Aktuelles aus Kevelaer

SSG II weiter Tabellenführer

Die Sportler der SSG (Schießsportgemeinschaft) Kevelaer können sich nicht beschweren, denn auch die  zweite Mannschaft sieht ihr vorab gestecktes Saisonziel, einen Platz für die Relegation zum Aufstieg in die zweite Bundesliga Luftgewehr, immer näher kommen.
Am Wochenende verbuchten die Schützlinge um Trainer Hans-Josef Dohmen wieder klare Siege: Tabellenverfolger TuS Hilgert II sollte der erste Gegner beim Gastgeber Karlsschützen Aachen sein. Man rechnete mit einem knappen Ergebnis, doch spannend wurde es dann nur im ersten Duell zwischen Franka Janshen und ihrem Gegner Justin Giesbrecht. Beide beendeten ihren Wettkampf mit für Franka Janshen ungewöhnlich niedrigen 386 Ringen und mussten ins Stechen. Nach jeweils drei Stechschüssen stand immer noch kein Sieger für diese Partie fest, da beide nur 10er schossen. In diesem Fall sieht das Regelwerk vor, den vierten Schuss in Zehntelwertung zu zählen. Mit 10,3 zu 10,2 Ringen konnte Franka Janshen den Punkt für die SSG einfahren.
Anna Janshen gewann ihre Begegnung mit starken 397:388 Ringen von Natalie Kexel. Punkt drei holte sich die Niederländerin Manon Smeets mit 392:379 Ringen und auch Birgit Lohmann gewann mit 390:384 Ringen ihr Match gegen Michael Dhein. Alison Bollen bekam es mit Carsten Hees zu tun. Der Trainer der Ersten-Bundesliga-Mannschaft der TuS Hilgert hatte aber keine Chance: Bollen addierte den fünften Einzelpunkt für die SSG Kevelaer II mit 393:378 Ringen.
Der SV Niedererbach, ebenfalls ein ernst zu nehmender Gegner, traf anschließend auf eine etwas geschwächte Kevelaerer Mannschaft. Manon Smeets musste wegen starker Kopfschmerzen vorzeitig aus Aachen abreisen, Markus Bauer konnte somit als Ersatzschütze antreten. Leider verlor dieser seinen Wettkampf mit 376:379 Ringen gegen Jens Baumgärtner. Birgit Lohmann merkte bereits nach wenigen Treffern, dass etwas mit ihrem Sportgerät nicht stimmte, viele Schüsse gingen daneben. Nach einer kurzen Beratungspause mit Trainer Hans-Josef Dohmen entschied die Kevelaererin ihren Wettkampf nicht abzubrechen und erzielte noch gut gemeinte 370 Ringe. Ihr Gegner Gottfried Pethke hatte ein leichtes Spiel und gewann den zweiten Punkt für Niedererbach mit 382 Ringen.
Franka Janshen verbrachte die kurze Mittagspause damit, neue Kraft zu tanken und das spiegelte sich in ihrem Wettkampf wider. Mit 392:384 Ringen gewann sie ihr Duell gegen Markus Conrad. Alison Bollen ließ Gegner Kevin Rompf mit 390:381 Ringen weit hinter sich. Das aktuelle Rekordergebnis, welchen bereits im letzten Wettkampf von Anna Janshen erreicht wurde, konnte sie jetzt wieder bestätigen. Satte 399 Ringe von 400 möglichen brachte die frisch vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier geehrte 16-Jährige auf die Scheibe. Gegnerin Johanna Pethke hatte mit 390 Ringen keine Chance.
Somit erzielten die Tiger der zweiten Mannschaft ein Endergebnis von 3:2 und führen weiterhin ungeschlagen die Tabelle der Rheinlandliga an.
Am 7. Januar 2018 finden die letzten Wettkämpfe vor der Relegation Ende Februar statt. Die „Tiger II“ müssen dann gegen den SSV Tüschenbroich und die Post SV Düsseldorf antreten, welche sich zurzeit im Abstiegskampf befinden.

