Aktuelles aus Kevelaer

Kunst, Spionage, Zukunft

Kevelaer – Die Sommerferien gehen in die zweite Woche und das Kevelaer Marketing hat erneut die unterschiedlichsten Filme für Klein und Groß vorbereitet. Am 25., 26. und 27. Juli verwandelt sich das Konzert- und Bühnenhaus in ein Kino mit Leinwand, Popcorn und Getränken. Unter dem Motto „Ferienkino am Morgen“ werden jeden Mittwoch um 10.30 Uhr bekannte und aktuelle Kinderfilme gezeigt. Das „Programmkino“ lädt Erwachsene ein, um 20.00 Uhr spannenden Filmen zu folgen, die in großen Kinos oder im Fernsehen selten oder gar nicht laufen.
Intime Betrachtung eines Visionärs
Das „Programmkino“ wird am Dienstag, 25. Juli, mit einer Dokumentation fortgesetzt. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke – 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Der Aktionskünstler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Pädagoge, zeitlebens umstritten, anstößig im besten Sinne, wollte berühren und berührbar sein. Die seelische und körperliche Verletzlichkeit des Menschen war sein Thema. Nicht zufällig trägt eine seiner bekanntesten Installationen den Titel „Zeige deine Wunde“.
Sein berühmter Satz »Jeder Mensch ist ein Künstler« meinte, dass in jedem von uns schöpferische Kräfte wohnen. Der Film »Zeige deine Wunde« erinnert an Potenziale der Kunst, die im Verschwinden begriffen sind.
Lustiges Spionage-Abenteuer!
Das „Ferienkino am Morgen“ zeigt den jungen und jung gebliebenen Zuschauern am Mittwoch, 26. Juli, einen Film, der in die Geheimnisse der mysteriösesten und unterhaltsamsten Vögel des globalen Spionage-Spiels einführt. In ihrer Mission müssen sich die Pinguine Skipper, Kowalski, Rico und Private mit der Spionageorganisation “Nordwind” zusammentun, geleitet von Agent “Geheimsache”, um zu verhindern, dass der durchtriebene Bösewicht Dr. Octavius Brine die Weltherrschaft an sich reißt.
Eigene Regeln – losgelöst von der Realität
Den Abschluss der Reihe „Programmkino – Berlinale 2017“ in den Sommerferien macht am Donnerstag, 27. Juli, 20.00 Uhr, ein Science-Fiction-Film, der unter der Rubrik „Classic“ auf der Berlinale zu sehen war, in dem eigene Regeln losgelöst von der Realität gelten. Dark City ist eine Stadt ohne Namen, ohne Vergangenheit – und ohne Zukunft. In dieser Stadt wird ein Mann gejagt. John Murdoch soll eine Serie von bizarren Frauenmorden begangen haben, doch sein Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Eine Fremde, Außerirdische eher sterbenden Spezies, verändern nach Belieben die Erinnerung der Menschen ebenso wie die Häuser und Straßen der Stadt, sogar die Zeit selbst können sie manipulieren.
Die Filmtitel dürfen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht öffentlich genannt werden. Diese können beim Kevelaer Marketing unter der Telefonnummer 0 28 32 / 122-988 erfragt werden und sind der Plakatierung im Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer zu entnehmen. Sie können auch Ihre E-Mail Adresse zur Verfügung stellen und das Team des Kevelaer Marketing informiert Sie regelmäßig über das Kinoprogramm.
Die Eintrittskarten für die Vorstellungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „KoBü-Flimmern“ sind zu einem Kostenbeitrag von 1,00 Euro für alle Vorstellungen im Vorverkauf beim Kevelaer Marketing im Erdgeschoss des Rathauses, Peter-Plümpe-Platz 12,  47623 Kevelaer, Tel.-Nr.: 0 28 32 / 122-150 bis -153, oder an der Tages- und Abendkasse erhältlich.

Mehr als 330.000 € Förderung für Kevelaer

Kevelaer – Da die Inanspruchnahme von Kindertageseinrichtung in Kevelaer weiterhin hoch ist, hat die Stadt Kevelaer nach Beschluss im Jugendhilfeausschuss im Februar diesen Jahres einen Antrag zum Projekt „Brücken bauen in frühe Bildung“ beim Bund gestellt. Mit dem Konzept sollen insbesondere zwei Ziele erreicht werden:

  1. Kinder aus Flüchtlingsfamilien sollen vor einer Aufnahme in die Kindertageseinrichtung auf diese gut vorbereitet werden. Ein Schwerpunkt ist dabei auch die Überwindung von Sprachbarrieren und erste Elternarbeit.
  2. Durch eine vorgeschaltete Einführungsphase in den Kindergarten sollen die bestehenden Einrichtungen, Erzieherinnen und Kinder entlastet werden.

