Aktuelles aus Kevelaer

Die Pioniere haben heute 5.500 Patienten pro Jahr

Die Klinik für Kardiologie des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums besteht seit 20 Jahren. Nach kardiologischer Pionierarbeit im Kreis Kleve ist die Klinik heute mit 5.500 Patienten pro Jahr eine der größten kardiologischen Abteilungen in NordrheinWestfalen. „Das Team hat die Klinik mit der sicheren und schonenden Versorgung der Menschen im Kreis Kleve zu einem Aushängeschild unseres Klinikums gemacht“, betont Bernd Ebbers, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums.

„Im ersten Jahr hatten wir 1.800 Patienten“, erinnert sich Dr. Norbert Bayer. Er ist seit der Gründung der Abteilung an Bord – 1998 noch als Assistenzarzt – und hat Professor Stefan Schuster im vergangenen Jahr als Chefarzt abgelöst. Bayer war in den vergangenen 20 Jahren für maßgebliche Entwicklungen und Verbesserungen der kardiologischen Versorgung im Kreis Kleve mitverantwortlich: Seit 2005 etwa besteht das Herzinfarkt-Netzwerk-Niederrhein, mit dem das Katholische Karl-Leisner-Klinikum und der Rettungsdienst des Kreises Kleve die bestmögliche Versorgung von Notfall-Patienten ermöglichen.

Durch die gute Vernetzung von Rettungsdienst und Klinikum ist die Hilfe bei Herzinfarkten besonders schnell und effektiv: Vom Eintreffen des Notarztes beim Patienten bis zur Wiedereröffnung der verschlossenen Herzkranzarterie vergeht in der Regel keine Stunde, die Überlebenschance bei akutem Herzinfarkt ist deshalb im Kreis Kleve deutlich besser als im Landesdurchschnitt. „Mit der Eröffnung der Klinik für Kardiologie im Marienhospital Kevelaer 2017 haben wir auch die Überlebenschancen von Herzinfarktpatienten im Südkreis Kleve noch einmal deutlich verbessert“, so Dr. Norbert Bayer.

Dr. Norbert Bayer.

Die Herzkatheterlabore des St.-Antonius-Hospitals Kleve und des Marienhospitals Kevelaer garantieren durch Bereitschaftsdienst rund um die Uhr und modernste Technik eine bestmögliche Notfallversorgung. Die Überwachungsbettplätze sind wie eine Intensivstation mit einem hochmodernen Monitoringsystem ausgestattet. Die Herzkatheteruntersuchung wird im Klinikum seit 2012 routinemäßig vom Handgelenk aus durchgeführt. „Der sogenannte Radialis-Zugang ist ein besonders schonendes Verfahren mit sehr niedriger Komplikationsrate“, erläutert Dr. Norbert Bayer. Pro Jahr führt die Klinik für Kardiologie so mehr als 2.000 Herzkatheteruntersuchungen durch.

Das Leistungsspektrum ist so breit wie spezialisiert: Im Bereich der Herzrhythmus-Chirurgie implantiert die Klinik für Kardiologie jährlich über 250 Aggregate. Dabei werden etwa 150 Herzschrittmacher neu implantiert oder gewechselt. Zur Erfassung selten auftretender Herzrhythmusstörungen setzt das Team implantierbare Langzeit-EKG-Geräte (sog. Loop-Recorder) ein. Seit 2007 erbringt die Klinik jährlich etwa 700 Kardio-MRT. Seitdem das Katholische KarlLeisner-Klinikum akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ist, hat sich auch für kardiologische Patienten das Versorgungssektrum erweitert. „Durch die gute Kooperation mit der Uni-Klinik können wir unseren Patienten modernste herzchirurgische Verfahren anbieten“, so Dr. Norbert Bayer. „Dabei steht der schonende Herzklappenersatz mittels Katheter und minimal-invasiver chirurgischer Techniken im Vordergrund.“

Dass die gute Arbeit der Klinik für Kardiologie bei den Patienten ankommt, beweisen Zahlen und Zertifizierungen: Die Krankenkasse AOK bewertet das Klever St.-Antonius-Hospital im Bereich Herzkatheterlabor jedes Jahr als TopKlinik im Rheinland, die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bestätigt per Zertifizierung höchste Qualitätsstandards bei der Versorgung von Herzinfarkten. Die Klinik für Kardiologie ist als zertifizierte Chest-Pain-Unit außerdem eine anerkannte Notfallstation für Patienten mit unklarem Brustschmerz.

