Aktuelles aus Kevelaer

Ines und Leo haben „Ja“ gesagt

Noch immer strahlen die Frischvermählten um die Wette. Leo und Ines Reinders haben sich das Jawort gegeben. Der 29-jährige Bräutigam arbeitet nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Architekturstudium seit drei Jahren in einem Architekturbüro in Krefeld. Seine 22-jährige Frau ist als Erzieherin in einem Kindergarten in Strae­len tätig. Kennengelernt haben sich Ines, geb. Gorthmanns aus Weeze, und Leo vor zwei Jahren bei „Mine“ im Prinzenhof. Das junge Ehepaar wohnt in Kevelaer und schwört auf seine Heimat. Können die beiden doch so auch ihren Familien nahe sein und den Wirkungskreis erweitern.
Während beide begeistert Tennis spielen, genießt Ines Reinders auch das Glück auf dem Rücken der Pferde. Ihr Mann schwingt sich dagegen gerne aufs Rennrad oder begibt sich in luftige Höhen beim Drachenfliegen. Dies unterrichtet er auch selber in Süddeutschland.

Daniel Kotara – Mein Kevelaer

Was schätzen Sie an Kevelaer?
Kevelaer ist mein Geburtsort und meine Heimat. Hier habe ich meine Frau kennengelernt und meine Familie gegründet. Hier sind die wichtigsten Entscheidungen in und für meinen bzw. unseren Lebensweg und Lebensplanung gesucht, gefunden und getroffen worden. Kevelaer ist für mich eben unverwechselbar.
Für einen Tag Bürgermeister von Kevelaer. Welches Problem würden Sie als erstes in Angriff nehmen?
Mich stört eigentlich nur, dass nichts gegen die Metallsammler bei der Sperrgutabfuhr unternommen wird. Die Erlöse der Metallsammlung können dem Bürger über den Gebührenhaushalt wieder zu Gute kommen. In anderen Städten wird massiv gegen diese illegale Sammelei vorgegangen.
Was sollte ein Besucher auf jeden Fall gesehen bzw. unternommen haben?
Wenn Gäste nach Kevelaer kommen, sollten sie unsere schönen Kirchen anschauen, der Gottesmutter auf jeden Fall einen Besuch abstatten und im Anschluss ein Steak essen.

Geldbörse aus Handtasche gestohlen

Am Samstag, 22. Juli 2017, gegen 17 Uhr stellte eine 67-jährige Frau aus Weeze auf der Hauptstraße in Kevelaer ihre Handtasche auf einen Tisch an einer Imbissbude. Ein unbekannter Mann, der am Nachbartisch saß, griff in die Handtasche und entwendete daraus eine Geldbörse. Die 67-Jährige rannte hinter dem Täter her und konnte ihn noch am T-Shirt festhalten. Der Täter riss sich los und warf die Geldbörse weg. Aus der Geldbörse fehlten der Personalausweis und EC-Karten des Opfers.
Der Täter war rund 45 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, hatte eine Stoppelfrisur und einen Dreitagebart. Er trug ein grau-blaues T-Shirt.
Täterhinweise erbittet die Kripo Goch unter Telefon 02823-1080.

