Aktuelles aus Kevelaer

Stadt Kevelaer fördert Mehrgenerationenhaus im Klostergarten

Das Mehrgenerationenhaus im Klostergarten Kevelaer kann seine Arbeit auch im Jahr 2016 fortführen. Kevelaers Bürgermeister Dr. Dominik Pichler überbrachte am Mittwoch der Caritas als Träger die Zusage der Stadt zur Kofinanzierung des Mehrgenerationenhauses in Höhe von 10.000 Euro, die der Rat der Stadt beschlossen hatte. Damit können gleichzeitig Bundesmittel in Höhe von 30.000 Euro abgerufen werden, um den laufenden Betrieb sicherzustellen.

„Wir freuen uns, dass die Stadt Kevelaer die zukunftsweisende Arbeit, die hier im Mehrgenerationenhaus geleistet wird, würdigt“, bedankte sich Caritas-Vorstand Andreas Becker für die Förderung. Und Bürgermeister Dr. Dominik Pichler erklärte, das Mehrgenerationenhaus sei ein wichtiges Element in der Stadt, um das Miteinander von Jung und Alt zur fördern.

Das Mehrgenerationenhaus Kevelaer wurde 2009 gegründet und bildet seither den Mittelpunkt des barrierefreien Wohnquartiers Klostergarten. Dort finden Menschen aller Generationen den Raum für aktiv gelebte Nachbarschaft und Gemeinschaft. Dazu zählen Singkreis und Handarbeitskreis, aber auch Angebote wie Yoga, Sportkurse, Gedächtnistraining, das Demenzcafé, Integrations- und Deutschkurse, Beratungsangebote und noch einiges mehr. „Das Mehrgenerationenhaus hat sich gerade in den letzten Jahren deutlich besser entwickelt, als wir es zu Anfang gehofft hatten“, sagte Kristopher Kroll, der für die Caritas die Aktivitäten des Mehrgenerationenhauses koordiniert. „Längst werden die Angebote nicht mehr nur von Menschen aus dem Klostergarten selbst wahrgenommen. Das Mehrgenerationenhaus hat sich zu einem Treffpunkt für den ganzen Stadtteil entwickelt“, so Kroll.

So bringt das Mehrgenerationenhaus gerade in Zeiten, wo die Fragen des demografischen Wandels immer drängender werden, Menschen jeden Lebensalters wieder näher zusammen, um so Verständnis, Toleranz und Hilfsbereitschaft unter den Generationen zu fördern.

Jahreshauptversammlung der LLG Kevelaer

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung hatte der Vorstand ins Hotel „Zum Löwen“ auf der Amsterdamer Straße eingeladen. Der 1. Vorsitzende Peter Wasser konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen; einige davon kamen leicht verspätet, da sie kurz vorher noch beim Winnekendonker Golddorflauf gestartet waren.

In seinem Bericht gab Peter Wasser einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr, insbesondere den Kevelaer-Marathon vom Januar 2016, der in jeder Hinsicht ein voller Erfolg gewesen war – mit 500 Meldern hatte es hier einen neuen Rekord gegeben, auch der Streckenrekord bei den Damen war nach 13 Jahren endlich geknackt worden. In Kürze werden bereits die Vorbereitungen für die nächste Ausrichtung beginnen, die am Sonntag, 9. Januar 2017 stattfinden wird.

Turnusgemäß stand die Neuwahl des Vorstands an. Der 1. Vorsitzende Peter Wasser, die 2. Vorsitzende Angelika Mölders und Schriftführer Thomas Rauers wurden einstimmig (bei jeweils einer Enthaltung) wiedergewählt. Kassiererin Petra Kox gab ihr Amt nach acht Jahren auf; zu ihrer Nachfolgerin wurde ebenfalls einstimmig Vera Eskes gewählt. Der ebenfalls neu gewählte Vergnügungsausschuss besteht nun aus Hiltrud van Nooy und Heinz-Peter Renkens; als Nachfolger für die ausscheidende Kassenprüferin Maria Scherf wurde Norbert Billion gewählt. Peter Wasser verabschiedete die ehemalige Kassiererin Petra Kox sowie die vormaligen „Feten-Planer“ Vera Eskes und Norbert Billion mit einem kleinen Präsent.

