Aktuelles aus Kevelaer

Festliche Konzertgala in der Basilika

Der “Don Kosaken Chor Serge Jaroff® Leitung: Wanja Hlibka” gastiert mit einer festlichen Konzertgala am Freitag, 26.01.2018, 20 Uhr, in der Marienbasilika, Kevelaer. Der Original Don Kosaken Chor Serge Jaroff war wohl der berühmteste Chor weltweit und das über fast sechs Jahrzehnte von 1921 bis 1979. Nach einer ca. zwölfjährigen Pause ist der Chor nun wieder unter der Leitung von Wanja Hlibka, dem ehemals jüngsten Solisten Serge Jaroffs, in den großen Konzerthallen und Kathedralen in Europa und seit 2007 auch im fernen Osten zu hören. Weitere große Tourneen durch Amerika und Australien sind in Vorbereitung.
Bemerkenswert ist, dass der Chor in allen Ländern und fremden Kulturen mit derselben Euphorie und Begeisterung aufgenommen wird, was auch wieder bestätigt, dass Musik Menschen und Völker verbinden kann, auch wenn die Sprache nicht von allen verstanden wird. Die Art der Interpretation der Gesänge, sowie die stimmlichen Möglichkeiten der Sänger, die ausnahmslos auch als Solisten in Erscheinung treten, sind ebenfalls Garant dafür, dass die typischen klanglichen Besonderheiten dieses Chores erhalten bleiben. Die sechzigjährige künstlerische Arbeit Serge Jaroffs wird somit in authentischer und unnachahmlicher Weise fortgeführt.Seit 2001 führt Wanja Hlibka den rechtlich geschützten Namen DON KOSAKEN CHOR SERGE JAROFF® Leitung: WANJA HLIBKA.

Kartenvorverkauf: € 18,- An der Pforte des Priesterhauses oder per E-Mail an: h.classen@basilikamusikschule.de. Restkarten an der Abendkasse: € 20,-.

Einbruch in Rohbau

In der Zeit vom 5. Januar 2018, 15.45 Uhr, bis 6. Januar 2018, 7.30 Uhr, gelangten unbekannte Täter in einen Rohbau auf der der Lindenstraße in Kevelaer. Dort entwendeten sie mehrere Kabeltrommeln, zwei Heizlüfter und zwei Heizungsregler der Marke Buderus. Der Gesamtschaden wird auf ca. 5000 Euro beziffert.

Hinweise erbittet die Polizei in Goch unter 02823-1080.

Neujahrskonzert der Kreispolizeibehörde

Die Kreispolizeibehörde Kleve lädt nun schon seit 36 Jahren einmal im Jahr zum Neujahrskonzert in das Konzert- und Bühnenhaus nach Kevelaer ein.
1983 begannen die Konzerte unter anderem mit dem Jugend-Akkordeon-Orchester Veen. Das kommende Neujahrskonzert der Polizei orientiert sich an diesen Wurzeln und steht wieder ganz im Zeichen der Heimat und wird wieder als Benefizkonzert ausgerichtet.

2018 wird jedoch statt wie bisher zwei, nur ein Konzertabend ausgerichtet. In der Pressemitteilung dazu ist von „unüberwindlichen Hindernissen“ die Rede, die zu dieser Maßnahme zwängen.

„Big Band For Fun“

Zum ersten Mal konnte die aus Kevelaer stammende ‚Big Band For Fun‘, mit Musikerinnen und Musikern aus dem ganzen Kreis Kleve, gewonnen werden. Unter der Leitung des aus Kevelaer stammenden Dirigenten Philipp Niersmans, bieten die 24 Musikerinnen und Musiker ein abwechslungs- und facettenreiches Programm. „Diese moderne Bigband überzeugt mit zeitgemäßen Arrangements, die keine musikalischen Grenzen zu kennen scheinen. Mit einem Querschnitt durch ihr aktuelles Programm und auf einem für AmateurmusikerInnen überraschend hohem Niveau, entführt die ‚Big Band For Fun‘ in die abwechslungsreiche Welt der Bigbandmusik“, schreibt der Veranstalter.

