Aktuelles aus Kevelaer

Ein magischer Abend mit zwei Puppenspielern

Noch einmal gut gefüllt präsentierte sich die Öffentliche Begegnungsstätte zum Ende der Serie „Puppenspiel 18+“ . Wobei der Chef des Kevelaer Marketing, Bernd Pool, das Publikum angesichts des parallel stattfindenden Bühnenstücks „Zum weißen Rössl“ in Lederhosenoutfit begrüßte.
Dabei warb er aber ausdrücklich für die Nachfolgereihe am September. Einige hätten schon wieder ein Abo dafür gezeichnet. „Da haben wir wieder Besonderheiten“, war ihm wichtig, deutlich zu machen, wieviel es der Stadt daran liege, „die Serie hier weiterzuführen.“
Zuvor aber durfte das „Theater con Cuore“ aus dem osthessischen Schlitz mit dem Stück „Hear my song – a Puppet(s) (a)Live“ das Publikum faszinieren. Vier Jahre lang hatte das Ehepaar Stefan und Virginia Maatz Szenen für das Stück gesammelt, das Puzzle der Ideen für das eineinhalbstündige Programm zusammengestellt, um wirklich „etwas Persönliches“ von sich zu erzählen. Heraus kam eine Geschichte über sich, die Liebe und die Welt der fahrenden Leute. Mit viel Liebe, Humor und Ideen erählten die Beiden die Geschichte der Künstler Marc und Vien, die sich im Leben verlieren und in der Musik wiederfinden. Die Vorführung mit lebensechten Großpuppen gestaltete sich in weiten Teilen als pure Poesie.
Das fing bereits mit der Bühne an, die mit ihren sanften Lichtern, einer Puppenbühne, auf deren oberem Teil Minipuppenspiel stattfand.  Auf dieser Fläche entwickelte das Paar (in verschiedenen Rollen agierend) die Szenen und Lieder, die alle in den verschiedenen Varianten irgendwo um das Thema „Sehnsucht und Liebe“ kreisten. Ob nun der Hund, der seinem Traum vom Berühmtheit nachhängt und bei der „08/15  Casting-Show“ damit überzeugen sollt, einfach nur zu bellen. Der Zauberer in Miniformat, der beweisen will, wie brilliant er zaubern kann  und der am Ende einen angeflammten Hasen aus dem Hut zaubert. Oder die Geschichte von der Biene und der Blume, deren Bestäubungsakt eine echte Kraftprobe wird und sie das Blatt „Ruf mich an“ zum Abschied hochhält. Das Puppenspielpaar bot die gesamte Bandbreite an Fantasie und Ironie.
Betörend-poetisch geriet die Szene des Gitarrenspielers „El Mariachi“, der zwei Schmetterlinge zum Miteinanderflattern bringt und der in seinem Hut ein Herz findet, wunderbar überraschend und böse die Szene mit dem Schausteller und der erotischen Puppe, die sich beim Küssen in einen Vampir verwandelt.
Am Ende tanzen die beiden sich Liebenden vereint als „Puppen“ auf der Bühne. Die Miniaturdarstellung auf dem Puppenspieldach mit der gesamtem Bühne und den beiden in klein spiegelte auf wunderbare Weise die poetische Szenerie  und die ganze Lebenszenerie der beiden Künstler wider.
„Es war ein Traum, ein Stück von uns zu machen“, meinte Stefan Maatz danach. Diesen Traum haben sie sich erfolgreich erfüllt  und damit ein Pubikum verzaubert, was am fast überschwänglichen Beifall erkennbar war.