Kevelaerer stirbt bei Verkehrsunfall

Auf der Bundesstraße 67 zwischen den Einmündungen Gocher Grenzweg und Am Bössershof in Goch ist es am Montagmorgen gegen 5.55 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem zwei Menschen getötet wurden.
Der 30-jährige Fahrer eines Audi A 8 aus Kevelaer war aus Fahrtrichtung Weeze kommend bei regennasser Fahrbahn aus bislang ungeklärter Ursache auf die Fahrspur des Gegenverkehrs geraten und dort mit dem Renault Clio einer 55-jährigen Gocherin zusammengestoßen. Der Zusammenstoß war so heftig, dass beide Fahrzeuge sehr schwer beschädigt und die Fahrer in den Autos eingeklemmt wurden. Die 55-Jährige verstarb noch im Fahrzeugwrack, der 30-jährige Kevelaerer kurz nach Bergung aus dem Audi im Rettungswagen. Feuerwehrkräfte bargen die Insassen aus den Pkw.
Hinweise auf Beteiligung weiterer Fahrzeuge gibt es nicht. Die B 67 war zwischen den oben genannten Einmündungen bis gegen 11 Uhr voll gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.
Kräfte des Bereitschaftsdienstes Opferschutz und Notfallseelsorger übernahmen die Benachrichtigung und Betreuung von Angehörigen.
Die Polizei bittet eventuelle Zeugen, sich mit dem Verkehrskommissariat in Goch unter der Rufnummer 02823-1080 in Verbindung zu setzen.

Mit der Hebebühne auf den Weg zum Mauersegler

An der Biegstraße wohnt Hans-Gerd Sürgers. Der Hobby-Ornithologe kennt sich sehr gut aus mit der heimischen Vogelwelt. Der 82-Jährige beantwortet fach- und sachkundig jede Frage zu diesem Thema und tut seit vielen Jahren alles, unsere gefiederten Freunde in ihrem Fortbestand zu schützen.
So baute Sürgers in luftiger Höhe an den Giebel seines Wohnhauses einen mehrteiligen Brut- und Nistkasten, der zurzeit auch wieder von einer bestimmten Vogelart angenommen und zur Aufzucht der Jungtiere „bewohnt“ wird. Aber wer hat sich eingenistet?
Kurzerhand wurde Sürgers am Betriebshof der Stadt mit der Bitte vorstellig, man möge doch einmal mit einer Hebebühne zu ihm kommen, damit er den Inhalt seines Nistkastens in Augenschein nehmen könne. Der Leiter des Betriebshofs, Johannes Baaken, war sofort bereit ihm zu helfen, tat also ebenfalls dem Naturschutz etwas Gutes. Das Ergebnis der Besichtigung hielt Sürgers im Bild fest:
Es sind Mauersegler, die wegen ihrer angeblichen Ähnlichkeit mit den kleineren Schwalben oft in einen Topf geworfen werden, und so gut wie nichts mit ihnen gemein haben.
Sürgers gelangen schon in der Vergangenheit bemerkenswerte Fotos, obwohl sich Mauersegler selten „an Land“ aufhalten und dann nur zum Brüten. Die Zugvögel sind von Anfang Mai bis Ende August in unserer Gegend anzutreffen. Die Nestlingszeit der Jungvögel beträgt rund fünf Wochen. Danach verlassen sie das Nest und sind sofort selbstständig, weil sie von ihren Eltern auch nicht mehr versorgt werden.
Dann sind sie ohne Unterbrechung so lange in der Luft, bis sie eine eigene Brut aufziehen können. In der Luft nehmen sie nicht nur Nahrung auf und paaren sich. Sie schlafen sogar im Fliegen.

