Aktuelles aus Kevelaer

Auch Geldern liest das Kevelaerer Blatt

Jennyvie Bremen, Leiterin des Kiosks/Bistros im Bahnhof Geldern, ist glücklich, jetzt auch das Kevelaerer Blatt anbieten zu können. „In den vergangenen Wochen sind wir immer wieder von Kunden gefragt worden, ob es bei uns das KB zu kaufen gibt. Leider mussten wir die interessierten Leser/-innen immer enttäuschen“, sagt Jennyvie Bremen. „Wir haben daraufhin den Kontakt zum KB gesucht und darum gebeten uns in Geldern auch zu beliefern, schließlich möchten wir jeden unserer Kunden zufriedenstellen“, führt sie weiter aus.

Ab sofort wird das Kevelaerer Blatt auch hier in den Zeitungsregalen verfügbar sein. „Für uns als kleine lokale Wochenzeitung ist es sehr erfreulich, dass die Nachfrage auch außerhalb von Kevelaer ansteigt. Das zeigt uns, dass wir mit unserer Strategie und den vorgenommenen Änderungen am Erscheinungsbild, am Inhalt und mit der digitalen Präsenz richtig liegen“, erläutert Rudi Beerden, Herausgeber/Verleger des Kevelaerer Blattes.

Die aktuelle Anzahl der Verkaufsstellen in Kevelaer, Winnekendonk, Wetten, Twisteden, Kervenheim Geldern, Weeze und Straelen steigt damit auf 38 an. Eine Übersicht aller Verkaufsstellen finden Sie unter https://www.kevelaerer-blatt.de/verkaufsstellen/

Neue Töne beim Neujahrskonzert

Kevelaer. Am Ende stand das Publikum auf und spendete langanhaltenden, begeisterten Beifall. Mit Standing Ovations wurden die Musiker der „Big Band For Fun“ verabschiedet, die an diese Abend für eine ganz andere Form des Neujahrskonzerts gesorgt hatten. Wo sonst eher klassische und durchaus zackige Marschklänge von engagierten Polizeiorchestern dominierten, durfte man sich diesmal mit etwas anderen Ryhtmen befassen – wenn auch nur an einem Konzertabend.
„Es ist eine Frage der Kosten und schwer, die großen Polizeiorchester zu bekommen“, versicherte Mitorganisator Philipp Moerkerk aber, dass es in Sachen Neujahrskonzerte auf jeden Fall weitergehen soll. Vor 36 Jahren begannen die Konzerte mit dem Jugend-Akkordeon Orchester Veen – und auch diesmal durfte ein Ensemble aus der Region ran.
Mit der von Kevelaerer Musikern 2010 gegründeten „Big Band For Fun“ mit Musikern aus dem gesamten Kreis stand eine 22-köpfige Formation auf der Bühne, die unter der Leitung von Philipp Niersmans von Anfang an mit kompaktem Bläsersatz, schwungvollem Rythmus und einer Menge an Power aufwartete.
Bei „Shine my shoes“ in der Robbie-Williams-Variante konnten sich die beiden Vokalartisten des Abends – Hans Ingenpass und Sara Verhülsdonk – mit rauh-charakterlichem Timbre und klarer, punktgenauer Stimme präsentieren. Die Sängerin bewies später bei dem Klassiker „Fly me to the moon“ und dem Mancini-Song „It had better be tonight“ ihre gesanglichen Fähigkeiten, später dann auch bei „Fever“ und „Hallelujah I love him so“ von Ray Charles. Und sogar an der Violine machte die junge Frau bei „Beyond the sea“und „Sway“ in der Version von Michael Bublé eine gute Figur. Gleiches galt für Ingenpass, der beide Songs genauso überzeugend sang wie „My way“ von Sinatra zum Schluss – und beide gemeinsam mit Charme im Duett „Baby´it´s cold outside“.
Die Band stand den Sängern in nichts nach – mit einer Prise Soul versetzt kam die Stevie Wonder-Nummer „Sir Duke“ rüber, dynamisch-rasant „The Jazz Police“ von Gordon Goodwin, schneidig-präzise „Spain“ von Chick Corea und fetzig der Joe Zawinul-Klassiker „Birdland“.
Dazu kam noch die melodiöse Midtempo-Ballade „No very hard to go“ von Tower of Power und das bossanova-orientierte „Children of Sanchez“ mit Orchesterleiter Philipp Niersmans am Flügelhorn.
Nicht nur als Arrangeur, auch auch an diesem Instrument bewies der 25-Jährige seine Klasse – genauso wie der Saxofonist Christian Leupers, der extra für eine Kollegin eingesprungen war, und der erst 14-jährige (!) Frederik Abel bei Henry Mancinis „Charade“ mit schon sehr präzisem Solospiel. „Wir sind stolz, dass wir Dich haben“, führte Bandgründer Peter Niersmans dann weiter durch die „Achterbahnfahrt“ des Abends.
Moderator Bernd van Lier überreichte den Sängern, dem Bandleader und den Solisten nach dem offiziellen Ende des Konzerts noch Präsente und ein großes Kreis-Kleve-Bild für den Probenraum.
Mit „Murphys Gesetz“ von Roger Cicero – gesanglich dargeboten von Sara Verhülsdonk – und dem Weihnachtsklassiker „Let it snow“ schloss die Combo dann ein musikalisch abwechslungsreiches und sehr gutes Konzert ab, das die Zuhörer trotz der doch teilweise ungewohnten Klänge mitgenommen hatte.

