Aktuelles aus Kevelaer

Musical-Tourneepremiere in Kevelaer

Bärte sind zurzeit groß in Mode – deshalb werden diese am 10. Januar im Konzert- und Bühnenhaus auch nicht angerührt. Nein, es wird gleich die Kehle durchtrennt! Dem Kevelaer Marketing ist es mit der Unterstützung der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze erneut gelungen, das Kulturprogramm mit einer weiteren Tourneepremiere zu bereichern.
Die Konzertdirektion Landgraf gastiert am Dienstag, 10. Januar 2017, um 20 Uhr mit ihrer brandneuen Musical-Thriller-Inszenierung „Sweeney Todd“ in Kevelaer und beginnt von hier aus ihre Gastspieltournee durch ganz Deutschland. Diese Inszenierung birgt zudem einige Überraschungen: So sind die Künstler beispielsweise alles gleichzeitig – Schauspieler, Musiker und Sänger. Außerdem gehen sie nicht nur links oder rechts von der Bühne ab – nein, sie verschwinden auch einfach mal im Bühnenboden.
„Schnitt gefällig?“
Im London des 19. Jahrhunderts wird Benjamin Barker, glücklicher Ehemann und frisch gebackener Vater, aufgrund einer Intrige des mächtigen Richters Turpin aus der Stadt verbannt. Nach 15 Jahren kehrt er unter dem Decknamen „Sweeney Todd“ als Barbier zurück, um sich zu rächen. Mit „Schnitt gefällig?“ geht er seinen Kunden jedoch nicht nur an die Barthaare, sondern tiefer – und rasch pflastern Leichen seinen Salon. Die eifrige Mrs. Lovett weiß Rat bei der Entsorgung: Sie produziert kurzerhand die edelsten Fleischpasteten der Stadt. Bis die Rache an Richter Turpin endlich vollzogen ist, müssen viele Kehlen dem Rasiermesser zum Opfer fallen.
Die Eintrittskarten für diese „schräge“ und äußerst aufwändige Produktion des Musical-Thrillers „Sweeney Todd“ am Dienstag, 10. Januar 2017, sind zum Preis von 28 bis 48 Euro beim Kevelaer Marketing im Erdgeschoss des Rathauses, Peter-Plümpe-Platz 12, T.: 02832 / 122-150 bis -153, sowie an der Abendkasse, erhältlich.

