Aktuelles aus Kevelaer

Schnell noch ein Geschenk kaufen

Im „Schauplatz“ an der Busmannstraße sah sich Tina Maria Haßendt kurz vor Weihnachten noch mal um. „Für meine Schwester kaufe ich hier noch ein schönes Geschenk“, sagte die 36-jährige Kevelaererin und ließ sich von Inhaberin Anja Hummler das Präsent in die Tasche packen.
Die ist bereits in gelassener Erwartung der Kunden, die auf den letzten Drücker zu ihr kommen werden: „Heiligabend hast du den ganz verzweifelten Mann, der irgendwas einkauft. Oft sind es die jungen Männer, die merken, dass die Beziehung zur Freundin doch bis Weihnachten gehalten hat“, meint sie mit einem Augenzwinkern.
„Da könntest du mit Einpacken Geld verdienen – und man sieht ihnen die Panik an.“ Dann versuche sie, ihnen irgendwie zu helfen. „Da geht viel Schmuck, Kleinigkeiten, Gutscheine so bis 20, 25 Euro.“ Trotz „Verzweiflung“ seien die meisten Kunden an diesem Tag freundlich und vor allem „superdankbar“.
Die Schuhgeschäfteinhaberin Susann Köhler hat in Sachen Last-Minute weniger Erfahrungen. „Bei Schuhen ist das nicht so extrem.“ Da gebe es nur mal einen Gutschein oder eine Handtasche. Auch ihre Erfahrung ist, dass es „meistens die Männer“ seien, die zum Ende hin kommen. Selbst plant sie langfristig: „Ich weiß, wer was kriegt, und bin beizeiten unterwegs.“
Bei „Müller“ gibt es zum Last-Minute-Einkauf den Klassiker: „So einen Duft, den nehm ich schnell mal mit“, greife die männliche Kundschaft kurzentschlossen zu, berichtet Mitarbeiterin Christina Rujevic.
Handys sind als kurzfristiges Geschäft weniger der Renner – es sei denn, es gibt ein gutes Schnäppchen mitzunehmen, erzählt Philipp Temmel, Inhaber des „mobilcom debitel“-Ladens an der Hauptstraße. „Oder die Kunden kaufen noch Zubehör wie einen Kopfhörer oder eine Power-Bank.“
Evelyn Stelter kam mit ihrem 16-jährigen Sohn Kilian in den Laden. „Ich bin Spätjäger“, gestand die 35-Jährige ein. „Ich bin nicht so der Weihnachtsmensch. Die Hauptsache ist, dass es was für die zwei Kinder gibt.“
In der Buchhandlung von Gertrud Aengenheyster ließ sich Gertrud Mietz Bücher einpacken. „Ich find hier immer was und weiß genau, welches Buch zu wem passt“, erzählte die 64-Jährige, die auch schon mal kurzfristig unterwegs, aber trotzdem fündig geworden war. „In der Regel wissen die Kunden, was sie wollen“, bestätigt Aengenheyster auch für die kurzfristig Einkaufenden.
Buchhändler Ludger Polders stellte ein „Kevelaer-Phänomen“ fest. „Wenn es Heiligabend ist, dann kommen viele Einheimische, die von Kevelaer weggezogen sind und zu Weihnachten nach Hause kommen.“ Oft seien das „alte Bekannte, „die man jahrelang nicht sieht und mit denen man dann selbst ins Plaudern kommt.“
Bei „Stiltreu“ deckte sich der Gelderner Stefan Jerke noch schnell ein. „Ich muss viel arbeiten, hab mir dafür heute extra einen halben Tag freigenommen.“ Jetzt arbeite er die Wunschliste der Kinder ab.
Extra aus Kamp-Lintfort waren Friedrike Boersma und Anja Altrichter nach Kevelaer gekommen – eher aber, um sich was zu gönnen. „Ich geh gerne spontan einkaufen“, erzählte die 54-jährige Boersma. „Kinder und Männer sind versorgt – jetzt sind wir dran“, ergänzte ihre Freundin. „Wenn wir uns was kaufen, ist es wenigstens das Richtige“, lachte sie.
Man habe „mehr Frauen als Männer“ im Laden, stellte Britta Roeloffs fest. „Ob‘s ein Kissen ist, eine schöne Decke, ein Öl oder Salz.“ Und oft „kommen sie erst beim Durchschlendern auf die richtige Idee.“ Manche sammelten Geschirr, da werde dann was dazu gekauft.“
Auch Sandra Kämper ist eine der Kundinnen, die sich als „Last-Minute-Jägerin“ outete. „Ich nehm´s mir jedes Jahr vor, mache mir Notizen, aber es ist immer das Gleiche.“ Die 28-jährige Kevelaererin findet das „Stress, den man sich selber antut.“
Bei Schmuck und Optik Hammans gibt es dagegen nur vereinzelte Last-Minute-Käufe. „Vor
Jahren hatten das mal unsere Eltern, dass sie zu Weihnachten gesagt haben: Wir können nicht zumachen, da kommt noch Kunde x oder y und muss was holen“, erinnert sich Inhaber Bernward Simon. Und wenn doch mal ein Mann noch schönen Schmuck für die Frau suche, „nehmen wir uns die Zeit und entschleunigen ihn.“

