Aktuelles aus Kevelaer

Motorradfahrer-Wallfahrt steht bevor

Auch in diesem Jahr hoffen die Veranstalter der Motorradfahrer-Wallfahrt (MoWa) wieder auf einen großen Andrang auf dem traditionellen Zeltplatz der MoWa an der Walbecker Straße. Vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2017 werden Tausende Maschinen zur 33. Wallfahrt der Biker erwartet. Damit ist sie eine der größten Wallfahrten im Jubiläumsjahr 375 Jahre Wallfahrt Kevelaer.
Nach bewährter Tradition wird das Programm eine Mischung aus Ausfahrten, Gottesdiensten und Festival beinhalten, wobei in diesem Jahr ein neuer Duft über dem Zeltplatz der Motorradwallfahrt wehen wird. Catering Kanders hat das kulinarische Zepter – oder besser die Grillzange – für die 33. Motorradwallfahrt übernommen und wird die Verpflegung der Motorradwallfahrer in diesem Jahr übernehmen.
Aber nicht nur Essen und Trinken sorgen bei der 33. Motorradwallfahrt dafür, dass Leib und Seele eine Einheit bilden. Gerade die Abschlussfahrt der MoWa am Sonntag mit der Fahrt zum Kapellenplatz und der dort stattfindenden Segnung der Biker und ihrer Motorräder machen deutlich, dass es vielen Bikern auch auf den Schutz von ganz oben ankommt. „Es war für mich im letzten Jahr sehr beeindruckend zu erleben, wie wichtig es den Motorradfahrern ist, dass sie und ihre Maschinen gesegnet werden. Jede einzelne Maschine musste auch Weihwasser abbekommen“, sagt Kaplan Christoph Schwerhoff, der im letzten Jahr zum ersten Mal die Wallfahrt miterlebt hat.
Aus dem Programm der Motorradfahrer-Wallfahrt:
Freitag, 30. Juni
Anreise ab 16 Uhr
Samstag, 1. Juli
ab 13 Uhr Begrüßungskonvoi zum Kapellenplatz mit Andacht
20 Uhr Lichterfahrt zur Gnadenkapelle
Sonntag, 2. Juli
ab 11 Uhr Wortgottesdienst in der Zeltstadt
13 Uhr Abschiedsfahrt und Segnung auf dem Kapellenplatz

Bäderbeirat nimmt Arbeit auf

Nach dem der Rat der Stadt Kevelaer am 30. Mai 2017 die Einrichtung eines Bäderbeirates beschlossen hat, trafen sich die Vertreter der verschiedenen Vereine, Politik und Verwaltung zu einem ersten Meinungsaustausch am 20. Juni 2017. Alle eingeladenen Bäderbeiratsmitglieder folgten der Einladung ins Rathaus.
Neben dem gegenseitigen Kennenlernen stand die Frage nach dem Fortschritt des Mehrzweckbeckens im Vordergrund des Treffens. Der Abteilungsleiter Sport, Ulrich Berns, informierte hierzu über den aktuellen Sachstand. Ab Mai 2018 ist damit zu rechnen, dass das Hallenbad aufgrund der Anbau- und Renovierungsarbeiten zunächst nicht zur Verfügung stehen wird. Ob und welche Angebote aus dem Hallenbad über die Sommermonate im Freibad stattfinden können, soll in der kommenden Sitzung, im September erörtert werden.
Das Foto zeigt die Teilnehmer der ersten Bäderbeiratssitzung: Jürgen Hendricks (FDP), Paul Verheyen (KBV), Michael Kamps (CDU), Ulrich Hünerbein-Ahlers (Grüne), Angelika Ripkens und Hanni Lutz von der Behinderten Sportgemeinschaft und Herbert van Bühren und Werner Pfeiffer von der DLRG. Für die KSV Schwimm- und Wasserballabteilung nahm Winfried Stelzer teil. Die Rheumaliga wurde von Gerti Selders vertreten. Ebenso nahm der Vorsitzende des Bädervereins, Klaus Schürmanns, teil. Seitens der Verwaltung unterstützen Bürgermeister Dr. Dominik Pichler, Schwimmmeister Helmut Langenberg, aus dem Sportamt Ulrich Berns und Marion Heuvelmann sowie der Beigeordnete Marc Buchholz den Bäderbeirat.

