Aktuelles aus Kevelaer

Bosnienhilfsaktion der KFD St. Marien ein toller Erfolg

Kevelaer. Auf der diesjährigen Adventfeier für die Helferinnen der KFD St. Marien  Kevelaer konnten dem Initiator der Bosnienhilfe Heribert Hölz  2000 Euro übergeben werden. Diese Summe kam in 2017  bei dem Benefizkonzert und der Advent-Cafeteria der KFD  zusammen. Die Freude über den stolzen Betrag war auf  beiden Seiten groß, und Heribert Hölz dankte allen für ihr Engagement. Die KFD St. Marien gibt den Dank gerne weiter an alle, die zu dieser großartigen Spende beigetragen haben.

Frederike Wouters ist enttäuscht von Kevelaer

Kevelaer. Frederike Wouters ist in Fachkreisen als eine der weltbesten Streetart-Künstlerinnen bekannt und betätigt sich in dem Genre auch als Organisatorin von Streetart-Festivals in vielen Ländern der Erde. In ihrem KuK-Atelier in Kevelaer am Johannes-Stalenus-Platz bietet sie Workshops, Kunst und Kultur an. Am vergangenen Wochenende hatte sie für einen Straßenmalworkshop Besuch von einer Jugendgruppe und dem Leiter des Jugendzentrums „Trafo“, Armin Polfuß, aus Castrop-Rauxel. Der Workshop verlief mit großer Begeisterung der Kinder, die auf einer Fläche von 1 x 1 Meter ihre Kunstwerke unter der Anleitung von Wouters entstehen ließen und ihre Werke stolz mit ins Ruhrgebiet nahmen.
Finanziert wurde der Workshop vom „Kulturrucksack NRW“, einem landesweiten Förderprogramm der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche. Das Programm wurde vom Land gemeinsam mit den Kommunen und Kultureinrichtungen initiiert. Nordrhein-Westfalen stellte hierfür drei Millionen Euro zur Verfügung, um Kindern und Jugendlichen kostenlose oder deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote zu eröffnen.
Frederike Wouters ist enttäuscht von der Stadt Kevelaer und den Kommunen in näherer Umgebung. Der Kulturrucksack NRW ist laut Frederike Wouters ein sehr attraktives Förderprogramm, von dem Kinder, Jugendliche, Jugendeinrichtungen und Künstler gleichermaßen profitieren. Der Kulturrucksack NRW knüpft an weitere Landesprogramme wie zum Beispiel „Künstler in die Kitas“, „Jedem Kind ein Instrument“, „Kultur und Schule“, „KulturScouts“ oder „Kulturstrolche“ an und wird in vielen Städten zielgerichtet und häufig genutzt. Sie freut sich, dass immer mehr Städte und Gemeinden das Förderprogramm für sich nutzen und neben vielen anderen Projekten und Kunstformen auch die Straßenmalerei und Streetart ein anerkannter und geförderter Bestandteil der kulturellen Bildung ist. Aber in ihrer Heimatstadt wird das Geld für die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Künstlern nicht genutzt. Wouters: „ Hier müssten die Kommunen aktiv werden.“
Bernd Pool, der über das Stadtmarketing auch für den Kulturbereich zuständig ist, bestätigte auf Nachfrage des KB, dass bisher aus dem Förderprogramm keine Mittel angefordert wurden. Grund dafür sei, dass eine Bedingung des Programms von der Stadt Kevelaer nicht erfüllt werden könne. Vorgeschrieben ist, dass 3500 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren für das zu bezuschussende Event infrage kommen müssen. Diese Anzahl hat die Stadt Kevelaer nicht. Selbst mit Geldern zusammen würde die Zahl nicht erreicht. Ein Zusammenschluss mit weiteren Gemeinden sei sehr aufwändig und deshalb bisher nicht erfolgt.
Im Februar wird wieder ein Workshop zum Straßenmalen im KuK-Atelier angeboten, zu dem sich acht Teilnehmer anmelden können. Weitere Informationen: http://kuk-atelier.de/workshops