Nach einem kurzen Ausblick auf die kommende Laufsaison beendete Peter Wasser die harmonisch verlaufene Versammlung; im Anschluß startete die traditionelle Helferfete für alle, die den letzten Kevelaer-Marathon durch ihre tatkräftige Unterstützung erst möglich gemacht hatten.

Weitere Informationen zum Verein – auch zu Trainingszeiten und -treffpunkten – finden sich im Internet unter www.llg-kevelaer.de.

Kevelaerer SV kassiert klare Niederlage

Eine am Ende zu deutliche 1:4-Heimniederlage musste der Kevelaerer SV mit Trainer Ferhat Ökze am Sonntag gegen den Tabellenzweiten SV Arminia Kapellen-Hamb einstecken. Zwar konnte man nach einer Kapellener Führung noch einmal ausgleichen, doch am Ende entschieden eine Unachtsamkeit gleich nach Wiederanpfiff und zwei fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen die Partie zu Gunsten der Gäste.

Nach 20 Minuten konnte Kapellen das erste Mal in Führung gehen, doch der KSV blieb in Halbzeit eins bissig und auf Augenhöhe und konnte nach 34 Minuten durch Lukas Haeßl zum Ausgleich kommen. Bis zur Halbzeit blieb es bei dem Ergebnis. „Direkt nach dem Anstoß haben wir dann riesige Abstimmungsprobleme in der Defensive und Kapellen kommt direkt zum 1:2. Das war der Knackpunkt“, meinte Ökze, der aufgrund der Verletzung von Dennis Hermens als Innenverteidiger agierte. „Die anderen beiden Tore waren dann sehr fragwürdig“, so Ökze. Zunächst kamen die Gäste nach einer Flanke, die wohl im Toraus war, zum dritten Treffer. In der 79. Minute entschied der Schiedsrichter dann auf Elfmeter, obwohl ein Foulspiel klar außerhalb des Strafraums begangen worden war.

„Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Wir haben alles reingehauen und hatten auch unsere Chancen, am Ende war Kapellen einfach abgezockter“, sagte Kevelaers Trainer. Weiter geht es für den Tabellenvierten KSV am Sonntag beim Auswärtsspiel beim FC Aldekerk II, die auf Platz acht der Tabelle stehen. „Wir sind seit drei Spielen ohne Sieg und haben zu viele Gegentore bekommen. Jetzt haben wir mal wieder etwas vor, wir müssen uns freimachen von den vergangenen Spielen und dürfen nicht in einen Negativstrudel geraten“, gibt Ökze die Marschroute vor. Jan Aben

KoBü-Flimmern “Im Universum”

Unter dem Motto „Im Universum“ findet am Freitag, 29. April, erneut das „KoBü-Flimmern“ im Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer statt. Um 17.00 Uhr beginnt der Kinotag für die jungen Gäste mit einer außerirdischen Abenteuerkomödie. Das Programm für Erwachsene beginnt um 20.00 Uhr mit einem Science-Fiction-Film, in dem ein auf sich allein gestellter Botaniker versucht auf dem Mars zu überleben.

Ein vermeintlich unentdeckter Planet

Für Kinder und Jugendliche zeigt das Kevelaer Marketing um 17.00 Uhr einen Film über einen amerikanischen Astronauten namens Captain Charles Baker, der denkt, er wäre der erste Mensch, der einen Fuß auf den unentdeckten Planeten setzt. Zu seiner Überraschung muss er jedoch feststellen, dass der Planet bereits von kleinen grünen Männchen bewohnt wird, die ein glückliches Leben mit Barbecue-Partys und weißen Lattenzäunen führen. Ihre einzige Angst ist, dass sie von außerirdischen Eindringlingen überfallen werden – Eindringlingen wie Chuck! Mit der Hilfe seines Roboterkameraden „Rover“ und seinem neuen Freund Lem, muss sich Chuck seinen Weg durch die schillernde und verwirrende Landschaft des Planeten bahnen. Er versucht dem Schicksal zu entkommen und kein Ausstellungsobjekt im „Weltall-Museum der außerirdischen Eindringlinge“ zu werden.