Weihbischof Wilfried Theising in Malteser Ritterorden aufgenommen

Während eines feierlichen Gottesdienstes in der Kevelaerer Marienbasilika sind 16 Frauen und Männer in den Malteser Ritterorden aufgenommen worden. Unter ihnen war Weihbischof Wilfried Theising, der Offizial in Vechta ist. Die Malteser waren zum Hochfest ihres Ordenspatrons, Johannes der Täufer, zur Generalversammlung der Deutschen Assoziation ihres Ordens am 17. Juni an den Niederrhein gekommen. Die neuen Mitglieder verpflichteten sich in der Aufnahme-Zeremonie unter anderem dazu, für Kranke und Hilfsbedürftige „nach Kräften zu sorgen“. Dazu traten sie mit ihren Paten vor den Altar, wo sie schließlich das Malteserkreuz in Empfang nahmen, um so Ritter, Dame oder Kaplan des Ordens zu werden.
Bischof Dr. Felix Genn, der zu dem Gottesdienst aus Münster in die Marienstadt gekommen war, deutete in seiner Predigt auf die Verbindung zwischen dem Wallfahrtsort und den Maltesern hin. Maria werde, erklärte Genn, als „Trösterin der Betrübten“ verehrt, wobei auch die Übersetzung „Trösterin der Angeschlagenen“ richtig sei. „Wie viele Menschen“, fragte Genn, „sind seelisch oder leiblich angeschlagen?“. Viele Menschen würden mit ihrem Leid und ihrer Not nach Kevelaer kommen, um ihre Anliegen vor Maria zu bringen.
Genn verwies auf die Dienste, die die Malteser etwa in Krankenhäusern, Hospizen und allgemein in der Sterbebegleitung leisten. „So viele von Ihnen sind Tröster von angeschlagenen Menschen“, wandte sich der Bischof direkt an die Helfer. Doch auch als Helfer sei man oft angeschlagen und verwundet, sagte Genn weiter“. Helfer würden sich dadurch verwundbar machen, dass sie sich im Herzen von Not und Leid, die ihnen begegnen, treffen lassen, statt ihnen mit kühler Objektivität zu begegnen. „Sie sind betroffen und leiden mit“, sprach der Bischof die Malteser an: „Wir geben Trost und wir brauchen Trost. Sie nehmen ihn aus der Kraft des Glaubens und Gottes Wort.“
Neu in den Orden aufgenommen wurden: Cecilia Gräfin von Bernstorff, Maria Freifrau von Boeselager, Carlotta Freifrau von Canstein, Max von Doder, Stephanie Fischer-Stabauer, Dr. Matthias Fischer-Stabauer, Florian Graf von und zu Hoensbroech, Monsignore Dr. Michael Kahle, Dr. Donatus Kaufmann, Dr. Rainer Löb, Sebastian Lutz-Bachmann, Agnes von Natzmer, Frank Schira, Weihbischof Wilfried Theising, Antonia Freiin von Weichs zur Wenne und Richard von Wietersheim.

Sexuelle Belästigung / 19-Jähriger belästigt drei Mädchen im Freibad

Am Donnerstag (22. Juni 2017) gegen 17.30 Uhr meldeten sich drei Mädchen aus Kevelaer (zwei sind 14, eine 15 Jahre alt) beim Bademeister des Freibades, weil sie von einem 19-jährigen Syrer mit Wohnsitz in Kevelaer sexuell belästigt worden waren. Der 19-Jährige hatte die Mädchen über einen längeren Zeitraum regelrecht gestalkt und sie mehrfach im Schwimmbecken sexuell belästigt, indem er sie unsittlich, zumeist am Po, berührt hatte. Der Bademeister verständigte die Polizei, die den 19-Jährigen im Freibad antraf. Die Beamten leiteten gegen ihn ein Strafverfahren wegen Sexueller Belästigung ein und erteilten ihm einen Platzverweis. Durch das Freibad wurde gegen ihn ein Hausverbot auf unbegrenzte Zeit ausgesprochen. Eines der Mädchen (14 Jahre alt) zitterte aufgrund der Belästigung am ganzen Körper. Sie wurde wegen ihrer Kreislaufprobleme mit dem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei informierte die Eltern der Mädchen.