Nach Überraschungsplatz 5: KSV II möchte weiter angreifen

Bereits der Aufstieg in die Kreisliga B vor rund 14 Monaten war für die zweite Mannschaft des Kevelaerer SV ein Riesenerfolg gewesen. Doch was das Team von Trainer Marcel Kempkes in der vergangenen Saison geleistet hat, das war so nicht zu erwarten. Platz fünf, 41 gesammelte Punkte, zwölf Saisonsiege – es war eine ganz starke Saison für die Zweitvertretung des KSV.
Lautete das Ziel vor der letzten Saison lediglich, schnellstmöglich irgendwie den Klassenerhalt zu erreichen, war bereits nach wenigen Wochen klar: Diese Mannschaft hat das Zeug, mehr zu erreichen. Und so war bereits in der Winterpause klar, dass man mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben würde.
„Dass wir nach dem Aufstieg gleich so eine Saison hinlegen, damit hätten wir nich gerechnet“, gab auch Kempkes zu. „Für die Zwote des KSV war es die beste Saison seit mindestens zehn Jahren. Insgesamt haben wir uns sehr stark präsentiert, das fing im ersten Spiel gegen Veert an und hat sich bis zum Saisonende gezogen.“ Auf einer regelrechten Welle des Erfolgs ritt die Mannschaft von Punktgewinn zu Punktgewinn, dabei warfen sie auch zwischenzeitliche Niederlagen – elf Stück waren es am Ende der Spielzeit – nicht zurück.
„Uns hat der tolle Teamgeist geprägt“, sah der Trainer einen entscheidenden Grund für das positive Abschneiden. „Und ein bisschen Fußball können wir auch spielen“, lachte Kempkes. Diese Stärken sollen nun auch in der Saison 2017/18 ausgespielt werden. Bereits seit einigen Wochen hat das Team um Trainer Kempkes die Vorbereitung wieder aufgenommen. „Es geht jetzt darum, die nötige Fitness zu erlangen und das etwas veränderte Spielsystem einzustudieren“, verrät der Coach die Schwerpunkte der aktuell laufenden Sommervorbereitung.
Lediglich einen kleinen personellen Umbruch musste die Mannschaft in den vergangenen Wochen hinnehmen. Mit Julian Kopka und Jannis Thockok gibt es zwei Spieler, die nur noch sporadisch zur Verfügung stehen. Maik Schax beendete nach einer ganz besonderen Karriere für den KSV seine aktive Laufbahn, Julian Broekmann zog es zum SV Straelen II. Dafür kehrten mit Philipp Drissen und Nils Hillejan zwei Defensivspieler nach Kevelaer zurück, die bereits vor wenigen Jahren in Gelb-Blau aufliefen. „Zwei bis drei A-Jugendliche komplettieren unsere Neuzugänge. Auch unsere Eigengewächse haben ein gutes Niveau und helfen uns sicher weiter“, sagt Kempkes. Auch die erneute Anmeldung einer dritten Mannschaft für den KSV wird dem Team helfen, um besonders in der Breite genug Qualität zu haben.
Nach dem fünften Platz in der letzten Saison gehen Trainer und Team zwar mit einer breiten Brust in die neue Spielzeit, ohne jedoch abzuheben. „Die Gruppe ist noch ausgeglichener als im letzten Jahr. Für uns geht es wieder darum, frühstmöglich den Klassenerhalt zu sichern und dann zu schauen, wohin es gehen kann. Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu sehr auf die letzte Saison zu gucken“, weiß Kempkes. Im Training arbeitet er im taktischen Bereich besonders akribisch, um mit neuem Spielermaterial ein anderes System einzustudieren. „Wir haben bisher eine sehr gute Trainingsbeteiligung“, freute sich der Übungsleiter. Um die nötige körperliche Voraussetzung zu schaffen, um während der langen Saison mithalten zu können, wurden bereits einige Crossfit-Einheiten mit einer persönlichen Trainerin absolviert. Ein Testspiel wurde außerdem bereits ausgetragen, das man deutlich mit 7:0 gegen den SV Walbeck III gewann. „Mit dem aktuellen Stand bin ich sehr zufrieden“, sagt Kempkes. Am Mittwochabend steht dann mit dem Test beim SV Rheinwacht Erfgen ein erster Härtetest an, denn es geht auswärts gegen einen Gegner, der im letzten Jahr noch in der Kreisliga A antrat. In der B-Liga ist der Saisonstart für die zweite Mannschaft des KSV auf den 20. August datiert, dann ist man beim FC Aldekerk II zu Gast.