Kein Fest der Freude

Silvia Weyers, Günther Fleischer und Klaus Glücks stehen gemeinsam in der „Kevelaerer Tafel“ für Lebensmittel an. Frisches Gemüse, Brot, Salat wandern in die Taschen der drei Kevelaerer, die die Hilfe der „Tafel“ alle drei gerne in Anspruch nehmen.
Dass Silvia Weyers überhaupt den Weg nach Kevelaer fand, das „verdanke ich meinem Mann“, scherzt die gebürtige Viersenerin. Vor 25 Jahren heirateten die beiden, kam Weyers in die Marienstadt. „Wir sind noch heute sehr, sehr glücklich“, meint die 50-Jährige und man spürt die Überzeugung, die aus diesen Worten spricht.
Als Kind war sie im Heim. „Ich habe erst mit 18 Jahren erfahren, wer meine leiblichen Ektern sind“, erzählt sie von der Hypothek, die ihren Lebensweg mit geprägt hat. Zwischenzeitlich flieht sie aus dem Heim, wird ein halbes Jahr lang polizeilich gesucht. Mit 16 kommt sie in diverse Pflegefamilien. „Aber da so reingedrückt werden, ist nicht so ohne.“
Stigma Heimkind
Sie wird mit einem Sohn schwanger, lernt mit 19 ihren Mann in Weeze kennen, der das Kind „wie seinen eigenen Jungen“ akzeptiert und ihr „Rettungsanker“ im Leben wird. Beide haben noch eine gemeinsame Tochter, die heute bei der Schwägerin lebt – ein Thema, über das Weyers nicht so gerne spricht. „Ich hab auch früher mal Alkohol getrunken“, meint sie später.
Unter dem Ruf, ein Heimkind gewesen zu sein, leidet sie noch heute. „Wenn ich mich bewerbe, kommt dann ja immer die Frage nach Vater und Mutter. Und Heimkinder klauen ja alle und sind unzuverlässig.“ Sie erzählt, dass sie immer gearbeitet hat. „Ich hab‘ Automatten genäht, war bei Essig Kühne, in Holland, hab‘ Zeitungen ausgetragen.“ Ihr Weg zeugt von einem bewegten Berufsleben.
Ihr Mann – Maler und Lackierer – ist krank. „Er hatte 500 Zucker und kam damit ins Krankenhaus“, sagt sie und dass sie bis heute nicht verstehe, warum er sich immer wieder damit anbieten müsse, obwohl das gesundheitlich gar nicht gehe. „Ich hab‘ jetzt ein Kleingewerbe mit Internetverkäufen angemeldet und versuche damit, von Hartz IV loszukommen.“ Damit möchte Weyers sich behaupten. „Ich versuche mich immer wieder freizuschwimmen.“
Für den Internetverkauf kalkuliert sie 350 Euro Verdienst pro Monat. Vom Amt gibt es noch 100 Euro und die Miete. Ihr Mann bekommt nichts. „Es bleiben so 150 Euro am Ende für uns über. Ohne die Tafel hätten wir ein großes Problem.“
Wenn Günther Fleischer seine Lebensgeschichte erzählt, glaubt man fast in einem Film zu sein. Ursprünglich kommt der 65-jährige frühere Kautschuk-Facharbeiter aus Halle/Saale, der früheren DDR.
Nach dem Tod seiner Frau gibt er seine drei Kinder schweren Herzens zur Adoption frei, weil er das alles nicht bewältigt bekommt. Zweimal versucht er, aus der DDR zu flüchten – und landet deswegen für insgesamt sieben Jahre in Dessau und Naumburg im Gefängnis.
Zwei Monate vor der Grenzöffnung gelingt ihm mit einem Freund, der einen Grenzsoldaten als Bruder hat, mit einem geklauten Moskvich die Flucht. „Das waren nur 100 Meter – aber wir wussten nicht, dass da auch Minen lagen.“
Drei Tage lang trampen die beiden durch ein „unbekanntes Land“. Von Franken aus geht es erst nach Lüllingen, dann nach Kevelaer. Jahrelang arbeitet Fleischer in Gärtnereien, unter anderem bei Landgard in Geldern. Als er in Herongen weiterarbeiten soll, muss er passen: „Das geht mit dem Fahrrad schlecht.“
50 Jahre gearbeitet
Seit 2015 geht er deshalb zur „Kevelaerer Tafel“ und trägt Zeitungen aus. „Ich habe fünfzig Jahre gearbeitet, war noch nie arbeitslos“, betont es. Das ist ihm wichtig.