Ein Kevelaerer Original – Opa kehrt zurück

Wer kennt ihn nicht, den freundlichen älteren Herrn, der seinen verträumten Blick in den Himmel gerichtet hat und auf seinen Bus wartet. Viele Kevelaerer haben den Opa richtig lieb gewonnen und ihn sehr vermisst. Lange war er, an seinem angestammten Platz an der Bürgerbushaltestelle in der Friedenstraße, nicht mehr gesehen worden und viele Kevelaerer sorgten sich, ob er überhaupt jemals wieder käme.
Ganze fünf Jahre war er nicht mehr gesehen worden, denn ihm wurde mehrfach böse mitgespielt und man hatte ihm Schaden zugefügt. Zuletzt in 2012, damals rissen ihn geistige Tiefflieger aus der Verankerung und fügten ihm dabei gleich mehrere Frakturen zu. Trude und Rainer Bodenstein, die den Opa bereits 1997 vor ihrem Haus in der Friedenstraße aufstellten, beschlossen, dass Opa erst einmal von der gefährlichen Straße musste. Lange war nicht klar, wie es mit „Willi“ oder „Werner“ (so wird er von Kevelaerern auch genannt) weitergeht, oder ob er überhaupt nochmals wieder kommt.
“Eigentlich wollten wir vor 20 Jahren ein Betonschaf haben, aber als wir bei der Künstlerin ‘meinen Opa’ sahen, da war es um uns geschehen”, erinnert sich Trude Bodenstein.
Heute war es dann endlich so weit, Opa ist zurück. Er wurde von der Nachbarschaft Friedenstraße und Freunden gebührend empfangen.
Auf Nachfrage des KB, konnten wir erfahren, dass Opa nach seiner langen Rekonvaleszenz auch auf Reisen war. Und das hat ihm richtig gut getan. So erspähten ihn Kevelaerer vor kurzem noch auf dem Flachsmarkt Burg Linn, wo er in Begleitung einer älteren
(Beton-)Dame mit Flamingos gesehen wurde. Opa wurde in vielen Stunden hingebungsvoller Pflege aufgepäppelt, neu eingekleidet, mit einer schicken Brille versehen und ein wenig geschminkt. Jetzt erstrahlt er in neuem Glanz und schaut wieder gedankenverloren in den Kevelaerer Himmel.

Kevelaer hält zusammen – Wir vor Ort

Im Rahmen der Maßnahme “NRW hält zusammen – für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung” hat für die Stadt Kevelaer eine Fragebogenaktion stattgefunden, um sozialraumbezogene Daten mit dem Schwerpunkt ‚Familienarmut und Kinder- und Jugendarmut in Kevelaer‘ zu ermitteln. Aus der Gruppe der Schüler ab der 7. Klasse hat eine große Zahl an der Fragebogenaktion der Stadt Kevelaer teilgenommen, den Fragebogen ausgefüllt und sich als „Experte für den Stadtteil/die Ortschaft“ zurückgemeldet.
Alle diese „jungen Experten“ haben bereits eine Einladung erhalten zu der Veranstaltung “Kevelaer hält zusammen – Schüler-Experten-Forum” am Mittwoch, 28. Juni 2017, von 18.30 bis 20 Uhr im Forum der Öffentlichen Begegnungsstätte, Bury-St. Edmunds Str. 7, 47623 Kevelaer.
“Gerne möchten wir die ,jungen Experten’ kennenlernen und erfahren und diskutieren, wie junge Menschen sich die Zukunft in Kevelaer vorstellen. Auf die Ideen und Anregungen sind wir gespannt”, erklärt Vanessa Freienstein vom Jugendamt der Stadt Kevelaer. Für Getränke und eine Snack werde gesorgt.
Sollten junge Menschen ab der 7. Klasse (bis 22 Jahren) ebenfalls Interesse haben an dem Projekt mitzuarbeiten, werden sie gebeten, sich zu der Veranstaltung anzumelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Ein Anmeldevordruck steht auf der Homepage der Stadt Kevelaer zur Verfügung (diesen ausgefüllt im Briefkasten am Rathaus, Peter-Plümpe-Platz 12 einwerfen) oder einfach eine E-Mail an vanessa.freienstein@stadt-kevelaer.de senden.
Die Veranstaltung mit Fachvortrag, die für den 28. Juni 2017 vorgesehen war, fällt aus und wird zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt.

