eine gute Übung, weil das Team in Gescher auch nicht so klein ist.
Was ist Ihnen von Ihrer Zeit hier in Kevelaer besonders in Erinnerung geblieben?
Das Jubiläum 150 Jahre Basilika bleibt mir am besten in Erinnerung – die vielen großen Feiern, Pfarrer Lohmanns Priesterjubiläum, aber auch viele Kleinigkeiten. Es war immer schön, nach dem großen Amt mit den Bischöfen zusammenzusitzen und sie „ganz normal“ zu erleben.
Viel Freude hatte ich auch an den Radtouren mit den Jugendlichen in den Herbstferien.
Ich kann rundweg sagen: Etwas machen zu müssen, das ich gar nicht wollte, das hat es hier nicht gegeben.
Dafür haben Sie St. Marien ein paar neue Dinge gegeben.
Die wöchentlichen Pfarrnachrichten und die Internetseite habe ich neu gemacht. Wir haben auch den Jugend­treff wiederbelebt und ich bin sehr froh, dass wir dort ein gutes Team haben. Und auch die Jugendwallfahrt im September ist etwas Neues.
Haben Sie auch für sich persönlich etwas Neues in Kevelaer entdeckt?
Ich bin ein paar Mal von Weeze nach England geflogen, weil mich die Geschichte des Landes interessiert.
Außerdem war die Gemeinschaft im Priesterhaus ein großes Plus: Pfarrer Lohmann, die anderen Priester, die Ordensbrüder und -schwestern – das ist schon ein wenig wie eine Familie.
Was nehmen Sie von hier mit in Ihre neue Gemeinde?
Ich habe gelernt, Dinge erst einmal so stehen zu lassen, wie sie sind. Natürlich sehe ich Dinge – auch hier – und frage mich: Ist das glücklich gelöst, wie es ist? Aber wenn es läuft und sonst niemanden stört, dann lass‘ es so!
Und im Reisegepäck?
Da habe ich ein kleines Bild von unserer Consolatrix afflictorum.
Werden Sie Kevelaer auch in Ihrer neuen Heimat verbunden bleiben?
Die Mutter Gottes wird auch in Gescher ihren Platz in meinem Leben behalten. Und sicher werde ich zum großen Jubiläum 2017 in Kevelaer sein. Ich habe auch einige Freunde hier gewonnen, mit denen ich in Kontakt bleiben möchte. So weit ist Gescher ja nicht weg. Aber es gehört sich, sich im ersten Jahr etwas rar zu machen, damit andere sich entwickeln können.
Sonntag wird der Umzugswagen gepackt. Montag schwingen Sie sich dann aufs Rad und fahren hinterher?
Ich habe tatsächlich überlegt, mit einigen Leuten zusammen mit dem Rad nach Gescher zu fahren. Aber dann kommt man so verschwitzt an… [lacht]. Aber im Ernst: Wichtiger als der Umzug ist jetzt erst mal die Verabschiedung. Ich hoffe, mich am Samstag nach der Abendmesse von vielen persönlich verabschieden zu können. Schließlich war ich gern in Kevelaer!
Das Interview führte Björn Lohmann.


Der Abschiedsgottesdienst für Kaplan Wenning ist am Samstag um 18.30 Uhr in der Basilika. Anschließend findet im Petrus-Canisius-Haus eine Abschiedsfeier statt. Die Einführung in St. Pankratius Gescher ist am 4. September.