80.000 Gäste, 200 DJs, zehn Bühnen und eine Hochzeit

Am vergangenen Wochenende fand zum dritten Mal das Parookaville-Festival auf dem ehemaligen Royal Air Force-Gelände am Flughafen Niederrhein (Weeze) statt. Auch in diesem Jahr werten die Veranstalter und viele Gäste das Parookaville als vollen Erfolg. Weder vereinzelte Engpässe bei der An- und Abreise zum Festivalgelände, noch zwischenzeitliches Regenwetter konnten 80.000 friedliche Gäste davon abhalten, sich und zahlreiche DJ-Superstars der Szene auf 10 Bühnen zu feiern.
Ja-Wort vor atemberaubender Kulisse
Am Festival-Samstag gaben sich Julia und Oliver rechtskräftig das Ja-Wort. Zuvor wurden sie in einer Oldtimer Cadillac-Limousine zur Warsteiner-Parooka-Church chauffiert. Empfangen wurden sie nicht nur von ihrer Standesbeamtin Birgit Tönnesen, sondern auch von ihrem Trauzeugen, dem angesagten DJ Phil Fuldner.
Einer der Gänsehaut-Momente war sicherlich, als das DJ-Duo Showtek, bestehend aus den Brüdern Sjoerd (DJ Duro) und Woute (Walt) Janssen aus dem niederländischen Eindhoven, dem kürzlich verstorben Sänger Chester Bennington von der Band Linkin Park ihren Respekt zollten und den Song „In The End“ durch die Boxen der sehr beeindruckenden Hauptbühne ertönen ließen.
Generell ist es sehr beeindruckend, was die drei Veranstalter Bernd Dicks, Norbert Bergers und Georg van Wickeren mit ihrem Parookaville-Team auf die Beine gestellt haben. Sie machten das Parookaville-Festival innerhalb von nur 3 Jahren zum größten Electronic Dance Music Festival in Deutschland. Weltstars der DJ-Szene wie Felix Jaehn, Robin Schulz, Armin Van Buuren, Steve Aoki, Martin Solveig, Afrojack und nicht zuletzt David Guetta für ihre DJ-Sets in Weeze zu verpflichten, bedarf einiges an Organisationtalent. Das Finale des Parookaville-Festivals war für viele Zuschauer ohne Frage, als Mega-Star David Guetta am Sonntagabend als letzter Act das Festival beendete. Auf den Nebenbühnen fand das Festival gegen 2 Uhr seinen Ausklang.
Aufgrund des Wetters und der Beschaffenheit des Campingplatzes mussten einige Camper ihre Abreise auf den Montag verschieben. Doch auch hier blieb die Festival-Organisation nicht untätig und half den Gästen mit schwerem Gerät (Traktoren) zurück auf die Straße.
Unser Fazit: Alles in Allem ein toll organisiertes Festival, für das wir uns nächstes Jahr am 20., 21. Und 22. Juli lediglich gutes Wetter und genauso viele tolle Fans und Superstars wünschen.
Eine Fotostrecke zum diesjährigen Parookaville Festival gibt’s im Menu dieser Seite unter KB Plus/Fotogalerien.