Zu Weihnachten ein guter Hopfen

Ein guter Tropfen gehört ebenso zum Weihnachtsfest wie ein gutes Essen. Das weiß auch Ralf Tebarts aus Kevelaer, der zum diesjährigen Fest der Feste einen ganz besonderen Tropfen genießen darf: Ralf Tebarts kann zum Weihnachtsfest sein eignes Bier trinken. „Ja, das ist schon was Besonderes“, sagt der Kevelaerer, der schon im Vorfeld den vollmundigen edelherben Geschmack probieren darf.
Eigentlich hat er diesen Genuss ja der Suche nach einer schnellwachsenden Kletterpflanze zu verdanken. Die hatte Ralf Tebarts dank seines Schwiegervaters Stefan Brenner auch schnell gefunden. „Tja, und jetzt erfüllt unser schnellwachsender Hopfen alle Kriterien eines guten Bieres“, erklärt der Vater von Zwillingen lachend.
2013 erwirbt sich Ralf Tebarts eine Hopfenpflanze, pflanzt diese am Außentreppengeländer seines Hauses. Sie wächst und wächst – sehr zur Freude des Berufsfeuerwehrmannes. „Das war die vorrangige Bedingung der ganzen Familie“, schmunzelt der junge Mann. Gehegt und gepflegt gedeiht die Pflanze prächtig. Schon in den ersten Jahren ihrer Daseinsberechtigung trägt sie reichlich Früchte. Tebarts Nachbar Marc Dahlmann, zufällig gelernter Bierbrauer, stellt bei näherer Betrachtung fest, dass es sich um eine weibliche Pflanze handelt und diese somit zu einem guten Bier gebraut werden kann.
Beim Hopfenanbauer setzt diese Erkenntnis Fantasien frei. „Eigenes Bier vom eignen Hopfen – wer hat das schon“, lacht Ralf Tebarts. Dass 2016 ein gutes Hopfenjahr werden würde, zeichnet sich schon im Frühjahr ab. Die Pflanze am Treppengeländer von Ralf Tebarts trägt reichlich Hopfen. Im September kann geerntet werden. Tatkräftige Unterstützung erhält Tebarts von seinen Nachbarn Benno Meyer Piening und Brauexperte Marc Dahlmann, die gemeinsam die lindgrünen Dolden pflücken und damit eine 20-Liter-Wanne füllen. „Das war schon ein guter Ertrag“, so der Hopfenbesitzer.
Die Pflanze selber wird sofort nach der Ernte gekürzt. Denn so besteht die Hoffnung, dass auch im kommenden Jahr die Pflanze kräftig wächst und gedeiht – was eventuell einen noch besseren Doldenertrag bringen könnte.
Nach der Ernte ist aber vor dem Bierbrauen. Im heimischen Back­ofen werden die Dolden getrocknet, erhalten dadurch eine beige-bräunliche Farbe. „Der Duft hat schon was Eigenes“, weiß Lena Tebarts, Ehefrau des Hopfenanbauers, schmunzelnd zu berichten. Schließlich werden die getrockneten Dolden dem Bierbrauexperten Dahlmann übergeben. Darauf hat sich der selbstständige Schankanlagentechniker besonders gefreut. Denn als gelernter Bierbrauer liebt er das Experiment Bier zu brauen. „Da ich keine Analyse des Hopfens besitze, ist das schon eine spannende Geschichte“, berichtet Marc Dahlmann, der in Kevelaer eine eigene kleine Brauerei besitzt.
Die Dolden aus dem heimischen Garten seines Nachbarn braut er nach deutschem Reinheitsgebot, probiert zwischendurch und ist vom Ergebnis überrascht. „Das Bier ist vollmundig, hat eine edle herbe Note“, so der Bierexperte. Nach angemessener Ruhezeit füllt Marc Dahlmann das wohlschmeckende Bier in ein Fass ab, welches selbstverständlich für die Nachbarschaft der Fritz-Reuter-Straße vorgesehen ist. Den Rest des wohlbekömmlichen Bieres füllt er in Flaschen ab. Dieses Bier wird Ralf Tebarts im Kreise seiner Familie zum Weihnachtsfest genießen. „Darauf freue ich mich schon“, gesteht der Familienvater. Na dann, Prost!