Für Frieden und Dialog werben

Gemeinsam für Frieden und Dialog werben, das ist das Ziel der zweiten interreligösen Friedenswallfahrt, die von Christen, Juden und Muslimen gemeinsam mit der Kevelaerer Stiftung „Aktion pro Humanität“ am Sonntag, 28. August, in dem Marienwallfahrtsort durchgeführt wird. Die Aktion steht erneut unter dem Motto der visionären Martin-Luther-King-Rede „I have a dream.“, die der Bürgerrechtler an diesem Tag genau vor 53 Jahren gehalten hat.
„Das war ein Tag, der damals von Rupert Neudeck stark mit eingebracht wurde“, erinnerte Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann an den Initiator der interreligiösen Wallfahrt. „Wir haben ihm viel zu verdanken“, hob er den Beitrag des am 31. Mai verstorbenen Friedensaktivisten hervor. Seine Person soll im Rahmen des Tages auf den Stufen der Basilika geehrt werden. Als Zeichen der Verbundenheit zu dem Anliegen der interreligiösen Wallfahrt wird Neudecks Ehefrau Christel anwesend sein.
Ihm sei in den vergangenen Tagen klar geworden, wie wichtig diese Wallfahrt nach all den Terroranschlägen sei, unterstrich Lohmann. Gerade jetzt „dürfen wir uns nicht auseinanderdividieren lassen“, gelte es seitens der drei abrahimitschen Religionen (Juden, Christen, Muslime) „das Gemeinsame hervorzuheben.“ Der Wallfahrtstag komme „zum richtigen Zeitpunkt“, um ein deutliches Zeichen für den Frieden in der Welt zu setzen.
Genauso sahen das auch die jüdischen und muslimischen Vertreter. Der Geschäftsführer und Dialogbeauftragte des Landesverbandes Nordrhein der Jüdischen Gemeinden, Michael Rubinstein, betonte, dass „gerade jetzt Dialog wichtiger denn je“ sei. Die Gläubigen aller Religionen seien gefragt, sich einzubringen, setzt er darauf, dass sich viele Menschen auf den Weg machen. „Wir hoffen, dass es eine gute Tradition wird“, so Rubinstein. Dass es gerade in Kevelaer als katholischem Wallfahrtsort gemeinsam mit örtlichen Akteuren durchgeführt werde, sei ein „besonderes Zeichen.“ Man müsse deutlich machen, „dass die Religion nicht für die Kriege der Welt zuständig ist.“
Das Eintreten für den Frieden „ist für uns Muslime wie aus der Seele gesprochen“, unterstrich der Dialog- und Kirchenbeauftragte des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ahmad Aweimer. Man beteilige sich des Friedenswillens wegen, auch wenn es vor Ort keine muslimische Gemeinde gebe. Es gebe zuviel Gewalt auf der Welt. „Radikale Extremisten und Terroristen versuchen, Zwietracht zu säen und wir sagen dazu gemeinsam: Nein!“
Die Teilnehmer der interreligösen Wallfahrt begeben sich nach der Eröffnung durch die Musikerin Judy Bailey vom Marienpark aus auf einen Friedensweg zum Kapellenplatz, begleitet von internationalen Friedensgebeten und -liedern. „Das soll ein appellierender Weg sein“, unterstrich Elke Kleuren-Schryvers von der „Stiftung Aktion Humanität“, die das Projekt mit unterstützt. Nach der Ehrung Neudecks und einem Friedensgruß an der Gnadenkapelle kommen die Teilnemer im Forum Pax Christi zusammen, wo jede der Religionsgemeinschaften die Gelegenheit hat, ein eigenständiges Programm zu präsentieren, unterbrochen von den beiden Sängerinnen Judy Bailey, Grazella Schazad und dem Familienchor unter der Leitung von Elmar Lehnen.
Im Anschuss gibt es ein stilles Gedenken an der Friedenslichtstele, das allen Opfern von Armut, Ungerechtigkeit Krieg, Hunger, Terror und Gewalt gewidmet ist. In diesem Rahmen wollen die Organisatoren auch eine „Kevelaerer Deklaration gegen Waffen“ und deren Produktion und Verbreitung verlesen und zur Unterschrift bereitstellen. „Das soll 2016 ein wichtiges Zeichen sein“, so Wallfahrtsrektor Lohmann, der darauf verwies, dass bereits namhafte Personen wie der Bischof von Münster, Felix Genn, und der Erzbischof Laurent Lompo aus dem Niger die Deklaration unterzeichnet haben und der Wallfahrtsausschuss der Stadt sich geschlossen hinter die Resolution gestellt hat. Es gehe neben dem Aspekt „Mehr Frieden durch weniger Waffen“ um die Schwerpunkte „Mehr Frieden durch das Miteinander der Religionen“ und „Mehr Frieden durch mehr Solidarität und Gerechtigkeit auf der Welt“, betonte Lohmann.
Laurent Lompo selbst verwies auf auf die fehlenden Perspektiven und die Armut in Afrika, „die den Terror anschieben“ und tausende junger Leute in die Arme von Milizen wie Boko Haram trieben. Da müsse man konkret tätig werden, die Lebensumstände so zu verbessern.
Die Unterschriftenlisten der Deklaration, die sich an die deutsche und alle europäischen Regierungen richtet, sollen an die Bundesregierung weitergeleitet werden. Das wird sich möglicherweise sehr konkret vor Ort ergeben. Die aus dem Kreisgebiet kommende Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wird voraussichtlich an dem Tag mit dabei sein.  (aflo)