Seit zwei Jahren bekommt er Rente. „Aber nicht von der DDR. Daher fehlen mir gut 25 Jahre, weil ich das nicht nachweisen kann, vieles an Unterlagen in der Wendezeit verlorengegangen ist. Das ist ein Manko der Regierung.“
Unter dem Strich bleiben 300 Euro Rente, „da muss ich die Grundsicherung nehmen“. Und von den 210 Euro für die Zustellung „nehmen sie mir 50 Euro auch noch weg“. Mit seinem Flucht-Freund wohnt er in einer Wohngemeinschaft, sonst wäre das alles nicht machbar. „Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig.“
Klaus Glücks ging bis zum neunten Schuljahr in Weeze zur Schule und wollte dann Maschinenschlosser lernen. „Meine Eltern sagten mir aber: Du musst erst arbeiten“, erzählt der 59-Jährige. Diese Entscheidung prägte sein zukünftiges Leben.
In diversen Firmen ist er als Bauhelfer unterwegs, erleidet einen Arbeitsunfall. Später ist er bei einem Landschaftsgärtner in Winnekendonk beschäftigt, macht Saisonarbeit im technischen Bereich in den Niederlanden. „Jetzt bin ich im Ruhestand, da kriegt man nix mehr.“ Und das trotz seiner „erst“ 59 Jahre.
Seine Frau hat früher in der Polsterei Mertens genäht, ist aber jetzt Herz-Kreislauf-erkrankt und gehbehindert. „Spaziergänge kann sie nicht mehr machen. Und ich hab auch schon Herz-Kreislauf-Probleme.“
Trotzdem erledigt er noch die großen Einkäufe. Beide leben sie von seiner Rente – 651 Euro – und ihrer Teilrente plus Grundsicherung. Nebenbei engagiert er sich noch als Bürgerbusfahrer.
Weihnachten ist schwierig
Viel geht da natürlich nicht, und aus eigener Betroffenheit kommt der Ärger dann beim Amt schon mal hoch, wenn er sieht, was Flüchtlinge dort an Geld erhalten. Er will diesen Menschen keine unlauteren Motive unterstellen oder ihnen das missgönnen. Aber er sagt auch deutlich: „Ich hasse das, wenn ich sparen und davon die Wohnung auch renovieren soll, und die werden unterstützt.“
Weihnachten, das hat für die drei Kunden der „Tafel“ aufgrund ihrer Situation eine relative Wertigkeit. „Weil wir eine Enkelin und einen Enkel – beide acht Jahre – haben , wird schon ein Tannenbaum aufgestellt“, meint Silvia Weyers. „Da ist aber seit sechs Jahren immer der gleiche Schmuck dran.“
Und einen Braten, den kann man sich nicht leisten. „Für die Kinder gibt es einen Süßigkeitenteller.“ Für sie, die sie ohne Mutter und Vater aufgewachsen ist, ist diese Zeit oft schwer. „Im Heim war ich oft zu Weihnachten allein.“
Günther Fischer hat da eine klare Haltung: „Ich freue mich auf Weihnachten gar nicht, das ist auch eine finanzielle Frage.“ Dazu kommt noch, dass keine Kinder da sind. „Das gibt kein rundes Bild für mich.“ Deshalb versucht er, Sendungen zu Weihnachten wie „Bitte melde Dich“ zu vermeiden. „Da hab‘ ich immer Tränen in den Augen.“
„Meine Frau ist für Weihnachten, da wird geschmückt“, erklärt Klaus Glücks, weshalb bei ihnen 2017 wohl mit dem alleinstehenden Sohn, der Tochter, dem angehenden Schwiegersohn und dem Enkel gefeiert werden wird. Süßigkeiten wird es geben, für den Enkel vielleicht Geschenke.
Die eigenen Wünsche für das neue Jahr sind bescheiden. „Einfach nur ein vernünftiges reales Leben, wo man vernünftig einkaufen kann“, darauf hofft Silvia Weyers. „Ein gutes, warmes Essen hier für ein, zwei Euro – wenn sich dafür ein Sponsor findet“, fände Günther Fleischer als Einrichtung sinnvoll. Und Klaus Glücks sagt: „Ein bisschen mehr Geld – und dass das Umfeld der Ämter freundlicher und die Menschen zugänglicher werden“