Klare Linien – viel Ausdruck

Kevelaer. Zwei besondere Künstlerinnen zeigen ab heute ihre Werke in den Räumen der Sparkaasse Kevelaer-Weeze. Carla Foitzik und Sabrina Keuler sind die beiden 16- und 19-jährigen Keveleaerinnen, die insgesamt 35 Exponate – Malereien und Grafiken – auf der Galerieempore bis zum 6. Februar ausstellen.
Das Besondere an den jungen Damen ist, dass sie beide Stipendiatinnen der Kerpenkate-Stiftung sind. Die engagiert sich zu zwei Dritteln ihrer Mittel für sozial schwächere Jugendliche – und zu einem Drittel in den Bereichen Musik und Bildende Kunst für begabte und kunstbegeisterte Jugendliche aus Kevelaer.
Die Jugendlichen erhalten ein Stipendium – und darüber hinaus Privatuntericht bei dem Straelener Künstler Heiner Geisbe. Die Sparkasse übernimmt im Rahmen der Kooperation die Kosten für die Materialien der Nachwuchskünstler. Nach 2009 und 2015 ist es bereits die dritte Ausstellung der Stiftung.
„Wir versuchen die Jugendlichen so zu fördern, damit sie ein Kunststudium angehen können und auch angenommen werden“, unterstrich Paul Wans, der Mentor der Stiftung im Bereich Bildende Kunst, bei der Vorstellung der beiden Nachwuchskünstlerinnen und ihrer Kunstwerke.
Denn für die Studenten sei der Nachweis der künstlerischen Befähigung Pflicht und eine entsprechende Prüfung – mit einer großen Bandbreite vom Fotoserien bis zu Radierungen, Öl- , Acryl und Pastellmalerei. Darum bietet die Stiftung das dreijährige Stipendiat – mit bis zu vierstündiger intensiver Schulung pro Woche und der Arbeit an den diversen Maltechniken und -stilen.
„Es müssen Jugendliche sein, die schon früh mit 14, 15 Jahren hervorragende Ergebnisse erzielen – und die sich das schulisch leisten können.“ Jeder könne eine Bewerbung dafür einreichen. „Ich treffe dann die Vorauswahl, und der Vorstand entscheidet dann“, so Wans.
Die Arbeiten seien ausschlielich in der Freizeit oder in der AG Kunst des Gymnasiums entstanden. Über die Arbeit mit Geisbe im Atelier oder auf Ausstellungen komme man auch dem Leben eines bildenden Künstlers nahe. „Und die beiden hier stehen sich in der Qualität in nichts nach.“
Eine der acht Talente, die die Stiftung im Bereich Bildende Kunst bislang ausgewählt hat, ist die 19-jährige Sabrina Keuler, die schon in der 6. Klasse in der Kunst-AG des Gymnasiums die Anregung erhielt, sich künstlerisch zu betätigen.
Sie hat ihr Stipendiat mit einem sehr guten Zeugnis abgeschlossen, hatte schon 2015 bei der letzten Ausstellung ihre Kunstwerke – im Wesentlichen Groß-Acylmalereien mit US-Motiven – zeigen dürfen. „Die Freude, die Bilder ausstellen zu können, zu zeigen, woran man arbeitet“, habe sehr motivierend für sie gewirkt.
Nun hat die Gymnasiastin bereits an Mappen zur Vorlage an den Unis gearbeitet, von drei Hochschulen Zusagen erhalten. Sie wird im Herbst – voraussichtlich in Düsseldorf – Kommunikationsdesign studieren.
„Das ist eine gute Chance. Ich habe entdeckt, dass ich was mit Kunst machen möchte. Es ist wichtig, da eine klare Meinung zu haben – und das hat mich in die richtige Richtung geleitet.“ Die 19-Jährige arbeitet eher an klaren Linien – an den modische Bildern und Zeichnungen, die in der Ausstellung zu sehen sind, wird die künstlerische Ausrichtung der jungen Frau sehr deutlich.
Carla Fotzik ist seit eineinhalb Jahren in dem Stipendiat. Für sie ist es die erste öffentliche Ausstellung. „Das ist eine große Chance, um was auszuprobieren, um neue Techniken kennenzulernen und sich weiterzubilden“, so die 16-Jährige.
Sie arbeitet eher freier – der Lehrer versuche sie aktuell, „an das Abstrakte heranzuführen“, ist aber nicht immer zufrieden, bekennt die junge Dame.
Was sie interessiert, ist nicht die Linie, sondern mehr der flüssige Strich – und der Ausdruck des Bildes, was sich insbesondere in ihren Portraitbildern wie der rauchenden Kubanerin oder dem Grossbild des aggressiven Mannes zeigt. „Mein Lieblingsbild ist das mit dem Aborigine mit „Kriegsbemalung“- dafür habe ich gerade mal eineinhalb Stunden gebraucht.“