Vom Weg abgekommen

Es war eine umfangreiche Liste an Vergehen, die die Staatsanwältin im Saal 105 des Klever Landgerichts zum Auftakt dem Angeklagten Torsten F. vorhielt. Die Palette reichte vom Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte über Körperverletzung und Sachbeschädigung in mehreren Fällen sowie Diebstahl bis zum Hausfriedensbruch.
Dabei soll der wegen Diebstahls und des Besitzes von Betäubungsmitteln vorbestrafte 26-Jährige zwischen 2016 und 2017 unter anderem Container in Brand gesteckt, eine Holzkiste mit Steinen auf die Windschutzscheibe eines Wagens geworfen und die Scheibe mehrerer Geschäfte und des Gasthofs “Zur Brücke” eingeschlagen habe. Der junge Mann ist zur Zeit in der Landesklinik Essen untergebracht.
Die dramatischste Situation ergab sich am 3. Juni 2017, als er nach Angaben der Staatsanwältin am Hülsparkstadion von zwei Beamten ein Hausverbot erhielt, dann unmittelbar ein Messer zückte und damit die Beamten bedrohte. Nach einer Verfolgungsjagd konnte er erst in einem Keller am Mühlenweg von Sondereinsatzkräften gestellt werden.
Auch soll er mehrfach die Fenster der Wohnung seiner Mutter aufgebrochen und ihren Lebensgefährten dort mit einem Messer bedroht haben.
Der Selbstmord des Vaters machte ihm zu schaffen
Zu den Vorwürfen wollte sich der junge Mann nicht äussern, wohl aber zu seiner Person. Demnach hatte er das Gymnasium bis zur 9. Klasse besucht, die Realschule kurz besucht und war auch kurz im Internat gewesen. Daraus sei er aber abgehauen, habe bis 2015 unter anderem als Gärtner gearbeitet und zuletzt von Hartz IV gelebt.
Mit dem Abbruch der Schule habe er auch mit der Einnahme von Cannabis und Amphetaminen begonnen, 2014 für ein Jahr eine “schlimme Alkoholphase” gehabt, aber damit aufgehört. “Aus Dummheit” habe er 2015 im Sommer wieder mit dem Kiffen begonnen.
In der Befragung kam heraus, dass sein Vater 2005 gestorben war. “Das hat Sie mitgenommen?”, fragte der zuständige Richter Jürgen Ruby. “Genau”, antwortete der Angeklagte. Der junge Mann führte aus: “Mein Vater hat sich suizidiert, seitdem ging es nicht mehr so gut.” Er habe jetzt darüber aber nachgedacht, es abgeschlossen und wolle zukünftig “ein vernünftiges Leben” mit Schulabschluss und einer Familie führen.
Seine 8000 Euro Schulden kämen von den Sachbeschädigungen und den Handykosten. Die Auswirkungen des Entzugs hielten sich  – bis auf innere Unruhe – in Grenzen, der Zustand auch ohne Neuroleptika sei “gut”, führte der Angeklagte aus. Richter Ruby bestätigte, dass der Angeklagte momentan “einen hervorragenden Eindruck” mache.
Die Mutter des Angeklagten verweigerte die Aussage. Ihr Lebensgefährte berichtete von einem “unangenehmen Besuch des Sohnes”, als er dort war, obwohl er “wegen der psychischen Probleme” und der mehrfachen Zerstörung von Scheiben nicht hätte dort sein sollen.
Er habe ihn rausschmeißen wollen. Da habe er wohl aus Angst vor ihm ein Küchenmesser aus dem Messerblock in der Küche genommen, es aber nur vor sich selbst und nicht gezielt in seine Richtung gehalten. Der Zeuge räumte ein, dass der Junge heute “anders als damals” aussehe. “Vor einem Jahr hatte er 15 Kilo weniger, war abgemagert, ein Hänfling.”
Heftige Situation am Hülsparkstadion
Danach vernahm der Richter die beiden Beamten, die am 3. Juni 2017 am Hülsparkstadion gewesen waren. Beide machten deutlich, dass der Angeklagte ihnen bekannt gewesen sei: “Er hat früher schon mit einem Baseballschläger wahllos Scheiben und Autos eingeschlagen.” Es sei erkennbar gewesen, dass er dort unter dem Einfluss berauschender Mittel gestanden habe. Er habe “wirr gesprochen”.
Man habe einen Platzverweis ausgesprochen, mit ihm ruhig geredet und versucht, mit ihm das Gelände zu verlassen. Als der Polizist die Personenabfrage gestartet habe, sei die Situation plötzlich gekippt. “Er ist völlig ausgerastet, ging in die Hocke und hatte auf einmal ein Messer”, sprach die Beamtin von einer Art “Küchenschälmesser.”
Man sei dann eine Schritt zurückgegangen, habe die Waffen gezogen und ihn aufgefordert, das Messer fallen zu lassen. Er sei dann über ein Rad gestolpert und hingefallen, ein Beamter habe daraufhin Pfefferspray angewandt, was der Angeklagte aber “einfach weggewischt” habe.
Surreale Situation
Der Angeklagte habe dann versucht, mit dem Fahrrad weggefahren. Der Polizist konnte das Rad mit einem Tritt in den Hinterreifen zu Fall bringen. Der Angeklagte sein dann  – noch immer mit dem Messer in der Hand – über den Hülspark stadteinwärts zu Fuß weiter geflohen, habe sich an einem Mehrfamilienhaus auf dem Boden gesetzt und begonnen sich auszuziehen. “Eine surreale Situation”, so der Polizeibeamte.
Anschließend sei er in das Haus gestürmt, habe eine ältere Frau im Flur erschreckt und sich dann nach einem Sprung in die Tiefe in einen Kellerraum verbarrikadiert, wo er von Spezialeinsatzkräften überwältigt wurde.
“Die haben es zehn Minuten lang nicht geschafft, ihn  ruhig zu halten”, wandte sich der Beamte direkt an Torsten F. und machte ihm klar, wie viel Glück dieser gehabt habe. Es hätte auch zum Gebrauch der Schusswaffe kommen können. “Der Zeiger hatte lange zwölf Uhr passiert.”
Für den Prozess sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt. Dann werden weitere Zeugen zu den diversen Taten befragt.