Camping ist ihre große Leidenschaft

Als plötzlich ein bunt geschmückter Oldtimer-Bus vor der St. Petrus-Kirche in Wetten hält, zieht dieser alle Blicke auf sich. Die Aufmerksamkeit gilt aber nicht nur dem knall-orangen Fahrzeug, sondern auch seinen Insassen. „Das ist unsere Hochzeitskutsche“, verkünden die Brautleute Lisa und Stefan Hendrix beim Aussteigen.
Danach geht es geradewegs in die Kirche, um sich hier trauen zu lassen. Gottes Segen für das gemeinsame Leben zu erhalten, ist dem Brautpaar sehr wichtig. „Dieser Schritt war für uns nie eine Frage“, so das strahlende Paar. Schließlich spielte schon Papst Benedikt XVI. eine nicht unwichtige Rolle im Leben von Lisa und Stefan Hendrix. „Das kann man wohl so sagen“, geben beide lachend zu, „es war aber eher der Weltjugendtag 2005 in Köln, der uns zusammenführte“, fügt Lisa Hendrix hinzu.
Gemeinsam mit etwa 60 Teilnehmern aus Kevelaer und den umliegenden Ortschaften reisten auch die aus Wetten stammende Lisa Terlinden und Stefan Hendrix aus Kevelaer vor zehn Jahren in die Domstadt. „Es war eine tolle Gemeinschaft der Jugend aus aller Welt, friedlich und harmonisch“, erinnert sich Lisa Hendrix noch heute gerne an dieses Ereignis. Hier traf sich das heutige Brautpaar erstmalig, winkte am Rhein dem emeritierten Papst zu und feierte mit ihm auf dem Marienfeld einen gemeinsamen Gottesdienst.
Auch nach dem Jugendtag lassen die in Nimwegen studierte Ergotherapeutin und der gelernte Bankkaufmann die Verbindung nicht abreißen, pflegen die Gemeinsamkeiten, unterstützen sich im Berufsleben. So führt das Studium von Stefan Hendrix erst nach Bochum, anschließend nach Münster. Hier erhält der 33-Jährige als Immobilien-Gutachter eine Anstellung in der WL-Bank. Das aber bedeutet für das Paar ein gemeinsamer Umzug in die Studentenstadt, wo sie seit 2011 wohnen und leben. Hier bekommt Lisa eine Anstellung als Egotherapeutin für Gehörlose und schwerhörige Patienten.
Zum gemeinsamen Hobby gehört das Reisen. „Dabei habe ich meinen Mann vom Campingurlaub überzeugt“, verrät die 28-Jährige. Gehört in den ersten Jahren ein Zelt zum Gepäckstück, („in Schweden wurde es uns dann im Zelt aber zu kalt, deshalb mussten wir uns etwas einfallen lassen“, bemerkt das Paar scherzhaft), packen sie heute ihr Gepäck in einem Camping-Bus. Damit erkundet das Paar die deutsche wie die holländische Nordseeküste, Spanien und Frankreich. Und sie besuchen, so oft es geht, die Familie in Kevelaer und Wetten.
In Frankreich stellte Stefan Hendrix beim romantischen Sonnenuntergang am Meer seiner Lisa einen Heiratsantrag. Dieser lässt am 17. Juni zuerst auf dem Standesamt in Münster und nun in Wetten die Hochzeitsglocken läuten. Wohin die Hochzeitsreise führt, lässt das strahlende Brautpaar offen. „Mal schauen, wohin uns der Bus führt“, sagen Lisa und Stefan Hendrix. (hvl)