Kunst, Spionage, Zukunft

Kevelaer – Die Sommerferien gehen in die zweite Woche und das Kevelaer Marketing hat erneut die unterschiedlichsten Filme für Klein und Groß vorbereitet. Am 25., 26. und 27. Juli verwandelt sich das Konzert- und Bühnenhaus in ein Kino mit Leinwand, Popcorn und Getränken. Unter dem Motto „Ferienkino am Morgen“ werden jeden Mittwoch um 10.30 Uhr bekannte und aktuelle Kinderfilme gezeigt. Das „Programmkino“ lädt Erwachsene ein, um 20.00 Uhr spannenden Filmen zu folgen, die in großen Kinos oder im Fernsehen selten oder gar nicht laufen.
Intime Betrachtung eines Visionärs
Das „Programmkino“ wird am Dienstag, 25. Juli, mit einer Dokumentation fortgesetzt. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke – 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Der Aktionskünstler, Bildhauer, Kunsttheoretiker und Pädagoge, zeitlebens umstritten, anstößig im besten Sinne, wollte berühren und berührbar sein. Die seelische und körperliche Verletzlichkeit des Menschen war sein Thema. Nicht zufällig trägt eine seiner bekanntesten Installationen den Titel „Zeige deine Wunde“.
Sein berühmter Satz »Jeder Mensch ist ein Künstler« meinte, dass in jedem von uns schöpferische Kräfte wohnen. Der Film »Zeige deine Wunde« erinnert an Potenziale der Kunst, die im Verschwinden begriffen sind.
Lustiges Spionage-Abenteuer!
Das „Ferienkino am Morgen“ zeigt den jungen und jung gebliebenen Zuschauern am Mittwoch, 26. Juli, einen Film, der in die Geheimnisse der mysteriösesten und unterhaltsamsten Vögel des globalen Spionage-Spiels einführt. In ihrer Mission müssen sich die Pinguine Skipper, Kowalski, Rico und Private mit der Spionageorganisation “Nordwind” zusammentun, geleitet von Agent “Geheimsache”, um zu verhindern, dass der durchtriebene Bösewicht Dr. Octavius Brine die Weltherrschaft an sich reißt.
Eigene Regeln – losgelöst von der Realität
Den Abschluss der Reihe „Programmkino – Berlinale 2017“ in den Sommerferien macht am Donnerstag, 27. Juli, 20.00 Uhr, ein Science-Fiction-Film, der unter der Rubrik „Classic“ auf der Berlinale zu sehen war, in dem eigene Regeln losgelöst von der Realität gelten. Dark City ist eine Stadt ohne Namen, ohne Vergangenheit – und ohne Zukunft. In dieser Stadt wird ein Mann gejagt. John Murdoch soll eine Serie von bizarren Frauenmorden begangen haben, doch sein Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Eine Fremde, Außerirdische eher sterbenden Spezies, verändern nach Belieben die Erinnerung der Menschen ebenso wie die Häuser und Straßen der Stadt, sogar die Zeit selbst können sie manipulieren.
Die Filmtitel dürfen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht öffentlich genannt werden. Diese können beim Kevelaer Marketing unter der Telefonnummer 0 28 32 / 122-988 erfragt werden und sind der Plakatierung im Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer zu entnehmen. Sie können auch Ihre E-Mail Adresse zur Verfügung stellen und das Team des Kevelaer Marketing informiert Sie regelmäßig über das Kinoprogramm.
Die Eintrittskarten für die Vorstellungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „KoBü-Flimmern“ sind zu einem Kostenbeitrag von 1,00 Euro für alle Vorstellungen im Vorverkauf beim Kevelaer Marketing im Erdgeschoss des Rathauses, Peter-Plümpe-Platz 12,  47623 Kevelaer, Tel.-Nr.: 0 28 32 / 122-150 bis -153, oder an der Tages- und Abendkasse erhältlich.

Mehr als 330.000 € Förderung für Kevelaer

Kevelaer – Da die Inanspruchnahme von Kindertageseinrichtung in Kevelaer weiterhin hoch ist, hat die Stadt Kevelaer nach Beschluss im Jugendhilfeausschuss im Februar diesen Jahres einen Antrag zum Projekt „Brücken bauen in frühe Bildung“ beim Bund gestellt. Mit dem Konzept sollen insbesondere zwei Ziele erreicht werden:

  1. Kinder aus Flüchtlingsfamilien sollen vor einer Aufnahme in die Kindertageseinrichtung auf diese gut vorbereitet werden. Ein Schwerpunkt ist dabei auch die Überwindung von Sprachbarrieren und erste Elternarbeit.
  2. Durch eine vorgeschaltete Einführungsphase in den Kindergarten sollen die bestehenden Einrichtungen, Erzieherinnen und Kinder entlastet werden.