Vor 30 Jahren besuchte der Papst Kevelaer

Persönliche Gedanken und Erinnerungen an den Papstbesuch am 2. Mai 1987 brachte Dr. Franz Norbert Otterbeck in seinem Eröffnungsreferat zum Ausdruck. Der Jurist aus Kervenheim war vor 30 Jahren selber vor Ort dabei.
Er schilderte, wie schwierig es für Pastor Richard Schulte Staade war, den Papst überhaupt nach Kevelaer zu bringen. Es war schließlich das Ergebnis von neunjährigen Anstrengungen.
Während zunächst geplant war, den Papst im Rahmen des Mariologischen Weltkongresses im September 1987 nach Kevelaer zu holen, wurde dies von Rom aus kurzfristig geändert. Schließlich kam der Papst im Zuge seiner zweiten Deutschlandreise im Mai 1987. Der Besuch in Kevelaer selber war  nur kurz.
Die breite Masse, so Dr. Otterbeck, durfte aus Sicherheitsgründen nicht zum Kapellenplatz kommen, sondern erlebte den Papstbesuch im Hülsparkstadion. Über Videoübertragung konnten die Menschen  verfolgen, wie der Papst mit drei symbolischen Hammerschlägen das Pilgerportal der Marienbasilika öffnete. Anschließend betete der Papst vor dem Gnadenbild. „So klein“, soll er nach dem Anblick des nicht einmal postkartengroßen Kupferstiches gesagt haben.
Später feierte der Heilige Vater die Laudes im Hülsparkstadion. „Seine Rede war der Hammer“, erinnerte sich Dr. Otterbeck: „Der Papstbesuch war ein Höhepunkt der Wallfahrtsgeschichte, der nicht überboten werden kann. Wir werden einen Papstbesuch hier in Kevelaer wohl nicht mehr erleben.“  Der Papst habe aber Kevelaer in seinem Rang erhöht, denn er nannte die Wallfahrsorte die heimlichen Hauptstädte der Welt. Nach dem Besuch habe sich auch die Pax-Christi-Bewegung gegründet und die Gebetsgemeinschaft der Consolatrix Afflictorum. Schon 27 Monate später fiel zwischen Ungarn und Österreich der Eiserne Vorhang. „Der übernatürliche Kontext ist unbestreitbar“, meinte Dr. Otterbeck.
Nach dem Vortrag gab es eine lebhafte Diskussion, schließlich waren viele Augenzeugen des Papstbesuches anwesend. Eine Teilnehmerin bezeugte: „Der Papst hat diesen Ort berührt und ihn zu einem besonderen Ort gemacht. Ich war damals beruflich in Frankfurt, aber extra zum Besuch und zum Mariologischen Weltkongress in meine Heimat gekommen. Ich werde das nie vergessen.“ Pfarrer Jules de Bruin war beim Papstbesuch Zeremoniar und erinnert sich: „Für viele Niederländer war dieser Papstbesuch der Ausgleich für den misslungenen Besuch in Holland im Jahr 1985.“ 90 Priesteramtskandidaten aus den Niederlanden hätten in dem Chor am Hülsparkstadion mitgesungen. „Kevelaer ist ganz wichtig für die Niederländer und die Niederländer sind ganz wichtig für Kevelaer“, gab er zu bedenken. „In Kevelaer weht ein guter Geist; hier spürt man, dass hier etwas Positives wirkt“, meinte eine Teilnehmerin.
Dr. Gerhard Hartmann, der Moderator des Abends, brachte ein frühbarockes Musikstück von Kaiser Ferdinand III. mit, das genau in der Entstehungszeit der Kevelaerwallfahrt komponiert wurde, aber völlig unbekannt sei.
Das nächste Glaubensgespräch findet wegen der Festwoche im Juni erst wieder im Juli statt Dr. Peter Franke wird über das Thema „Impulse des Lutherjahres für die Ökumene“ sprechen.