Der Mensch im Mittelpunkt

Kevelaer. – Nach mehr als zwei Jahren intensiver Bearbeitungszeit hat der Sachausschuss „Pastoralplan“ der Pfarreigemeinde St. Antonius in Kevelaer dem Seelsorgeteam sowie den Leitungsgremien aus Kirchenvorstand und Pfarreirat sein Entwicklungskonzept für die Gemeindearbeit der Zukunft, den sog. Lokalen Pastoralplan vorgestellt. In fünf Bereichen will die Pfarrei Akzente setzen: Pflege von Beziehungen, Weitergabe der christlichen Botschaft, Förderung von Begabungen, Begegnungsmöglichkeiten und Schöpfungsverantwortung. Der Plan beschreibt die Situation der Kirche in der Pfarrei St. Antonius und benennt Konkretisierungen, die in den nächsten Jahren in Seelsorge und Gemeindeleben die Haltung prägen und das Handeln leiten sollen.

„Der Weg der Kirche ist der Mensch!“. Mit dem Satz von Papst Johannes Paul II fasste Pastoralreferentin Stefanie Kunz die Ausrichtung der Seelsorge in der Pfarrei zusammen. Es gehe nicht nur um Strukturen; im Mittelpunkt stehe der Mensch. In seinem Eingangsimpuls näherte sich Pfarrer Andreas Poorten dem Thema Pastoralplan mit dem Erlebnis der Emmaus-Jünger. Die Erfahrung der Jünger sei für jeden Christen aktuell: „Einer geht mit uns“. Ausgehend vom Auftrag des Bistums Münster, auf Pfarreiebene einen Pastoralplan zu schreiben, informierten der Pfarreiratsvorsitzende Dr. Christoph Joosten und Stefanie Kunz über die verschiedenen Entwicklungsphasen von der Situationsanalyse bis zur Erarbeitung von Leitbildern und Beteiligungsprozessen (Pfarrkonvente, Gemeindebefragungen). Kunz dankte besonders der stellvertretenden Pfarreiratsvorsitzenden Carola Krahnen, die sich mit der Auswertung der kirchlichen Datenbank e-mip (Elektronisches Meldewesen im Pfarramt) auseinandergesetzt hatte.

Dem Leitgedanken des „Miteinander Unterwegs-Seins“ der Emmauserzählung entsprechend, konnten sich Hauptamtliche und Gremienmitglieder in einem Zirkellauf an fünf Stationen über die Leitbilder und ihre Konkretisierung informieren. Dazu gab es etwa ein Szenenspiel einer Neubürgerin im Pfarrbüro, die ihre Talente in das Gemeindeleben einbringen möchte oder eine bilderreiche Präsentation von Maßnahmen und Aktionen zum Thema Schöpfung. Moderiert wurde die Aktion von Elisabeth Werner.

Information lokaler Pastoralplan

Der lokale Pastoralplan ist kein fertiges Konzept, sondern ein Arbeitsmittel, mit dem das Bistum Münster die Idee verfolgt, die Pastoral im Kontext der kategorialen Seelsorge, der Gruppen und Verbände der Pfarrei und der kirchlichen Einrichtungen regelmäßig gemeinsam zu überdenken, in Gemeinschaft Entscheidungen zu treffen und Mitverantwortung zu übernehmen. Die Mitarbeit am Pastoralplan St. Antonius steht allen Gemeindemitgliedern offen.

Die Ergebnisse des Informationsabends in St. Antonius werden in den Lokalen Pastoralen Pastoralplan eingearbeitet, bevor er dem Bistum Münster vorgelegt wird.

 

Fünf PKW Aufbrüche – Multifunktionslenkrad aus drei Fahrzeugen ausgebaut

Kevelaer (ots) – In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (1. Februar 2018) brachen unbekannte Täter in Kevelaer fünf Autos auf.

Aus drei Fahrzeugen bauten die Täter jeweils das Multifunktionslenkrad aus. Dies war an der Heinestraße aus zwei schwarzen Mercedes C-Klassen und an der Alte Heerstraße aus einem schwarzen 5er BMW.