„Wir haben extra ein Programm zusammengestellt, dass sowohl für den „normalen Musikkonsumenten“, als auch für die „Profi-Bigband-Zuhörer“ geeignet ist – ein Querschnitt durch unser aktuelles Repertoire“, schreibt die „BB4F“in ihrem Facebook-Auftritt zu dem Konzert in Kevelaer.

Und weiter: „Einige weitere Auftritte in 2018 stehen schon fest – so z.B. wieder die Straßenparty in Geldern. Aber inzwischen erreichen uns sogar Anfragen aus den Niederlanden.“

Die „Big Band For Fun“ besteht aus engagierten Hobbymusikern im Alter von 18 bis 65 Jahren. Diese haben sich im Herbst 2010 zusammengefunden, um die Musik zu machen, an der hauptsächlich sie selbst selbst Spaß haben. Einige sind oder waren lange Jahre auch in verschiedenen Musikvereinen aktiv. Andere spielen zudem noch fest in einer Band oder sind nach längerer „Auszeit“ wieder in die Musik eingestiegen. Die Band probt alle 14 Tage donnerstags in der Zeit von 19:30 bis 22:00 Uhr im Proberaum in Kevelaer.

Herz statt Kommerz – Spende statt Gage…

Die 22 Mitglieder aus dem Kreis Kleve legen großen Wert auf ein stilistisch möglichst vielfältiges Repertoire. Damit die „Big Band For Fun“ mit ihrer Musik mehr erreicht als nur die Ohren der Zuhörer, unterstützen die Musikerinnen und Musiker immer wieder gerne rein karitative Veranstaltungen, in dem sie ihre Gage als Spende zur Verfügung stellen.

Das Konzert findet am Samstag, 6. Januar, um 19 Uhr, im Konzert- und Bühnenhaus statt. Einlass ist eine Stunde vorher. Eintrittskarten gibt‘s im Vorverkauf für 15 Euro, zzgl. Vorverkaufsgebühr, beim Stadtmarketing, Peter-Plümpe-Platz 12, T.: 02832-122-0.