Resolution zu OW 1 übergeben

Kevelaer. Der Rat der Wallfahrtsstadt Kevelaer hatte in seiner Sitzung am 19. Oktober aufgrund eines gemeinsamen Antrages der CDU und SPD-Fraktionen eine Resolution zur langjährigen Problematik der OW 1 beschlossen. Am vergangenen Freitag hat eine Delegation des Rates unter der Führung von Bürgermeister Dr. Dominik Pichler der neuen Regierungspräsidentin in Düsseldorf einen Besuch abgestattet und die Resolution persönlich übergeben.
Erlass fest zugesagt
Die Regierungspräsidentin Brigitta Radermacher outete sich in dem sehr freundlichen Gespräch als begeisterter Fan der Orgel in der Basilika in Kevelaer. Ihr sei es ein persönliches Anliegen, den Weiterbau der OW 1 zu fördern und die Realisierung zeitnah zu ermöglichen. Den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kevelaer sei nach so langer Planungszeit die Belastung durch den erheblichen Verkehr nicht mehr zuzumuten. Daher sagt Regierungspräsidentin Radermacher den Erlass des Planfeststellungsbeschlusses für das Jahr 2018 fest zu.
Bürgermeister Dr. Pichler bedankte sich im Namen der Bürgerinnen und Bürger Kevelaers für die klaren und verbindlichen Worte. Die verkehrlichen Belastungen durch die vielen Pilger und die Besucher des Freizeitparks Irrland würden seit vielen Jahren von den Bürgern geduldig ertragen. Es sei nun an der Zeit, diese Geduld nicht weiter zu strapazieren, sondern endlich Abhilfe zu schaffen. Bürgermeister Dr. Dominik Pichler freute sich: „Wir sehen nun endlich Licht am Ende des Tunnels. Ich habe Frau Radermacher zu einer persönlichen Stadtführung in Kevelaer eingeladen, wenn sie mir bei der Gelegenheit den Planfeststellungsbeschluss überreicht. Diese Einladung wird die Regierungspräsidentin hoffentlich sehr zeitnah annehmen.“
Online-Petition
Kevelaer. Schon kurz nach Beginn der OW1-Unterschriften-Aktion startet die CDU Kevelaer mit einer Online-Petition eine ergänzende Kampagne, um den Baubeginn der dringend benötigten OW1 in 2018 zu realisieren. Im Internet kann man dafür stimmen unter
www.openpetition.de/petition/online/baubeginn-ortsumgehung-ow1-fuer-kevelaer-in-2018.
„Dem NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst soll bei seinem Besuch der CDU Kevelaer am 23.1.18 durch die Teilnahme vieler Bürgerinnen und Bürger an diesen Aktionen die Dringlichkeit der OW1 vor Augen geführt werden“, so Dr. Jutta Bückendorf und Burkhard Bonse als zuständige CDU-Ratsmitglieder für die besonders betroffenen Straßen in Kevelaer und Winnekendonk.