SSG II weiter ungeschlagen auf Kurs zur Relegation

Die zweite Mannschaft der Schießsportgemeinschaft (SSG) Kevelaer hat die beiden jüngsten Wettkämpfe in Düsseldorf gewonnen und steht weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze der Rheinlandliga.
Die Tiger sind nicht zu bremsen. Das Ziel, den Aufstieg in die 2. Bundesliga, haben die fünf Sportler auch diesmal nicht aus den Augen verloren. Beim Gastgeber Post SV Düsseldorf sollte der Weg für die Teilnahme an der Relegation gefestigt werden.
Los ging es mit Gegner SSV Tüschenbroich. Anna Janshen an Position eins startete für sie noch verhalten mit 97 Ringen, ihr Gegner Sven Giesen war ihr mit 96 Ringen dicht auf den Fersen. Doch ab der zweiten Serie konnte Janshen aufholen mit großartigen 99, 100 und 98 Ringen vergrößerte sie das Polster stetig und schloss mit 394 Ringen gegen 389 Ringe ihres Kontrahenten.
An Position zwei kam Ersatzschützin Alison Bollen zum Einsatz, sie sprang für die erkrankte Manon Smeets ein. Nach bereits starken Resultaten in der Oberliga startete Bollen auch heute souverän gegen Gegner Andreas Schulz mit 99 und 98 Ringen. Ab der 3. Serie konnte sie die voran gegangene Leistung nicht abrufen und schoss 97 und 95 Ringe. So kam ihr Gegner noch einmal heran und beide verbuchten 389 Ringe. Das anschließende Stechen musste die Entscheidung bringen. Hier ließ sich die SSG-Jungschützin von der schnelleren Schussabgabe (9) nicht irritieren und sicherte mit einer 10 den Punktgewinn.
Für Birgit Lohmann an Setzplatz drei war der Punktgewinn nahezu schon nach der ersten Serie mit erstklassigen 99 Ringen in festen Händen. Ihr Gegner hing hier bereits 9 Ringe hinterher. Lohmann schoss weiter konzentriert und sicherte am Ende mit guten 391:373 Ringen den nächsten Einzelpunkt für die zweite Mannschaft der SSG Kevelaer.
Auch Simon Janshen lag trotz eines etwas mäßigen Starts mit 95 Ringen relativ früh beruhigend in Führung. Nach zwei  starken 99-Serien sicherte er deutlich mit 387:366 Ringen gegen Gegner Ulrich Pelzer den nächsten Matchpunkt.
Denise Faahsen konnte ihre alte Form nach zwei schwierigeren Wettkämpfen wieder abrufen und schoss einen konstant guten Wettkampf gegen Gegner Udo Schniedewindt. Punktgewinn Nummer fünf mit guten 389:376 Ringen.
Nicht nur der Gewinn und die damit zusätzlichen zwei Mannschaftspunkte waren sehr wichtig, sondern auch die fünf Einzelpunkte sollten den Erhalt eines Relegationsplatzes sichern. Denn bereits im Vorfeld wussten die Sportler aus der Marienstadt, dass die nächste Begegnung spannender werden sollte. Das Team der Post SV  Düsseldorf hat im letzten Jahr noch in der ersten Bundesliga geschossen und ist immer noch ein sehr ernst zu nehmender Gegner.
Ohne sich davon beirren zu lasse,n konnte Anna Janshen ihre Leistung vom ersten Wettkampf noch mal abrufen und gewann wieder mit 394 Ringen gegen die 385 Ringe von Madita Zöll.
Alison Bollen hatte mit Alexander Knackert auch wenig Probleme und brachte ebenfalls 394 Ringe auf die Scheibe und damit ganze 16 Ringe mehr als ihr Gegner.
Den an diesem Tag stärksten Düsseldorfer Schützen konnte man auf Position drei finden. Alexander Kobert musste sich mit der Kevelaererin Birgit Lohmann messen. Beide schenkten sich während des gesamten Wettkampfes nichts. Lohmann versuchte ihren Rhythmus beizubehalten, musste aber in der letzten Serie ein paar sehr knappe Neuner einstecken und so gewann ihr Gegner den Einzelpunkt mit 389:387  Ringen.
Wesentlich deutlicher ging es zu Gunsten der SSG auf den letzten beiden Positionen zu. Simon Janshen gewann mit 389:373 Ringen gegen Sascha Neufeld und Denise Faahsen konnte trotz der schwächeren 382 Ringe den Punkt für die SSG einfahren, da ihr Gegner Bastian Droste nur 371 Ringe auf die Scheibe brachte.
Somit lautete das Endergebnis 4:1 für die Tiger der Schießsportgemeinschaft aus Kevelaer.
Damit führt die Mannschaft die Tabelle der Rheinlandliga mit 10:0 Mannschafts- und 18:07 Einzelpunkten eindeutig an. Ein Relegationsplatz zum Aufstieg in die 2. Bundesliga ist theoretisch noch nicht gesichert, aber praktisch sollte dem nichts mehr im Wege stehen. Diese Entscheidung fällt bei den letzten beiden Wettkämpfen am 15. Januar in Tüschenbroich.