Der Turm der Basilika

Kevelaer. Am 10. April 1883 gab es den Startschuss zum Baubeginn für den 93 Meter hohen Turm der heutigen Basilika. Zunächst wurde das Notdach, welches den bereits fertiggestellten Bau sicherte, der bis zur Dachspitze reichte, entfernt. 1884 wurde der Bau vollendet. Die Pläne des Kölner Dombaumeisters Vincenz Statz waren damit umgesetzt und der mehr als 90 Meter hohe Turm fertiggestellt. Seit dieser Zeit ist der Turm ein viel fotografiertes Motiv.
Jeder Kevelaerer Bürger kennt den Turm von außen und einige nutzten früher die Möglichkeit, beim „Kaffeetrinken im Pastors Garten“ mit den Messdienern den Turm zu besteigen. Aus versicherungstechnischen Gründen wurde dieses Angebot eingestellt. Auch für die Organisten, das Basilikaorchester und den Basilikachor ist der Zugang zum restlichen Turm ab der Empore mit einer dicken Holztüre und darauf befindlichen spitzen und nach vorne gerichteten Nägeln gesperrt. Nur die Küster, die bis in die Spitze des Turmes die Fahnen hängen müssen, dürfen hier noch weiter.
Einige Geschichtsdaten sind fest mit dem Turm verbunden. Am 1.9.1939, also am Tag des Kriegsausbruchs, wurde das Gnadenbild zusammen mit Weihegaben, verlöteten Tuben und mit einer vom damaligen Wallfahrtsrektor Wilhelm Holtmann unterzeichneten Urkunde in einem verzinkten Blechkasten im Fußboden der Turmhalle der Basilika vergraben und eingemauert. Am 27.4.1942 wird die erste Bronzeglocke aus dem Basilikaturm geholt. Am 1.4.1954 Weihe von fünf neuen Glocken für die Basilika durch Weihbischof Heinrich Roleff. Es sind aus Stahl gegossene Glocken als Ersatz für die im Krieg beschlagnahmten aus Bronze. Am 25.8.1974 fällt vom Basilikaturm herabstürzendes Gestein auf einen Wasserspeier und reißt ihn mit in die Tiefe. Dieser erschlägt eine ältere Pilgerin aus Holland, mehr als zehn weitere Personen werden verletzt. Seit dem 29. Juni 2002 trägt der Turm ein drei Tonnen schweres Kunstwerk aus Bronze im Maßwerk über dem Hauptportal der Basilika. Bert Gerresheim schuf das monumentale Hochrelief „Apokalypse“ oder „Wiederkehr des auferstandenen Christus“. Vom 3.7.-15.8.2002 kommen zu den fünf vorhandenen Glocken drei große Glocken und eine kleine Glocke hinzu. Die Glockenweihe erfolgt durch Weihbischof Heinrich Janssen.
Der Turm beherbergt die Orgelanlage der Marienbasilika. Sie wurde in großen Teilen in den Jahren 1905–1907 von der Orgelbaufirma Ernst Seifert gebaut. Im Laufe der Jahrzehnte erhielt sie weitere Register und gilt heute mit ihren 149 als die größte romantische Orgel der Welt. Von der Orgel ist nur die prächtige Fassade im Inneren der Basilika zu sehen. Die über 10.000 Pfeifen befinden sich alle dahinter versteckt im Turm und machen den größten Teil der Königin der Instrumente aus.
Nicht nur schwindelfrei muss man sein, wenn man vom Basilikaturm nach unten schaut. Das Gleichgewichtsorgan sollte auch noch gut funktionieren, wenn man im Inneren hinaufsteigt. Man begeht eine steile Wendeltreppe aus Stein, ohne dass man zwischenzeitlich erkennen kann, wie hoch man bereits gestiegen ist. Man hat das Gefühl einen Drehwurm zu bekommen. Dass früher diese Treppe von zahlreichen Besuchern bewältigt wurde, zeigen eingeritzte Namenszüge und Daten im Putz der Seitenwände.
Auf der ersten Zwischendecke angekommen, findet man dort ein altes Uhrwerk der Turmuhr. Josef H. Schröer ist Spezialist für Turmuhren und hat erst vor Kurzem mit Dieter Goldschmidtböing (beide aus Bocholt) ein Uhrwerk des Xantener Doms restauriert und ein umfangreiches Buch über die Uhrwerke im Dom geschrieben. Das Uhrwerk im Basilikaturm identifizierte er als eine 1957 von der Fa. Bernard Vortmann in Recklinghausen in Westfalen gebaute Mechanik. Es fehlen das Pendel und das Hilfszifferblatt. Schröer ist aber noch im Besitz von Ersatzteilen für eine mögliche Reparatur, die er auch abgeben würde. Aus ebenfalls vorhandenen Auftragsbüchern der Fa. Vortmann, die 1963 geschlossen wurde, suchte Schröer die Uhr heraus und stellt das Foto davon dem Kevelaerer Blatt zur Verfügung. Hier ist sogar zu sehen, welchen Preis St. Marien hierfür bezahlen musste.
Vom Zwischenboden erfolgt nur ein kurzer Anstieg und man erreicht die ersten Glocken. Die zwei Meter großen Glocken hängen mit dem Pendelwerk an Balken, die durch mehrere Leimungen und Klemmschrauben fast einem Meter Stärke haben. Nur so können sie das Gewicht der Glocken beim Pendeln auffangen. Die Holzwände mit den großen Schallschlitzen die auch von außen zu sehen sind, verhindern, dass die Schallwellen beim Läuten den Turm einstürzen lassen. Um auf den unteren Balkon (wie am 1. Weihnachtstag die Musiker beim Turmblasen) zu gelangen, muss man im Balkengeflecht der Glocken über eine Leiter senkrecht wieder etwas herunterklettern.
Für die Küster geht es durch das Glockengestühl bis zur nächsten Plattform (hier ist die Uhr eingebaut), dann über Stahlleitern bis zu den oberen Außentüren, wo sie beim Päpstlichen Segen, das heißt, bei Anwesenheit eines Bischofs, die Fahnen aufhängen.