Stein gegen fahrenden Pkw geschleudert

Wie die Polizei jetzt mitteilt, war am Samstag, 6. Januar 2018, gegen 18.25 Uhr der Fahrer eines VW Caddy auf dem Europaplatz in Richtung Bahnhof unterwegs. Plötzlich zersplitterte die hintere rechte Seitenscheibe. Der Autofahrer fand einen runden Kieselstein. Möglicherweise hat ein unbekannter Täter eine Schleuder benutzt und damit das Auto beschädigt. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich bereits am Zweiten Weihnachtstag ereignet, ebenfalls auf dem Europaplatz.

Hinweise erbittet die Polizei Goch unter Telefon 02823-1080.

Aufbruch und Innehalten

„Hier sind alle zusammen, das ist auch sowas wie eine Kontaktbörse“, genoss die ehrenamtliche Füchtlingshelferin Sylvia Rommen-Ahlbrecht wie alle anderen Gäste den Austausch der Honorationen, Kirchen- und Vereinsvertreter beim Neujahrsempfang im Priesterhaus.

Ein „bisschen aufgeregt“ gab sich die neue Vorsitzende des Pfarreirates von St. Marien, Birgit Vos. „Dass die Menschen St. Marien als offene Kirche empfinden und sich angenommen fühlen“, formulierte sie den Wunsch für das kirchliche Jahr 2018. „Viel Gesundheit, der Familie soll‘s gut gehen“, lautete ihr ganz persönlicher Anliegen.

Später würde sie als erste Rednerin des Tages und “wohl erste Frau an der Spitze des Pfarreirates mit Wohnsitz in St. Antonius” und “Wurzeln in St. Marien” vor allem Kaplan Christian Schwerhoff für seine Arbeit als Verwalter der Pfarrei nach dem Abschied von Rolf Lohmann danken.

Der Empfang 2018 bedeute „Tradition und Wandel“ – in dem Sinne, dass er wie all die Jahre ausgerichtet werde, erstmals aber mit Gregor Kauling als Wallfahrtsrektor. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, hoffte Vos darauf, „mit soviel tatkräftigen und vertrauten Menschen aktiv sein zu können“ und „ein gutes kreatives Tun, damit wir gemeinsam mit Maria Gottes Wort leben.“

Zuvor durften die drei Sternsingerinnen Carolotta, Jasmin und Anna mit ihrem Vortrag für den Frieden auf der Welt eintreten. Anschließend gingen sie herum, um „für die Verbreitung der frohen Botschaft der Weihnacht und des Friedens“ durch die Missionare der Welt eine Spende zu bitten.

„So schnell vergeht ein Jahr“, erinnerte sich danach Dominik Pichler. Man habe 2017 in Kevelaer quasi nichts ausgelassen. Der Bürgermeister blickte auf das neue Stadtfest, den erweiterten Adventsmarkt, den ersten Spatenstich für das Mehrzweckbecken, die Kirmes, die 375-Jahr-Feiern und den „krönenden Abschluss“ mit dem Besuch des Bundespräsidenten als „Anerkennung und Ehre“ für Kevelaer zurück.