„Ferienkino am Morgen“ rund um den Jahreswechsel

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und damit rücken auch die heißgeliebten Schulferien näher. Damit in dieser Zeit keine Langeweile aufkommt, hat das Kevelaer Marketing erneut lustige und spannende Filme ausgesucht und lädt die jungen Besucher zu zwei Sondervorstellungen des „KoBü-Flimmern“ ein. Für Mittwoch, 28. Dezember 2016, und Mittwoch, 04. Januar 2017, werden im Konzert- und Bühnenhaus die Stühle in die richtige Reihe gerückt, ehe das „Ferienkino am Morgen“ mit jeweils einer Filmvorführung um 10.30 Uhr auf der großen Leinwand beginnt und die Besucher tierischen Abenteuern folgen können.
Haustiere allein Zuhause
Jeden Tag spielt sich in Haushalten auf der ganzen Welt derselbe Abschiedsritus ab: Haustierbesitzer lassen ihre Schützlinge für den Arbeitstag allein Zuhause. Aber was machen diese eigentlich, während wir den ganzen Tag auf der Arbeit oder in der Schule sind? Vielleicht auf dem Sofa sitzen, den Kühlschrank leer futtern oder Fernseher gucken – aber nicht der treue Hund Max. Er kann es einfach nicht erwarten, seine Katie wiederzusehen und so wartet er direkt vor der Wohnungstür. Doch eines Tages bringt sie einen „neuen Freund“ für Max mit, den pelzigen Duke. Zwei Hunde in einem Haushalt sind definitiv einer zu viel. Eines Tages werden sie bei einem Ausflug von Hundefängern geschnappt und eingesperrt. Zum Glück machen sich zahlreiche ihrer Freunde auf, sie zu finden und zu retten. Unterdessen lernen die Max und Duke das teuflische Häschen Snowball kennen, das ganz eigene Pläne schmiedet…
Neue Abenteuer der Eiszeit-Gang
In diesem Animationsfilm stößt Scrat bei seiner endlosen Jagd nach der unerreichbaren Nuss in neue Dimensionen vor: Er wird ins Universum katapultiert, wo er versehentlich eine kosmische Kettenreaktionen auslöst. Dort sorgt er dafür, dass nicht nur viele kleine Meteoriten auf die Erde stürzen, sondern auch ein riesengroßer droht, den gesamten blauen Planeten zu vernichten. Für Mammut Manny, Faultier Sid und Säbelzahntiger Diego beginnt die aufregende Suche nach einer Möglichkeit, die Katastrophe abzuwenden. Dabei stehen ihnen viele alte und neue Kumpanen zur Seite.
Die Filmtitel dürfen aus lizenztechnischen Gründen nicht öffentlich genannt werden. Sie können jedoch beim Kevelaer Marketing, (0 28 32) 122-988, erfragt werden und hängen im Konzert- und Bühnenhaus aus. Gerne können Sie dem Kevelaer Marketing auch Ihre E-Mail-Adresse zur Verfügung stellen und so regelmäßig über das Kinoprogramm informiert werden.
Die Eintrittskarten für das „Ferienkino am Morgen“ kosten 1,00 Euro pro Person und sind im Vorverkauf beim Kevelaer Marketing im Erdgeschoss des Rathauses oder an der Tageskasse erhältlich.
Für 2017 auch Jahreskarten erhältlich
Für das Jahr 2017 hat sich das Kevelaer Marketing außerdem etwas Besonderes einfallen lassen: Passend zum Jahreswechsel und als Geschenk für den Gabentisch können jetzt Abonnementkarten für die Vorstellungen des „KoBü-Flimmern“ erworben werden. Diese gibt es entweder für die Kinder- und Jugendvorstellungen oder für die Erwachsenenvorstellungen. Gültig sind die Jahreskarten sowohl für die monatlichen Vorstellungen als auch für das „Ferienkino am Morgen“ bzw. das Programmkino. Zu einem Beitrag von 10,00 Euro können diese beim Kevelaer Marketing erworben werden.