An der Bischof-van-Aaken-Straße entwendeten unbekannte Täter aus einem schwarzen 2er BMW eine Jacke, einen Laptop sowie Bargeld aus einer Geldbörse.

An der Lortzingstraße bauten die Täter einen digitalen Tacho aus einem schwarzen 5er BMW aus. Außerdem entwendeten die Täter eine Jacke.

Hinweise zu verdächtigen Personen bitte an die Kripo Goch unter Telefon 02823-1080.

Deutsch-französische Freundschaft

Der Duft von frischen Crêpes, der Anblick leckerer Galettes und die Eleganz des Weines hießen die Gäste in der Mensa des Schulzentrums willkommen. „Je suis très heureuse“, konnte Rita Aretz-Richter bei ihrer Begrüßung angesichts der guten Resonanz da ihrer Freude Ausdruck verleihen.

„Vor zwei Wochen hatte ich noch Angst, ob genug Leute kommen, jetzt habe ich eher Angst, dass wir nicht genug zu essen haben“, sagte die Französischlehrerin und erinnerte an den Anlass der Feier, die sie gemeinsam mit der Französischfachschaft organisiert hatte: die Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages am 22. Januar 1963 im Elysée-Palast von Paris.

So viele Vokabeln

„Das ist so aktuell wie damals“, verwies sie auf die Initiative des französischen Präsidenten Emanuel Macron, den Vertrag erneuern zu wollen. „Menschen zusammenbringen durch Begegnung über das deutsch-französische Jugendwerk und dass die Sprachen gegenseitig gelehrt und gelernt werden“, das sei die wertvolle Grundlage der Verständigung bis heute. „Auch wenn Schüler und Lehrer oft verzweifeln, dass es soviele Vokabeln gibt“, musste sie dabei selbst kurz schmunzeln.

Erstmals fand die Veranstaltung nicht in der Öffentlichen Begegnungsstätte statt. „Die ist einfach dafür zu klein geworden“, fand Aretz-Richter. Erstmals hatte man sich auch dazu entschlossen, eine Region in den Mittelpunkt zu stellen. „Während der Nachtfahrt in die Bretagne kam uns die Idee“, erläuterte die Lehrerin. Da lag es nahe, sich direkt für die Bretagne zu entscheiden.

So gestalteten die Kinder und Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm, durch das Hannah Müller und Iliriam Haliti führten.

Zum Einstieg gab es in einem Quiz Wissenswertes über die Region zu erfahren. „Für mich ist Französisch die schönste Sprache der Welt – dieser Klang und diese Aussprache“, machte die 15-jährige Sina klar, ehe sie eine Auszug aus einem der Dupin-Krimis von Jean-Luc Bannalec vortragen durfte, welche die Region ebenfalls berühmt gemacht haben.

Danach durften die Schüler der diversen Klassen in Rollenspielen – Besuch in Paris, Schüleraustausch mit Verwechslung, die Erlebnisse auf einer Bretagne-Fahrt, Asterix und Obelix im Kampf mit den Römern – zeigen, was sie in ihrem Unterricht bisher an Sprachkenntnissen erworben hatten.

Zum krönenden Abschluss gab es dann noch von Bernd Rolf und Michael Cuypers bretonische Musik, zu der die Schüler einer achten Klasse tanzten und einige Erwachsene dazu bewegen konnten, sich mit einzureihen.

Am Ende gab es nur zwei Wermutstropfen: den etwas zu großen Lärmpegel während der Aufführungen bei den Ausgaben der Speisen und Getränke, was zu der Überlegung führte, die Getränkeausgabe zukünftig eventuell ins Foyer zu verlegen. Und einen kleinen, aber feinen Detailfehler, den der Neuntklässler Nicklas ausmachte: „Die bretonische Fahne hängt seitenverkehrt.“