In der Mediathek habe er später gesehen, „was man alles mit Licht hingekriegt hat. Dann weiß ich, wofür ich die letzten 20 Jahre GEZ-Gebühren bezahlt habe“, sorgte er für Heiterkeit im Saal. „Das Geld ist in Kevelaer geblieben.“

Pichler richtete den Blick auch auf das bevorstehende Jahr 2018, mit der Veränderung des Stadtbildes mit dem ersten Teil der Hauptstraße bis Annastraße, dem Mechelner Platz und den Planungen für die Bereiche Kapellenplatz Johannes-Stalenus-Platz und Luxemburger Platz. Auch auf der Hüls werde es jetzt losgehen im Frühjahr mit dem Hotel und dem Grenadierwerk im Park. Er habe „viel Hoffnung, das es gut angenommen wird. Wir kriegen das hin.“

Politisch sei das Jahr 2018 „schwierig einzuschätzen“, meinte er mit Blick auf die Großwetterlage in Berlin. „Ob ich darüber glücklicher bin, weiß ich noch nicht so richtig.“
Pichler äußerte aber deutlich sein „Erschrecken und Besorgnis“ darüber, dass 2017 die innere Sicherheit wieder ganz großgeschrieben worden sei und „Themen, die keine sind, künstlich aufgeblasen werden“. Er sprach offen das Beispiel der irischen Wanderarbeiter in Kevelaer an, die zum Sommerlochthema geworden seien. „Da wurde suggeriert, die Welt gehe unter“ – und selbst große „Blätter“ hätten auf einmal Kevelaer erwähnt. Der gelernte Jurist übte auch offene Kritik an den Gesetzen der großen Koalition. „Die Strafprozessordnung wurde vergewaltigt, das Netzwerkdurchsetzungsgesetz schafft gerade die Meinungsfreiheit ab. Da kriege ich persönlich das kalte Grausen.“ Das Wesentliche sei das Grundgesetz. Man solle sich daran erinnern, „dass Meinungsfreiheit was Besonderes ist, was wir uns nicht nehmen lassen sollten“, nur weil Politiker sich aufgrund „hochgejazzter“ Nachrichten dazu berufen fühlten.

Er zitierte den Satz von Immanuel Kant, den er den Schülern bei der Abifeier 2017 mitgegeben hatte: „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Man dürfe sich, insbesondere von den sozialen Medien und der Politik, nicht „einlullen lassen“. Es dürfe auch andere Meinungen geben abseits des Mainstreams.

Danach nutzte Gregor Kauling in seiner 20-minütigen Rede zunächst die Gelegenheit, von seinen „Startproblemen“ in Kevelaer zu berichten. „Kaum hatte ich das erste Gespräch beim Bürgermeister, flatterte an meinem Auto ein Zettel“, hatte er gleich die Lacher auf seiner Seite. Auch er dankte Christoph Schwerhoff dafür, wie „wunderbar“ der die letzten Monate gemeistert hate „Ein Priester im Bistum mit ganz großem Potenzial. Wir können froh sein für die Zeit, die er bei uns ist, gerade im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit.“ Die Gemeinde habe mit Lohmann „einen Pastor genommen und einen Weihbischof geschenkt bekommen“, dankte er seinem Vorgänger für dessen Arbeit.

Dankbarkeit als zentrale Botschaft

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er die „Dankbarkeit“. Diese sei „in Tagen von Ansprüchen und Forderungen, die an uns gestellt werden, seltener geworden.“ Dabei setze man sich oft selbst unter Druck und überlaste die Menschen. Man lasse sich vom Tempo der Zeit mitreißen. Dazu komme der Eindruck, „dass die Weltgemeinschaft auseinanderbricht und verlässliche Partner nicht mehr so sicher sind.“ Misstrauen überlagere den Frieden 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Sorge hätte oft eine tägliche Präsenz. „Die weihnachtliche Botschaft sagt aber: Fürchte dich nicht.“

Vor dem Hintergrund könne man dankbar sein, „dass wir ein solches Ehepaar an der Spitze unseres Staates wissen dürfen“, bezog er sich auf den Besuch von Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau und sprach von „zwei Menschen mit großer Ausstrahlung, Sachkompetenz und Empathie.“ Ihr Besuch habe Kevelaer gut getan, vor allem, wie sie aufgetreten seien.
Im neuen Jahr sei es „wichtig, Luft zu holen. Wir können nur geben, wenn wir selber empfangen“, richtete er sich an die Anwesenden und Aktiven der Stadt. Kauling lobte den festen Zusammenhalt des Gruppen- und Verbandswesens im Feiern und Mitleiden. Und er sprach von der „sozialen Sorge in Caritas und Diakonie, die den Menschen am Rand nicht übersieht“. Im Geiste von Papst Franziskus sei es „der Gradmesser unserer Glaubwürdigkeit, wie wir mit den Armen umgehen.“