Überleben auf dem roten Planeten

Für Erwachsene folgt um 20.00 Uhr ein Film über die Rettung eines auf dem Mars verschollenen Mannes. Während durch einen gewaltigen Sandsturm die NASA-Basisstation evakuiert werden muss, wird der Botaniker Mark Watney fortgerissen und für tot erklärt. Da der immer stärker werdende Sturm die Landefähre zu zerstören droht, gibt Commander Lewis schweren Herzens den Befehl, die Suche nach Watney abzubrechen und mit den verbliebenen vier Crewmitglieder zu starten. Aber Watney hat überlebt und versucht nun alleine auf dem Planeten zu überleben. Mit seinem Einfallsreichtum und seinem Überlebenswillen, findet er einen Weg, der Erde zu signalisieren, dass er noch lebt. Millionen Meilen entfernt arbeiten die NASA und ein Team von internationalen Wissenschaftlern unermüdlich daran, Mark Watney heim zu holen. Gleichzeitig planen seine Crewmitglieder eine waghalsige, wenn nicht gar aussichtslose Rettungsmission. Während dieses Vorhaben allen Beteiligten unglaublichen Mut abverlangt, rückt die Welt zusammen, um Watneys Rückkehr sicher zu stellen.

Die Filmtitel dürfen aus lizenztechnischen Gründen nicht öffentlich genannt werden. Diese können beim Kevelaer Marketing unter der Telefonnummer 0 28 32 / 122-988 erfragt werden und sind der Plakatierung im Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer zu entnehmen. Sie können auch Ihre E-Mail Adresse zur Verfügung stellen und das Team des Kevelaer Marketing informiert Sie regelmäßig über das Kinoprogramm.

Die Eintrittskarten für die Vorstellungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „KoBü-Flimmern“ sind zu einem Kostenbeitrag von 1,00 Euro für alle Vorstellungen im Vorverkauf beim Kevelaer Marketing im Erdgeschoss des Rathauses, Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer, Tel.-Nr.: 0 28 32 / 122-150 bis -153, oder an der Tages- und Abendkasse erhältlich.

Claudio Monteverdis Marienvesper als szenisch-dramatischer Entwurf

Die Basilikamusik Kevelaer kündigt in diesem Jahr ein außergewöhnliches Konzert zur Eröffnung der Wallfahrt an. Darin wird das marianische Werk der Musikgeschichte schlechthin zur Aufführung gelangen: die Marienvesper des italienischen Barockkomponisten Claudio Monteverdi.

In das Werk, seinen historischen Kontext, der in enger geistiger Verwandtschaft zur Entstehung der Kevelaer-Wallfahrt anzusehen ist, sowie seine musikgeschichtliche Bedeutung wird der Kevelaerer Chordirektor Romano Giefer in einem Vortrag mit zahlreichen Klangbeispielen einführen.

Claudio Monteverdi erfand mit seiner Marienvesper im 17. Jahrhundert eine ganz neue Art von Kirchenmusik, die gegenüber der Musik eines Palestrina oder Orlando di Lasso bis dahin unbekannte Dimensionen eröffnete. Monteverdi, der als Begründer der Oper gilt, entwarf in seiner Musik zu Ehren der Gottesmutter eine szenisch-dramatische Klangrhetorik, deren Gemütswallungen man förmlich mit Händen greifen kann. Er verstellte damit sozusagen den Sender am Radio der Musikgeschichte. Als Zuhörer kann man sich der Unmittelbarkeit und Anschaulichkeit dieser Musik kaum entziehen. Und genau darin liegt ihre geistige Verwandtschaft zur Kevelaer-Wallfahrt.