Von den 14 Kindertageseinrichtungen in Kevelaer betreuen fünf Kindertageseinrichtungen auch Flüchtlingskinder.
Den Kindergärten ist es derzeit kaum noch möglich weitere Kinder mit Fluchterfahrung aufzunehmen, da die vielen Sprachen eine große Herausforderung im täglichen Kindergartenalltag darstellen. Gelingende Kommunikation ist für alle Beteiligten wichtig, für Kinder, Erzieher und Eltern.
Es besteht somit ein erkennbarer Bedarf an zusätzlichen Betreuungsangeboten.
Um den aufgezeigten Bedarf an Übergangsbetreuungsangeboten zu sichern, hat die Stadt mit der Caritas einen Förderantrag zum Bundesprogramm “Kita-Einstig – Brücken bauen in Bildung“ gestellt. Bürgermeister Dr. Dominik Pichler zeigt sich zuversichtlich, dass mit derartiger Unterstützung die Integration der Flüchtlinge gut gelingen kann. „Der Bund erkennt unsere Bemühungen bei der Integration an, gleichzeitig sieht er auch unsere zusätzlichen Bedarfe, die wir nicht alleine bewältigen können“, so der Bürgermeister.
Der Jugend- und Sozialdezernent Marc Buchholz freut sich, dass dem Antrag mit Bescheid vom 12. Juli 2017 entsprochen wurde. Die Stadtverwaltung und der Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. haben hier umfangreiche und intensive Vorarbeit zum Antrag geleistet. Bis Ende 2020 kann die Wallfahrtsstadt zusätzliche Hilfen in Höhe von mehr als 330.000 Euro aus Bundesmitteln abrufen.
Die Eltern der Flüchtlingskinder haben in der Regel Vertrauen zu unseren Institutionen wie Schule oder Kindertageseinrichtungen und bringen die Kinder regelmäßig.
Das Förderprogramm ist bedarfsgerecht ausgelegt und sieht eine bedarfsorientierte, maximale Förderung bis zum Jahr 2020 vor. In einer Vorbereitungsgruppe, die im Mehrgenerationenhaus der Caritas auf der Sonnenstraße angesiedelt ist, werden ab dem 01.07.2017 Kinder auf den Einstieg in die Kindertagesbetreuung vorbereitet.
Zwei Erzieherinnen bei der Caritas und eine Koordinierung bei der Stadtverwaltung werden vom Bund mit 90 Prozent über das Projekt gefördert.