Anknüpfend an seine Vorgänger, unterstrich Kauling mit Blick auf die Stadtentwicklung die Rolle von Kapellenplatz und Gnadenkapelle als „Herzkammer“ der Stadt und „Quelle des Lebens, der Liebe und des Trostes für die Menschen. Es ist gut, mit diesem Platz höchst sensibel umzugehen.“

„Mit Maria den Frieden suchen“ sei ein gutes Wallfahrtsmotto 2018, dem man sich in diversen Begegnungen, Vorträgen und Sminaren nähern wolle. „Weniger ist mehr“, wolle man sich auf die wesentlichen Botschaften konzentrieren, „die wir weitergeben wollen.“ Eine davon sei „Vergebung“, ohne die Frieden nicht denkbar sei. „Das ist kein Schwächeanfall des Glaubens. Sie macht auch ein Unrecht nicht rechtens. Aber sie zieht den Stachel aus dem Fleisch des Hasses, der Spirale von Gewalt und Gegengewalt“, erinnerte er an die interreligiöse Wallfahrt: „Wir sind als Christen die Einladenden in einer Kultur der Barmherzigkeit.“

Der Pastoralplan sei aufgestellt, mit dem Pfarreirat und den Vertretern des Bistums besprochen und weitestgehend gewürdigt worden. Ein wichtiger Punkt, der anzupacken sei, sei die Öffentlichkeitsarbeit.

Zum Schluss gestattete sich Kauling ein persönliches Wort: „Ich bin dankbar für alle, die mich in den vergangenen Wochen aufgenommen haben, so dass ich nicht nur Pfarrer und Wallfahrtsrektor sein darf, sondern auch Bürger und Mensch.“ Er wünschte allen ein „gutes und erfolgreiches gesundes neues Jahr.“ Und seine Rede endete mit einer Art Versprechen: „Und ich meine es, wie ich es sage: ad multis annis – auf viele Jahre.“

KBV Spende an Aktion St. Nicolaus

Der Verkauf der Reibekuchen ergab den erfreulichen, durch die KBV aufgerundeten Betrag, von 250 Euro. Vor einigen Tagen übergaben nun der KBV-Vorsitzende Helmut Komorowski (rechts) und der KBV-Fraktionsvorsitzende Günther Krüger den Spendenscheck an den Kinderarzt und 1. Vorsitzenden der „Aktion St. Nicolaus e. V. – Hilfe für das behinderte Kind“ Wilhelm Stassen (links).
Der Verein wurde 1970 gegründet. 1979 kam es in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Gelderland e. V. zur Gründung der Frühförderstelle auf der Bury-St.-Edmunds-Straße in Kevelaer, die in 1995 und 2007 ausgebaut und erweitert wurde.
Seit dem Jahre 1987 führt die Aktion St. Nicolaus e.V. darüber hinaus mit ausgebildeten Hippotherapeutinnen und ausgesuchten Pferden die Reittherapie in der kostenlos zur Verfügung gestellten Reithalle Küsters auf der Hüls in Kevelaer durch.