Deren Dreh- und Angelpunkt ist ein postkartengroßes Bild, vor das die Menschen auf Augenhöhe treten und es auf Du und Du ansprechen können. In diesem Geist steht auch Monteverdis Marienvesper, eine der menschlichen Seele unmittelbar zugewandte Musik. Die altehrwürdigen biblischen Texte werden darin in einer Art und Weise deklamiert, die den Zuhörer vor allem über den Affekt erfasst. Hinzu kommt eine bewundernswerte Unvoreingenommenheit dieser Musik für das Neuartige und Ungewöhnliche ihrer Zeit, die sie zeitlos modern und höchst aktuell macht.

Mittwoch, 20. April 2016, 20 Uhr
Musiksaal der Basilikamusik Kevelaer, Amsterdamer Straße
Romano Giefer – Chordirektor an St. Marien Kevelaer
Eintritt frei

Geisterstadt LuGa

Dat muss ich jetzt aber mal loswerden! Wenn ich so durch mein geliebtes Kevelaer laufe und mir alles so begucke, dann tut mir so mancher Anblick in meiner Kaufmannsseele weh. Statt florierendem Handel macht so manches Ladenlokal dicht. An die Leerstände auf der Amsterdamer Straße habe ich mich schon fast gewöhnt, aber nun gibt es
 auch anderenorts immer 
öfter leergefegte Räumlichkeiten.

Damit es besser aussieht, ist man auf die Idee gekommen, die Schaufenster als Ausstellungsort
 für Kunstwerke ansässiger Maler, Fotografen und sonstiger Künstler herzugeben. Ist ja ganz nett, aber ich denke da eher wirtschaftlich. Ohne Moos nix los!

Mein letzter Gang durch die LuGa hat mich erschüttert. Es hatte mal so schön angefangen und es sollte was ganz Großes werden. Aber jetzt? Fast alles weg! Kein gemütliches Café, keine Apotheke, kein Bücherladen! Und nun hat auch einer der letzten Durchhaltewilligen das Handtuch geschmissen und sich eine neue Bleibe gesucht. Nach vielen Jahren ist der Optiger umgezogen, auf die nach mir benannte Straße.

Jeder Kevelaer-Besucher, der erwartungsvoll durch die Glastür schreitet, ist schneller enttäuscht, als er gucken kann. Es gibt auch nicht viel zu gucken, leere Hallen, wohin das Auge blickt. Und wenn es nix zu gucken gibt, kommt und kauft auch keiner.

Die LuGa als Geisterstadt! Wer hat hier Mist gebaut? Einstmals florierende Geschäfte – fast alles weg!

Irgendwie müde und enttäuscht gehe ich an den 
leeren Fenstern vorbei. Wie könnte man das alles hier wiederbeleben? Wer hat endlich mal ein gescheites Konzept? Ich hätte Ideen genug – Ärztepraxen, diverse Büros, Marktstände mit Frischwaren, Immobilienberatung, schicke, mutige Boutiquen, ….

Warum rührt der Eigentümer nicht die Werbetrommel? Kann die Stadt nicht beratend und helfend tätig werden, z.B. mit Kevelaer Marketing? Warum raufen sich Vater und Sohn nicht mal zusammen? Es war und ist doch „ihr Laden“! Aber es kommt wohl auch so genug Geld rein und dann mutet man unserer Stadt halt diesen Schandfleck zu…

So gehe ich nach Hause und erzähle meiner Mechel von der Misere. Und Mechel, meine Frau, meint dazu: „Nur da, wo ein Wille, ist auch ein Weg. Bis dahin bleibt’s wohl bei der grünen Wiese.“

Euer Hendrick

 

Jaqueline Fleischer ist Kreisjahrgangsmeisterin

Nach mehrjähriger Abstinenz kehrte die KSV-Schwimmabteilung wieder ins Wettkampfgeschehen zurück. Lynn Hendricks und Jaqueline Fleischer starteten am Sonntag, 10. April, bei den Kreismeisterschaften in Rees. Gemäß dem Olympischen Motto „Dabei sein ist alles!“ waren die Erwartungen seitens des Trainers vor dem Wettkampf nicht hoch. Schließlich galt es, nicht nur schnell zu schwimmen, sondern auch gemäß DSV-Regelwerk und Schiedsrichternorm am Zielpunkt korrekt anzuschlagen.