Das Leid der Kinder in Aleppo

Wie Kartenhäuser sind ganze Stadtteile in sich zusammengefallen, Wände durch Gewehrkugeln zu Sieben verwandelt, mit Bombentrichtern übersäte Straßen, ein Trümmermeer das die hässliche Fratze eines Krieges zeigt. Mittenrin befinden sich 1,5 Millionen Menschen, überwiegend Kinder und Frauen. Franziskanerpater Firas Lutfi, der in Aleppo lebt, war in der letzten Woche zu Gast in Kevelaer und hatte Bilder der zerstörten Stadt in Syrien mitgebracht. Die Fotos erschreckten und belegen, dass von der einstmals blühende und kulturreiche Stadt, in der zuvor über 2,5 Millionen Menschen lebten, wenig erhalten geblieben ist.
Pater Firas ist Ordensoberer des St. Anthony‘s Convent in Aleppo und versucht mit seinen Mitbüdern den traumatisierten Menschen, unter ihnen viele Kindern, die ihre Eltern verloren haben, mit Gebet, Tat und materieller Hilfe zur Seite zu stehen und Zuversicht zu geben. Er versucht auf die Frage: „Wo ist Gott gewesen und wo ist er heute“, mit christlicher Zuwendung und Nächstenliebe zu antworten. „Er ist genau hier bei euch und leidet mit euch“, so Pater Firas. So schließt sich der Kreis zur Consolatrix Afflictorum, der Trösterin der Betrübten, die der Grund des Jubiläums 375 Jahre Wallfahrt ist.
„Das Wort Schrecken reicht nicht aus, um die Lage zu beschreiben“, sagte der Wallfahrtsrektor und designierte Weihbischof Rolf Lohmann, „Mit Bezug auf Maria in der Welt, können wir dieses Leid vor die Mutter Gottes tragen und ihr die Menschen ans Herz legen.“
Auf Initiative der Stiftung „Aktion pro Humanität“ von Dr. Elke Kleuren-Schryvers und durch das Spendenengagement eines Klever Unternehmers, waren kurz vor Weihnachten in der Kirchengemeinde St. Marien 40.000 Euro für die Menschen in Aleppo gespendet worden. Angesicht der Zerstörung, die an die Bilder vieler deutscher Städte nach dem zweiten Weltkrieg erinnert, wird aber dringend weitere Hilfe benötigt.
„Seit die Kämpfe um Weihnachten 2016 zum Erliegen kamen, hat sich die Lage im Bereich Infrastruktur verbessert und es gibt viele Zeichen der Hoffnung. Das Beste für die Kinder ist aber, dass sie einmal lachen können und Spaß haben“, sagt Firas. „Ich kann nicht zaubern. Aber ich bin immer nah bei den Menschen und ihrem Leid. Wir beten viel und geben einander Kraft. Das ist auch eine Art Wunder.“
„Drei Dinge sind wichtig in Aleppo: Essen, Schlafen, Gehen“, sagt der Franziskaner. Elke Kleuren-Schryvers unterstützt mit ihrer Hilfsorganisation weiter die Arbeit des Paters. Auch in der St. Marien Gemeinde soll beim bevorstehenden Pfarrfest ein Viertel der Einnahmen nach Aleppo gehen und in die Projekte Nahrungsmittel, Medikamente, Notfallhilfe und Hilfe beim Wiederaufbau fließen. Angesichts der vielfältigen und umfangreichen Aufgaben wird weitere Hilfe zum Helfen benötigt.