Nach Weihnachten ist vor den Familienkonzerten

Kevelaer / WEEZE. Am Sonntag, 28.01.2018,  findet das erste Familienkonzert des Jahres auf dem historischen Wasserschloss Wissen statt. Das Familienspektakel mit Tradition beginnt wie gewohnt um 17.00 Uhr im „historischen Saal“ auf Schloss Wissen.
Mit seinem Lieder-Programm “Und wir, wir machen Musik” gastiert der bekannte Dortmunder Kinderliedermacher Martin Hörster seit über 30 Jahren in Kindergärten, Grundschulen, Theatern, Bibliotheken, bei Festen und Feiern, Jubiläen, Ferien-Aktionen, auf kleinen und großen Bühnen und weiteren möglichen und unmöglichen Orten.
Martin Hörster macht Kindermusik für kleine und große Leute zum Genießen und Abfahren, mit viel Aktion, Humor und unheimlich viel Spaß. Zahllose begeisterte Kinder und Eltern auf weit über dreitausend Veranstaltungen erlebten bisher Martin Hörster live. Durch die Leichtigkeit seiner Lieder wird das gesamte Publikum ermuntert, sich in einer, ihnen möglichen Art und Weise, in das musikalische Spiel einzubringen. Das Programm beinhaltet Lieder zum Mitmachen, Lieder zum Mitsingen oder einfach nur zum Zuhören.
Die weiteren Konzerte des Jahres finden am Sonntag, 04.03.2018 („Hipp-Hopp – Hipp-Hopp-Hepp“ von Olaf Wiesten), und am Sonntag, 02.12.2018 („Mein Wunschzettel“ von Klaus Foitzik) statt.
Der spannende Kontrast zwischen den historischen Gemäuern und dem kinderfreundlichen Programm verspricht erneut Familienerlebnisse der besonderen Art. Für das Familienkonzert „Wir machen Musik“ sowie für alle anderen Konzerte sind noch Karten erhältlich. Die Familienkarte für das einzelne Konzert kostet 10 €, einzelne Erwachsene Personen zahlen 6,50 €. Das Familienabonnement für alle 3 Veranstaltungen kostet 28,00 € und das Einzelabonnement für alle Veranstaltungen 18,00 €. Die Karten sind bei der Gemeinde Weeze, Fachbereich 1: Zentrale Dienste, Kultur- und Tourismus (Zimmer 6) innerhalb der Öffnungszeiten (Montag, Dienstag, Mittwoch 08.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr, Donnerstag 08.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr, Freitag 08.00 – 12.00) erhältlich. Weitere Informationen bekommen Sie unter: 02837- 910 116/118.
Dank der erneuten Unterstützung der Volksbank an der Niers kann die Konzertreihe auch in diesem Jahr realisiert werden.

„Ein Wegweiser für die Patienten, ein Meilenstein für das Krankenhaus“

Das Marienhospital ist erfolgreich nach DIN EN ISO 9001 / 2015 zertifiziert worden. „Für die Zukunft des Marienhospitals ist die Zertifizierung ein Meilenstein“, betont Bernd Ebbers, Geschäftsführer des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Und für die Patienten ist dies ein wichtiger Wegweiser, der signalisiert: Bei uns sind sie gut aufgehoben.“
„Zertifizierungen stärken vor allem die Patientensicherheit“, erläutert Marlies Hanspach, Leitung Qualitätsmanagement des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Das Krankenhaus hinterfragt Abläufe, ordnet sie, etabliert Standards und macht sie transparent.“ DIN EN ISO 9001 ist eine Managementnorm. Sie legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest und betont die Bedeutung eines stetigen Verbesserungsprozesses. Die neue Norm hat die Standards gegenüber der Vorgängerversion dabei deutlich angehoben.
Das Zertifikat des Marienhospitals gilt für drei Jahre. Ein jährliches Audit überprüft den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Krankenhauses. „Im Marienhospital bemühen wir uns laufend um die bestmögliche Behandlungsqualität“, unterstreicht Thomas Peters, Regionaldirektor des Hauses. „Die Zertifizierung ist dafür ein deutliches Ausrufezeichen. Gemeinsam mit den vielen Qualitätsmanagementbeauftragten im ärztlichen und pflegerischen Dienst werden wir auch in Zukunft dafür sorgen, dass wir die hohen Qualitätsansprüche mit Leben füllen und das Marienhospital kontinuierlich weiterentwickeln.“

Ehemalige Kevelaerer „Singschwester“ verstorben

Wenn zwischen 1979 bis 2011 (und auch später) jemand in Kevelaer von der „Singschwester“ sprach, wussten viele wer gemeint war. Schwester Ferdinande, eine Lebenskünstlerin und Frohnatur par excellence, begeisterte und inspirierte die Menschen in ihrer Umgebung mit ihrer Musik. Am 3. Januar 2018 verstarb Schwester M. Ferdinande, Antonia Bromenne, die am 7. Juni 1936 in Haltern geboren wurde, im Maria-Ludwig-Stift in Dülmen.

Musik war ihre Passion, und als sie 1965 in die Ordensgemeinschaft der „Barmherzigen Schwestern von der allerseligsten Jungfrau und schmerzhaften Mutter Maria“ (Clemensschwestern) in Münster eintrat, war für sie der größte Wunsch, den erlernten Beruf als Masseurin und medizinische Bademeisterin gegen den einer Organistin und Musiklehrerin zu tauschen. „Ich möchte andere Menschen mit der Musik erfreuen“, sagte sie damals. Sie hat diesen Berufswunsch umsetzen können, zunächst als Musikstudentin, dann als Organistin, Musiklehrerin in der Gemeinde und in der Jugendmusikschule für Flöte, Klavier und Orgel.