Sandro Scuderi übernimmt Amt des Sportlichen Koordinators beim KSV

Der Kevelaerer SV verbreitert seine Führungsspitze mit der Verpflichtung von Sandro Scuderi, der das Amt des Sportlichen Koordinator übernimmt. Er soll damit in die Trainings- und Kaderplanungen im kompletten Seniorenbereich eingebunden werden. Dies betrifft demnach die Erste Mannschaft, die in dieser Saison in der Kreisliga A um den Aufstieg mitspielt, sowie die Zweite und Dritte Mannschaft, die in der B- bzw. C-Liga spielen.
„Der Verein liegt mir schon lange am Herzen und ich möchte mit meiner Erfahrung den aktuellen Aufschwung des Vereins weiter mitführen. Ich freue mich, nun ein aktiver Teil des Kevelaerer SV zu sein“, so Sandro Scuderi.
“Sandro Scuderi ist ein absoluter Fachmann mit einem hervorragenden Netzwerk und viel Erfahrung, deswegen war er mein Wunschkandidat für die neu geschaffene Position im Seniorenbereich”, erklärt Jean Kamps, Fußballobmann des KSV.

Einbruch in Doppelhaushälfte an der Händelstraße

Am Donnerstag, 14. Dezember 2017, zwischen 15 Uhr und 19 Uhr hebelten unbekannte Täter gewaltsam die Wohnzimmertür einer Doppelhaushälfte an der Händelstraße auf. Sie durchsuchten das Haus und entwendeten einen Ring sowie zwei Ketten. Anschließend flüchteten die Einbrecher wieder durch die zum Garten gelegene Wohnzimmertür.
Hinweise erbittet die Kripo Goch unter Telefon 02823 1080.