Treffen am Gnadenbild

Selbst einen Bericht in der „Tagesschau“ war die Wallfahrt der Tamilen zur Gnadenkapelle und zur „Trösterin der Betrübten, der Consolatrix Afflictorum“, wert.
Dort wurde beschrieben, dass die Wallfahrt von ehemaligen Bürgerkriegsflüchtlingen aus Sri Lanka, die in Deutschland und anderen Ländern eine neue Heimat gefunden haben, seit 1988 durchgeführt würde. Die Tamilen, die in der Hauptsache Hindus, aber auch Katholiken seien, würden gemeinsam an der Marien-Verehrung teilnehmen, um für Frieden und Versöhnung in ihrer Heimat zu beten.
Thuraisingham Camillus, der 1984 aus Sri Lanka in die Bundesrepublik flüchtete, organisiert die größte Wallfahrt nach Kevelaer. Rund 10.000 Tamilen reisen dazu jedes Jahr aus Deutschland, Finnland, Niederlanden, Italien, Belgien, Dänemark, Frankreich, England und der Schweiz an. Camillus hob hervor, dass die 60.000 Tamilien, die heute in Deutschland leben, auch als Flüchtlinge gekommen seien und sich voll integriert hätten.
Familie Mariyathas mit Rosama (66 Jahre), Anton (41), Rina (34), Bettina (14) und Devina (10) aus Münster pilgert seit 17 Jahren in die Marienstadt. Das Kevelaerer Blatt durfte sie bei ihrer ganz persönlichen Wallfahrt begleiten. Mutter Rosama war mit ihrem Sohn Anton, als er 14 Jahre alt war, zwei weiteren Söhnen und ihrer Tochter geflüchtet. Sie sah das Leben ihrer Familie im Bürgerkriegland bedroht und wollte dort leben, wo Frieden und Lebensraum war. Ihr Glaube, die Fürsprache und der Schutz der Gottesmutter Maria waren und sind ihr sehr wichtig.
In langen und innigen Gebeten in der Gnadenkapelle, der Kerzenkapelle und der Basilika bat sie mit ihrer Familie zusammen dafür, dass sie den richtigen Weg im Leben finden. Gesundheit, Erfolg bei der schulischen Ausbildung der Kinder und ein Arbeitsplatz, mit dem die Familie ernährt werden kann, wurden als Bitte der Gottesmutter zu Füßen gelegt. Um den Segen und die schützende Hand Marias mit in den Alltag zu nehmen, wurden mit den mitgebrachten Rosenkränzen das Fenster des Gnadenbildes, Marienfiguren und das Jesusbild hinter dem Hochaltar berührt und Rosama bekreuzigte die Mitglieder ihrer Familie.
Auch zuhause in Münster sind die Mariyathas mit der Consola­trix Afflictorum eng verbunden. In ihrer Wohnung hängt eine Nachbildung des kleinen Bildchens, das in der Gnadenkapelle seinen Platz hat. Jeden Abend wird gemeinsam mit der ganzen Familie gebetet, für den Schutz gedankt und um Kraft für den nächsten Tag gebeten. Auch für Bettina und Devina war die Wallfahrt nach Kevelaer etwas Besonderes, denn Devina konnte ihr Gebetsanliegen in der Basilika in das Buch neben dem Altar einschreiben und für Bettina war der besondere Ablauf der Messe und die Beteiligung des Chores der tamilischen Gemeinde der Liebfrauenkirche St. Marien aus Berlin ein beeindruckendes Erlebnis. Auch wenn sie momentan eher mit der Familie mitfährt, um ihren Eltern einen Gefallen zu tun, kann sie sich sehr gut vorstellen, die Tradition der Wallfahrt auch später aufrecht zu erhalten.
Das Rahmenprogramm der Veranstaltung war traditionell vom Markt der Möglichkeiten hinter der Basilika geprägt. Neben einem Radio- und Fernsehsender, der tamilische Programme anbot, wurden an vielen Ständen Saris und Stoffe, die in allen Farben glänzten, verkauft, landestypische Speisen angerichtet und Lebensmittel angepriesen.
Rund um die Gnadenkapelle konnten die Kerzenhändler gar nicht so schnell die Auslagen nachfüllen. Selbst die zusätzlich aufgestellten Kerzenständer waren in kürzester Zeit aufgefüllt mit Kerzen, die mit ihrem Licht ein Glaubenszeichen ausstrahlten. Auch die Kevelaerer Gastronomie hatte sich etwas einfallen lassen, um die tamilischen Gäste anzusprechen. An einigen Gaststätten und Cafés standen Schilder mit Angeboten auf singhalesisch, der Landessprache auf Sri Lanka.
Höhepunkt, neben dem Besuch der Gnadenkapelle, war für viele der tamilischen Pilger der Gottesdienst mit Noel Emmanuel. Der Bischof aus Sri Lanka zelebrierte die Messe im Forum der Pax Christi-Kapelle. Tamilische Messdiener, Erstkommunionkinder, Fahnenträger aus vielen europäischen Ländern, Mitglieder der tamilischen Gemeinden sowie zahlreiche tamilische Geistliche und Anja Funke (Beauftragte für Ausländerseelsorge im Bistum Essen) zogen zusammen mit Bischof Emmanuel und Pastor Rolf Lohmann in einer feierlichen Prozession und unter rhythmischen Klängen ein und man fühlte sich in Gedanken in den Inselstaat im indischen Ozean versetzt. Dies wurde auch in der Übergabe eines Blütenkranzes, der dem Bischof umgehängt wurde, und der symbolischen Reichung von Bananen, die ihm gegen die Nase gedrückt wurden, auf exotische Weise deutlich.
Dass die Gottesmutter, die Trösterin der Betrübten, nicht nur Menschen in friedlicher Atmosphäre zusammenführt, sondern Kraft für den Alltag gibt und die Bereitschaft zur Versöhnung weckt, wurde in der „Tagesschau“ in einem Satz zusammengefasst: „So sendet das kleine Kevelaer eine große Botschaft in die Welt.“ (jvdh)