MÄNN feierte Patronatsfest

Kevelaer. Zahlreiche Bruders der St.-Antonius-Gilde Kevelaer strömten aus allen Himmelsrichtungen zum Vereinslokal am Kapellenplatz. Nach dem Bittgang zum Sent Tönnes Hüske und der anschließenden Messe begann das Patronatsfest. Ein kräftiges Frühstück und die erste Pflichtversammlung des neuen Jahres konnte stattfinden.
Wolfgang Reykers eröffnete wie jedes Mal den Ehrungsreigen mit den sportlichen Auszeichnungen. Benedikt Berretz, ein recht junger Schütze, rang mit 46 Ringen alle anderen Kontrahenten nieder und nahm am Ende des Tages den MÄNN-Pokal mit nach Hause. Der Bestschützen-Pokal ging an Christof Humm. Zahlreiche Jahresnadeln wurden noch an die anderen Schützen verliehen.
Nun war es an Präsident Wolfgang Toonen, die Ehrungen für verdiente Mitglieder zu übernehmen. Den Anfang machte Bernd Aymanns, Mitglied seit 1975 und seit 1977 im Vorstand – erst im Beirat, dann im geschäftsführenden Vorstand. Lang ist die Liste seiner Stationen: stellvertretender Kassierer, stellvertretender Schießmeister, Zweiter Offizier, im Jahre 2000 war er König der Gilde und Bezirkskönig. Seit 1998 ist er Hauptmann der Gilde. Unter anderem war er über 20 Jahre Stadtbundschießmeister. Im Jahre 2015 war er noch im Festausschuss der Gilde und mitverantwortlich für die Ausrichtung der Kirmesfeier. Als Dank und Anerkennung erhielt er den Antonius-Orden der Sonderstufe mit der goldenen Jahreszahl 40.
Rudi van Bühren war der nächste zu Ehrende. Auch er wurde auf dem Christkönigsfest 1975 aufgenommen und ist somit über 42 Jahre aktiv in der MÄNN. Er hatte 1977 den Posten als Jungschützenmeister übernommen und war direkt im geschäftsführenden Vorstand, im Anschluss drei Jahre Schriftführer, stellvertretender Präsident, schließlich 21 Jahre Präsident der Gilde. Offiziersposten wie zweiter Offizier oder Fahnenoffizier wurden nebenher erledigt. 1984 König, Stadtkönig und Bezirkskönig und 2006 zum zweiten Mal König der Gilde. Höhepunkt seines Schützenlebens: 2015 Träger der Festkette der Stadt Kevelaer für die Antonius-Gilde. Seit 2016 Ehrenpräsident der MÄNN. Auch ihm wurde als Dank und Anerkennung der Antonius-Orden der Sonderstufe mit der goldenen Jahreszahl 40 verliehen.
Als Gast war Diözesanbundesmeister Bernard Heitkamp zu Besuch. So mancher fragte sich wohl: zu welchem Zweck? Das wurde alsbald beantwortet. Dirk Schuler ist 27 Jahre Mitglied der MÄNN. König war er im Jahre 2008, Adjutant des Majors von 1998 bis 2001 und seit 2001 Fähnrich der Gilde. Fährt die Gilde irgendwo hin, ist er der Erste, der sagt: Die Fahnenabordnung ist dabei. Schon 16 Jahre Fähnrich und immer noch nicht amtsmüde. Als Dank überreichte ihm Diözesanbundesmeister Heitkamp den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.
Zwanzig Jahre Mitglied der Gilde, auf diese stolze Zahl kann Hans Faahsen zurückblicken. Noch jemand, der selten nein sagt. Von 1998 bis 2004 war er im Vergnügungsausschuss, zwei Jahre war er Adjutant vom Major und 15 Jahre zweiter Offizier. Von 1998 bis 2016 war er Fahnenschwenkerobmann. Als Wertungsrichter ist er über die Stadtgrenzen bekannt. Im Bezirksverband Kevelaer ist er als Kassierer der Schießabteilung unterwegs. Seit 2016 Fahnenoffizier der Gilde. Auch er erhielt von Diözesanbundesmeister Heitkamp den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.
Eigentlich ist der Vorstand über jede Auszeichnung informiert. Aber den stellvertretenden Präsidenten Rainer Koppers konnte man doch überraschen. Er kam kurz vor dem Vogelschießen 1977 zur MÄNN. Fähnrich von 1983 bis 1989, Schießmeister und Offizier zur besonderen Verwendung, stellvertretender Präsident seit 1995. Vorsitzender der Festausschüsse 2003 und 2015 für die Ausrichtung der gemeinsamen Kirmesfeier. König der Gilde 1983 und 2009. Die Titel Bezirkskönig und Stadtbundkönig konnte er ebenfalls erringen. 35 Jahre im Vorstand, 28 Jahre davon im geschäftsführenden Vorstand. Schon im zehnten Jahr Stadtbundmeister der Kevelaerer Schützenbruderschaften und Gilden. Das Stadtbundschützenfest, besser gesagt die Umstrukturierung des Stadtbundkönigsfestes, war seine Idee.
Für seine Dienste erhielt Rainer Koppers nicht nur den Jubelorden für 40-jährige Vereinszugehörigkeit. Als Dank und Anerkennung für den langjährigen Einsatz für das historische Schützenwesen nahm er von Diözesanbundesmeister Heitkamp das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften entgegen. Dann wurde gefeiert.