Ökce: „Diese Konstanz war nicht abzusehen“

Wer hätte das gedacht? Erst wenige Monate ist es her, da spielte der Kevelaerer SV noch in der Kreisliga B. Im Dezember 2017 sieht die Fußball-Welt in Kevelaer ganz anders aus: Die Mannschaft von Trainer Ferhat Ökce hat nach dem Aufstieg in die A-Liga eine fulminante Hinrunde absolviert, blieb sogar bis kurz vor Ende der ersten Saisonhälfte ungeschlagen, führte die Tabelle lange Zeit an und überwintert nun auf einem starken zweiten Rang.
„Diese Konstanz unserer Leistungen und der derzeitige Tabellenstand waren so vor der Saison natürlich nicht abzusehen“, sagte Ökce mit Blick auf das vergangene halbe Jahr. „Uns war bewusst, dass wir eine starke Mannschaft haben und wohl nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Einen einstelligen Tabellenplatz hatten wir anvisiert. Dass es jetzt so gut lief, freut uns aber umso mehr“, so der Coach. „Dabei hatten wir aber auch oft das Quäntchen Glück auf unserer Seite, so haben wir uns die Punkte nach und nach erhamstert.“ 33 Zähler sind es nun schon, die die Gelb-Blauen auf dem Konto haben. Ein Punkt mehr hat der aktuelle Tabellenführer SV Rindern, allerdings hat der Konkurrent auch schon ein Spiel mehr absolviert – mit einem Sieg in einem der zum Jahresbeginn kommenden Nachholspiele könnten die Kevelaerer die Tabellenführung also wieder übernehmen. Drei Punkte beträgt der Vorsprung zur Winterpause auf den TSV Weeze, der mit dem dritten Platz den ersten Nichtaufstiegsrang belegt.
„Im Großen und Ganzen sind wir mit der Hinrunde natürlich absolut zufrieden“, sagte Ökce. „Allerdings gab es noch einige Dinge, die wir hätten besser machen können. Das wollen wir uns in der Pause erarbeiten.“ Besonders die Konstanz innerhalb einer Partie steht da auf der Agenda des Trainers. „Wir hatten in etlichen Spielen noch zu viele Phasen, in denen wir nur noch reagiert und nicht mehr aktiv Fußball gespielt haben. Teilweise haben wir dem Gegner den Ball zu lange überlassen“, fand Ökce Verbesserungspotenzial. Das Prunkstück des KSV ist in dieser Saison definitiv die Defensive: Nur zwölf Treffer kassierte man in den 14 bisherigen Saisonspielen, keine andere Mannschaft der Liga hat einen besseren Wert vorzuweisen. Dazu kommt dann noch mit bereits 45 Toren die drittbeste Offensive der Liga, zusammen ergibt das eben ein Top-Team und Tabellenplatz zwei. „Wir haben eine gute Abwehrarbeit und schießen viele Tore. Aber: Es gibt immer Details, die wir verbessern können. Auf die kommt es im Fußball oft an und genau deshalb wollen wir in der Winterpause weiter hart arbeiten“, kündigte Ökce an.
Nach derzeitigem Stand möchte der KSV am 21. Januar mit der Vorbereitung beginnen, bereits vorher sollen sich die Spieler mithilfe von individuellen Trainingsplänen fit halten. „Noch ist aufgrund der nicht fix terminierten Nachholspiele ja unklar, wann die Liga wieder startet. Je nach Terminierungen werden wir den Zeitplan neu stricken“, so der Trainer. In der Vorbereitung sollen neben dem normalen Fitnesstraining auch Teambuilding-Maßnahmen sowie ein kleines Trainingslager auf die Aufgaben in der A-Liga vorbereiten. „Außerdem haben wir Testspiele gegen Landes- und Bezirksligisten geplant. Wir wollen die Hinrunde bestätigen, daher wollen wir auch gegen Mannschaften testen, die uns fordern.“ Gespielt werden kann ab der Rückrunde aller Voraussicht nach auch auf dem neuen Kunstrasen auf der Sportanlage bei Scholten, denn dieser befindet sich derzeit in der abschließenden Bauphase. Ob dort dann zum Jahresbeginn auch neues Personal die Fußballschuhe für den KSV schnürt bleibt noch abzuwarten. „Stand jetzt haben wir weder Abgänge noch Neuzugänge. Wir legen hier aber nicht die Hände in den Schoß, nur weil es derzeit sportlich so gut läuft. Wir sind immer auf der Suche nach Verstärkungen“, kündigte Ökce an. Es bleibt spannend, ob es zum Liga-Start Anfang März neues Personal gibt – da steht übrigens gleich einmal das Derby gegen die Union Wetten an. JAN ABEN