Passende Worte beim Internet-Chat gefunden

Wenn die richtigen Worte direkt ins Herz treffen, dann darf man es wohl Liebe nennen. Genau deshalb gaben sich nun Monique und Gereon Heinen vor dem Standesbeamten in der Gommanschen Mühle in Sonsbeck das Jawort.
„Wir gehören zusammen“, verkündet das Brautpaar, „es passt einfach alles“, fügte die glückliche Braut hinzu, die ihren frisch angetrauten Ehemann bei diesen Worten anstrahlt. Beste Voraussetzungen um vor den Traualtar zu treten. Dass sie ihr Leben gemeinsam gestalten möchten, ist dem jungen Paar aber schon früh klar.
Im Frühjahr 2013 findet der aus Twisteden stammende Gereon Heinen während eines Internet-Chats die passenden Worte. „Da war nichts Abgehobenes“, erinnert sich Monique Heinen. Es sind eher die netten und freundlichen Argumente die die in Sonsbeck aufgewachsene gelernte Altenpflegerin aufmerksam werden lassen. Zum Tanz in den Mai stehen sich Gereon Heinen und Monique Schwarz erstmalig gegenüber. Erste Sympathiefunken fliegen hin und her, worauf schon ein baldiges Wiedersehen folgt.
Gemeinsame Interessen wie sportliche Aktivitäten, darunter Dartsport und Tanzen, und Kinobesuche („wir lieben Filme“, gesteht das Brautpaar) lassen Gereon und Monique Heinen gemeinsame Pläne schmieden. Schon drei Monate nach den ersten Worten im Internet beschließen beide eine gemeinsame Wohnung in Kevelaer zu nehmen.
Kurz darauf beginnt Monique Heinen, die bis dahin im Klostergarten Kevelaer als Altenpflegerin tätig ist, ein Studium zum Management im Gesundheitswesen.
ückenstärkung und Unterstützung erhält sie von dem Mann an ihrer Seite. Gereon Heinen ist seit seiner Ausbildung bei der Sparkasse Goch-Kevelaer beschäftigt, arbeitet heute im Marketing. Zu finden ist der Bräutigam aber auch auf der Bühne, bei den alle zwei Jahre stattfindenden Karl-May Festspielen in Twisteden. „Immer wieder ein Erlebnis“, sagt der 25-Jährige, der seine Frau im Sommer 2015 während eines Türkei-Urlaubs mit einem Heiratsantrag überrascht. „Es war ganz klassisch, mit Kniefall und Ring im Sektglas“, berichtet die ebenfalls 25-jährige Braut mit freudigen Erinnerungen.
Seitdem befand sich die ganze Familie in den Hochzeitsvorbereitungen. „Dafür möchten wir herzlich Danke sagen, ohne sie hätten wir unserer Hochzeit so nicht gefeiert“, berichtet das Brautpaar, das im nächsten Jahr nach Twisteden ziehen und von hier aus die Welt bereisen möchte. Zuvor aber geht es erst mal zum Flittern in ein Wellnesshotel in den Niederlanden. (hvl)