„1. Internationales Madonnari-Festival“ im Herzen Kevelaers

Kevelaer – Am 19. und 20. August findet das „1. Internationale Madonnari-Festival“ auf deutschem Boden, im Herzen Kevelaers, im Forum Pax Christi statt. Die Straßenmalerei ist eine sehr alte Form der Straßenkunst. Diese – Madonnari genannten – ganz besonderen Straßenmaler malen christliche Motive, hauptsächlich Madonnenbilder. Dem Kevelaerer Pflaster geschuldet entstehen die Kunstwerke auf vier Quadratmeter großen Spanplatten. Das Eventkonzept von Frederike Wouters vom „Kunst- und Kultur Atelier“ fand bei den Verantwortlichen des Kevelaer Marketing großes Interesse. So wurde gemeinsam der Plan aus der Taufe gehoben: Kevelaer wird das „1. Internationale Madonnari Festival“ in Deutschland ausrichten – Kunst und Kultur sollen hier für jeden erlebbar werden.
Die Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze hat die großzügige Unterstützung für diese für Kevelaer neue Veranstaltung zugesagt. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung gerade im Jubiläumsjahr 375 Jahre Wallfahrt Kevelaer‘ einen besonderen Akzent setzen“, so die Verantwortlichen beim Kevelaer Marketing.
Italien-Flair am Kapellenplatz
Namhafte internationale Madonnari Künstler aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Russland, der Ukraine, Mexiko und den USA werden im Forum Pax Christi ihre meisterhafte Straßenmalerei präsentieren. Innerhalb zweier Tage werden zahlreiche Kreidemalereien von Madonnen, Ikonen und andere religiöse Motive auf Holzplatten entstehen.
Der Begriff Madonnari stammt aus Italien. Seit dem 16. Jahrhundert wurden dort bei religiösen Festen und Prozessionen öffentliche Plätze insbesondere mit Kopien von Madonnendarstellungen bekannter Meister bemalt. Bis heute hat sich die Bezeichnung der Madonnaris nicht geändert und es wird die Tradition weiter gelebt. So findet jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt im norditalienischen Curtatone, Provinz Mantua, ein Madonnari Festival statt, bei dem ausschließlich die christliche Religion betreffende Motive zugelassen sind. Auch der Ort Nocera Superiore in Italien oder sogar Houston, Santa Barbara oder Baltimore in den USA zeigen heute diese traditionelle Kunstform.
Die Malereien werden jedoch in Kevelaer nicht wie üblich, auf das Straßenpflaster gemalt. Den Künstlern stehen Spanplatten in einer Größe von vier Quadratmeter zur Verfügung. Die Meisterwerke werden im Anschluss an das Festival in einer Ausstellung auf Zeit zunächst in der Innenstadt präsentiert. Allen Interessierten ist es möglich, diese Bilder zu erwerben. Für weitere Informationen steht das Kevelaer Marketing gerne zur Verfügung.
Künstlerische Gesamtprojektleitung
Dass solch ein Madonnari-Festival auch besonders gut zu ihrer Heimatstadt Kevelaer passen würde, fand die Initiatorin und künstlerische Projektleiterin Frederike Wouters. Sie hat selbst schon mehrmals als Madonnari Künstlerin an den beiden genannten Festivalorten in Italien teilgenommen und organisierte bereits für verschiedene Städte in Deutschland und den Niederlanden erfolgreich Straßenmalfestivals.
„Ohne die künstlerische Projektleitung durch Frederike Wouters, ohne ihre Kontakte und Erfahrungen im Bereich Straßenmalkunst wäre die Realisierung des Festivals nicht möglich“, so Bernd Pool, Leiter Stadtmarketing Kevelaer. Frederike Wouters ist Kevelaererin, betreibt das „KUK Atelier“ am Johannes-Stalenus-Platz in Kevelaer in unmittelbarer Nähe zur Basilika und ist weltweit im Bereich der Straßenmalerei und -kunst unterwegs. Mit Kunstausstellungen, Malworkshops und kulturellen Veranstaltungen in ihren eigenen Räumlichkeiten konnte sie bereits mehrfach auf sich und ihre Arbeit in Kevelaer aufmerksam machen. Das „KUK Atelier“ trägt somit auch seit einigen Jahren zur Galerienvielfalt in Kevelaer bei.
Das Kevelaer Marketing arbeitet derzeit an Ideen, damit auch im Umfeld des Festivals Gastronomisches und Kulinarisches mit einem italienischen Flair angeboten werden kann. An ausgewählten Standorten können erlesene Weine probiert und selbstverständlich auch gekauft werden. Kevelaerer und Besucher dürfen sich gleichwohl auf dieses Wochenende freuen und sollten den Termin 19. und 20. August in ihrem Terminkalender bereits heute vormerken.
Zeitgleich zum Madonnari-Festival öffnet aufgrund des zu erwartenden Besucheraufkommens der Einzelhandel „dem Kunden König“ die Türen.
„Die Genehmigung des Ministeriums für diesen zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag erfüllt mich mit großer Freude“, so Bürgermeister Dr. Dominik Pichler. „Diese Entscheidung zeigt, dass wir dem Ministerium mit diesem Festival eine ganz besondere Veranstaltung und eine Begründung liefern konnten, die die Behörde überzeugte und zu einer für Kevelaer guten Entscheidung kommen ließ.“