Lynn Hendricks (12 Jahre) startete über 50 und 100 Meter Freistil sowie über 100 Meter Lagen. Bei starker und reichlich vorhandener Konkurrenz gelangen ihr mit 1:19 Minuten über die 100 Meter und 0:35 Minuten über die 50 Meter Freistil zwei 6. Plätze sowie ein 5. Platz über die Lagenstrecke mit einer Zeit von 1:29 Minuten.

Die 15-jährige Jaqueline Fleischer wurde Kreisjahrgangsmeisterin über die 100 Meter Delfin-Strecke (1:29 Minuten). Eine Silbermedaille erschwamm sie sich über die 200 Meter Lagen-Distanz (3:31 Minuten) und einen 4. Platz sicherte sie sich mit 0:44 Minuten über 50 Meter Delphin.

Erzbischof von Wien und Bischof Genn eröffnen die Kevelaerer Wallfahrtszeit 2016

Mit drei symbolischen Hammerschlägen und den in drei Sprachen Deutsch, Lateinisch und Niederländisch gesprochenen Worten „Öffnet die Tore eures Herzens Christus, dem Erlöser“ öffnet der Erzbischof von Wien/Österreich, Christoph Kardinal Schönborn, am Sonntag, 1. Mai, unmittelbar vor dem um 10 Uhr beginnenden Pontifikalamt das Pilgerportal der Kevelaerer Marienbasilika. Der Erzbischof eröffnet damit symbolisch die Wallfahrtszeit in der Marienstadt, die in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Selig die Barmherzigen“ stehen wird. Begleitet wird der Kardinal durch den Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, der immer wieder gerne zu festlichen Anlässen in die Marienstadt kommt. Nach der Öffnung des Pilgerportals wird in der großen Wallfahrtskirche das festliche Pontifikalamt gefeiert. Chor und Orchester der Marienbasilika werden die Eucharistiefeier unter der Leitung von Chordirektor Romano Giefer mit Josef Rheinbergers C-Dur-Messe, op. 169, musikalisch gestalten.

Christoph Schönborn wurde im Januar 1945 im böhmischen Skalsko geboren. Im Herbst desselben Jahres musste die Familie nach Österreich fliehen. Nach seiner Schulausbildung in Schruns und Bludenz (Vorarlberg) trat Schönborn im Jahr 1963 in den Dominikanerorden ein. Nach Studien an den Ordenshochschulen in Walberberg, Le Saulchoir, Wien und Paris wurde er 1970 in Wien zum Priester geweiht. Bis 1974 folgten das theologische Lektorats- und Lizentiatsexamen sowie schließlich die Promotion in Paris. In den Jahren 1973-1975 wirkte Schönborn als Studentenseelsorger an der Grazer Hochschulgemeinde, dann in verschiedenen Aufgaben an der Universität Fribourg/Schweiz.

Zum Bischof geweiht wurde Christoph Schönborn am 29. September 1991 im Wiener Stephansdom als Weihbischof der Erzdiözese Wien, deren Leitung als Erzbischof er im September 1995 übernahm. Zum Kardinal kreiert wurde der Erzbischof im Februar 1998. Im Juni desselben Jahres wurde er Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, die er bis heute leitet.