Viele Programmpunkte am Wochenende

Der Kevelaerer Advents- und Krippenmarkt wird auch am letzten Wochenende nochmal viele Programmpunkte aufweisen bevor er dann am Mittwoch mit einem großen Finale endet.
Das Samstagsprogramm beginnt um 14:30 Uhr mit einer Führung durch die Krippenausstellung im Museum, gegen 15 Uhr wird eine Ballettschule aus dem niederländischen Well mit 70 Mädchen einen Flashmob an wechselnden Punkten rund um den Krippenmarkt aufführen. Im Anschluss um 15:45 Uhr und um 16:30 findet das traditionelle musikalische Krippenspiel an der lebenden Krippe unter der Leitung von Karl Timmermann statt. Auch der Kevelaerer Musik- und Gitarrenlehrer Markus Birkhoff wird im Museum gegen 16 Uhr zu hören sein. Der Kevelaerer Theaterchor Niederrhein wird mit einem Programm unter der Leitung von Tom Löwenthal auf der Bühne des Mechelner Platzes auftreten, danach wird ein musikalisches Duo für abendliche Musikbegleitung sorgen. Die  tägliche Ziehung der Gewinner der Weihnachtsverlosung findet wieder um 18:30 Uhr statt und auch der niederländische Aktionskünstler wird seinen Adventsengel entstehen lassen und danach zu Gunsten der Stiftung Kerpenkate-Fonds versteigern (Mindestgebot 20 €).
An diesem Abend wird auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit vielen geladenen Gästen in der Basilika sein, um dem Weihnachtskonzert zu lauschen, dass das ZDF Live aufzeichnet. Die Sendung wird an den Weihnachtstagen im ZDF ausgestrahlt.
Am darauf folgenden Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch wird nochmals viel Programm geboten werden, insbesondere das um 18.30 Uhr am Mittwoch stattfindende offene Adventssingen auf dem Kapellenplatz wird den Abschluss einleiten. Hierzu werden eine Vielzahl an Chören aus Kevelaer und der Region teilnehmen, um bekannte Weihnachtslieder anzustimmen. Jeder der möchte kann nach Herzenslust in die Gesänge einstimmen. Die Lieder, Texte und alle Programmpunkte werden in der Programmübersicht  auf www.kevelaerer-krippenmarkt.de vorgestellt.
Auf ein großes Gelingen freut sich das Orga-Team des Advents- und Krippenmarktes.

Weihnachtsbaum im Marienhospital geschmückt

Vorweihnachtlicher Besuch im Marienhospital: Die Kinder des St.-Antonius-Kindergartens haben mit viel Freude und selbstgebasteltem Schmuck den Weihnachtsbaum auf den Stationen 1 und 2 des Krankenhauses geschmückt.
Dabei haben sie sich mit Kakao und Weckmännern gestärkt und Weihnachtslieder gesungen. Viele Patienten und Angehörige haben sich gefreut und beim Schmücken des Baumes zugeguckt.
Thomas Peters, Regionaldirektor des Marienhospitals, und Schwester Ulrike bedankten sich ganz herzlich bei den Kindern und ihren Erzieherinnen für den Besuch.