Patronatsfest der Peterei mit zahlreichen Auszeichnungen

Kevelaer. Ihr jährliches Patronatsfest feierte die St. Petrus Schützengilde am Samstag, 27. Januar. Im Festjahr beginnt das Patronatsfest bei der Peterei traditionell mit einem Spaziergang über den Friedhof. Rund 35 Schützen und ihre Partnerinnen besuchten das Grab des letzten verstorbenen Festkettenträgers der Peterei, Hein Simmes. Auch am Grab des Festkettenträgers Willi van Bühren, Vater vom amtierenden Festkettenträger Heinrich van Bühren, hielt die Peterei zu einem Gebet inne.
Ein anschließender Gottesdienst in der St. Antonius Pfarrkirche, sowie der Besuch des Petrus Häuschen auf der Gelderner Straße, komplettierten den ersten Teil des Festes. Aber auch die Geselligkeit steht im Vordergrund. So versammelte sich die Peterei im Anschluss in ihrem Vereinslokal ByVolker zum gemeinsamen Frühstück.
Über die Anwesenheit von Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix freute man sich bei der Peterei besonders, denn dieser hatte die Aufgabe, Petrus Schützen für besondere Verdienste auszuzeichnen: So erhielten Theo Ripkens, Theo Janssen, Michael Kohl, Hans Kohl und Manfred Geratz das Silberne Verdienstkreuz sowie Markus Boetselaars, Jakob Simmes und Stefan Hoenmanns den hohen Bruderschaftsorden. Präsident der Peterei und Festkettenträger Heinrich van Bühren wurde mit einem besonderen Orden ausgezeichnet: Das St. Sebastianus Ehrenkreuz das nur wenige Schützen tragen.
Im weiteren Verlauf des Patronatsfestes führten Präses der Gilde Jan Klucken sowie Generalsekretär der Wallfahrt Dr. Rainer Killich durch das Priesterhaus. Die Peterei-Mitglieder zeigten sich beeindruckt von dem Gebäudekomplex am Kapellenplatz. Die Endstation der Führung war einer der im Priesterhaus vorhandenen Weinkeller. Dort feierte der festgebende Verein noch viele Stunden unter musikalischer Begleitung von Hubert Lemken.