Schneegestöber in Kevelaers guter Stube

Kevelaer. Stehend applaudierte das Publikum am vergangenen Freitag für eine zu Herzen gehende Weihnachtsgala mit Karl Timmermann. Dem erst kürzlich mit dem Sonderpreis der Wallfahrtsstadt Kevelaer ausgezeichneten Entertainer war es erneut gelungen, die Zuschauer im ausverkauften Konzert- und Bühnenhaus in Weihnachtsstimmung zu versetzen und dabei reichlich Spenden für den guten Zweck zu sammeln.
Über die großartige Summe von mehr als 14 000 Euro dürfen sich in diesem Jahr die Herman-van-Veen-Stiftung und die Lebenshilfe Gelderland freuen. „Beide Erlöse verbleiben in Kevelaer“, versicherten Hans-Werner Neske von der Herman-van-Veen-Stiftung und Günter Voß von der Lebenshilfe Gelderland. Diese Zusicherung ließ die Besucher in der Pause einmal mehr in die Lostrommel greifen. „Sie zaubern mit ihrem Loskauf den Kindern ein Lächeln ins Gesicht“, bestätigten die fleißigen Losverkäufer. 500 Gewinne, die allesamt von Karl Timmermann höchstpersönlich organisiert wurden, dürften zusätzlich angespornt haben.
Zuvor aber präsentierten namhafte Künstler ihr Weihnachtsprogramm. Zudem gewährte die „Theater 4c Weihnachtsfamilie“, überzeugend dargestellt von Helene und Günter Voß mit Liam und Lana und Opa Heinrich Ohlig, auf der Bühne einen Einblick in ihr Wohnzimmer. „Weihnachten zuhause“ lautete das Motto des Abends. Dabei wurde es besinnlich mit dem Niederrheinischen Streichquartett und lebhaft mit dem Bäckerinnen-Ballett vom „Studio 8Counts“ aus Geldern, geleitet von Janine Ingenpass. Diese verteilten nach getaner Arbeit in der „Weihnachtsbäckerei“ fleißig leckere Plätzchen ans Publikum.
Der Nikolausbesuch mit Udo Blääß wie auch der prominente Gast im Weihnachtsmannkostüm durften natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Schnell wurde Harry Wjinvoord enttarnt und mit tosendem Applaus begrüßt. Der „Preis ist Heiß“-Moderator und Herman-van-Veen-Botschafter plauderte und witzelte munter drauflos, holte sich zwei Geburtstagskinder, Hedwig van de Loo (mit ihren 80 Jahren nicht weniger redegewandt) und Larry G. Rieger auf die Bühne.
Seit nahezu 30 Jahren engagiert sich Harry Wjinvoord für Menschen, denen es nicht so gut geht. „Ich stehe auf der absoluten Sonnenseite des Lebens“, verriet der niederländische Moderator im Gespräch mit dem KB, „deshalb möchte ich etwas tun, um anderen Menschen zu helfen“, fügte er hinzu, lobte dabei die Benefizveranstaltung von Karl Timmermann.
Währenddessen hatte es Opa Heinrichs Knie längst verraten: Schnee lag in der Luft und bedeckte den Boden der guten Stube Kevelaers. Das wiederum verführte das Schneemann-Ballett zu einer Schneeballschlacht. Zwischenzeitlich ließen sich die Weihnachtsfamilie – wie auch das Publikum – vom Duett Chrissi Maas und Mr. Soul Hans Ingenpass, den Balletttänzerinnen Ekatarina Timofeeva und Jana Schopmann verzaubern und lauschten den Stimmen vom unverzichtbaren Trio Julia, Samira und Igor, der zusätzlich sein brasilianisches Temperament zu Klängen von „Daddy Cool“ bewies.
Einen kurzen Tourneezwischenstopp legte Peter „Obel“ ein. Mit seiner Peter-Maffay-Parodie berichtete er leb- und auch glaubhaft von seiner Australienreise. „Hier steht man auf dem Kopf – aber man merkt nichts davon“, so seine Erfahrung vom fernen Kontinent.
Einen absoluten Gänsehautmoment erzeugte der Einzug des Theaterchors Niederrhein. Mit eingeblendeten Texten zum Mitsingen sangen sie gemeinsam mit dem Publikum zum Finale traditionelle Weihnachtslieder wie „Leise rieselt der Schnee“, „O Tannenbaum“ und natürlich „Stille Nacht“. In Weihnachtsstimmung versetzt und Weihnachtslieder summend verließen die Besucher am späten Abend die gute Stube Kevelaers.

Festnahme von rumänischen Menschenhändlern aus Kevelaer

Kevelaer (ots) – Seit September 2017 ermittelt das Kriminalkommissariat 3 der Kreispolizeibehörde Kleve in einer Ermittlungskommission gegen zwei rumänische Tätergruppen mit insgesamt neun Beschuldigten aus Kevelaer. Ihnen wird schwerer Menschenhandel und Zwangsprostitution vorgeworfen. Die Beschuldigten stehen in dem dringenden Tatverdacht junge Frauen aus Rumänien und Moldawien, die zum Teil jünger als 21 Jahre alt waren, unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt zu haben. Unter Ausnutzung der persönlichen und wirtschaftlichen Zwangslage sowie der auslandsspezifischen Hilfslosigkeit wurden die Frauen gedrängt, die Prostitution aufzunehmen oder fortzusetzen, mit dem Ziel, sie auszubeuten. Hierzu wurden ihnen unter anderem die Pässe weggenommen und Gewalt angedroht. Sie arbeiteten in legalen Clubs, boten aber auch Hostessservice und Wohnungsprostitution an.
Mitte Dezember 2017 nahm die Kripo drei Beschuldigte fest. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft gegen einen 38-jährigen Mann und seine 29-jährige Freundin an. Ein 51-jähriger Mann wurde aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Alle drei sind rumänische Staatsbürger und haben einen Wohnsitz in Kevelaer. Bei einem zweiten Sondereinsatz am Mittwoch (20. Dezember 2017) wurden weitere Beschuldigte vorläufig festgenommen, die nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen wurden. Bei beiden Sondereinsätzen fanden die Beamten außerdem eine Reihe gefälschter rumänischer Ausweisdokumente, die in einer Vielzahl von Fällen betrügerisch eingesetzt wurden. Zeitgleich vollstreckten die Zoll- und Finanzbehörden Beschlüsse wegen Beitragsvorenthaltung, Lohn- und Umsatzsteuerhinterziehung sowie versuchter Gewerbe- und Einkommensteuerhinterziehung. An den Einsätzen nahmen von der Kreispolizeibehörde Kleve Beamte des Einsatztrupps und von vier Kriminalkommissariaten sowie Beamte des Zolls, der Steuerfahndung und der Staatsanwaltschaft Kleve teil.