Integration – ein Puzzle ohne vorgeprägte Teile

Wie können Berührungspunkte in gesellschaftlichen und beruflichen Strukturen für Zugewanderte, Dorfbewohner und Arbeitgeber in der Region nachhaltig gestaltet werden? Mit dieser Leitfrage setzten sich rund 30 Engagierte zwischen 17 und 65 Jahren aus Sportvereinen, Sozialverbänden, berufsständischen Einrichtungen, Verwaltung und Ehrenamt in einer Halbtagsveranstaltung in verschiedenen Workshop-Einheiten auseinander. „Vernetzung und Kooperation“ sind zentrale Ansätze sowohl in der LEADER-Region „Leistende Landschaft“, bestehend aus den Kommunen aus Geldern, Kevelaer, Nettetal und Straelen, als auch beim Kreissportbundes Kleve e.V. So entstand die Idee, mit einer gemeinsamen Veranstaltung eine Plattform für Akteure aus der gesamten Region anzubieten: „Zuwanderer willkommen – Integration und Qualifikation in Sport und Grünen Berufen“.
Bei Cross-Boccia, Mini-Tischtennis, Disc-Golf und einer persönlichen Weltreise, boten sich den Teilnehmenden zahlreiche Gelegenheiten, spielerisch miteinander in Kontakt zu kommen. Darüber hinaus erlangten die Teilnehmer, auch durch ausgelegte Flyer und Informationsbroschüren, einen Überblick über bestehende Aktivitäten und Formate in der Region sowie Bedarfe im Bereich der Integration.
Zum zentralen Bild für den Integrationsprozess in der Region entwickelte sich im Laufe des Nachmittags das Puzzle. Deutlich wurde, dass das zu gestaltende Bild der Integration ein dynamisches bleibt, bestehend aus zahlreichen, gestaltbaren Teilen: Wertschätzung und Austausch, Einstellungen und Perspektiven, Begriffswahl und Sprache, Kultur und Dorfgemeinschaft, Qualifikation und Arbeitskräftebedarf. Entscheidend geprägt wird dieser Prozess durch die Initiativen von Ehrenamt, Arbeitgebern, Organisationen und von kommunaler Seite. Auf Wunsch der Teilnehmer sollen verschiedene Aktivitäten weiter vernetzt und regional als ein Markenzeichen der gelebten Willkommenskultur weiter gestärkt werden, z.B. durch Facharbeitsgruppen, zielgruppenorientierte Informationsveranstaltungen, informelle Stammtische vor Ort und die Entwicklung von Projektideen.
Begrüßt wurden die Teilnehmer in der Zweifachturnhalle „Auf der Hüls“ von Kevelaers Bürgermeister Dr. Dominik Pichler, der stellvertretenden Vorsitzenden und Präsidentin der Rheinischen Landfrauen Margret Voßeler und dem Vorsitzenden des Kreissportbundes, Lutz Stermann. Der erste Bürger der Stadt Kevelaer lobte das Engagement der Ehrenamtlichen, das bereits zahlreiche gute Beispiele gelingender Integration hervorbringe. Die Veranstaltung sei ein weiterer, fruchtbarer Ansatz zur Kooperation und Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund in der Region.
Auch Voßeler stellte die Menschen in den Mittelpunkt: „Wir brauchen nicht in erster Linie Gesetze und Vorgaben, sondern Ideen und Kreativität und vor allem Menschen wie Sie, die bereit sind, mehr zu tun als ihre Pflicht“. Sie unterstrich, dass der spezifische Arbeitskräftebedarf in der Region nur durch externe Arbeitskräfte gedeckt werden kann.
Der Vorsitzende des Kreissportbundes Kleve, Lutz Stermann, betonte: „Für Integration genügt bereits ein Ball“. Am Beispiel des Fußballspielens führte er aus, wie Begeisterung und Wertschätzung durch den Sport Menschen unterschiedlicher Länder und Kulturen zusammenführt – allein durch nonverbale Kommunikation. Stermann legte ein Plädoyer für den Mehrwert von Netzwerken ab.
Um einen respektvollen Umgang und gegenseitige Akzeptanz ging es in dem Einführungsvortrag „Orientierung und Sicherheit – Kulturunterschiede verstehen“ von Rohilai Danishjoo vom St.-Josef-Stift, Wachtendonk und dem von ihr moderierten Workshop. Die aus Afghanistan stammende Diplom-Politologin machte deutlich, dass Integration die Gesellschaft und jeden Einzelnen herausfordert, sich zu verändern und die eigene „Wohlfühlzone“ zu verlassen. Auch mit Blick auf ihre eigene Vita, forderte sie nachdrücklich dazu auf, einseitige Erwartungen zu überdenken und Menschen mit Migrationshintergrund in der Diskussion „mit an den Tisch zu bringen“.
In weiteren Vorträgen und Workshop-Einheiten wurden Beispiele der Qualifizierung und Vermittlung von Menschen mit einem Migrationshintergrund in Ausbildung und Beruf thematisiert. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die sogenannten „Grünen Berufen“, z.B. in Gärtnereien, Garten–, Landschafts- und Sportplatzbaubetrieben (GaLaBau) und in der Landwirtschaft. Der Willkommenslotse der Deula in Warendorf, Theo Wöstmann, informierte über seine Erfahrung sowie Theorie und Praxisinhalte des elfmonatigen Seminars „Welcome to WiN – Work in Nature“, das Flüchtlinge auf eine Tätigkeit in diesen Berufen vorbereitet. Bildungsberaterin Maria Reidick von der Deula in Kempen ergänzte den Vortrag um die Vorstellung der Modulqualifizierung im GaLaBau „Grünpflegegeräte einsetzen – Bautechnik – Wegebau“, die ab dem Herbst 2017 am niederrheinischen Schulungsstandort geplant ist. In dem Workshop „Nachhaltige Integration – Wege in den Beruf“ diskutierten die Teilnehmer unter Leitung von Boris Gulan von der Agentur für Arbeit, Wesel, vertieft das Thema der beruflichen Integration im ländlichen Raum und die Herausforderungen.
Einen weiteren thematischen Schwerpunkt bildete die Integration im Sport. Der Integrationsbeauftragte des Kreissportbundes Kleve, Marcel Ernst, stellte die breite Palette von Fördermöglichkeiten im organisierten Sport vor. Im anschließenden Workshop zeigte er verschiedene Möglichkeiten für Kooperationen zwischen Schulen, dem organisierten Sport und Integrationsakteuren auf. Als gutes Praxisbeispiel stellte Uwe Tebeck die Aktivitäten des SV Issum vor, der als sogenannter Stützpunktverein durch das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ gefördert wird.
Die Regionalmanagerinnen Simone Schönell und Ute Neu informierten auf der Basis der Regionalen Entwicklungsstrategie der Region über die Projektförderung in LEADER und zeigten gute Praxisbeispiele auf. In einer Arbeitseinheit wurden neue, integrative Ansätze für die Region diskutiert, die es nun weiterzuentwickeln gilt.