Benefiz-Oldtimer-Ausfahrt startet in Kevelaer

Kevelaer – Der Rotary Club Kevelaer veranstaltet nunmehr im dritten Jahr die „Rotary Classic Car Rallye Kevelaer“. Am 26. August pünktlich um 10.00 Uhr heißt es in diesem Jahr erneut: „Fahne hoch“ zum Start aus dem Herzen der Wallfahrtsstadt Kevelaer – auf zur Ausfahrt der „mobilen historischen Hingucker“ – durch Landschaft und Städte, Dörfer und Einode des Linken Niederrheins. Gestärkt mit dem Frühstück im Autohaus „Mercedes Herbrand“ in Kevelaer dürfen sich die Teilnehmer auf Stärkungen beim Mittagessen und Kaffeetrinken freuen bevor das Abendessen in Kevelaer pünktlich zur Siegerehrung in gemütlicher Runde in Mitten von „Oldtimer der Zukunft“ am Startpunkt ausklingt.
„Die Vorbereitungen zur Rallye sind unter Einsatz und Engagement vieler Mitglieder des Clubs nahezu abgeschlossen“, so Dr. Wolfgang Ruhs, Fahrtleiter und selbst erfahrener Teilnehmer unterschiedlichster Rallyes im In- und Ausland. Ruhs, selbst Mitglied des Rotary Club Kevelaer ist Ideengeber und „Vater der Rallye“. Auch in diesen Jahr führt die Strecke durch die reizvolle Landschaft des unteren Niederrheins. „Erfahren Sie die Vielfalt einer Region, die gekennzeichnet ist von Kunst, Kultur und Geschichte aber auch Raum für Fortschritt und Innovation bietet“, so Dr. Wolfgang Ruhs weiter in seinen Ausführungen zur nunmehr dritten Rallye des Rotary Club Kevelaer.
Freude steht im Mittelpunkt
Es gilt die Strecke nach verschieden Kartenlesesystemen und sogenannten Chinesenzeichen zu finden. Für  sportlichen Charakter sorgt eine Zeitwertung, die aber auch von weniger erfahrenen Piloten gemeistert werden kann. Sollzeitprüfungen, bemannte und unbemannte Kontrollen sorgen für Spannung und Spaß. Das Auffinden der Strecke wird durch Schilder, den berühmten „Baumaffen“, kontrolliert.
Die Gesamtlänge der Rallye beträgt etwa 180 km. Nicht Höchstgeschwindigkeit sondern Freude am Fahren und das Beisammensein mit Gleichgesinnten stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Das Nenngeld umfasst alle Unterlagen, Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie eine stilvolle Siegerehrung mit wertvollen Pokalen und reichhaltigem Buffet.
Komplette Nenngelder an „Imole-Lichtstärke“
Dank zahlreicher Sponsoren fließt das komplette Nenngeld dem Verein “Imole-Lichtstärke e. V.” in der Diözese Oyo (Nigeria) zu. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Erblindete zu behandeln und ihnen ihr Sehvermögen wieder zurückzugeben. Zu diesem Zweck wurde ein vorhandenes Gebäude zur „St. Lucy Imole Augenklinik Ilora“ umgebaut. Die dafür notwendige Infrastruktur, wie Wasser- und Stromversorgung, sowie die Einrichtung für eine Behandlung mit Betten und medizinischen Geräten wurden vom Verein finanziert.
Nähere Informationen sowie die Unterlagen zur Anmeldung finden sich unter www.rotary-kevelaer.de oder man bekommt sie per e-mail an: wruhs@online.de.

Neuer Kletterturm lädt zum Erobern und Turnen ein

Kevelaer – Leuchtend gelb und anthrazit-farben lockt der neue Kletterturm große und kleine Entdecker aus der Nachbarschaft Kerpenkate an. Die Kombination aus Kletternetz, Kletterwand, Wackelbrücke, Rutschstange und Rutsche bietet den abenteuerlustigen Eroberern viele Möglichkeiten, sich auszuprobieren und Spaß zu haben. Im Jahr 2000, als das Wohngebiet Kerpenkate entstand, wurde auch der Spielplatz angelegt. Nach 17 Jahren war der bisherige Kletterturm stark abgenutzt und nicht mehr zu reparieren. Daher beschloss die Spielplatzkommission, ein neues Spielgerät anzuschaffen. Finanzielle Unterstützung bekam sie dabei von der Kerpenkate Stiftung. 4.000 Euro spendete die Stiftung für die Anschaffung und den Aufbau der neuen Attraktion. „Dank der großzügigen Spende der Kerpenkate Stiftung konnten wir den Spielplatz erneut mit einem ansprechenden Spiel- und Kletterparcour ausstatten,“ freut sich Bürgermeister Dr. Dominik Pichler. Vogelnest-Schaukel, Kleinkindrutsche, Federwippe und Edelstahlrutsche runden das Angebot für die Kindergartenkinder ab. Die Größeren nutzen die Tischtennisplatte und den Rasen, auf dem auch gebolzt wird.
Spende der Kerpenkate Stiftung
Die Stifter legten einst das Fundament für die heutige Kerpenkate Stiftung, indem sie per Vertrag Winnekendonker Grundstücke in einer Größenordnung von 80.000 Quadratmetern in einen Fonds einbrachten. Der Erlös aus dem Verkauf eines Grundstücks floss jeweils in den Fonds. Im vergangenen Jahr wurde der Fonds in eine Stiftung umgewandelt. Mit dem Geld werden Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen Familien sowie hochbegabte Kinder und Jugendliche aus Kevelaer gefördert, lautet die Bedingung der Stifter. Der Schwerpunkt liegt im sozialen Bereich.