„Es macht Spaß, ihn zu entdecken“

Kevelaer. So schnell verschlägt es Veronika Hebben nicht die Sprache. Beim ersten Einblick in die Vielschichtigkeit des Werkes von Heinz Henschel erging es der Kunsthistorikerin jedoch nicht anders, als vielen Laien auch: Schon beim Betrachten eines einzelnen Bildes muss man da mit ziemlicher Reizüberflutung rechnen (das KB berichtete über den Künstler Heinz Henschel und die Entdeckung seiner Werke in der Ausgabe 3/2018).
Reizüberflutung
Erst recht kompliziert wird es, wenn man sich auf wissenschaftlich-professionellem Wege diesem Kunstschaffenden nähert. „Wir müssen ihn ausstellen, auch wenn ich noch nicht weiß wie“, das sei ihr erster Gedanke nach der ersten Begegnung mit dem Werk Henschels gewesen, erinnert sich die zukünftige Leiterin des Niederrheinischen Museums Kevelaer (siehe Bericht auf der Seite 4 dieser Ausgabe) heute. Als es ernst wurde mit der Vorbereitung der Kabinettaustellung, die am 18. Februar eröffnet wird, kam die „große Sorge“ hinzu, „dass wir dem Werk nicht gerecht werden können.“ Einerseits wollen die Ausstellungsmacher die schlichtweg unglaubliche Detailverliebtheit des Autodidakten Henschel präsentieren, „aber auch die Fülle des Werkes insgesamt darstellen.“
Detail und Fülle
An die 120 Bilder, etwa ein Zehntel des erhaltenen und bekannten Gesamtwerks Henschels, wird deshalb in der Kabinettausstellung zu sehen sein. Es könnte also eng werden, bei der begrenzten Ausstellungsfläche in der 1. Etage des Museums. Aber wohl nicht ganz so „eng“ wie auf einigen Bildern Henschels, weshalb das Museum eigens Lupen anbieten wird, mit deren Hilfe die Ausstellungsbesucher noch tiefer in die Bilder vordringen, sich quasi auf „Entdeckungsreise“ in die Henschelschen Welten begeben können.
Detailverliebtheit, handwerkliche Qualität und die schier unglaubliche „Präzision in der Umsetzung“ waren es unter anderem auch, die die Wissenschaftlerin davon überzeugten, dass Heinz Henschel ausgestellt werden müsse. „So ist mir das noch nie untergekommen“, sagt Veronika Hebben, und macht dem Autodidakten ein riesiges Kompliment, über das sich der bescheidene Mann wohl sehr gefreut hätte: „Es macht unheimlich Spaß, ihn zu entdecken.“
„Er ist authentisch, er bleibt sich selber treu“, so viel hat sie bisher bei der Beschäftigung mit seinem Werk auch festgestellt. Er schuf seine Kunst für sich selbst, hat niemals eine Auftragsarbeit angenommen. Und er war – sei es aus der Not heraus, oder aus einer Art inneren Bescheidenheit – nicht gerade verschwenderisch mit Material: Teils zeichnete er beispielsweise auf der Rückseite alter Plakate.
Rahmen gekauft und Rahmen gegeben
„Es ist absolut verdient, dass seine Werke gezeigt werden“, sagt Veronika Hebben. Und auf die Frage, ob dieser bescheidene Mann, der sich zuletzt immer öfter im Kevelaerer Achterhoek blicken ließ, das denn auch gewollt haben könne, sagt Matthias David vom Verein „Natur und Kultur im Achterhoek“, der den künstlerischen Nachlass verwaltet, er sei sich da ziemlich sicher. „Er hat noch vor seinem Tod Rahmen gekauft.“
Nun bekommt er sozusagen einen größeren Rahmen, eine Ausstellung im Kevelaerer Museum. Wer diese besucht, kann den „Wanderer zwischen den Welten“ ein bisschen näher kennenlernen. Und vielleicht wird er ihn mögen. So wie Matthias David, Veronika Hebben und die anderen, die sich in seine Werke schon einmal vertieft haben.

425 Euro für die Kerpenkate-Stiftung

Der niederländische Aktionskünstler Aloys Kremers überreichte den Erlös aus der Engel-Malaktion, die während des Advents- und Krippenmarktes 2017 stattfand, jetzt an Karl Aengenheyster, Vorstand der Kerpenkate-Stiftung.

Der Künstler stand jeden Abend auf der Bühne des Advents- und Krippenmarktes und ließ seine frisch gemalten „niederrheinischen Engel“ versteigern. Insgesamt wurden 35 Bilder an die „Engelliebhaber“ weitergereicht und ein Spendenerlös von 425 Euro erzielt.

Die Aktion der „niederrheinischen Engel“ hat Cremers bereits vor einigen Jahren gestartet mit dem Ziel, 1000 davon am Niederrhein „fliegen“ zu lassen. Zurzeit sind es 535 Stück. Jedes Unikat wird signiert und mit einem besonderen Zertifikat ausgeben. Wer möchte, der kann über „Kunst im KB“ seinen persönlichen „niederrheinischen Engel“ zum Preis von 45 Euro bestellen, der Reinerlös geht weiterhin an die Kerpekate-Stiftung.

Die Stiftung ist aus dem Kerpenkate-Fond hervorgegangen. Dieser Fond bestand seit mehr als 20 Jahren und wurde 2015 in die Stiftung umgewandelt. Das Grundvermögen des Fonds beruht auf Verkäufen von Baugrundstücken in Winnekendonk, Gemarkung „Kerpenkath“. Die Grundstücke wurden der Stadt Kevelaer von selbstlosen Stiftern geschenkt mit der Auflage, aus den Erträgen des Vermögens soziale Projekte für Jugendlichen zu fördern und begabte junge Kevelaerer zu unterstützen. Fragen zur Stiftung oder Spenden nimmt Karl Aengenhey­ster gerne entgegen.