Der Hüter der Basilika-Uhr

Mit bedächtigem Schritt führt Aloys de Witt in sein Wohnzimmer im Haus an der Egmontstraße 24. „Ich bin hier 1924 geboren“, sagt er und erläutert dann unvermittelt, wie es zu seinem Spitznamen „Atti“ gekommen ist: „Als ich drei Jahre alt war, hat mich jemand nach meinem Namen gefragt.“ „Ich heiße Atti“, lautete damals seine Antwort und das ist geblieben.
An die Weihnachtszeit als Kind erinnert er sich noch ganz gut: „An der Hand von Vater und Mutter ging es durch den Schnee zur Christmette in die Basilika. Es lag immer Schnee – und es gab immer Kartoffelsalat mit Würstchen.“
Mit Blick auf die kleine Standuhr, die an der Wand ihm gegenüber einen Ehrenplatz innehat, meint er: „Es wird sicher noch viele geben, deren Uhren ich repariert habe.“
Als Junge deutete eigentlich nicht viel darauf hin, dass er mal mit Zifferblättern und Uhrwerken hantieren würde. „Mein Vater war beim Finanzamt Krefeld, die Mutter Hausfrau – und mein Traum war Tierarzt.“ Mit 18 machte er sein Notabitur an der Gaesdonck, wurde zum Kriegsdienst einberufen. „1942 habe ich mitten im Orelbogen mit der Infanterie in Russland gelegen Da wurden Weihnachtsgeschenke vom Tross nach vorne gebracht“, erinnert er sich an diesen besonderen Moment. Noch Ende Januar 1945 erlitt er seine dritte Schusswunde, wobei seine Stimmbänder zerschossen wurden. „Deshalb klingt meine Stimme auch so“, erklärte der alte Mann fast entschuldigend.
De Witt kam als Soldat aus russischer Gefangenschaft nach Dresden, eine Dame stellte ihm Kleidung zur Verfügung. „Ich bin dann in Güterzügen heimlich bis nach Krefeld gefahren.“ Zuhause in Kevelaer fragte er nach, ob seine Eltern noch lebten. „Die wohnten über der Eisdiele am Kapellenplatz, weil ihr Haus teilweise zerbombt war. Der Vater kam mit dem Rad nach Stassen und ist mir um den Hals gefallen“, erinnert er sich noch an diesen Moment.
Aber ein Studienplatz für Tiermedizin war nicht zu bekommen. Der Vater riet ihm, dem Vorbild seines Onkels aus Goch zu folgen: „Lern doch Uhrmacher.“ In den Folgejahren machte er seinen Uhrmachermeister in Köln, ging alle vierzehn Tage ins Müngersdorfer Stadion zum Fußball, genoss Karneval.
„Da habe ich auch die Kölner Domuhr versorgt“, erzählt de Witt mit einem Lächeln. „Damals hatten die Uhren schwere Gewichte. Die musste man jeden Freitag aufziehen und dann lief sie acht Tage“, schildert er, wie er Anfang der 50er-Jahre dort eine verantwortungsvolle Aufgabe hatte. „Und der Kardinal von Köln kam dann auch mal in das große Schmuck- und Uhrengeschäft auf der Komödienstraße, wo ich war.“
In Düsseldorf machte er seine Prüfung und ging zunächst nach Rheinberg, wo ein altes Paar für sein Schmuck- und Uhrengeschäft an der Rheinstraße einen Meister suchte. „Wir hatten immer auf, auch sonntags und an Weihnachten.“ 1956 übernahm er den Betrieb, heiratete seine große Liebe Lieselotte zwei Jahre später und blieb mit ihr in Rheinberg bis 1967, wo seine vier Kinder geboren wurden.
Dann kehrte de Witt in seine Heimat und in sein Geburtshaus zurück, baute das seit 1823 dort ansässige Fachgeschäft Zanders für sich um und widmete sich mit seiner Frau weiter dem Verkauf von Uhren und Schmuck. „Und zu Weihnachten habe ich die Geschenke zu den Kunden gebracht, wenn sie mich darum gebeten haben. Die konnten sich darauf immer verlassen.“
Und er durfte die Kevelaerer Basilika-Uhr „versorgen“. „Der Bischof Janssen war damals Pastor und hat mich angesprochen. Die Uhr ist auch mit Gewichten gelaufen, war aber auch elektronisch“, erinnert er sich. In der Sakristei befand sich eine große Wanduhr. „Die Uhr an der Basilika wurde von der in der Sakristei geleitet.“
1987 starb seine Frau an Krebs. Ein paar Jahre später heiratete er seine zweite Frau Margot. 1994 übernahm Sohn Georg die Geschäftsleitung des Geschäftes. „Den hab ich auf die Uhrmacherschule in Süddeutschland geschickt, der war einfach ein Naturtalent“, zeigt de Witt sich glücklich, dass eines seiner vier Kinder seinen Weg weiterverfolgt. Das gab ihm die Möglichkeit, seinen vielfältigen Interessen – dem Kegelclub, dem Doppelkopfspielen, dem Sängerbund – nachzugehen.
Zu Weihnachten kaufte de Witt mehrfach Tannenbäume mit Wurzeln, um sie nach den Feiertagen in seinem großzügigen Garten einzupflanzen und wachsen zu sehen. Vor einigen Jahren ließ er sie dann fällen. „Weil der Garten immer zu dunkel war und ich die Basilika sehen wollte“, begründet Alois de Witt diesen Schritt. Der Baum seiner Frau nahe dem Haus, der ist aber stehengeblieben.
Das Fest fand für das Paar in diesem Jahr quasi schon am 17. Dezember statt. „Da sind wir mit 60 Leuten zusammen, da kommen die Kinder aus München, aus Lissabon, die Schwester mit ihren Söhnen. Und es gibt immer noch Kontakt der Neffen zu ihrem „Onkel Atti“, freuen sich der 92-Jährige und seine acht Jahre jüngere Partnerin über das besondere Zusammenkommen. „Für uns sind das auf alle Fälle vorgezogene Weihnachten.“

Letzte Blutspendetermine des Jahres

Zweimal kann in diesem Jahr in Kevelaer und den Ortschaften noch Blut gespendet werden:

  • Dienstag, 27. Dezember, 15.30 bis 19.30 Uhr in Wetten im Knoase-Saal
  • Mittwoch, 28. Dezember, 16.30 bis 20.30 Uhr in Winnekendonk in der Begegnungsstätte

In Winnekendonk erwartet die Spender zudem eine Überraschung, versprechen die Organisatoren.