Entwurzelt in der Fremde – Gelungene Aufführung im Bühnenhaus

Die Aufführung im Bühnenhaus begann mit ein paar Minuten Verspätung, da Minuten vor dem Beginn noch über 100 Schüler des Gelderner Berufskollegs eintrafen. Lehrerin Birgit Brangs, die mit ihren Kollegen leitete die jungen Leuten in den Bühnenhaus-Saal leitete, beschrieb, warum der Besuch so spannend für ihr Kolleg ist: „Es ist eine Geschichte, die junge Leute bewegen kann. Bei uns sind ja auch eine Reihe von jungen Migranten mit dabei.“
Auf der Bühne begrüßte die Leiterin des Jungen Theaters der Dinslakener Burghofbüne, Anna Scherer, die Zuschauer. Für sie hat das Stück „Meet me“ eine besondere Qualität, „weil man sehr individuelle Charaktere kennenlernt, die sich persönlich etwas über ihr Schicksal erzählen.“
So erzählten die vier Schauspieler Asim Obadosim, Marie Förster, Yunus Emre Kubat und Jan Exner die von der Norwegerin Live Heloe geschriebe Geschichte der beiden Flüchtlinge Shaya (Odobasic) und Feda (Kubat). Beide halten sich ohne Aufenthaltsgenehmigung, und somit auch ohne die Chance, sich ohne Arbeit gesellschaftlich integrieren zu können, in einer norwegschen Flüchtlingsunterkunft aufhalten. Ihre einzige Abwechslung sind das Handy und die Fahrt in die Stadt mit dem Busticket.
Während Feda sich die Zeit damit vertreibt, Somaliern Zigaretten zu klauen und seine Urangst nach der Flucht und dem Tod der Familie Ausdruck zu verleihen („Wenn ich weg muss, bringe ich mich um.“), erinnert sich Shaya am Meer immer wieder an seine gefahrvolle Überfahrt und pflegt das problematische Verhältnis zu La‘ila.
Sie kommt aus einem anderen Land als er, hat eine Arbeit gefunden, die aber auch auf wackeligen Füßen steht. Sie ist von ihrem Freund schwanger. Sie leiht Shaya Geld, damit er sich wenigstens äußerlich nicht sofort als Asylbewerber erkannt wird. („You look like shit.“). Er kauft eine Sonnenbrille im verregneten Norwegen und zieht so La‘ilas Zorn auf sich. In einem Café versucht Shaya, einen Job zu bekommen und wird von Kaan (Jan Exner) schroff zurückgewiesen.
Den Schauspielern gelang es mit authentischem, teilweise reduziertem Spiel die Verzweiflung, die Ängste, auch die existierenden Konflikt in einer Atmosphäre von Orientierungslosigkeit und Verzweiflung mit lebendigem Jugendjargon erkennbar zu machen.
Die Zweisprachigkeit (englisch und deutsch) verdeutlichte dabei die Fremdheit und die Schwierigkeit der Verständigung des Trios mit ihrer Umwelt. Die lose, gestaffelte Bühnenwand, die am seidenen Faden hängenden Requisiten und der das Stück begleitende Song „Run“ (Snow Patrol) standen als Sinnbild für die zerbrechliche Lebenssituation der drei Flüchtlinge.
Für viele Schüler war das Stück nicht so zugänglich, weil sie teilweise im Unterricht auf das Thema nicht eingestellt worden waren. Mit der Geschichte konnten aber vor allem die Geflohenen was anfangen:
„Ich kenne das, das konnte man nachvollziehen“, versicherte die 16-jährige Ina aus dem Iran. Beim 19-jährigen Karim Assisi aus Kabul löste es die Erinnerung an seine mehrwöchige Flucht zu Fuß aus. Und die 18-jährige Ellen fand das Stück vor allem deswegen stark, „wegen der Emotionen, die die Darsteller rausgebracht haben.“