Kevelaerer LVR-Wohnverbünde feierten „die erste Inklusion“

Kevelaer. Kaum ein Platz war frei bei dem Festakt in der Josef-Schotten-Schützenhalle, den die LVR-Wohnverbünde Lindenstraße und Dietrich-Bonhoeffer-Straße miteinander organisiert hatten. „Das ist ein ganz, ganz großer Ehrentag für uns“, kam die Leiterin beider Einrichtungen, Anja Booltink, an diesem Nachmittags aus dem Strahlen nicht mehr heraus.
Anlässlich der Feierlichkeiten waren auch einige der Mitarbeiter und Verantwortlichen gekommen, die vor zwanzig Jahren die beiden HPH-Häuser mitbegründet hatten. „Was man heute Inklusion nennt, war damals der Schritt, Menschen mit geistiger Behinderung hier unterzubringen“, erinnerte sich Dietrich Buß als einer der Betreuer der ersten Stunde in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße.
Zuvor hatten die Behinderten auf dem Gelände der Kliniken in Bedburg-Hau gewohnt, dann wurden unter dem Stichwort „Dezentralisierung“ die Betroffenen in Wohngruppen aufgeteilt. „Die Stadtgesellschaft musste sich daran auch gewöhnen“, ergänzte sein Kollege Johannes Janßen. Agnes Peters vom Wohnverbund Lindenstraße erinnerte sich an den ersten Spaziergang der Bewohner auf der Hauptstraße. „Die haben uns begafft, als hätten die nie Behinderte vorher gesehen. Die Bürger waren unsicher, das war schon erst schwierig.“
Heute sei es für alle selbstverständlich, wenn beide Einrichtungen bei „Jacobs“ gemeinsam kegeln oder Konzerte im Bühnenhaus besuchen und Nachbarn und Besucher zu den Festen der Einrichtung kommen. „Die Kevelaerer sind sehr offen und nehmen die Leute sehr gut auf, die Fußläufigkeit ist gut für die Kunden und hier hat man auch wegen der Besucher, die kommen, oft Ältere und Gebrechliche besser im Blick“, meinte die LVR-Regionalleiterin Petra Schilling.
„Wir laden sie einmal pro Monat zu uns in den Garten, um die Hauptamtlichen zu entlasten“, erzählte Karin Renard vom Sozialdienst katholischer Frauen und zeigte ein Foto. Als Wermutstropfen sahen alle, dass man die Behinderten auf ihren Wegen in die City persönlich begleiten muss, was in Bedburg-Hau so nicht der Fall war.
Für die Menschen sei das positiv hier zu leben, fand die Duisburgerin Sonja Cyrus, deren Onkel in der Lindenstraße lebt. „Das ist positiv, dass sie aus dem Wald da raus sind und bei Leuten in der Stadt – das ist wie eine Familie hier“, feierte die 41-Jährige fröhlich mit.
„Einige freuen sich schon das ganze Jahr auf das Sommerfest – und heute ist es noch größer“, führte Moderator Patrick Böttcher durch das vielfältige, zweieinhalbstündige Programm, bei dem Tanz, Unterhaltung und Musik im Vordergrund standen.
Den Auftakt machte die Musikgruppe der Wohngruppe Holbeinstraße Gelderland, die mit ihren schmissigen Gassenhauern wie dem „Schneewalzer“ für den Einstieg sorgten.
Anschließend sorgte Hilla Heien für eine ausgelassene Partystimmung, reichte ihren Regenschirm an einen Gast weiter, animierte das Publikum mit einer Gruppe verkleideter männlicher „Nonnen“ zur Musik von „Sister Act“ und mehreren Gassenhauern zum Mitklatschen und zum kollektiven Schunkeln. „Dass die einen erkennen und dass die mitmachen, das ist mehr wert als Gage“, zeigte auch die Künstlerin angesichts der Resonanz, dass der Auftritt für sie etwas Besonderes war. Später durfte die Tanzgruppe „Finesse“ aus Kleve -Materborn dann noch zeigen, was sie auf der Bühne tänzerisch leisten kann und rundete einen abwechslungsreichen Nachmittag für alle ab.