Ein Projekt, was die Generationen miteinander verbindet

Vor vier Jahren startete Kulturgeragogin und Alltagsbegleiterin Monika Behrens das Projekt „Brausepulver“ im Seniorenheim Katharinenhaus, einer Einrichtung des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer. Diese Idee wird von Beginn an durch die St.-Martinus-Stiftung unterstützt.
Das Verständnis von Jung und Alt soll gefördert und Kontakte generationsübergreifend geknüpft werden. Es gab bereits zahlreiche „prickelnde Begegnungen“ zwischen den Kindern der integrativen Kindertagesstätte Sterntaler und den Bewohnern. Die jüngste Zusammenkunft war eine Besonderheit und selbst im Fernsehen wurde über das Projekt berichtet.
Schäfer Ferdi van Ditzhuysen aus Twisteden besuchte mit einer kleinen Herde seiner Schafe die Projektteilnehmer. Unentgeltlich, weil er das Projekt unterstützen wollte. Rund 40 Sterntaler-Kinder  mit ihren Erziehern und fast alle Bewohner des Katharinenhauses konnten die Mutterschafe mit ihren Lämmern auf der Wiese des Sinnesgartens erleben.
Die Jungen und Mädchen fanden die vorgeführte Hufpflege spannend, fütterten die Tiere mit getrocknetem Brot und testeten die Weichheit des Fells. Auch Hütehündin Lucie bekam viele Streicheleinheiten ab. Für die Bewohner, die nur kurz auf „Tuchfühlung“ mit einem Lamm gingen, war es alleine schon ein Freude, den Kindern bei ihren Erlebnissen zuzusehen.
Eine Bewohnerin meinte: „Da ist alles voller Leben, da kann man genüsslich beobachten und glücklich sein.“ Für den Nachwuchs hatten die Senioren ein individuelles Schäfchen aus Salzteig gemacht und mit Hingabe bemalt. So konnte jedes Kind ein Erinnerungsstück   mit nach Hause nehmen.
Monika Behrens brauchte man nicht zu fragen, ob sie mit dem Ergebnis des Brausepulver-Vormittags zufrieden war. Ihr Gesichtsausdruck war mit denen der Kinder und der Senioren des Katharinenhauses zu vergleichen. Alle strahlten nach dem gemeinsam Erlebten.

Nach 13:0-Sieg: KSV mit einem Bein aufgestiegen

Nur noch ein Schritt fehlt dem Kevelaerer SV zum Aufstieg in die Kreisliga A. Nachdem die Mannschaft von Trainer Ferhat Ökce am Sonntag einen haushohen 13:0-Sieg gegen den GSV Geldern III feierte und zeitgleich der direkte Konkurrent DJK Labbeck-Uedemerbruch mit 0:3 beim TSV Weeze II verlor, ist dem KSV der Aufstieg nur noch theoretisch zu nehmen. 77 Punkte haben die Gelb-Blauen nun gesammelt, bei noch zwei verbleibenden Partien beträgt der Vorsprung nun fünf Zähler. Dank des immens besseren Torverhältnisses würde ein Remis aus beiden Spielen reichen, um den Aufstieg perfekt zu machen. Am Sonntag soll beim Heimspiel gegen den SV Herongen II für Klarheit gesorgt werden, damit die Korken knallen können.
„Ich hätte gegen Geldern mit mehr Widerstand gerechnet“, gab Ökce nach dem Kantersieg im Hülsparkstadion zu. Eine Viertelstunde dauerte es, bis die GSV-Defensive zum ersten Mal geschlagen war, dann brachen allerdings alle Dämme. Marc Swaghoven brachte den Tabellenführer in Front (15.), es folgten Treffer von Lukas Haeßl (21.) und Rustam Kudratow (30.). Bis zur Halbzeit erhöhte der KSV durch David Brinkhaus (39.), Andrea Quarta (42.) und erneut Kudratow (44.) auf 6:0 – der Sieg war da natürlich längst beschlossene Sache. „Wir haben es richtig gut gemacht, haben den Ball laufen lassen“, meinte der Trainer. „Wir waren sehr effektiv, Geldern hat sich früh ergeben und uns das Leben einfach gemacht.“
Nach der Pause ging der Torreigen unbeirrt weiter. Wieder Kudratow (53.), wieder Brinkhaus (58.), wieder Kudratow (67.) – die Gäste aus Geldern fanden gegen die KSV-Offensive einfach kein Mittel. Marcel Peters (68.), Swaghoven (84.) und Kudratow mit seinen Toren fünf und sechs stellten dann das 13:0-Endergebnis her.
Keine Frage, der KSV wollte mit aller Macht demonstrieren, dass die Mannschaft in die Kreisliga A gehört. „Weeze hat uns dann natürlich einen großen Gefallen getan“, freute sich Ökce über den Ausrutscher des Kontrahenten aus Labbeck. Nun also können am Sonntag gegen Herongen die Bier- und Sektflaschen kalt gestellt werden, denn in annähernder Normalform sollte die Hürde für den KSV locker zu meistern sein.