Katholiken aus 40 Herkunftsländern pilgern nach Kevelaer

Unter dem Motto „Mit Maria. Gottes Wort leben!“ haben am 18. Juni etwa 850 Mitglieder aus den Missionen und Gemeinden anderer Muttersprache im Bistum Münster an der Wallfahrt nach Kevelaer teilgenommen. Die Wallfahrt findet alle zwei Jahre statt und es beteiligen sich Katholiken aus über 40 Herkunftsländern, die im Bistum Münster leben.
Bei strahlendem Sonnenschein schickte Weihbischof Dieter Geerlings, Bischöflicher Beauftragter für die Katholiken anderer Muttersprache, gegen Mittag die große Gruppe der Wallfahrer auf den Weg. An der Hubertuskapelle in der Bauernschaft Keylaer forderte er sie auf, sich mit Maria auf den Weg zu machen und Jesus, dem Licht und der Hoffnung der Welt, zu folgen.
Nach der Fußwallfahrt von etwa drei Kilometern Länge vertrauten sich die Beteiligten auf dem Kapellenplatz zunächst dem Gnadenbild der Maria an, die in Kevelaer als Trösterin der Betrübten verehrt wird. Sie baten um Versöhnung aller Völker und um den Frieden für die ganze Welt. Der anschließende Gottesdienst in der Basilika wurde in vielen Sprachen international gefeiert. Weihbischof Geerlings beschrieb in seiner Predigt Maria als eine Frau, „die offen und ansprechbar war – auch für Gott.“ Das sei nicht selbstverständlich und nicht einfach.
In Maria würden die Menschen erkennen, dass Gott bei ihnen sei und bleibe. Dieser Glaube helfe den Menschen, mit allen Schwierigkeiten, Dunkelheiten, Krankheiten und Grenzen zu leben. „Und dann treffen wir Maria, die Mutter Jesu, mit den anderen nach der Auferstehung im Abendmahlsaal. Da kommt das Wunder von Pfingsten. Und dieses Wunder ist auch heute hier anwesend: Menschen verstehen sich. Über Sprachgrenzen und Nationalitäten hinweg verbindet sie ein Glaube. Jeder darf seine eigene Sprache sprechen, seinen Dialekt, und wird trotzdem verstanden“, sagte Geerlings.
Nach dem Gottesdienst wurde die gemeinsame Wallfahrt fortgesetzt mit einem interkulturellen Fest der Nationen im Forum Pax Christi. Dabei wurden kulinarische Spezialitäten aus allen Herkunftsländern geteilt, Gesänge und Tänze aus den unterschiedlichen Kulturen wurden vorgetragen. Am Ende des Festes sandte der Weihbischof die Pilger noch einmal auf den Weg aus und stellte sie und ihre Angehörigen unter den Segen Gottes.