Das zweite Jahr „Inside Kevelaer“

Kevelaer. Manch ein Kevelerer sehnt in diesen kalten, verregneten Tagen sicherlich den Sommer zurück. Und mit ihm die fröhliche, fast schon „mediterrane“ Stimmung auf dem Peter-Plümpe-Platz während des vom Verein „Inside Kevelaer“ veranstalteten Stadtfestes. Letzteres soll nicht das letzte Fest gewesen sein, versprachen sich und allen anderen Kevelaerern die rund 40 festen Mitglieder des jungen Vereins, die sich im alten Jahr noch versammelten, um ihre Pläne für 2018 zu besprechen.
Das erste Stadtfest werten sie ob des allgemeinen Zuspruchs als vollen Erfolg und so wundert es nicht, dass sie organisatorisch nicht die ganz großen Räder drehen wollen. Ein Termin ist schon gefunden. Der 4. August soll‘s diesmal sein und damit liegt die Veranstaltung, wie im vergangenen Jahr, wieder mitten in den Sommerferien. „Weil‘s letztes Mal auch so gut funktioniert hat“, kommentiert Vereinschef Michael Hülsen die ungewöhnliche Terminwahl.
Die ersten Sponsoren meldeten sich bereits, der Peter-Plümpe-Platz solle zentraler Veranstaltungsort bleiben, die Werbegemeinschaften wolle man stärker ins Boot holen, die Auswahl der Bands „nicht ganz so rocklastig“ und die Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer etwas stressfreier gestalten, erklärt Hülsen beim gemeinsamen Besuch mit dem 2. Vorsitzenden Udo Fischer in der KB-Redaktion. Ab Mitte Januar sollen die Vorbereitungen für das Stadtfest anlaufen. Und langweilig werde es ohnehin nie, sagen Hülsen und Fischer: Mit einer Fußgruppe wolle man sich am Rosenmontagszug beteiligen, freuen sie sich, weil das eben „auch so eine Sache von Kevelaerern für Kevelaerer“ sei.
Helfer – ob mit oder ohne Mitgliedschaft im Verein – seien natürlich immer willkommen. Wer sich für die Sache interessiert, kann sich im Internet informieren oder die Treffen – jeden ersten Mittwoch im Monat bei Volker in der Gaststätte Jacobs, Maasstraße – besuchen.
Info: www.inside-kevelaer.de