Enge Zimmer, zerstörte Zähne und 13 Operationen

Unter der Leitung von Dr. Elke Kleuren-Schryvers (Medizinerin) hatten sich 14 ehrenamtliche Helfer zu einem Arbeitseinsatz ins Krankenhaus von Aktion Pro Humanität (APH) im Benin auf den Weg gemacht. Im Hospital der APH hat das Team operiert, untersucht, gebaut und entwickelt.
Das Krankenhaus boomt, 2015 gab es 31 Operationen, 2016 waren es bereits 210 und die Gruppe aus Kevelaer führte die Operationen 500 bis 512 in diesem Jahr aus.
Nach Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der beninischen Regierung wurde das Centre Médical Gohomey (CMG) im Herbst 1995 eröffnet. Es dient der unmittelbaren medizinischen Basisversorgung von rund 20.000 Menschen in der ländlichen Kommune Gohomey. Das Einzugsgebiet, aus dem die Patienten zur Behandlung kommen, umfasst rund 300.000 Menschen. Das CMG bietet ambulante und stationäre Behandlung in den Fachgebieten Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie, Innere Medizin und kleine Chirurgie. Impfkampagnen gehören ebenso zum Basisprogramm wie Schwangeren- und Aidsberatung.
Alle Teilnehmer des Arbeitseinsatzes berichten übereinstimmend über die große Zufriedenheit, Herzlichkeit und stoische Ruhe der zahlreichen Patienten, die selbst lange Behandlungen über sich ergehen lassen. Dabei darf man sich nicht vorstellen, dass das CMG auch nur annähernd europäischen Standard erreicht. Qualvolle Enge herrscht in den Zimmern, in denen nicht nur teilweise zwei frisch Operierte (zum Beispiel nach Kaiserschnitt) zusammen in einem Bett liegen. Hinzu kommt noch jeweils eine „Pflegeperson“, die jeder Patient mit ins Krankenhaus bringen muss. Diese Angehörigen oder Nachbarn versorgen die Patienten mit Essen. Eine Gemeinschaftsversorgung gibt es nicht. Als Erfolg darf schon gewertet werden, dass es neuerdings einen Extraraum gibt, in dem die Helfer das Essen zubereiten können und es nicht mehr am Bett gemacht wird.
Zudem helfen die Begleiter bei der Körperpflege und reinigen die Umgebung des Bettes. Früher kamen auch schon einmal mehrere Personen für einen Patienten mit. Um ein wenig Ordnung zu bekommen, wurden diese Hilfskräfte auf eine Person beschränkt und sie erhalten jetzt jeder ein entsprechendes Schildchen mit dem Vermerk „Pflegehilfskraft“, das sie stolz an ihrer Kleidung tragen.
Eine Krankenversicherung gibt es nicht. So kommen die Menschen erst zur Klinik, wenn es schon fast zu spät ist. Bei einem Grundeinkommen von 60 Euro im Monat ist zum Beispiel eine Bluttransfusion für einen kleinen, schon stark bezuschussten Unkostenbeitrag von „nur“ 15 Euro oder eine einfachste Zahnbehandlung von 1,50 Euro für eine Familie eine enorme Summe. Es muss überlegt werden, ob man sich eine Behandlung leisten kann. Die Befunde sind deshalb oft schlimm. Verschleppte und stark deformierte Knochenbrüche oder ein so großer Abszess im Mund, dass jede Nahrungsaufnahme unmöglich ist, sind da nur einfachste Beispiele.
In der Anästhesie kommt ein Arzt auf etwa 10 Millionen Menschen, deshalb führen oft zusätzlich ausgebildete medizinische Hilfskräfte Narkosen aus. Besonderer Mangel herrscht in der Pädiatrie. Dr. Pieper berichtet, dass in der Zeit ihrer Anwesenheit drei Kinder an Malaria oder Lungenentzündung verstarben, weil die technischen Möglichkeiten einer Beatmung fehlten. Auch die Zahnmedizin hat starken Nachholbedarf. Der Erhalt der Zähne ist jedoch sehr wichtig („Jeden Zahn, den ich nicht füllen kann, muss ich anschließend ziehen“, so Dr. Klein), weil eine Versorgung wie bei uns mit Prothesen nicht möglich ist und die Menschen sonst verhungern würden. Bei der Behandlung fand der Zahnarzt aber teilweise völlig zerstörte Zähne vor, die oft nur noch gezogen werden konnten. Trotz großen Vertrauens, das die Patienten bei Erstbehandlungen zeigten, waren sie durchaus selbstbewusst und verhandelten teilweise, ob denn nun ein oder mehrere Zähne gezogen werden durften.
Nächstes Ziel von APH ist die Einrichtung einer pädiatrischen Station und eines zahnärztlichen Bereichs, außerdem soll der „Notfallfonds“ weiter ausgebaut werden, damit keine Behandlung am fehlenden Geld scheitern kann.
Trotz hohen Leistungsaufwands und extremer klimatischer Bedingungen reiste die Gruppe nach neun Tagen wieder gut gelaunt zurück nach Deutschland. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hatte reibungslos funktioniert und Erlebnisse, wie sie am 150 Kilometer vom Krankenhaus entfernten Flughafen gemacht wurden, entschädigen für alles. Hier kam ihnen winkend ein Mann entgegengelaufen, den sie einige Tage zuvor operiert hatten, und rief: „Der Doktor da hat mir geholfen.“ Für November 2018 ist wieder ein ehrenamtlicher Einsatz im Benin geplant.
Die Teilnehmer
Neben der Gründerin der Hilfsorganisation, Dr. Elke Kleuren-Schryvers, waren mit dabei: Peter Tervooren (Technik und Organisation), APH-Vorstand Dr. Rüdiger Kerner (Internist, Marienhospital), Silvia Koebbel, Hildegard Kleinen (Endoskopieschwester Marienhospital), Dr. Roland und Angelika Klein (Zahnarzt und Allgemeinmedizinerin), Dr. Wolfgang Paul (Anästhesist, St.-Clemens-Hospital Geldern), Dr. Johannes Kohler (Chirurgie) und Beate Kohler, Dirk Henricy (OP-Pfleger St.-Josef-Hospital Xanten), Dr. Noreen Vingerhofdt (Unfallchirurgin, St.-Willibrod-Spital Emmerich), Dr. Hans Herrmann Pieper (Kinderarzt in Moers) und Annemarie Pieper (Intensivschwester aus Xanten).