1978 reiste Schwester M. Ferdinande zur Aushilfe für acht Monate nach Ruanda. Hier half sie in der Mütterschule und bereitete den Menschen viel Freude mit ihrer Musik. 1979 kam sie ins Provinzialat nach Kevelaer. Zu ihren umfassenden Aufgaben gehörte die Tätigkeit als Organistin und Chorleiterin für die Gemeinschaft und aushilfsweise in der Gemeinde St. Antonius, das Einüben des Offiziums und die Gestaltung von Jubelfesten und anderen Feiern der Gemeinschaft sowie der Exerzitiengottesdienste.

Ehrenamtlich setzte sie sich, bis zu ihrem Weggang aus Kevelaer, in der JVA Geldern-Pont ein. Im September 1984 wurde sie hauptamtliche Organistin und Chorleiterin in der Gemeinde St. Antonius in Kevelaer. Vielfältige Aufgaben behielt Schwester M. Ferdinande bei, als sie für zwei Jahre im Hospital zum Hl. Geist in Kempen, sechs Jahre im Marienhospital Kevelaer und drei Jahre in der Gemeinde in Sassenberg tätig war. Von hier aus zog sie 2014 ins Maria-Ludwig-Stift Dülmen.

Neben vielen Erinnerungen aus Altenkreisen oder Meditationsandachten, von musikalischer Begleitung der Gottesdienste in der Kapelle des Marienhospitals und zahlreichen Unterrichtsstunden, die sie kostenlos Schülern gab, die Klavier lernen wollten, bleiben ihre Kompositionen anlässlich der Seligsprechung von Schwester M. Euthymia, die ebenfalls Clemensschwester war.

Viele Menschen in Kevelaer werden sich noch lange an die „Singschwester“ erinnern.

Die Beerdigung von Schwester M. Ferdinande, Antonia Bromenne, findet am Dienstag, dem 9. Januar 2018 in Dülmen statt. Das Auferstehungsamt wird um 8.30 Uhr in der Kapelle des Maria-Ludwig-Stiftes gefeiert, anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof.  Jörg von der Höh

SSG Kevelaer II ist Meister der Rheinland-Liga

Die Sportschützen der zweiten Mannschaft der SSG (Schießsportgemeinschaft) Kevelaer gewinnen ungeschlagen die Rheinlandliga-Meisterschaft und erzielen zusätzlich ein Rekordgesamtergebnis. Dass die Schützen der SSG Kevelaer II in der Rheinlandliga nur schwer zu schlagen sind, kristallisierte sich im Laufe der Ligasaison immer mehr heraus. Nicht nur, dass alle Wettkämpfe gewonnen wurden, auch die Gesamtringzahlen ließen keine Wünsche offen. Diese konstante Leistung am letzten Wettkampftag weiterzuführen, hätte durchaus gereicht – doch alle fünf „Tiger“ schienen einen sehr guten Tag erwischt zu haben.

5:0 gegen SSV Tüschenbroich

Der Gastgeber aus Wegberg hatte keine Chance. Anna Janshen verfehlte lediglich mit zwei Neunen in der ersten Serie das höchst mögliche Ergebnis und schloss mit 398 Ringen ihren Wettkampf gegen Sven Giesen, der mit 385 Ringen das beste Ergebnis für seine Mannschaft schoss. Manon Smeets erzielte 393 Ringe, Franka Janshen brachte 394 Ringe auf die Scheibe, Alison Bollen schoss vier Mal die 99 (396 Ringe) und Birgit Lohmann erzielte 390 Ringe. Schon allein dieser klare Sieg gibt Anlass zur Freude, aber die Gesamtringzahl von 1971 Ringen sollte bis dahin viel beeindruckender sein. Wäre da nicht der zweite Wettkampf gewesen.