Eine Heimat gefunden

Es war ein kleiner, intimer Kreis, der sich zur Segung der neuen Krippe in der Christuskirche versammelte. Einige Gemeindemitglieder, Gläubige, Karl Döring vom Vorstand der Caritas Geldern-Kevelaer, die beiden Schwestern Marlies und Hildegard und das Quartett q-brass bildeten den Rahmen für die feierliche Segnung, die am Ende einer kleinen Andacht Pastor Hubert Janssen vornehmen durfte.
Die spontane Idee, der Gemeinde eine neue Krippe zur Verfügung zu stellen, sei bei Proben vor einem Jahr entstanden, erläuterte der Kopf von „qbrass“, Bernd Grüntjens, ins einem kurzen Grußwort.
Man habe durch Zufall erfahren, dass der Stall seit dem Weggang der Clemensschwestern nicht mehr da war. „Da haben wir uns gesagt: im nächsten Jahr steht hier eine Krippe.“
Er dankte „allen Spendern und Gönnern unserer Musik“ und vor allem Jacky Langenhuizen, die dieses „zusammensteckbare Holzkunstwerk“ geschaffen hat. Dazu komme noch die nostalgische Beleuchtung, die Auskleidung des Stalls mit gotischem Fenster, Stroh und Tannenzapfen, was seine Frau Eva zu verantworten hätte. „Da steckt soviel ehrenamtliche Arbeit drin, die nicht zu beziffern ist“, wollte er sich zu Summen nicht äußern.
In einer kurzen Feierstunde erinnerte sich Schwester Angelika an ihre Anfangszeit in Kevelaer, wo nach und nach „die Krippe und die heilige Familie“ mit Engel, Krippe und dem „Wonneproppen“ Jesus gewachsen war.
„Seit 1983 war die Krippe hier“, spannte sie den Bogen zum Jahr 2005, als die Christusschwestern ihr Haus an die Caritas Geldern-Kevealer übergaben und mit Krippe und Stall nach Dülmen zogen. „Die Figuren blieben hier, weil sie zu Kevelaer gehörten.“
Schwester Marlies las aus dem Lukas-Evangelium und stellte den Bezug der heiligen Familie als „Flüchtlingsfamilie“ zur Flüchtlingssituation in Deutschland seit 2015 da: „Ganz nah vor unserer Haustür löst dies Ängste und Sorgen und auch böses Blut aus, aber auch viel Mut, Herzlichkeit und Offenheit, den Flüchtlingen gegenüber.“
Vor seiner Segnung machte Hubert Janssen deutlich, „dass Bethlehem überall da ist, wo Menschen auf Christus warten. Er wollte bewusst in der Armut der Hirten geboren sein“, erinerte er sich an ein Elendsdorf im Amazonasgebiet und an die Menschen, „die im Elend leben , die heute zu uns kommen, und die versuchen, Terror und Krieg zu entkommen.“
Janssen zitierte Mutter Theresa: „In jedem bedrängten Menschen steckt Jesus“ und rief dazu auf, „die Kernbotschaft mit dem Herzen zu entdecken: die Liebe zu den Menschen über alle Grenzen hinweg.“

Karl Timmermann sorgte für vergnügliche Stimmung

Pfarrerin Karin Dembek begrüßte rund 40 Senioren der evangelischen Kirchengemeinde zur traditionellen Adventsfeier: „Mache Dich auf und werde Licht, denn Dein Licht kommt..“ (Jesaja 60,1.)
Bei Kaffee, Kuchen und Weckmännern verlebten die Senioren einen schönen Nachmittag, der im Anschluss durch Karl Timmermann gestaltet wurde. Er sang seine „Weihnacht am Niederrhein“, „Winterland“, und „Wenn die Weihnachtsglocken läuten“. Vor seinem Lied „Weihnachtskinder“ fragte er in die Runde, wer denn im Dezember Geburtstag hat. Für diese Menschen hätte er dieses Lied geschrieben. Gisela Köplin, gerade 88 Jahre geworden, war die einzige im Raum und bekam nachträglich von allen „zum Geburtstag viel Glück“ gesungen. Beim nächsten Lied holte sich Timmermann Hilfe durch Herbert Schulz und Pfarrer Florian Hankwitz. Sie mussten seine Gesten nachmachen, die er bei dem Lied „Lichterkettenspanner auf der Leiter“ durchführte. So durften sie dann ungestraft den Gästen den „Vogel“ zeigen, weil dies der Text einfach vorgab.
So wurde es eher eine vergnügliche Weihnachtsfeier. Denn auch beim Song: „Aloa“ Frühstück auf Hawai, „Aloa“ Flieger geht schon bald – es ist viel zu kalt, konnten sich Karin Dembek, Claudia Goldkuhle und Karin Seefeld der Einladung von Timmermann nicht entziehen und tänzelten mit Hüftschwung zu seinen Klängen. Auch das „Lecker, lecker“, das alle Gäste in einem Refrain kräftig mitsangen, sorgte für allgemeine Erheiterung.
„Alle Jahre wieder“ und mit „Kling Glöckchen kling“, war es eine gelungene Einstimmung auf die Weihnachtstage..