Einbruch in Bürogebäude an der Delbrückstraße

In der Zeit zwischen Mittwoch, 22 Uhr, und Donnerstag, 14. Dezember 2017, 2.40 Uhr, drangen unbekannte Täter an der Delbrückstraße auf das Gelände einer Firma ein. Dort schlugen sie eine Fensterscheibe an einem Bürogebäude ein. Die Täter kletterten durch das Fenster und schlugen im Gebäude zwei Glastüren ein. Sie durchsuchten mehrere Schränke. Bislang konnten keine Angaben zur Beute gemacht werden.
Hinweise zu verdächtigen Personen erbittet die Kripo Goch unter Telefon 02823-1080.

Offenes Adventssingen zum Abschluss des Krippenmarktes

Am Mittwoch, 20. Dezember, um 18.30 Uhr ist es so weit: Mit einem großen offenen Adventssingen kommt der Kevelaerer Krippen- und Adventsmarkt zu seinem Abschluss. Alle Kevelaerer – und auch Gäste der Marienstadt –, die gerne singen, sind herzlich eingeladen, diese atmosphärische Veranstaltung zu bereichern. Damit das auch ohne große vorherige Abstimmung gelingen kann, stellt das Kevelaerer Blatt die Lieder vor, die am Mittwochabend gesungen werden sollen. Aus Platzgründen fehlt „Ubi Caritas“.
Eine kleine Probe wird es allerdings doch geben: Bereits um 18 Uhr sind alle Chöre zur Probe ins Petrus-Canisius-Haus eingeladen. Um 18.30 Uhr dann wird auf dem Kapellenplatz nach der Hoffnung der Veranstalter der „größte Adventschor am Niederrhein“ erklingen. Auch Zuhörer sind dabei natürlich herzlich willkommen!
Die Noten und Texte sind als Ganzseite in der aktuellen Ausgabe des Kevelaerer Blatt vom 14.12.2017 verfügbar.
 

Dondert-Haus-Band geht auf Tour

Kevelaer. Es begann vor knapp fünf Jahren als ein Gemeinschaftsprojekt des Therapiezentrums Haus Dondert und der Tagesstätte „Zur Krone“, einer Anlaufstelle für ambulant betreute Menschen. Die Mitarbeiter Swen Wienhofen und Michael Kahlert, beide in ihrer Freizeit Musiker, gründeten mit Unterstützung ihres Arbeitgebers, dem AHG Median Therapiezentrum Haus Dondert, die Dondert-Haus-Band.
Zwischen acht und zwölf Mitarbeiter und Klienten treffen sich wöchentlich zu Proben in den Räumen der Tagesstätte in der Amsterdamer Straße. Hier wird „abgerockt“ und mit viel Freude zusammen musiziert. Chiara Happel, Anne Nägl und Max Duske (Gesang), Marianne Schilcke (Gesang, Schellenkranz), Stephan Peeters und Michael Kahlert (Gitarre), Gerard Bruske (Cajón), Dieter Blaeser (Hand-Percussion) und weitere Mitglieder spielen Klassiker wie „Blowin‘ in the wind“, „Morning has broken“ und andere Hits.
Bisher gab es von der Dondert-Haus-Band nur interne Auftritte. Jetzt haben sich die Musiker entschlossen auf Tour zu gehen, denn, wie einer der Bewohner von Haus Dondert sagte: „Musik verbindet“. In einem Projekt wurden Weihnachtslieder eingeübt und mehrere Altenheime in Geldern und Kevelaer werden bis zum Fest besucht. So wird die Band am 19. Dezember in einer Wohngruppe im St.-Elisabeth-Stift auftreten und gemeinsam mit den Bewohnern dort singen.
Die Musiker, die ihre Instrumente teilweise bereits seit vielen Jahren spielen, freuen sich darauf, zukünftig noch mehr in der Öffentlichkeit aufzutreten. „Die Musik mit anderen zu teilen“, sagte ein anderer Bewohner des sozialtherapeutischen Heims, „ist das, worauf wir uns schon freuen.“