Lena Pauels gelingt mit Werder Bremen der Bundesliga-Aufstieg

Riesen-Jubel in der vergangenen Woche bei Lena Pauels und der Frauenmannschaft des SV Werder Bremen! Mit einem 3:0-Sieg beim SV Meppen machten die gebürtige Kevelaererin und ihre Mitspielerinnen den Aufstieg in die 1. Frauen-Bundesliga perfekt. Damit gelang der 19-Jährigen gleich in ihrem ersten Jahr bei den Norddeutschen der ersehnte Aufstieg in die Erstklassigkeit. Über die Station SGS Essen wechselte die Torhüterin vor der laufenden Saison zu den Grün-Weißen und etablierte sich gleich als Nummer eins zwischen den Pfosten. 16 von aktuell 20 Spielen absolvierte Pauels, zwischendurch hatte sie aufgrund der WM-Teilnahme mit den DFB-Juniorinnen einige Ligaspiele verpasst.
Die neue Heimat Bremen und das neue Team hat die Kevelaererin gleich in ihr Herz geschlossen. „Mir gefällt es richtig gut. Die Mannschaft hat mich gut aufgenommen, wir haben untereinander ein sehr gutes Verhältnis. Ich fühle mich sehr wohl“, bestätigt Pauels. Bereits vor der Saison lautete das Ziel, den Aufstieg klar zu machen. „Dass wir das jetzt geschafft haben, ist für uns alle eine große Sache“, freut sich die 19-Jährige. Bereits zwei Spiele vor Saisonende war alles klar, jetzt geht es im Endspurt noch darum, den ersten Tabellenplatz zu verteidigen und Meister zu werden. „Jetzt wollen wir den Platz ganz oben auch behalten“, meint die Torhüterin. Am vorletzten Spieltag schoss sich Werder mit einem 7:0 beim Herforder SV Borussia Friedenstal warm, im letzten Saisonspiel fällt dann die Entscheidung, wenn Pauels mit dem SVW auf den aktuellen Zweiten VfL Wolfsburg II trifft. „Das ist natürlich eine ganz schwere Aufgabe, aber im Hinspiel haben wir ein Remis erreicht. Unser Anspruch ist es, das Spiel zu gewinnen und Meister zu werden“, gibt sie sich selbstbewusst. Zwei Punkte Vorsprung haben die Grün-Weißen derzeit auf die Wolfsburger.
Eine wirklich gute Saison liegt hinter den Bremer Fußball-Frauen. „Wir haben etwa 90 Prozent der Spiele wirklich gut durchgezogen. Dass man zwischendurch immer mal eine schwächere Phase hat, ist doch ganz normal“, weiß Pauels. Am Ende ist der Junioren-Nationalspielerin das „Wie“ auch egal – „Hauptsache ist, dass wir den Aufstieg gepackt haben.“ Und nun soll nach dem Saisonende die Euphorie mit in die neue Erstliga-Spielzeit transportiert werden. „Ich freue mich, dass ich mit 16 Spielen einen großen Anteil am Aufstieg hatte. So kann es weitergehen“, hofft Pauels. Primäres Ziel in der kommenden Saison: Den Klassenerhalt sichern. „Das ist natürlich das Ziel Nummer eins. Wir müssen gucken, was dann so geht“, sagt sie. Dass Pauels auch in der ersten Liga als Stammtorhüterin eingesetzt wird, steht unterdessen noch nicht zu 100 Prozent fest. „Natürlich ist die Hoffnung groß, dass ich auch nächste Saison die Nummer eins bin. In der Vorbereitung geht es wieder von vorne los, da muss ich mich im Training wieder empfehlen“, sagt die Kevelaererin.
Doch bevor es mit dem SV Werder Bremen ins Abenteuer Bundesliga geht, könnte für Pauels auch bei der Nationalmannschaft noch einiges auf dem Programm stehen. Anfang bis Mitte Juni findet in Deutschland die Qualifikation zur kommenden U19-Europameisterschaft statt, vorher entscheidet sich in einem zusätzlichen Lehrgang, ob Pauels wieder nominiert wird für die Quali-Spiele. „Ich bin guter Hoffnung, dass ich wieder dabei bin. Aber man wird sehen, wie die Nationaltrainerin entscheidet“, geht die Torhüterin die Sache entspannt an. Doch das Ziel ist natürlich, sich gemeinsam mit den U19-Frauen für die im August anstehende EM in Nordirland zu qualifizieren. Denn da will Pauels unbedingt wieder dabei sein, wenn das Trikot mit dem Bundesadler getragen werden darf. Und da nimmt die 19-Jährige wohl auch gerne in Kauf, einige Trainingseinheiten der Vorbereitung in Bremen zu verpassen. Das Projekt Bundesliga und die Juniorinnen-Nationalmannschaft – vor Lena Pauels liegen spannende Monate.