5:0 gegen Post SV Düsseldorf

Eine etwas härtere Nuss, aber immer noch kein Zittergegner für die SSG II, war Post SV Düsseldorf. Anna Janshen konnte bis zur letzten Serie eine reine Weste vorzeigen, erst dann traf sie einmal die Neun und legte mit 399 Ringen wieder ein fast perfektes Ergebnis vor. Ihr Gegner Alexander Kobert durfte schon mal Bundesliga-Luft schnuppern, konnte aber mit 390 Ringen nicht gegenhalten. Manon Smeets hatte in der zweiten Serie mehr Neunen als von ihr gewohnt, konnte aber ihren Wettkampf mit 390:387 trotzdem gewinnen. Franka Janshen hat schon längst bewiesen, dass ihr die Schuhe ihrer Schwester passen, und legte mit 396:392 Ringen von Madita Zöll den nächsten Punkt in die Sammelschale der „Tiger“. Alison Bollen schloss ihren Wettkampf mit 394 Ringen, elf Ringe mehr als ihr Gegner Martin Weihe entgegenzusetzen hatte (383 Ringe). Birgit Lohmann, am vorherigen Wettkampftag wegen eines defekten Sportgeräts vom Pech verfolgt, zeigte mit 393 Ringen ihrem Gegner Sascha Neufeld (379 Ringe), dass ihr Gewehr nun wieder einwandfrei funktioniert. Nach dem gewonnenen Wettkampf schnell zusammengerechnet hat sich die Freude bei den Sportlern und Trainer Hans-Josef Dohmen schnell verdoppelt: Mit einer Gesamtringzahl von 1972 Ringen hat die Mannschaft ihren eigenen Rekord in der Rheinlandliga innerhalb von wenigen Stunden selbst geknackt. In der 1. Bundesliga wird von solchen Ringzahlen geträumt, durchschnittlich erzielen die Mannschaften dort eine Gesamtringzahl von ca. 1960 Ringen.

„Eine beachtliche Leistung, die Relegation zur 2. Bundesliga kann nun kommen. Mit der jungen Mannschaft sind wir hervorragend aufgestellt!“, freut sich Trainer Hans-Josef Dohmen.

Am 25. Februar 2018 finden die Relegationswettkämpfe in Dortmund statt. Anders als bei den Liga-Wettkämpfen, wo sich die Schützen im direkten Duell an der Schießlinie begegnen, geht es hier um die Gesamtringzahlen, die nach 40 Schuss von den fünf Mannschaftsmitgliedern aufaddiert werden. Mit dabei sind die jeweils ersten beiden Mannschaften der Hessen- und Westfalenliga sowie der Tabellenvorletzte der 2. Bundesliga West.

Dritte Mannschaft ebenfalls kurz vor dem Meistertitel

SSG III – Tabellenführer Landesoberliga (von links): Maike Trötschkes, Markus Bauer, Denise Faahsen, Pea Smeets, Betreuerin Lucie Kösters, Wesley Holthuijsen, Simon Janshen.

SSG III – Tabellenführer Landesoberliga (von links): Maike Trötschkes, Markus Bauer, Denise Faahsen, Pea Smeets, Betreuerin Lucie Kösters, Wesley Holthuijsen, Simon Janshen.

Auch die dritte Mannschaft der SSG Kevelaer hatte zur gleichen Zeit ihre Wettkämpfe in der Landesoberliga. Ebenfalls als ungeschlagener Spitzenreiter in der Tabelle, konnte sich die Sportler am heimischen Schießstand gegen zwei direkte Verfolger durchsetzen. Mit 4:1 gegen den SC Tell Schmalbroich und 5:0 gegen die Sportschützen Niersland bleiben die „Tiger III“ weiterhin ungeschlagen auf Tabellenplatz 1 in der Landesoberliga Nord. Die höchsten Ringzahlen konnte hier Pea Smeets verbuchen. Mit 399 und 396 Ringen ließ sie keinen Zweifel daran, dass sie auch in der Ersten-Bundesliga-Mannschaft gut aufgehoben ist. Denise Faahsen bekam im ersten Wettkampf Rückenprobleme. Mit 383 Ringen verlor sie knapp gegen Alexandra Beckedahl (385 Ringe) und verzichtete auf einen zweiten Start. Für sie kam Simon Janshen in die Mannschaft, mit 386 Ringen gewann er seine Begegnung. Mit 383 und 387 Ringen von Markus Bauer gingen die nächsten Punkte auf das SSG-Konto. Maike Trötschkes erzielte im ersten Wettkampf 387 Ringe. Mit 393 Ringen im zweiten Durchgang erhöhte sie diese gute Leistung nochmal. Wesley Holthuijsen erzielte 388 und starke 394 Ringe.

Die letzten Vorrundenwettkämpfe werden am 28. Januar 2018 stattfinden. Dann zeigt es sich, ob ein weiterer Meistertitel an die SSG Kevelaer geht.