Junges Publikum tanzt sogar den Boogie-Woogie

Wer kennt sie nicht, die Dickens‘-Weihnachtsgeschichte vom griesgrämigen und geizigen Kaufmann Ebenezer Scrooge, der seinem Angestellten nicht mal zu Weihnachten den Urlaub gönnt, ohne Freunde ist und eines Nachts von drei Geistern heimgesucht wird. Danach verwandelt er sich zu einem großzügigen Mann, der seinem Buchhalter und dessen Familie sogar ein Weihnachtsessen spendiert.
„Wir haben überlegt, wie können wir diese Geschichte mal aus der Sicht des kleinen Tim erzählen“, begrüßte Wolfgang Kaup-Wellfonder zahlreiche Kinder und Eltern vor der kleinen Puppenbühne im niederrheinischen Museum. Gemeinsam mit seiner Frau, der Regisseurin Dorothee Wellfonder, bediente er danach die von Heinz-Peter Schmälter liebevoll gefertigten Puppenfiguren, die die neue Version des Dickens-Märchens auf die kleinen Bretter brachten.
Da ist der kleine Tiny Tim. Er geht an einer Krücke, weil sein Knie operiert werden müsste.
Doch sein Papa Bob Chatchit kann sich das nicht leisten, zumal er mit den Launen seines griesgrämigen Chefs Ebenezer Scrooge leben muss. Dieser will ihm nicht mal am Weihnachtstag freigeben. Und er weist brüsk eine freundliche alte Dame ab, die nur eine Spenden für die Armen sammeln will. „Wenn die Armen sich freuen wollen, sollen sie sich unter dem Arm kitzeln“, lautet seine herzlose Antwort.
Scrooge hat die Idee, das Weihnachtsfest abzuschaffen. Er will zum König gehen, der das sicher veranlassen kann. Tiny Tim hört im Nebenraum aber mit, was der griesgrämige Kaufmann vorhat. „Da hilft nur noch ein Weihnachtswunder“, kommt ihm die Idee, dem Mann als Geist aufzulauern und ihm im Schlaf einzureden, er solle von seinem Vorhaben Abstand nehmen, sonst komme er ins Gefängnis.
Dazu stößt noch ein Schauspieler. Als Wahrsager verkleidet sieht er Scrooge mittels einer Kugel bereits hinter Gitter. Damit dies nicht passiert, müsste dieser dem Jungen die Opperation für sein Knie bezahlen, dem Vater Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld zugestehen und auch zwei Tage Urlaub. Der griesgrämige Scrooge nimmt den Vorschlag zähneknirschend an. Er wird von der seligen Familie, die sich sogar mal einen Tannenbaum leisten kann, zum Essen eingeladen.
Der kindliche Spaß und die Freude des Spiels übertrug sich auf Groß und Klein. Wolfgang Kaup-Wellfonder gelang es, mit Hilfe der Gitarre und den Kindern im Publikum dem kleinen Tim seinen Lieblings-Boogie-Woogie vorzutanzen.
Auf diese Weise bezog das Puppenspiel-Duo die kleinen Zuschauer mit ein. Es sorgte so für eine kurzweilige Dreiviertelstunde mit ein bisschen nachdemklichem Tiefgang.

Das junge Publikum tanzt am Ende sogar den Boogie-Woogie.