Der Advents- und Krippenmarkt geht in die Endphase

Der Kevelaerer Advents- und Krippenmarkt wird auch am letzten Wochenende nochmal viele Programmpunkte aufweisen bevor er dann am Mittwoch mit einem großen Finale endet.
Das Samstagsprogramm beginnt um 14:30 Uhr mit einer Führung durch die Krippenausstellung im Museum, gegen 15 Uhr wird eine Ballettschule aus dem niederländischen Well mit 70 Mädchen einen Flashmob an wechselnden Punkten rund um den Krippenmarkt aufführen. Im Anschluss um 15:45 Uhr und um 16:30 findet das traditionelle musikalische Krippenspiel an der lebenden Krippe unter der Leitung von Karl Timmermann statt. Auch der Kevelaerer Musik- und Gitarrenlehrer Markus Birkhoff wird im Museum gegen 16 Uhr zu hören sein. Der Kevelaerer Theaterchor Niederrhein wird mit einem Programm unter der Leitung von Tom Löwenthal auf der Bühne des Mechelner Platzes auftreten, danach wird ein musikalisches Duo für abendliche Musikbegleitung sorgen. Die tägliche Ziehung der Gewinner der Weihnachtsverlosung findet wieder um 18:30 Uhr statt und auch der niederländische Aktionskünstler wird seinen Adventsengel entstehen lassen und danach zu Gunsten der Stiftung Kerpenkate-Fonds versteigern (Mindestgebot 20 €).
An diesem Abend wird auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit vielen geladenen Gästen in der Basilika sein, um dem Weihnachtskonzert zu lauschen, dass das ZDF Live aufzeichnet. Die Sendung wird an den Weihnachtstagen im ZDF ausgestrahlt.
Am darauf folgenden Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch wird nochmals viel Programm geboten werden, insbesondere das am Mittwoch um 18:30 Uhr stattfindende offene Adventssingen auf dem Kapellenplatz wird den Abschluss einleiten. Hierzu werden eine Vielzahl an Chören aus Kevelaer und der Region teilnehmen, um bekannte Weihnachtslieder anzustimmen. Jeder der möchte kann nach Herzenslust in die Gesänge einstimmen. Die Lieder, Texte und alle Programmpunkte werden in der Programmübersicht auf www.kevelaerer-krippenmarkt.de vorgestellt.

Bosnienhilfsaktion der KFD St. Marien ein toller Erfolg

Kevelaer. Auf der diesjährigen Adventfeier für die Helferinnen der KFD St. Marien  Kevelaer konnten dem Initiator der Bosnienhilfe Heribert Hölz  2000 Euro übergeben werden. Diese Summe kam in 2017  bei dem Benefizkonzert und der Advent-Cafeteria der KFD  zusammen. Die Freude über den stolzen Betrag war auf  beiden Seiten groß, und Heribert Hölz dankte allen für ihr Engagement. Die KFD St. Marien gibt den Dank gerne weiter an alle, die zu dieser großartigen Spende beigetragen haben.

Weihnachtsbaum im Marienhospital geschmückt

Vorweihnachtlicher Besuch im Marienhospital: Die Kinder des St.-Antonius-Kindergartens haben mit viel Freude und selbstgebasteltem Schmuck den Weihnachtsbaum auf den Stationen 1 und 2 des Krankenhauses geschmückt.
Dabei haben sie sich mit Kakao und Weckmännern gestärkt und Weihnachtslieder gesungen. Viele Patienten und Angehörige haben sich gefreut und beim Schmücken des Baumes zugeguckt.
Thomas Peters, Regionaldirektor des Marienhospitals, und Schwester Ulrike bedankten sich ganz herzlich bei den Kindern und ihren Erzieherinnen für den Besuch.