Leichtathleten, Clowns und Helden

Die Kevelaerer Leichtathletikabteilung feierte in der Zweifachturnhalle Hüls eine närrische Karnevalsparty mit Aktiven und ihren Trainern. Zur großen Freude des Ehrenpräsidenten Franz-Josef Probst und seriner Frau Gerda kamen Cowboys, Indianer, Mäuse und Mumien. Aber auch Piraten, Papageien, Gängster, Polizisten und Prinzessinnen bevölkerten das traditionellen Fest der Leichtathleten.
Mit viel Freude und Geschick spielten, turnten, sprangen und balancierten die Jungen und Mädchen in den durch die Trainer vorbereiteten Stationen. Gestärkt durch Kuchen, Obst, Brezeln und Erfrischungsgetränke verging die jecke Zeit wie im Flug. Mit einem schönen und schwungvollen Abschlusstanz beendeten die närrischen Kinder die bunte Karnevalsparty.

So könnte die Hauptstraße leuchten

Wie die Oberfläche der neuen Hauptstraße nach dem Umbau aussehen wird, ist durch den beschlossenen Entwurf bekannt. Über die weitere Ausstattung mit Leuchten, Bänken und Abfallbehältern ist aber noch nicht entschieden worden. Die Auswahl der Leuchten steht nun als nächstes an. Muster verschiedener Leuchtentypen sind am Bauhof zur Besichtigung aufgestellt und werden am 15. Februar erläutert.

So wie das alte Pflaster der Hauptstraße genügen auch die Leuchten nicht mehr den heutigen Anforderungen. Im Zuge der Umbaumaßnahme müssen sie ersetzt werden. Damit die Leitungen dafür an die richtigen Stellen gelegt werden können, ist in nächster Zeit über den Leuchtentyp zu entscheiden. Anzahl und Standort der einzelnen Lampen sind nämlich abhängig von der Art der Leuchte. Die Stadtwerke haben nun sechs verschiedene Muster zur Besichtigung am Bauhof aufgestellt. Dort am Rosenbroecksweg kann sich nun jeder einen Eindruck von der Wirkung der verschiedenen Leuchten machen.

Neben einer historisierenden Altstadtleuchte finden sich dort fünf moderne Formen, so wie es im Masterplan für die Gestaltung der Innenstadt vorgeschlagen wird. Auch die Denkmalpflege hatte sich für einen modernen Leuchtenstil ausgesprochen. Bei den modernen Mustern geht es zunächst nur um die Leuchtenköpfe. Da von den Herstellern teilweise keine Maste mitgeliefert wurden, sind einige Leuchten auf Standardmaste gesetzt worden, die aber nicht in der Hauptstraße verwendet werden sollen.

In der Zeit zwischen 18 und 20 Uhr sind die Muster in den nächsten Wochen eingeschaltet. So kann sich jeder auch ein Bild von der Wirkung bei Dunkelheit machen. Die Lichtintensität und Lichtfarbe werden aber nach Auswahl des Lampentyps noch auf die Hauptstraße angepasst. Niemand soll sich deshalb von den bei den Mustern noch unterschiedlichen Lichtstärken und Farben beirren lassen.

Besichtigungstermin

Wer weitere Erläuterungen zu den verschiedenen Leuchten haben möchte, ist herzlich zu einem Besichtigungstermin am Donnerstag, 15. Februar, um 19 Uhr vor Ort am Rosenbroecks­weg eingeladen. Mitarbeiter von den Stadtwerken stehen dann für Erklärungen und Fragen zur Verfügung. Natürlich kann sich auch jeder vorher und nachher zu den Leuchten und zu seinem Favoriten äußern.

Dies kann auf der Internetseite zur Stadtkernerneuerung geschehen (www.kevelaer-stadtkernerneuerung.de) oder direkt bei der Stadtverwaltung unter franz.heckens@kevelaer.de. Alle Anregungen und Stellungnahmen werden dem Stadtentwicklungsausschuss zur Kenntnis gegeben, der in einer der nächsten Sitzungen über die Beleuchtung entscheiden wird.