Schießsportgemeinschaft Kevelaer will Werbung für den eigenen Sport machen

Kevelaer. Spannungsgeladene Musik, die Schützin das Gewehr im Anschlag, schnelle Schnitte in die Halle – mit dem Trailer für das Event 2018 blickte die SSG Kevelaer auch auf die Premiere der Live-Übertragung von vor einem Jahr zurück. „Der Trailer wurde bereits 11.000 mal über Facebook und den Deutschen Schützenbund angeklickt“, erklärte der Organisator des Großevents, Georg Joosten, und verwies auf weitere 20 000 Zugriffe über soziale Medien. Und für das Gewinnspiel im Zusammenhang mit dem Event am 13. und 14. Januar gebe es bereits jetzt an die 1000 Teilnehmer.
Bereits mit der ersten Auflage der Wettkampf-Übertragung über „Sportdeutschland.tv“ habe man „einen Volltreffer gelandet“ und „ins Schwarze getroffen“, bemühte Joosten sprachliche Analogien zu seinem Sport und hofft auch in diesem Jahr auf „kurzweilige Sportunterhaltung.“
Die 20 000 Internet-Zugriffe im letzten Jahr hätten gezeigt, „dass es ein lokales Highlight ist“ und „kein Sport im dunklen Keller, sondern ein „offener, den Zuschauern zugewandter Sport“, so der SSG-Joosten. „Und die HD-Qualität auf dem Smartphone ist wie im Fernsehen.“
Dass das Engagement auch in Kevelaer erkannt werde, drücke sich in der Unterstützung der vielen Sponsoren aus – von Edeka Brüggemeier über Vos, Mera Tiernahrung und die Stadtwerke bis zur Volksbank. Das sei „hohe lokale Loyalität“, so Joosten. „Alles, was über Kevelaer auch überregional hinaus „strahlt“, bringt Kevelaer nach vorne, stärkt den Standort.“
Man habe bei der zweiten Auflage natürlich den Anspruch, es noch besser zu machen. Entsprechend gebe es in dem erhöhten Foyer jetzt eine Doppelkabine für die Kommentatoren – und auf zwei Ebenen ein professionelles Catering – „nicht nur für die Pause“ – von Edeka mit Schlemmermeile, mit Gäste- und V.I.P.-Lounge. Dafür könne man sich unter ww.bundesliga-luftgewehr.de VIP-Karten sichern.
In der Halle werde es mehr Kameratechnik geben, eine spannende Bildregie mit Perspektiven, die die Wettkämpfe und Schützen hautnah miterleben lasse – gesteuert von der Sonsbecker vts-Medienproduktion. Und es gibt einen eigenen Interviewbereich für Ulli Potofski, den früheren RTL-Moderator und Sportjournalisten, den man für die beiden Tage gewinnen konnte, „auch wenn er nicht viel mit Schießsport“ zu tun gehabt hat. Erneut wird es eine Auszeichnung für die „Woman“ oder den „Man of the Match“ geben, die von Butzon & Bercker gestiftet werden.
Und es gebe blaue „100“-Schilder. Die soll das Publikum nach einer Serie von zehn Schuss mit je 10 Punkten hochhalten. So entstehe auch die nötige Stimmung und „Emotionalität, die sich auf die Schützen überträgt.“
Schließlich geht es in den Partien gegen Nordstemmen und Hilgert ja auch um was. „Hopp oder top“ heißt es in Sachen Qualfikation für einen der vier Topplätze für das Saisonfinale am ersten Februar-Wochenende in Bielefeld.
„Zwei nicht eingeplante Niederlagen“ habe es bereits gegeben, sodass die SSG jetzt was zeigen müsse – die Partie gegen Hilgert am Sonntag wird da wohl die Entscheidende sein. Deshalb wird das SSG-Team auch in Bestbesetzung antreten – mit dem Israeli Sergej Richter, Jana Erstfeld, Alexander Thomas, Katrin Leuschen und Katharina Kösters. Dazu habe man noch die Niederländerin Pea Smeets in der Hinterhand.
Es sei „das klare Ziel, den Sport populärer darzustellen“, zog Joosten den Vergleich zum Darts – einer Sportart, „von der man vor zwanzig Jahren auch nicht gedacht hätte“, dass sie als Präzisionssportart derart populär werden könne.
Schneller als der Verband
„Nicht warten, starten“, heiße es da von Seiten der SSG. Man könne mit der Vorreiterrolle „gut leben“, konnte sich Joosten den Seitenhieb auf den Dachverband nicht verkneifen, der als „viertgrößter deutscher Sportverband“ so ein Event bislang noch nicht verwirklichen konnte.
Jetzt hoffen der Verein, die Sponsoren und die Sportler auf ein volles Haus und auf Nachahmer in der Liga. Joosten denkt schon einen Schritt weiter. „Wir werden uns für das Bundesliga-Finale 2019/20 im März bewerben“, sagte er. „Man kann uns nehmen, aber nur im Gesamtpaket“, stellt Joosten klar, dass das Finale unter Kevelaerer Bedingungen stattfinden müsse und man einen langen Atem beweisen wolle. „Sonst wäre das Perlen vor die Säue geworfen.“
Als Austragungsort dafür hat die SSG aufgrund der größeren Kapazität übrigens das sogenannte „Kernwasserwunderland“ Kalkar im Auge. Dazu habe es schon vor einem Dreivierteljahr erste Kontakte gegeben. „Wir sind da sicher keine Fahnenflüchtigen, wenn wir da nicht nach Kevelaer gehen.“