Von den 14 Kindertageseinrichtungen in Kevelaer betreuen fünf Kindertageseinrichtungen auch Flüchtlingskinder.
Den Kindergärten ist es derzeit kaum noch möglich weitere Kinder mit Fluchterfahrung aufzunehmen, da die vielen Sprachen eine große Herausforderung im täglichen Kindergartenalltag darstellen. Gelingende Kommunikation ist für alle Beteiligten wichtig, für Kinder, Erzieher und Eltern.
Es besteht somit ein erkennbarer Bedarf an zusätzlichen Betreuungsangeboten.
Um den aufgezeigten Bedarf an Übergangsbetreuungsangeboten zu sichern, hat die Stadt mit der Caritas einen Förderantrag zum Bundesprogramm “Kita-Einstig – Brücken bauen in Bildung“ gestellt. Bürgermeister Dr. Dominik Pichler zeigt sich zuversichtlich, dass mit derartiger Unterstützung die Integration der Flüchtlinge gut gelingen kann. „Der Bund erkennt unsere Bemühungen bei der Integration an, gleichzeitig sieht er auch unsere zusätzlichen Bedarfe, die wir nicht alleine bewältigen können“, so der Bürgermeister.
Der Jugend- und Sozialdezernent Marc Buchholz freut sich, dass dem Antrag mit Bescheid vom 12. Juli 2017 entsprochen wurde. Die Stadtverwaltung und der Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. haben hier umfangreiche und intensive Vorarbeit zum Antrag geleistet. Bis Ende 2020 kann die Wallfahrtsstadt zusätzliche Hilfen in Höhe von mehr als 330.000 Euro aus Bundesmitteln abrufen.
Die Eltern der Flüchtlingskinder haben in der Regel Vertrauen zu unseren Institutionen wie Schule oder Kindertageseinrichtungen und bringen die Kinder regelmäßig.
Das Förderprogramm ist bedarfsgerecht ausgelegt und sieht eine bedarfsorientierte, maximale Förderung bis zum Jahr 2020 vor. In einer Vorbereitungsgruppe, die im Mehrgenerationenhaus der Caritas auf der Sonnenstraße angesiedelt ist, werden ab dem 01.07.2017 Kinder auf den Einstieg in die Kindertagesbetreuung vorbereitet.
Zwei Erzieherinnen bei der Caritas und eine Koordinierung bei der Stadtverwaltung werden vom Bund mit 90 Prozent über das Projekt gefördert.