Großes Singen zum Abschluss des Adventsmarkt

Es war ein imposantes Bild, das sich dem Betrachter zum offiziellen Ende des Advents- und Krippenmarktes auf dem Kapellenplatz darbot. Gut 600 Menschen – darunter die Sängerinnen und Sänger zahlreicher Chöre aus Kevelaer und Umgebung – sorgten dort mit Liedern wie “Macht hoch die Tür”, “Laudate omnes gentes”, “Es kommt ein Schiff geladen”, “Tochter Zion” und “Meine Hoffnung und meine Freude” für Gänsehaut-Feeling und vorweihnachtliche Stimmung bei den Anwesenden.
“So muss das sein, der ganze Platz muss singen”, meinte Dirigent Tom Löwenthal danach. “Das muss das jetzt Traditionen werden – jedes Jahr.”
Zuvor hatte er die Sängerinnen und Sänger im großen Saal des Petrus-Canisius-Hauses für eine knappe Dreiviertelstunde zu einer Probe zusammengeführt, in der er die einzelnen Gesangsblöcke einteilte, die Partien durchging und auf den besonderen Moment vor der Basilika vorbereitete. “Wenn der Markt schon größer ist, soll auch der Abschluss größer sein”, fand Josef Lipka vom Männergesangverein die Idee “total gut”.
Franziska Maier war sogar ganz spontan zu der ganzen Sache gestoßen. “Ich suche eigentlich hier eine Wohnung, war bei der Großtante und da hat mir der Vermieter davon erzählt”, sagte die 29-jährige Uedemerin, die dann genauso ergriffen von der Atmosphäre war wie alle anderen. “Das ist genau die richtige Veranstaltung für den Abschlusstag”, fand Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns.
Die beiden Pianisten Christoph Sprenger und Elmar Lehnen begleiteten die Sänger mit ihrem Vortrag. Anja Rossmann und Birgit Lehnen verliehen “Meine Hoffnung, meine Freude” einleitend den entsprechenden Glanz.
Für Kevelaer etwas bewegen
Zwischen den Liedern trugen der theologische Referent der Wallfahrt, Batian Rütten, und die evangelische Pfarrerin Karin Dembek nachdenkliche Texte unter anderem von Hanns-Dieter Hüsch und Gedanken vor wie: “Advent ist das Einüben in Hoffnung und Freude und Zuversicht, die stark macht.” Diese leiteten zu den jeweiligen Stücken über und setzten einen eigenen Akzent.
“‘Wir wollten für Kevelaer etwas bewegen.’ Das hat Olaf Reinders zu Beginn des Advents-marktes an dieser Stelle gesagt”, wandte sich Benedikt Mayer vom Organisationskomitee des Adventsmarktes an die Sänger sowie die Advents- und Krippenmarktbesucher vor der Basilika. “In der großen Anzahl euch hier so zu sehen, ist ein Geschenk für uns – und ein Geschenk für Tom Löwenthal, der die Vision zum größten Adventschor heute Abend hatte”, gab es für den Angesprochenen großen Beifall.
“Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz zur Veränderung des Adventsmarktes als Ergänzung zum einmaligen Krippenmarkt”, führte Mayer weiter aus. “Das gibt uns Kraft und Mut, die Neuauflage für das Jahr 2018 zu organisieren.” Neben dem großen Zuspruch habe man auch gemerkt, “dass viele Mitbürger die Bereitschaft zeigen, sich ehrenamtlich zu engagieren.”
Erfreulich sei zudem gewesen, “dass sich auch viele junge Leute in die Organisation mit eingebracht haben”, dankte Mayer allen Beteiligten für ihren Beitrag – von Schirmherr Dominik Pichler und der Stadt über die Krippenmarkt- und Adventsmarktstandbetreiber im Forum, in der Busmannstraße, am Museum und auf dem Mechelner Platz, bis zu den Mitarbeitern des Bauhofs, des Priesterhauses sowie allen Moderatoren, Künstlern, Musikern und Schulklassen.
Tradition und neue Wege
“Der Advents- und Krippenmarkt sowie die Kerze sind für mich ein Symbol für Kevelaer”, machte Mayer deutlich. “Ein Symbol für Tradition bewahren und neue Wege wagen – auch wenn nicht alle Veränderungen am Anfang perfekt umgesetzt werden konnten.”
Er drückte seine Freude auf das kommende Jahr aus und lud alle ein, sich “in den Ideenpool mit einzubringen, positiv über den Markt zu reden, dafür Werbung zu machen und uns wieder besuchen.”
Danach brachen viele der Sänger und Gäste in Richtung des Mechelner Platz auf, um dort bei einem Glühwein, weiteren Köstlichkeiten und der Musik von Karl Timmermann und dem Duo “Phantasia” den Abschluss des diesjährigen Marktes in neuer Form zu begehen.
Appell des Bürgermeisters
Auf dem Mechelner Platz wurde viel gelacht,  geredet – und der  Gelderner Chor “1847 e.v.” feierte sogar tanzend mit einer fröhlichen Polonäse.
Auch Dominik Pichler nutzte die Gelegenheit, sich nach der Verlosung der letzten Preise auf der Bühne am Mechelner Platz an die Bürger zu wenden. “Ich kann nicht garantieren, dass der Bundespräsident und der Ministerpräsident wieder beim Adventsmarkt in Kevelaer vorbeischauen”, scherzte er, wurde aber schnell wieder ernst. “Viel wichtiger ist, dass Sie alle wiederkommen und die Veranstaltung weiter unterstützen, indem sie den Organisatoren zeigen, dass es sich lohnt, das immer wieder zu machen.” Es sei wichtig, so Pichler, “dass Sie dafür sorgen, dass es hier belebt ist, dass die Leute gerne hierherkommen und sich treffen, weil sie auch andere Leute treffen. In dem Moment sorgen Sie dafür, dass die Veranstaltung am Leben bleibt.”
Man sei froh, dass man die Tradition des Krippenmarktes am Forum Pax Christi habe fortsetzen können. “Aber wir sind auch sehr froh, dass wir das Ganze mit etwas Moderne beleben konnten und hoffen im eigenen Interesse, dass die Organisatoren nächstes Jahr wieder alles geben, damit es wieder schön wird.”