„Wir sind einfach ein gutes Team“

Als strahlendes Brautpaar verließen Kathrin und Benjamin Elbers die Klosterkirche am bischöflichen Gymnasium Gaesdonck. Hier gab sich das Paar vor Gott und zahlreichen Gästen das Jawort.
„Wir sind einfach ein gutes Team“, sagt das glückliche Brautpaar, das sich fast zwei Jahre nach der standesamtlichen Trauung am Kevelaerer Standesamt, zum Altar der Kirche traute. „Dieser Schritt vor Gott gehört für uns zum Grundgedanken des Glaubens“, so Kathrin und Benjamin Elbers, die ihr Fest anschließend mit der Familie und Freunden auf dem Landgut am Hochwald in Labbeck ausgiebig feierten.
Der Weg zum Traualtar dauert für das Paar knapp zehn Jahre. Auf der Kappensitzung in Twisteden 2007 nimmt sich das im Dorf aufgewachsene Paar bewusst wahr. „Wir kannten uns zwar“, so Benjamin Elbers, „nahmen uns aber nicht weiter zur Kenntnis“, ergänzt seine Frau Kathrin. Das sollte sich, trotz närrischer Zeiten, nach dem Umzug am Karnevalssonntag im Dorf grundlegend ändern. „Wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten“, erklärt das Natur-und Sportliebende Paar, welches sich in der Kennenlernphase vorerst auf das jeweilige Studium konzentriert.
So schließt Benjamin Elbers nach einer Ausbildung bei der Volksbank an der Niers, ein BWL Studium in Venlo an. 2013 erhält er eine Anstellung als Kundenberater für landwirtschaftliche Betriebe, wiederum bei Volksbank in Straelen. Hier liegt ihm der Umgang mit den Menschen, die von bodenständiger Natur sind. Für die junge Kathrin Fegers kommt nach bestandenem Abitur nur ein Berufswunsch in Frage. „Lehrerin, ich wollte nie etwas anders werden“, schwärmt die 28-Jährige. Den Grund dieses Berufswunsches weiß ihr frisch angetrauter Ehemann zu deuten: „Der Geburtstag meiner Frau, der 5. Oktober, fällt zufällig mit dem Welttag des Lehrers zusammen.“
Kathrin Fegers nimmt ein Studium auf Lehramt für Gymnasium und Gesamtschule in Essen auf, macht ihr Referendariat am bischöflichen Gymnasium Gaesdonk. Schnell fühlt sie sich hier wohl, gibt seither Unterricht in Mathematik und Biologie. Zusätzlich engagiert sie sich in der Hochbegabtenförderung für Kinder. Diese liegen ihr am Herzen. So bietet sie in der „Kinder-Uni“ an der Gaesdonck zusätzlich Mathematik-Kurse an.
2011 nimmt sich das Paar die erste gemeinsame Wohnung in Twisteden, schmiedet Zukunftspläne, dem im Mai 2014 ein Heiratsantrag auf der „Grünen Flotte“, einem Haustretboot, folgt. Dazu lässt der Bräutigam den Ehering von Kathrins Großmutter umgestalten und hält damit um die Hand seiner zukünftigen Frau an. Diese zeigt sich beim Anblick des Ringes überwältigt und sprachlos, willigte dann aber doch mit einem „Ja“ ein. Nach der standesamtlichen Trauung am 9.August 2014 und einer Reise nach Namibia, beschließt das Ehepaar sich ein eigens Nest in Straelen zu bauen. In diesem Heim soll dann auch irgendwann eine eigene kleine Familie ein Zuhause haben. (hvl)