„1. Internationales Madonnari-Festival“ im Herzen Kevelaers

Kevelaer – Am 19. und 20. August findet das „1. Internationale Madonnari-Festival“ auf deutschem Boden, im Herzen Kevelaers, im Forum Pax Christi statt. Die Straßenmalerei ist eine sehr alte Form der Straßenkunst. Diese – Madonnari genannten – ganz besonderen Straßenmaler malen christliche Motive, hauptsächlich Madonnenbilder. Dem Kevelaerer Pflaster geschuldet entstehen die Kunstwerke auf vier Quadratmeter großen Spanplatten. Das Eventkonzept von Frederike Wouters vom „Kunst- und Kultur Atelier“ fand bei den Verantwortlichen des Kevelaer Marketing großes Interesse. So wurde gemeinsam der Plan aus der Taufe gehoben: Kevelaer wird das „1. Internationale Madonnari Festival“ in Deutschland ausrichten – Kunst und Kultur sollen hier für jeden erlebbar werden.
Die Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze hat die großzügige Unterstützung für diese für Kevelaer neue Veranstaltung zugesagt. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung gerade im Jubiläumsjahr 375 Jahre Wallfahrt Kevelaer‘ einen besonderen Akzent setzen“, so die Verantwortlichen beim Kevelaer Marketing.
Italien-Flair am Kapellenplatz
Namhafte internationale Madonnari Künstler aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Russland, der Ukraine, Mexiko und den USA werden im Forum Pax Christi ihre meisterhafte Straßenmalerei präsentieren. Innerhalb zweier Tage werden zahlreiche Kreidemalereien von Madonnen, Ikonen und andere religiöse Motive auf Holzplatten entstehen.
Der Begriff Madonnari stammt aus Italien. Seit dem 16. Jahrhundert wurden dort bei religiösen Festen und Prozessionen öffentliche Plätze insbesondere mit Kopien von Madonnendarstellungen bekannter Meister bemalt. Bis heute hat sich die Bezeichnung der Madonnaris nicht geändert und es wird die Tradition weiter gelebt. So findet jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt im norditalienischen Curtatone, Provinz Mantua, ein Madonnari Festival statt, bei dem ausschließlich die christliche Religion betreffende Motive zugelassen sind. Auch der Ort Nocera Superiore in Italien oder sogar Houston, Santa Barbara oder Baltimore in den USA zeigen heute diese traditionelle Kunstform.
Die Malereien werden jedoch in Kevelaer nicht wie üblich, auf das Straßenpflaster gemalt. Den Künstlern stehen Spanplatten in einer Größe von vier Quadratmeter zur Verfügung. Die Meisterwerke werden im Anschluss an das Festival in einer Ausstellung auf Zeit zunächst in der Innenstadt präsentiert. Allen Interessierten ist es möglich, diese Bilder zu erwerben. Für weitere Informationen steht das Kevelaer Marketing gerne zur Verfügung.
Künstlerische Gesamtprojektleitung
Dass solch ein Madonnari-Festival auch besonders gut zu ihrer Heimatstadt Kevelaer passen würde, fand die Initiatorin und künstlerische Projektleiterin Frederike Wouters. Sie hat selbst schon mehrmals als Madonnari Künstlerin an den beiden genannten Festivalorten in Italien teilgenommen und organisierte bereits für verschiedene Städte in Deutschland und den Niederlanden erfolgreich Straßenmalfestivals.
„Ohne die künstlerische Projektleitung durch Frederike Wouters, ohne ihre Kontakte und Erfahrungen im Bereich Straßenmalkunst wäre die Realisierung des Festivals nicht möglich“, so Bernd Pool, Leiter Stadtmarketing Kevelaer. Frederike Wouters ist Kevelaererin, betreibt das „KUK Atelier“ am Johannes-Stalenus-Platz in Kevelaer in unmittelbarer Nähe zur Basilika und ist weltweit im Bereich der Straßenmalerei und -kunst unterwegs. Mit Kunstausstellungen, Malworkshops und kulturellen Veranstaltungen in ihren eigenen Räumlichkeiten konnte sie bereits mehrfach auf sich und ihre Arbeit in Kevelaer aufmerksam machen. Das „KUK Atelier“ trägt somit auch seit einigen Jahren zur Galerienvielfalt in Kevelaer bei.
Das Kevelaer Marketing arbeitet derzeit an Ideen, damit auch im Umfeld des Festivals Gastronomisches und Kulinarisches mit einem italienischen Flair angeboten werden kann. An ausgewählten Standorten können erlesene Weine probiert und selbstverständlich auch gekauft werden. Kevelaerer und Besucher dürfen sich gleichwohl auf dieses Wochenende freuen und sollten den Termin 19. und 20. August in ihrem Terminkalender bereits heute vormerken.
Zeitgleich zum Madonnari-Festival öffnet aufgrund des zu erwartenden Besucheraufkommens der Einzelhandel „dem Kunden König“ die Türen.
„Die Genehmigung des Ministeriums für diesen zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag erfüllt mich mit großer Freude“, so Bürgermeister Dr. Dominik Pichler. „Diese Entscheidung zeigt, dass wir dem Ministerium mit diesem Festival eine ganz besondere Veranstaltung und eine Begründung liefern konnten, die die Behörde überzeugte und zu einer für Kevelaer guten Entscheidung kommen ließ.“