Am Nachmittag des 1. Mai wird um 15 Uhr die erste Pilgerandacht der neuen Wallfahrtszeit in der Basilika gefeiert. Zum feierlichen Abschluss des ersten Wallfahrtstages des Jahres 2016 beginnt um 19.30 Uhr ein festliches Sonderkonzert in der Basilika. Es erklingt Claudio Monteverdis (1567-1643) berühmte „Vespro della Beata Vergine“ („Marienvesper“), ein Werk, das in historischer Verwandtschaft zur Begründung der Kevelaer-Wallfahrt entstanden ist. Es singen als Solisten Ulrike Hellermann und Evelyn Ziegler (Sopran) sowie Hans Jörg Mammel und Andreas Karasiak (Tenor). Es singt der Essener Kammerchor, es musizieren das Ensemble Exquisite Noyse und das Ensemble Philomusici, die Gesamtleitung hat Bernhard Schüth. Karten sind im Vorverkauf (21,00 Euro / Erwachsene; 5,00 Euro / Schüler) in der Buchhandlung Bercker, Kapellenplatz, erhältlich.

Auch in der Wallfahrtszeit 2016 wird es in Kevelaer täglich vier feste, von der Wallfahrtsleitung gestaltete Gottesdienste für alle Pilgergruppen geben: das feierliche Pilgeramt mit Predigt um 10 Uhr in der Basilika, die Pilgermesse um 11.30 Uhr in der Kerzenkapelle, die Pilgerandacht mit Predigt um 15 Uhr in der Basilika sowie das Marienlob um 18 Uhr in der Kerzenkapelle.

Pilgergruppen, die mit einem Priester zur Wallfahrt kommen, können nach Absprache mit der Wallfahrtsleitung auch künftig außerhalb dieser festen Zeiten eigene Gottesdienste in einer der Kevelaerer Kirchen feiern. Nähere Informationen erteilt die Wallfahrtsleitung im Priesterhaus, Kapellenplatz 35, 47623 Kevelaer, Tel.: 02832/93380, Fax: 02832/9338111, E-Mail: info@wallfahrt-kevelaer.de. Aktuelle Informationen rund um die Wallfahrt finden sich in den Sprachen Deutsch, Niederländisch und Englisch unter www.wallfahrt-kevelaer.de.

Integration bedeutet auch Arbeit

Die Unternehmervereinigung Kevelaer hatte zu einem Informationsabend ins Hotel „Zur Brücke“ an der Bahnstraße eingeladen. „Ich hätte mir gewünscht, es wären mehr gekommen“, meinte Gregor Janßen von der UVK, der den Abend maßgeblich mitgestaltet hatte. Unter den 16 Anwesenden im Hotel „Zur Brücke“ an der Bahnstraße waren nur gut die Hälfte Unternehmer gekommen, die sich dafür aber sehr ernsthaft und engagiert mit der Thematik „Flüchtlinge“ beschäftigten, wie die Debatte zeigen sollte. Dazu kamen zwei Vertreterinnen der Caritas Kevelaer-Weeze mit zwei Flüchtlingen, Georg Joosten vom Jobcenter der Stadt und die beiden Protagonisten des Abends: Christian Parnitzke, Teamleiter Integration Points der Agentur für Arbeit Wesel, und Martin Nowak, Vermittler Arbeitgeberservice am Integration Point Kleve.

Es sei wichtig, dass sich auch die Unternehmerschaft mit der Flüchtlingsfrage auseinandersetze, „um zu entscheiden, Flüchtlinge, die hier gestrandet sind, einzustellen“, warb Rudi Beerden in seiner Eigenschaft als einer der UVK-Sprecher für die „Riesenchance“, die das Potenzial an fähigen Menschen biete.

Es gebe sicher viele nicht bekannte Regeln für Flüchtlinge, was die Einstellung anbetrifft, und „viele Stadien zu durchlaufen“, die eine Einstellung erschweren könnten, erläuterte Gregor Janßen. Deshalb wolle man in die gesetzlichen Rahmenbedingungen einführen, wie Flüchtlinge auf welchem Weg in Beschäftigung zu bringen sind.