Hauptaufgabe: Einsatz für die Sonntagsöffnung

Auf der letzten Beiratssitzung des Einzelhandelsverbandes Kleve wurde in einer einstimmig verabschiedeten Satzungsänderung die Umstellung vom Delegiertensystem zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen. Auch die in der Satzungsänderung enthaltene Namensänderung „Handelsverband Nordrhein-Westfalen Kreis Kleve“ wurde einstimmig unterstützt. Daneben stand turnusgemäß die Neuwahl des Vorstands auf dem Programm: Hier ist es dem scheidenden Vorstand gelungen, der Beiratsversammlung ein schlagkräftiges Team sowohl aus erfahrenen Personen als auch engagierten jungen Einzelhändlern vorzuschlagen. Wieder gewählt wurden somit als Vorsitzender Alois Lünendonk (Kleve), seine Stellvertreterin Susanne Rexing (Kleve), die gleichzeitig auch Vizepräsidentin des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen ist, und die bisherigen Beisitzer Dieter Jungfer (Rees),  Frau Annegret Welbers (Kevelaer) und Sebastian Kiesow (Kleve). Neu im Vorstand gewählt wurden Frau Astrid Vogell (Kleve) sowie Jörg Thonnet (Goch).
Der gesamte neugewählte Vorstand hat sich als Hauptaufgabe in der näheren Zukunft vorgenommen, sich insbesondere für die Möglichkeiten der Sonntagsöffnungszeiten einzusetzen, die durch diverse Verwaltungsgerichtsentscheidungen in letzter Zeit stark eingegrenzt wurden.

Anmelden für Gartenwettbewerbe

Damit sollen in diesem Jahr die früher blühenden Pflanzen verstärkt in die Bewertung mit einfließen wie zum Beispiel als Gehölze die Rhododendren, Azaleen und der Sommerflieder oder als Stauden die Pfingstrosen und die Lilien. Die Begehung findet in der Zeit vom 6. – 8. Juni 2017 statt. Ebenfalls bewertet werden die Sonder- und Gemeinschaftsleistungen. Für die Anmeldung der teilnehmenden Gärten  und der Sonderleistungen ist wie in allen Jahren zuvor den 64 dem Kreisverband angeschlossenen Ortsvereinen mit dem letzten Rundschreiben  ein Anmeldebogen zugeschickt worden. Ferner können die Anmeldeformulare auch übers Internet unter www.heimatpflege-kreiskleve.de abgerufen werden. Interessenten, die keinem Heimatverein angehören, bitten wir, sich zwecks Anmeldung an einen Ortsverein des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege zu wenden. Die Adressen sind im Internet aufgelistet.
Der ausgefüllte Anmeldebogen ist direkt an den Kommissionsvorsitzenden Franz Hendricks, Rheinstraße 18 in 47533 Kleve-Griethausen zu richten. Die Anmeldungen sollten bis zum 25. Mai erfolgen. Kurzfristigere Anmeldungen sind nur nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden möglich (Tel: 0173-8291563).
Die Urkunden und Geldpreise für die Sieger und Platzierten werden am 21. Oktober 2017 im Rahmen des Jahresabschlussfestes des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege in Geldern – Pont überreicht.