Laura de Witt siegt beim M*-Springen

Ein stimmungsvolles, sportlich attraktives Turnier erlebten die Besucher auf dem Gelände des Reitervereins St. Georg. Da das Wetter mitspielte, freute sich der zweite Vorsitzende des Klubs, Hans-Jürgen Bruns, am zweiten Tag des Turniers, „über spannenden Reitsport und ein starkes Reiterfeld.“
Mit über 900 Nennungen habe man eine gute Teilnehmerzahl, „die zeitlich und vom Ablauf her gut zu bewältigen“ gewesen sei, ergänzte der Vorsitzende Alfred Gleumes. Er freute sich über „die vielen Reiter aus der Umgebung“ von Moers bis Dormagen, was für die Attraktivität des Turniers spreche und unterstrich, dass der Platz auch auf schlechteres Wetter vorbereitet sei. „Wenn der Regen kommt, ist das Wasser sehr schnell weg. Das entspannt dann schon.“
Die Reiterinnen und Reiter konnten sich am Daelshof jedoch bei milden Sommertemperaturen auf dem Dressurparcours unter freiem Himmel, in der Halle und auf dem Springparcours miteinander messen.
Für die Reiterinnen des gastgebenden Vereins St. Georg Kevelaer gab eine Reihe von Erfolgserlebnissen, so wie für Sophie Dammeyer, die in ihrer L*-Dressurprüfung auf Casimo HE WE Dritte wurde. „Wir nutzen das als Vorbereitung für das Bundeschampionat für junge Pferde in Warendorf“, freute sich die 17-jährige Rheinbergerin. Beim Reiterwettbewerb Schritt – Trab – Galopp hatte Helena Kocken die Nase mit „Chiara 273“ vorn. Ihrem achtjährigen Wallach „Bonaparte´s Marengo“ gönnte Carolin Lenzen nach dem zweiten Platz in der L-Punktespringprüfung eine Dusch-Erfrischung. „Ich war echt überrascht, weil wir noch nicht so oft in so einer hohen Prüfung mit dabei waren“, sah die 19-Jährige das als „Ansporn für die nächste Zeit.“
Auch Andrea Schneider zeigte sich im Reiterparcours nach ihrem zweiten Platz mit „Cebelio´s Boy“ in ihrer L-Punktespringprüfung glücklich. „Man freut sich über jede Plazierung. Man muss nicht immer Erster sein“, zeigte sie sich später nach einem unglücklichen Aufkommen ihres Pferdes auf einem gelösten Huf in der L-Springprüfung nach dem ersten Schrecken erleichtert, dass nichts Schlimmeres passsiert war. Lob gab es von mehreren Seiten für die Organisation. Die Krefelder Pferdebesitzerin Britta Lichterberg war begeistert von der „detailverliebte“ Gestaltung des Turniers „mit der Gastronomie, den Blumen auf den Tischen, kostenlosen Äpfeln für die Pferde und wunderbaren Böden“ bei der Dressur. Auch Marielle Brand vom Reiterverein Graf Haeseler Sonsbeck lobte „die guten Platzverhältnisse und die leckeren Pommes“.
Über die Qualität des Reiterparcours, der den Reitern einiges abverlangte, waren sich die Sportler nicht ganz einig. „Die Linienführung war eine Herausforderung“, befand Andrea Schneider. „Die engen Wendungen sind schon ein echtes Brett“, ergänzte Christina Neinhuis vom Reiterverein Seydlitz Kalkar. Die erfahrene 31-jährige Reiterin aus Xanten sicherte sich trotz der subjektiv empfundenen Widrigkeit mit einem furiosen Temporitt auf „Pallime“ den Sieg in der L-Springprüfung.
Das besondere i-Tüpfelchen gab es für den Reiterverein St. Georg zum Abschluss des Turniers, als sich Laura de Witt den Sieg bei der M*-Prüfung mit Siegerrunde sicherte. „Man muss konzentriert sein, es wird nicht ganz einfach, aber ich werde mein Möglichstes versuchen und habeein gutes Gefühl“, erwies sich dieses Grundgefühl der 38-Jährigen kurz vor dem Start wie eine Vorahnung.
Denn mit „Cleo 176“ blieb die Amazone als einzige Teilnehmerin sowohl im Einstiegsumlauf als auch in der Runde der besten Sechs ohne Fehler. Somit gewann sie das Springen recht souverän, auch wenn im ersten Durchlauf einige starke Ritte zu sehen waren, bei denen die Hürde erst beim letzten Hindernis fiel. Und die härteste Konkurrentin Eliane Smittenberg vom Reiterverein von Driesen-Asperden konnte ihre starken Null-Fehler-Runde im ersten Umlauf nicht bestätigen. (aflo)