Weltkriegsbombe entschärft

Um 14.47 Uhr hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Entwarnung gegeben: Die 10-Zentner-Bombe auf der Hüls wurde entschärft.

Einweisung in eine Entziehungsanstalt

Im Verfahren gegen einen 26-jährigen Kevelaerer hat das Landgericht Kleve den Mann wegen räuberischen Diebstahls, vorsätzlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung in acht Fällen, einer versuchter Nötigung sowie des Widerstands gegen Vollzugsbeamte und Sachbeschädigung in zwei Fällen zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Außerdem ordnete Richter Jürgen Ruby an, den Mann in eine Entziehungsanstalt einweisen zu lassen.
Der Richter sah es als erwiesen an, dass der Mann in den vergangenen zwei Jahren unter anderem die Fensterscheiben mehrere Geschäfte (wie in der Gaststätte „Zur Brücke“) eingeworfen hat, drei Mülltonnen angezündet, mit Steinen auf Autos geworfen oder bei einem Diebstahl bei „Müller“ mit einem Rohrstock auf die Hände einer Verkäuferin geschlagen hat.
Außerdem hatte er ein „Vorsicht“-Straßenpüppchen auf der Bahnstraße mit einer Eisenstange zerschlagen, gegen zwei Beamte Widerstand geleistet und die Polizisten dabei leicht an der Hand verletzt.
Allerdings sei er aufgrund der Einnahme von Amphetaminen von einer erheblichen verminderten Schuldfähigkeit in allen diesen Fällen auszugehen. Ruby folgte damit dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft und der Einschätzung des Sachverständigen.
Ebenso attestierte Ruby dem Mann komplette Schuldunfähigkeit in Bezug auf einen Vorgang im Hülspark-Stadion im Juni 2017. Damals sei er des Platzes verwiesen worden und hatte daraufhin Beamte mit einem Messer bedroht. Er war geflüchtet, hatte sich in einem Haus in der City bis auf die Unterhose entkleidet und sich in dem dortigen Keller mit einem Messer verbarrikadiert.
Die Einweisung in eine Entziehungsanstalt sah der Richter als „verhältnismäßig im Sinne der Besserung und Sicherung“ an. Die Taten seien nur verständlich wegen des Suchtverhaltens. Der Sachverständige habe die Erfolgsaussichten bejaht. Der Angeklagte habe bisher noch keine vernünftige Therapie gemacht und mit seinen Aussagen deutlich gemacht, dass er die Bedeutung einer solchen Therapie begriffen habe.
Mahnende Worte
Der Angeklagte hatte sich vor der Urteilsverkündung nochmal „bei allen für meine Taten“ entschuldigt und von „blödem Verhalten“ gesprochen. Er wolle jetzt anders leben.
Ruby wandte sich bezüglich der Therapie persönlich an den jungen Mann: „Das ist schwere Arbeit, der Sie sich nach und nach öffnen müssen. Wenn Sie diese Arbeit nicht leisten, wird das nix. Ich wünsche Ihnen dafür viel Erfolg.“