Einbruch in Geschäftsräume/ Täter beschädigten Überwachungskameras

Kevelaer (ots) – Unbekannte Täter verschafften sich in der Zeit von Mittwoch, 19. Juli 2017, 18.30 Uhr und Donnerstag 07.55 Uhr durch Übersteigen der äußeren Umzäunung Zutritt zum Außengelände eines Geschäfts auf dem Gewerbering. Hier wurden die Überwachungskameras teilweise abgrissen und beschädigt. Danach hebelten die Täter die Eingangstür zum Geschäft auf. Im Geschäft wurden verschiedene Räumlichkeiten durchsucht. Aus zwei Kassen im Verkaufsbereich wurde Bargeld entwendet.
Hinweise zu verdächtigen Personen bitte an die Kripo Goch unter Telefon 02831-1250.

Wohnungen für Jugendliche gesucht

Das Jugendamt Kevelaer hat in den letzten 15 Monaten mehr als 22 minderjährige, alleinreisende Flüchtlingskinder aufgenommen. Diese wurden zunächst im
Mehrgenerationenhaus an der Sonnenstraße untergebracht. Sie leben jetzt in einer Gemeinschaftsunterkunft für Jugendliche (Jugend-WG) an der Kroatenstraße. Auch für die Flüchtlingskinder gilt der Satz: “Aus Kindern werden Leute!”
Aktuell sucht die Stadt zunächst zwei kleine Wohnungen für inzwischen 18-jährige junge Frauen aus Somalia. Die jungen Damen besuchen das Berufskolleg in Geldern und werden über das Anna-Stift in ihrer Integration und schulischen Arbeit unterstützt. In einer eigenen Wohnung würden die jungen Damen auch weiterhin vom Anna-Stift begleitet. Ziel ist ein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu organisieren. Jugendamtsleiter Marc Buchholz erläutert: “In der Jugend-WG sind sie hier auf einem guten Weg. Für den nächsten Schritt bedarf es aber der ‘eigenen’ vier Wände! Sofern sich Vermieter von Kleinraumwohnungen bis 50 qm angesprochen fühlen, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme und Wohnungsbesichtigung freuen.” Die Stadt Kevelaer übernimmt im Rahmen der Jugendhilfe für junge Volljährige hier die anfallenden Mietaufwendungen, sofern diese dem allgemeinen Mietspiegel entsprechen.
Interessenten wenden sich bitte an marc.buchholz@stadtkevelaer.de oder Telefon 02832-122-205.

Noch zwei Monate bis zur Nacht der Trends

Am 17. September 2017 ist es wieder soweit: Denn die Nacht der Trends in der Kevelaerer Innenstadt findet wieder statt. Bei der Modenschau laufen neben vielen erwachsenen professionellen Models auch Kinder mit.
Wie jedes Jahr finden drei Vorstellungen statt. Die Erste beginnt um 15.30 Uhr, die nächste um 17.30 Uhr und die letzte um 19.30 Uhr. Vertreten sind Geschäfte wie Mutter und Kind, Inge und Susanne Abels, Kaenders und viele weitere. Außerdem haben an diesem besonderen Tag alle Geschäfte in Kevelaer bis 23 Uhr geöffnet.

Elena Rouenhoff
9C, Kardinal-von-Galen-Gymnasium

Tischtennisfahrt nach Grenzhausen

Vom 21. bis zum 23. April 2017 haben ca. 20 Jugendliche der Tischtennisabteilung des SV Union Wetten bei dem Bundesligisten Zugbrücke Grenzau in der Eifel ein Tischtenniscamp absolviert.
Dieses Camp beinhaltete vier Trainingseinheiten, in denen den Teilnehmern durch professionelle Trainer neue Spielzüge und Perfektion ihrer Technik beigebracht wurde. Die Trainingseinheiten dauerten jeweils eineinhalb Stunden.
Für die Verpflegung sorgte das anliegende Hotel, indem die Jugendlichen und die Betreuer zwei Nächte verbrachten. An einem Abend haben alle zusammen die Bowlingbahn benutzt, die zum Schauplatz eines spannenden Turniers wurde. An dem nächsten Abend konnten das Schwimmbad sowie der warme Whirlpool benutzt werden.
Es war für alle eine schöne Erfahrung, bei der jeder viel Spaß hatte und viel gelernt hat.

Jonas Menne, Julius Paris
9C, Kardinal-von-Galen-Gymnasium