Das Runde muss ins Runde

Gar nicht so einfach. Nicht nur, dass bei diesem Ballspiel das Runde nicht ins Eckige, sondern ebenfalls ins Runde muss, muss das Runde vorher auch noch eines der anderen Runden treffen, um es ins Runde zu befördern.
Ja, man könnte sagen, dass es auf dem Minigolfplatz in Winnekendonk ganz schön rund geht. Und das liegt nicht allein daran, dass das Kevelaerer Blatt gemeinsam mit den beliebten Plätzen in WiDo und Twisteden die ersten Offenen Stadtmeisterschaften im Minigolf veranstaltet (das KB berichtete). Sondern auch daran, dass der Heimatverein „Ons Derp“ in Winnekendonk jetzt auch noch eine andere Sportart anbietet, die ganz neu ist und von den Besuchern erst noch entdeckt werden muss.
Ganz hinten links, da wo früher die nur zögerlich genutzte Boule-Bahn war, kann man jetzt „Fußball-Billard“ spielen. Die „Spielwiese“ ist einem Pool-Billard-Tisch nachempfunden, ebenerdig und mit Kunstrasen ausgelegt. Genau wie beim Tisch-Vorbild gibt es sechs Löcher an den Längsseiten und in den Ecken. Man könnte also sagen: Das Runde muss in die Ecken. Das Runde sind in dem Fall Fußbälle in den Farben der Pool-Billard-Kugeln, von der weißen, mit der die anderen angestoßen werden, bis zur schwarzen Acht. Zwei Spieler spielen ähnlich der Tisch-Regeln auf die Vollen und die Halben – wobei die Halben nur so heißen, weil sie nicht ganz mit der entsprechenden Farbe umhüllt sind. Rollen tun sie trotzdem. Wer die Regeln nicht kennt, wird in Winnekendonk auch nicht im Regen stehen gelassen: In einem Schaukasten findet man eine leicht verständliche Erklärung des Spielablaufs. Das beugt Diskussionen vor.
Außerdem findet man hier den Hinweis, dass niemand mit spitzen „Hacken“ das edle Tuch des Tisches beschädigen solle – super, dieser Hinweis für die Damen-Liga. Auch wenn einem der Gedanke ans Spiel und die ersten Spielzüge ein Lächeln aufs Gesicht zaubern – unterschätzen sollte man diese in Kevelaerer und Umgebung weitgehend unbekannte Sportart besser nicht. Denn die gute alte Tischbillard-Regel „Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel“ ist auf diesem Grün auch für erfahrene Fußball-Schlenzer gar nicht so einfach umzusetzen. Da bedarf es eines guten Auges und einer gehörigen Portion Ballgefühl. Aber das ist ja beim Minigolf auch nicht anders. (nick)


Apropos Minigolf: Wie steht‘s, liebe Leserinnen und Leser, mit Ihrer Teilnahme an der ersten Offenen Stadtmeisterschaft im Minigolf? Spielen kann man auf den beiden Plätzen in Twisteden und Winnekendonk. Und es gibt tolle Preise zu gewinnen!
Wer wissen will, wie seine Chancen stehen, findet den aktuellen Stand unter www.kevelaerer-blatt.de/minigolf-stadtmeisterschaft.

Unido Fietsers aus Wetten radeln 20 Jahre

„Uni“ von „Union“ und „do“ von Donnerstag“ – die fleißigen Fietser aus Wetten werden nicht müde, die Herkunft ihres Gruppennamens zu erklären. Vor 20 Jahren wurde die lockere Vereinigung der rüstigen Radler gegründet. Wobei es Zufall ist, dass es sich bei den Pedalrittern meist um Rentner handelt; das sei nie Zugangsvoraussetzung gewesen, schmunzelt Karl Bay, der wie Walter Hornbergs, Alfred Kröll und Werner Weymanns (Foto rechts oben) und den beiden Verstorbenen Karl Heinz Broeckmann und Willi Knops zu den Gründungsmitgliedern zählt.
Mit einem kleinen Rückblick, vor allem auf die vielen Fahrten des Fahrradclubs der Wettener Union, und einem großen Fest mit fröhlichem Beisammensein, feierten die Fietsers mit Angehörigen und Freunden die Geburtsstunde der Gruppe, die bis heute in den Sommermonaten jeden Donnerstag zu einer mehr oder minder langen Tour aufbricht.
Und nicht nur das: In den Wintermonaten wird oftmals Boule gespielt, auf der eigenen Bahn, die die Radler selbst auf dem Sportplatz der Wettener Union angelegt haben. Daneben zeigen die Unido Fietsers auch gerne „Flagge“, wenn einer der Ihren einen runden Geburtstag oder eine Hochzeit zu feiern hat. Dann werden die Fahrräder geschmückt und die ganze Gruppe begleitet den Glücklichen am Jubeltag. Und den Ausflug in die große, weite Welt, der einmal im Jahr unternommen wird, den lassen sich die Radler natürlich auch nicht nehmen. (nick)