In Zukunft Kevelaer

Kevelaer. Zum 1. August wolle er „voll hier einsteigen“, sagt Bastian Rütten, und das hört sich richtig tatendurstig an. Man darf gespannt sein, denn schon mit seinem bisherigen, ehrenamtlichen Engagement als Autor des Mysterienspiels „Mensch! Maria!“ hat er sich in Kevelaer einen Namen gemacht.
Und er war oft in der Marienstadt. Dabei hat er viele durch seinen besonderen Einsatz und seine Fähigkeit zur Motivation im Zusammenspiel mit Elmar Leenen beeindruckt. Auch Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann. Der hatte schnell eine der zentralen Fragen des Bistums im Hinterkopf: „Wie wird das sein in der Zukunft in so einem Wallfahrtsort? Wie kann man Leute zur Weiterentwicklung der Wallfahrt gewinnen?“ Unter anderem damit wird sich, dem Wunsch des Bischofs folgend, Bastian Rütten in den kommenden Jahren in Kevelaer auseinandersetzen.
Der studierte Theologe mit Doktortitel ist beileibe kein Theoretiker. Der gebürtige Niederrheiner aus Nettetal sagt von sich, er habe eine „katholische Dorfjugend“ verbracht. Er absolvierte nach seiner Fachoberschulreife eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Nach Zivildienst und Fachabitur schlug Bastian Rütten mit dem Studium der Religionspädagogik und Praktischen Theologie an der Katholischen Hochschule NRW in Paderborn die akademische Laufbahn ein. Es folgten Studien der Theologie und Missionswissenschaften an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in St. Augustin bei Bonn. Anschließend arbeitete Rütten als Theologischer Referent für Schulnahe Jugendarbeit in den Diaporabezirken Lahn-Dill-Eder und Wetzlar des Bistums Limburg. 2012 promovierte er mit einer religionspädagogisch-katechetischen Arbeit zum Neuen Geistlichen Lied an der Pädagogischen Hochschule in Karls­ruhe. Er arbeitete als Referent für Spiritualität und Katechese in der Jugendpastoral und ist aktuell auch noch Leiter der Jugendherberge in Nettetal.
In dem niederrheinischen Ort will er mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern auch zunächst wohnen bleiben, sagt der Mittdreißiger. Sein Schreibtisch werde aber künftig in Kevelaer stehen. Aber ein „Schreibtischtäter“ scheint er irgendwie nicht zu sein. Dazu passt, dass er sich neben der Weiterentwicklung der Wallfahrt auch auf zwei weiteren Feldern tummeln wird: in der Pastoral, etwa bei Firmung und Verkündigung sowie in der Wallfahrt bei der Gruppenbegleitung, der Seelsorge und Liturgie.
Der „noch“ Wallfahrtsrektor und baldige Weihbischof Rolf Lohmann jedenfalls freut sich auf die Zusammenarbeit und betont, dass Bischof und Bistum damit auch ein Zeichen gesetzt hätten, wie wichtig die Wallfahrtsorte und deren Zukunft seien.
Und dann ist da ja noch das Mysterienspiel „Mensch! Maria!“ am 10. und 11. Juni. Es gibt viel zu tun. Bastian Rütten wirkt wie einer, der vieles richtig anpackt.