KBV besichtigt das Autohaus Kamps

Im Rahmen ihrer Besichtigungen der Kevelaerer Unternehmen besuchte die Kevelaerer Bürgervereinigung das Autohaus Mitsubishi Kamps im Kevelaerer Gewerbegebiet.
Hans-Gerd Janssen, der seit 2008 alleiniger Geschäftsführer ist, führte die Mitglieder der KBV durch die Geschäftsräume des im Oktober diesen Jahres umfangreich umgebauten Autohaus. Direkt am Kreisverkehr der Wettener Straße ist die Aufstockung des vorhanden Betriebes ein architektonisches Highlight.
Durch die Erweiterung in der Höhe entstand neben den im Erdgeschoss gelegenen Werkstatt-, Büro- und Ausstellungsräumen eine zusätzliche Präsentationsfläche. Die auszustellenden PKW werden mit einer aufwendigen Liftanlage in die obere Etage befördert.
KBV-Vorsitzender Helmut Komorowski bedankte sich zum Abschluss bei Janssen für den sehr informativen Rundgang und wünschte weiterhin viel Erfolg in den neuen, modernen Räumen.

Weihnachtsansprache von Pastor Rolf Lohmann

Einbrüche und Vandalismus in der Nacht auf Freitag

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 23. Dezember 2016, kam es in Kevelaer zu Einbrüchen und Sachbeschädigungen:

  • Auf dem Johannes-Stalenus-Platz hebelten unbekannte Täter die Eingangstür von einer Gaststätte auf. Die Täter durchsuchten den Kassenbereich, entwendeten aber nichts.
  • Unbekannte Täter versuchten an der Gelderner Straße, Eingangstüren von zwei Geschäften aufzubrechen. Dies gelang ihnen nicht. Ebenfalls an der Gelderner Straße beschädigten unbekannte Täter einen Briefmarkenautomaten.
  • An der Straße Klostergarten beschädigten Täter eine Außenlampe von einem Pflegeheim und entwendeten von einem Hyundai Tucson das hintere Kennzeichen KLE-HH 228.
  • An der Straße Klinkenberg und an der Schwester-Hermenegildis-Straße traten Täter an jeweils zwei Fahrzeugen die Außenspiegel ab.
  • Auf der Alten Heerstraße rissen Täter ein Rücklicht von einem Anhänger ab.
  • Auf dem Mühlenring beschädigten unbekannte Täter das linke Rücklicht von einem Auto.
  • Auf dem Europaplatz beschädigten Täter die Windschutzscheibe von einem Fahrzeug.

Wem sind in der Nacht verdächtige Personen aufgefallen? Zeugen und weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Kripo Goch unter Telefon 02823-1080 zu melden.

Feuerwehr erhält Rollcontainersystem

Dank eines Sponsorings der Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze konnte
die freiwillige Feuerwehr Kevelaer in ein Logistikkonzept auf Rollcontainerbasis investieren.
Dieses Konzept wurde durch die Feuerwehr Kevelaer geplant und nach dem entscheidenden
Zutun der Sparkasse umgesetzt.
Durch diverse unterschiedlich bestückte Container ist es im Ernstfall möglich, dringend
benötigtes Material schnell und unkompliziert an die Einsatzstelle zu transportieren.
Die Container sind bedarfsorientiert beladen und somit jeweils perfekt auf die entsprechenden Anforderungen angepasst. So gibt es Beispielsweise Rollcontainer für: Beleuchtung, Ölspuren, Schlauchmaterial etc..
Die Container können bei Bedarf von jeder Einheit der Feuerwehr Kevelaer oder gar
überörtlich angefordert werden, und werden dann mittels Anhänger zur Einsatzstelle
verbracht. Die Zeiten von zeitraubenden Ein- und Ausladearbeiten gehören damit der
Vergangenheit an und die Effizienz der Feuerwehr ist weiter gestärkt.