„Auf die Kronen, fertig, los!“

Kevelaer/Trier. Volles Haus im Trierer Dom bei der Eröffnung der bundesweiten Aussendung der Sternsinger mit Bischof Stephan Ackermann „Ihr Sternsinger geht in der Nachfolge Jesu und bringt Menschen den Segen Gottes – das ist eure Würde und euer Auftrag“ Auch von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius in Kevelaer, mit den Gemeinden im Stadtgebiet Kevelaer, in Twisteden, Wetten, Winnekendonk und Kervenheim werden ab dem heutigen Donnerstag die Sternsinger an den Türen klingeln und den Segen bringen.
Seit 1959 organisiert bundesweit das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ (seit 1961 zusammen mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend), die Aktion Dreikönigssingen. Hier werden jährlich viele Vorbereitungen für die Aktion getroffen. Aber nicht nur hier wird sich auf die Tage Anfang Januar schon lange vorbereitet.
In der Pfarrgemeinde St. Antonius in Kevelaer ist Nina Muellemann die erste Ansprechpartnerin für das Dreikönigssingen. Zusammen mit Stephanie Hiep, Stefanie Kunz, Nicola Kostyra und Birgit Schaffers beginnt die Arbeit schon im Sommer. Da setzt sich Muellemann hin und überarbeitet die Bezirke, in denen dann gesammelt werden soll. „Erfahrungen des letzten Jahres müssen bei der Einteilung berücksichtigt und Straßenzüge neu verteilt werden.“
Das Kindermissionswerk ´Die Sternsinger´ stellt jedes Jahr ein neues Thema in den Mittelpunkt. Dieses Jahr ist es „Kinderarbeit“, am Beispielland Indien, das Land mit den meisten arbeitenden Kindern weltweit. Die Schätzungen internationaler Organisationen schwanken zwischen 12 Millionen und 60 Millionen Kindern, die in Indien arbeiten müssen – oft unter gefährlichen, gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Die Sternsinger machen mit ihrem Einsatz darauf aufmerksam, dass weltweit 152 Millionen Kinder arbeiten. Geschätzt ein Drittel der arbeitenden Kinder zwischen fünf und 14 Jahren besucht keine Schule. Dabei sind gerade eine schulische Bildung und Berufsausbildung entscheidend, um den Teufelskreis aus Armut und ausbeuterischer Arbeit durchbrechen zu können.
Um die Herbstferien herum erhält dann Nina Muellemann einen dicken Brief vom Kindermissionswerk. Plakat, ein Werkheft für die Planung, eine CD mit Liedern, eine DVD mit einem Film für die Sternensinger (in dem Ihnen ein Kind aus dem Beispielland vorgestellt wird – in diesem Jahr: Sangam (10), die als Teppichknüpferin arbeiten muss) und Gottesdienstvorlagen befinden sich in dem Infoschreiben. Diese Materialien werden dann vom Vorbereitungsteam ausgewertet und an die Bedürfnisse der Pfarrgemeinde angepasst. Um Kinder einzuladen am Sternsingen teilzunehmen, besuchen Stephanie Hiep und Stefanie Kunz vor Weihnachten, verkleidet als Könige, die St. Antonius Grundschule. Ebenfalls wird in den Kommuniongruppen nachgefragt.
Neben der Vorbereitungsgruppe sind auch andere ehrenamtliche Helfer das ganze Jahr mit der Vorbereitung beschäftigt. Alle Kinder müssen mit möglichst schönen Kostümen eingekleidet werden, diese werden von der Paramentengruppe liebevoll hergestellt oder ausgebessert.
Entgegen Gerüchten, die sich bereits seit Jahren halten, müssen die Kinder von St. Antonius ihre gesammelten Süßigkeiten nicht abgeben, sondern dürfen sie untereinander aufteilen und mitnehmen! Sie werden an allen Tagen mit Mittagessen versorgt (Lebensmittel und Getränke sind gespendet von: Edeka Brüggemeier, Rewe Narzynski, Tenhaef, Jahnke, Vloet und Meurs) und erhalten zum Abschluss neben dem obligatorischen Gruppenbild und dem Dankeheftchen in diesem Jahr sogar noch eine kleine Überraschung.
Die Andacht zur Aussendung (4.1., 10.00 Uhr im Pfarrsaal und die Rückerwartung im Gottesdienst (7.1., 11.30 Uhr) wird vom Vorbereitungsteam mit einigen Sternsinger-Kindern mitgestaltet. Zelebrant wird Pfarrer Andreas Poorten sein.
Bitte um freundliche Begegnung
Alle an der Vorbereitung beteiligten bitten die Menschen, bei denen die „Dreikönigssinger“ klingeln und ihnen das Segenszeichen 19+C-M-B+18 (Christus Mansionem Bendicat – „Christus segne dieses Haus“) überreichen um freundliche Begegnung. Die Kinder opfern einen Teil ihrer Schulferien, um anderen Kindern in der Welt zu helfen.
Wer kurz entschlossen noch mitgehen möchte (Kinder und/oder Begleiter), kann einfach zur Aussendung ins Pfarrheim kommen.