Frederike Wouters ist enttäuscht von Kevelaer

Kevelaer. Frederike Wouters ist in Fachkreisen als eine der weltbesten Streetart-Künstlerinnen bekannt und betätigt sich in dem Genre auch als Organisatorin von Streetart-Festivals in vielen Ländern der Erde. In ihrem KuK-Atelier in Kevelaer am Johannes-Stalenus-Platz bietet sie Workshops, Kunst und Kultur an. Am vergangenen Wochenende hatte sie für einen Straßenmalworkshop Besuch von einer Jugendgruppe und dem Leiter des Jugendzentrums „Trafo“, Armin Polfuß, aus Castrop-Rauxel. Der Workshop verlief mit großer Begeisterung der Kinder, die auf einer Fläche von 1 x 1 Meter ihre Kunstwerke unter der Anleitung von Wouters entstehen ließen und ihre Werke stolz mit ins Ruhrgebiet nahmen.
Finanziert wurde der Workshop vom „Kulturrucksack NRW“, einem landesweiten Förderprogramm der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche. Das Programm wurde vom Land gemeinsam mit den Kommunen und Kultureinrichtungen initiiert. Nordrhein-Westfalen stellte hierfür drei Millionen Euro zur Verfügung, um Kindern und Jugendlichen kostenlose oder deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote zu eröffnen.
Frederike Wouters ist enttäuscht von der Stadt Kevelaer und den Kommunen in näherer Umgebung. Der Kulturrucksack NRW ist laut Frederike Wouters ein sehr attraktives Förderprogramm, von dem Kinder, Jugendliche, Jugendeinrichtungen und Künstler gleichermaßen profitieren. Der Kulturrucksack NRW knüpft an weitere Landesprogramme wie zum Beispiel „Künstler in die Kitas“, „Jedem Kind ein Instrument“, „Kultur und Schule“, „KulturScouts“ oder „Kulturstrolche“ an und wird in vielen Städten zielgerichtet und häufig genutzt. Sie freut sich, dass immer mehr Städte und Gemeinden das Förderprogramm für sich nutzen und neben vielen anderen Projekten und Kunstformen auch die Straßenmalerei und Streetart ein anerkannter und geförderter Bestandteil der kulturellen Bildung ist. Aber in ihrer Heimatstadt wird das Geld für die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Künstlern nicht genutzt. Wouters: „ Hier müssten die Kommunen aktiv werden.“
Bernd Pool, der über das Stadtmarketing auch für den Kulturbereich zuständig ist, bestätigte auf Nachfrage des KB, dass bisher aus dem Förderprogramm keine Mittel angefordert wurden. Grund dafür sei, dass eine Bedingung des Programms von der Stadt Kevelaer nicht erfüllt werden könne. Vorgeschrieben ist, dass 3500 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren für das zu bezuschussende Event infrage kommen müssen. Diese Anzahl hat die Stadt Kevelaer nicht. Selbst mit Geldern zusammen würde die Zahl nicht erreicht. Ein Zusammenschluss mit weiteren Gemeinden sei sehr aufwändig und deshalb bisher nicht erfolgt.
Im Februar wird wieder ein Workshop zum Straßenmalen im KuK-Atelier angeboten, zu dem sich acht Teilnehmer anmelden können. Weitere Informationen: http://kuk-atelier.de/workshops

Viele Programmpunkte am Wochenende

Der Kevelaerer Advents- und Krippenmarkt wird auch am letzten Wochenende nochmal viele Programmpunkte aufweisen bevor er dann am Mittwoch mit einem großen Finale endet.
Das Samstagsprogramm beginnt um 14:30 Uhr mit einer Führung durch die Krippenausstellung im Museum, gegen 15 Uhr wird eine Ballettschule aus dem niederländischen Well mit 70 Mädchen einen Flashmob an wechselnden Punkten rund um den Krippenmarkt aufführen. Im Anschluss um 15:45 Uhr und um 16:30 findet das traditionelle musikalische Krippenspiel an der lebenden Krippe unter der Leitung von Karl Timmermann statt. Auch der Kevelaerer Musik- und Gitarrenlehrer Markus Birkhoff wird im Museum gegen 16 Uhr zu hören sein. Der Kevelaerer Theaterchor Niederrhein wird mit einem Programm unter der Leitung von Tom Löwenthal auf der Bühne des Mechelner Platzes auftreten, danach wird ein musikalisches Duo für abendliche Musikbegleitung sorgen. Die  tägliche Ziehung der Gewinner der Weihnachtsverlosung findet wieder um 18:30 Uhr statt und auch der niederländische Aktionskünstler wird seinen Adventsengel entstehen lassen und danach zu Gunsten der Stiftung Kerpenkate-Fonds versteigern (Mindestgebot 20 €).
An diesem Abend wird auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit vielen geladenen Gästen in der Basilika sein, um dem Weihnachtskonzert zu lauschen, dass das ZDF Live aufzeichnet. Die Sendung wird an den Weihnachtstagen im ZDF ausgestrahlt.
Am darauf folgenden Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch wird nochmals viel Programm geboten werden, insbesondere das um 18.30 Uhr am Mittwoch stattfindende offene Adventssingen auf dem Kapellenplatz wird den Abschluss einleiten. Hierzu werden eine Vielzahl an Chören aus Kevelaer und der Region teilnehmen, um bekannte Weihnachtslieder anzustimmen. Jeder der möchte kann nach Herzenslust in die Gesänge einstimmen. Die Lieder, Texte und alle Programmpunkte werden in der Programmübersicht  auf www.kevelaerer-krippenmarkt.de vorgestellt.
Auf ein großes Gelingen freut sich das Orga-Team des Advents- und Krippenmarktes.