Dirk Faßbender – Mein Kevelaer

Was schätzen Sie an Kevelaer?
Mir gefällt an Kevelaer, dass es eine Stadt im Grünen ist und dass es in der Umgebung viele Ausflugsmöglichkeiten gibt. Ich habe früher jahrelang in einer Großstadt gelebt, da lernt man auch die Ruhe in Kevelaer sehr zu schätzen.
Für einen Tag Bürgermeister von Kevelaer. Welches Problem würden Sie als erstes in Angriff nehmen?
Hm. Zu sagen, dies und das würde ich anders machen, erscheint mir anmaßend. Ich denke, ich würde die Fachbereichsleiter einberufen und mich bei ihnen erkundigen, wo in Kevelaer der Schuh am ehesten drückt. Dann wäre zu überlegen, welche der Missstände sich eventuell ausräumen lassen. Was mir sehr gut gefällt, sind Think Tanks, wie es sie beispielsweise in den USA gibt, also Berater, die dem Präsidenten zur Seite stehen und strategische Pläne erstellen. Eine nachahmenswerte Idee.
Was sollte ein Besucher auf jeden Fall gesehen bzw. unternommen haben?
Das Kevelaerer Museum, absolut sehenswert. Ferner die Oldtimerrundfahrt und die Heideblüte in den Maasdünen. Natürlich gäbe es noch weitere…

Unterwegs auf Schusters Rappen

„Wir erleben die Natur in vier Jahreszeiten“, sagt eine Teilnehmerin der Wandergruppe Grünes Tor. Auch, wenn das Tor zu Pastors Garten am Basilika-Parkplatz nach der Restaurierung nicht mehr grün ist, der Name der Wandergruppe, die seit 1992 besteht, ist geblieben.
Zu den regelmäßigen Wanderungen und Ausflügen (immer am dritten Samstag im Monat um 13 Uhr) trifft sich hier regelmäßig die „Wandergruppe Grünes Tor“. Gerdrud Ophey erzählt ein wenig von der tollen Truppe, die gemeinsam auf Schusters Rappen die Welt erkundet.
Vor 25 Jahren wollte man von Luxemburg bis nach Kevelaer wandern. Hubert Rogmann führte damals alle Gruppen. 1992 wurde diese Idee in die Tat umgesetzt. Mit Maria Wubben wandert sogar eine der damaligen Teilnehmerinnen heute noch mit. Die Organisation hat nun Hans-Gerd Op de Hipt übernommen. Und es klappt alles sehr gut, auch ohne ein Verein zu sein. Bei jeder Wanderung gibt es einen neuen Wanderführer, der die Route plant.
So starteten unlängst 32 Naturverbundende, um am Reindersmeer in den Niederlanden zu wandern.
Das Gebiet ist Teil des Nationalparks „De Maasduinen“. Die acht Kilometer lange Route verlief teilweise am See entlang und teilweise über Heidefelder und durch Wald. Unterwegs kamen die Wanderfreunde an Picknickstellen und einer Vogelbeobachtungsstation vorbei.
Wer mitwandern möchte, kann jederzeit zu der Gruppe hinzustoßen. Teilnehmer ohne eigenes Fahrzeug können zu den Ausgangspunkten mitgenommen werden. Die Wanderungen werden unter „Jahreszeiten“, als Service des Verkehrsvereins Kevelaer in Zusammenarbeit mit dem Kevelaer Marketing bekanntgegeben und stehen im Veranstaltungskalender.