Messe zwischen Stroh und Kühen

Keylaer. Gut vierzig Gläubige versammelten sich am vorletzten Tag des ausgehenden Jahres nahe dem Gnadenbild, um sich gemeinsam auf einen ganz besonderen Weg zu begeben, darunter auch viele der neuen Kommunionkinder, die gespannt sein konnten auf das, was sie erwartete.
Kaplan Christoph Schwerhoff, der im vergangenen Jahr erstmals den Bethlehemgang nach Keylaer mitgemacht hatte, las einen Part aus dem Lukas-Evangelium und der Weihnachtsgeschichte, ehe er die Beteiligten zum Aufbrechen aufforderte. „Sie alle kennen den Weg besser als ich“, meinte der junge Gottesmann bescheiden.
„Der Gottesdienst im Stall ist einfach anders als in der Kirche“, formulierte Stefanie Fleischer, warum das Erleben so anders ist: „Es ist das besondere Krippengefühl“, die Atmosphäre aus Stroh, Tieren, Geräuschen, die das Ganze so außergewöhnlich machten. Im Stall formulierte der Kaplan es später so: „Rustikaler und erdiger, aber um so ehrlicher und näher an der Schöpfung dran.“
Auf dem Weg nutzten die Menschen die Chance zum Austausch oder ließen, wie der Kevelaerer Bürgermeister Dominik Pichler, noch mal das Jahr „mit Bundespräsidentenbesuch, 375-Jahr-Feier, dem Stadtfest und dem neuen Advents-Krippenmarkt“ als besondere Hilghlights Revue passieren. Für das neue Jahr hoffe er auf einen reibungslosen Beginn des Stadtumbaus – und „auf einen Feststellungsbeschluss für die OW1“ Ende des Jahres 2018.
Im Stall wartete die Familie Ermers bereits mit den großen Töpfen voll Glühwein, Kakao und Kinderpunsch, die nach dem Gottesdienst an die insgesamt gut 100 Anwesenden ausgegeben wurden. „Wir machen das hier jetzt dreizehn Jahre lang und es werden immer mehr“, freute sich Gastgeberin Margit Ermers über das stetig steigende Interesse.
Begleitet von Romano Giefer an der Ziehharmonika, zelebrierte Schwerhoff mit den Anwesenden dann eine gut dreiviertelstündige Messe mit dem „Stern von Bethlehem“-Lied als Ausgangspunkt und Ende, einer gemeinsamen Kommunion, Weihnachtsliedern wie „Stille Nacht“ – und das alles in einer Atmosphäre schmatzender und furzender Kühe im Stroh.
In seiner ziemlich „lebensrealen“ Predigt knüpfte Schwerhoff an die Geschichte der Begegnung von Maria und Josef mit Jesus bei Simeon im Lukas-Evangelium an.
Der Kaplan fragte die Kinder nach ihrem Traumberuf wie „Ärchäologe“ oder „Feuerwehrmann“. Er stellte heraus, dass das Evangelium wie eine „Vorhersage“ sei, wenn Maria und Josef Jesus zu Simeon bringen und der in ihm den Retter sah.
Aber so könne man das nicht für jedes Kind einfach sagen, was es werde. „Passen die Erwartungen dazu, die Eltern heute an ihre Kinder haben? Er nannte sich selbst als ein Beispiel. „Als ich sagte, ich will Priester werden, hat sich meine Mutter erschreckt. Sie sah sich als Oma und diejenige, die sich um die Kinder kümmert.“ Heute würde sie sagen: „Du bist auf einem guten Weg.“
Wichtig sei: „Was kann ich von dem Kind erwarten?“ Und nicht: „Das Kind muss das und das erreichen, was ich nicht erreicht habe.“ Es sei gefährlich, Erwartungen zu hoch zu schrauben. Und es sei möglich, dann auch „Kinder frei zu geben“, erinnerte er sich an das eigene Abitur, als man den Eltern sagte: „Jetzt müssen Sie loslassen.“
Im Anschluss an die Messe genossen Groß und Klein die wärmenden Getränke, tauschten sich kurz vor dem Jahrswechsel noch mal ausführlich aus und wünschten sich das Beste für ein friedvolles und gutes Jahr 2018.