„Big Challenge on Tour“ macht Station auf dem Kapellenplatz

KevelaerAuf der Tour von Amsterdam nach Berlin macht die „Radfahrer-Kette“ von „Big Challenge on Tour“ am Samstag, 13. Mai, in Kevelaer auf dem Kapellenplatz ihren Mittagsstopp. Der Kapellenplatz ist damit erstes Ziel nach Überfahren der deutsch-niederländischen Grenze. Teilnehmen kann jeder, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, gleich ob mit Rennrad, Mountain-Bike, Tourenrad oder auch mit dem „gemütlichen“ Hollandrad. Klein oder Groß können teilnehmen und es sind auch Teilstrecken möglich, um so diese Benefiz-Fahrradtour zu unterstützen. Vor Kevelaer versammeln sich alle Fahrradfahrer an der Hubertuskapelle in Kevelaer-Keylaer um dann gemeinsam das Etappenziel auf dem Kapellenplatz anzusteuern.
Reisesegen vor dem Marienbild
Vom Kapellenplatz geht es nach dem Mittagsstopp und dem Reisesegen weiter  über Kevelaer-Winnekendonk zum Tagesetappenziel in Rees.
“Aktiv gegen Krebs” lautet das Motto von BIG Challenge Deutschland. Der von Landwirten gegründete Verein sammelt mit Radsport-Aktivitäten und weiteren Events Spenden für die Deutsche Krebshilfe. In den letzten drei Jahren seines Bestehens haben etwa 850 Radfahrer und Läufer aus ganz Deutschland insgesamt 686.000 Euro für die Krebshilfe gesammelt.
Radfahrer-Kette von 1.000 km
 Start der Aktion “Big Challenge on Tour” ist am 12. Mai bei der holländischen Krebsstiftung in Amsterdam. Die Radtour führt über mehrere Städte und Dörfer bis zur Ankunft am 21. Mai in Berlin; hier ist das Ziel die Deutsche Krebshilfe. Gemeinsam mit dem niederländischen BIG Challenge-Verein wird das deutsche Team in diesem Jahr hiermit  eine “Radfahrer-Kette” von fast 1.000 Kilometern Länge bilden.
Am 24. Juni ist es wieder so weit
 Die grenzüberschreitende Aktion soll auch dazu dienen, das eigentliche BIG Challenge-Event am 24. Juni in Kevelaer-Winnekendonk bekannter zu machen und neue Teilnehmer zu begeistern. An diesem Aktionstag ist eine etwa 40 Kilometer lange Strecke mehrmals am Tag zu bewältigen.
Fest für die gesamte Familie
An diesem Aktionstag am 24. Juni ist wieder die gesamte Familie eingeladen, wenn es bei den sportlichen Aktivitäten in Kevelaer-Winnekendonk heißt: „Aufgeben kommt nicht in Frage“. Ob mit dem Rad oder als Läufer, ob als Zuschauer oder Sponsor – es gilt durch die Teilnahme Gelder zu sammeln, die den Kampf gegen Krebs unterstützen. „Krebs ist eine Krankheit, die einen von drei Menschen trifft und die für den Betroffenen, seine Familie, Freunde und Kollegen schwerwiegende Folgen hat. Wir setzen uns mit großem Engagement dafür ein, dem Elend und dem Gefühl der Ohnmacht, das durch die Krankheit Krebs verursacht wird, ein Ende zu bereiten. Sie können uns unterstützen – ob als Teilnehmer, Sponsor oder Vereinsmitglied! Seien Sie bei der großen Sportveranstaltung am 24. Juni in Kevelaer-Winnekendonk dabei,“ so der Aufruf der Verantwortlichen von Big Challenge Deutschland.
Der Streckenplan des “Tour-Events” vom 12. bis 19. Mai  sieht folgende Stationen vor: Amsterdam – Wageningen – Rees – Münster – Bad Lippspringe – Göttingen – Nordhausen – Bernburg – Bad Belzig – Berlin. Weitere Infos zur Tour und zum Event am 24. Juni gibt es unter www.bigchallenge-deutschland.de . Auf dieser Seite kann man sich auch als Teilnehmer anmelden.