Radfahrerin bei Unfall schwer verletzt

Wie die Polizei jetzt mitteilt, hat sich am Freitag, 29. Dezember 2017, gegen 15 Uhr ein schwerer Unfall ereignet. Eine 31-jährige Radfahrerin aus Kevelaer war auf dem Radweg im Kreisverkehr an der Bundesstraße 9, Kölner Straße/Wettener Straße, unterwegs. Ein 43-jähriger Mann aus Kevelaer fuhr in einem Citroen Jumper auf der B9 in Richtung Geldern. Als er in den Kreisverkehr einfahren wollte, stieß er mit der von links kommenden Radfahrerin zusammen. Die 31-Jährige verletzte sich bei dem Zusammenstoß schwer und wurde mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Firmengeschichte Leenders geht nach 70 Jahren zu Ende

Angela Leenders ist etwas traurig, als sie mit ihren Mitarbeiterinnen Andrea Knubben, Maria Helmus und Rita Kremer die letzten Waren aus der „Papeterie am Markt“ trägt. Sie betrachtete sich damals als Nachfolgerin des alteingesessenen Schreibwaren-Fachgeschäftes „Gerritzen-Rotthoff“, als das Ladenlokal im Jahr 2000 eröffnet wurde. Nun ist Ende.
„Wir haben keinen in der Familie, der uns nachfolgen wollte, und wir haben auch keine Möglichkeiten gesehen, an einen anderen Nachfolger zu übergeben“, schildert Angela Leenders. „Damit enden 70 Jahre Firmengeschichte Leenders, denn im April 2018 werden wir auch den Stammbetrieb in der Dondertstraße schließen.“
Als Zweigniederlassung der Kölner Schreibwarengroßhandlung Heinrich Pier KG gründete Josef Leenders 1948 seine Firma in Kevelaer. Er war Geschäftsführer und Kommanditist, und das Unternehmen befand sich seitdem in Familienhand. 1970 erfolgten die Loslösung vom Kölner Stammhaus und die Umwandlung in ein Einzelunternehmen, deren Inhaber Josef Leenders war. Es wird bis heute unter der Firmenbezeichnung “TOP-PAPIER Josef Leenders, PBS-Fachgroßhandlung in der Dondertstraße” geführt.
Die Papeterie am Markt wurde am 1. März 2000 eröffnet. Inhaber war die  Söhngen GmbH, Geschäftsführer Michael van Kempen und Gesellschafter Peter Leenders. Hier arbeitete auch Angela Leenders, die den Betrieb in der Dondertstraße 1995 vom Schwiegervater übernahm und Inhaberin wurde. Geschäftsführer wurde Peter Leenders.
Kunden von TOP-PAPIER Josef Leenders sind bislang noch Schreibwaren-Fachgeschäfte in Hessen, Rheinland-Pfalz sowie Nordrhein-Westfalen. Sie wurden mit einem Sortiment von 38.000 Lagerartikeln versorgt. Schreibwaren, Papierwaren, Glückwunschkarten und Saisonartikel gehörten schwerpunktmäßig zum Lagerbestand.
In der Papeterie am Markt wurde auf 100 Quadratmetern Fläche ein vielseitiges Papier-, Bürobedarfs-, Schreibwaren- und Geschenkartikelsortiment angeboten. Große und kleine Schüler fanden die wichtigen Dinge, die sie im Unterricht benötigen, und besonders die „Ranzentage“ vor den Einschulungen waren in ganz Kevelaer bekannt.
Kevelaer bekommt auf diese Weise nicht nur weiteren Leerstand, denn auch ein Nachmieter für das Ladenlokal auf der Marktstraße wird weiter gesucht. Es verschwindet mit der „Papeterie am Markt“ ein weiteres Fachgeschäft und die Einkaufsmöglichkeiten für die Kevelaerer werden weiter reduziert.