Diese recht komplexe Aufgabe übernahmen in der folgenden Stunde Christian Parnitzke und Martin Nowak. „Die, die kommen, sind sehr motiviert, zuverlässig und pünktlich“, unterstrich Paritzke die bislang guten Erfahrungen mit den vermittelten Personen. Asylbewerber, geduldete Personen – oder der Arbeitgeber mit Vollmacht des Bewerbers – könnten mit Aufenthaltsdokument, Arbeitsvertrag und Stellenbeschreibung einen Antrag auf Erlaubnis zur Beschäftigung bei der zuständigen Ausländerbehörde stellen.

Die hole die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein. Die BA nehme abhängig von der Aufenthaltsdauer in Deutschland eine Arbeitsmarkt- und Vorrangprüfung vor, ob die Stelle nicht deutsche oder europäische Arbeitnehmer wahrnehmen könnten. „In der Regel sollte die Erlaubnis in drei bis vier Wochen da sein. je nachdem, wieviel die Behörde zu tun hat“, so die Einschätzung der Experten.

Was eine Ausbildung betrifft, könnten Asylbewerber frühestens ab dem vierten Monat nach der Registrierung eine betriebliche Ausbildung beginnen, Geduldete direkt eine Ausbildung anfangen. Für den konkreten Ausbildungsplatz sei die Beschäftigungserlaubnis der Ausländerbehörde einzuholen. „Wenn man aus einem sicheren Herkunftsland kommt, gibt es keine Erlaubnis“, so Parnitzke. Dazu gebe es in den Papieren einen entsprechenden Vermerk, ergänzte Gregor Joosten vom Job Center Kevelaer.

„Oft gibt es eine Duldung für drei Monate, so dass man sich fragt: Was ist im vierten Monat?“, sprach Martin Nowak konkrete Alltagsfälle an. Da gebe es keine klare Vorgabe und man müsse mit der Ausländerbehörde reden. Dann sei auch eine Ausbildung über sechs Monate oder ein Jahr möglich.

„Sie dürfen aber generell nicht zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen beschäftigt werden als vergleichbare inländische Arbeitnehmer“, so Parnitzke. Zeitarbeit sei frühestens nach 15 Monaten Aufenthalt in Deutschland möglich. Auch für Minijobs brauche man die Erlaubnis zur Beschäftigung von der Ausländerbehörde, Montagearbeiten sind anzugeben.

Eine ganz konkrete Liste mit der jeweiligen Qualifikation der Bewerber gebe es nicht, wohl aber die Daten von gut 130 bis 150 Personen, die stetig wachse, ging Nowak auf Nachfragen ein. Man schaue dann, was gehe. „Aber die bringen natürlich ihr Schippchen mit“, verdeutlichte er die Probleme, die diese traumatisierten Menschen auch haben.

Interessiert diskutiert wurden auch die Möglichkeiten von Hospitanzen, die behördlich ohne Genehmigung gehen und dazu dienen können, den Flüchtling kennen zu lernen, und von Praktika, bei denen Ausländerbehörde und BA ihr Okay geben müssen – und Mindestlohnpflicht besteht. Dazu kam noch die Frage nach Möglichkeiten für berufsbegleitende Sprachangebote und verschiedener Fördermöglichkeiten.

Anschließend berichtete Daniel Hennig, kaufmännischer Leiter der Herbrand GmbH in Kevelaer, von den Erfahrungen des Unternehmens mit der Berufsausbildung dreier junger somalischer Flüchtlinge seit August letzten Jahres. „Wir sahen uns in der Verantwortung“, man sei mit den neuen Mitarbeiterm im Werkstattservice, im Bereich IT und der Verwaltung sehr zufrieden. „Das Wichtigste ist, dass man einen Fuß in die Tür und Kontakt bekommt, das ist Integration“, hob er die „fantastische Arbeit“ der Ehrenamtler hervor, über die man eine pensionierte Lehrerin für Deutschkurse gewinnen konnte. „Man braucht Zeit und Vertrauen. Dafür muss man investieren.“

Der Impuls bei den Unternehmern war jedenfalls gesetzt. „Ich würde das gerne mal mit einem in Ausbildung ausprobieren“, meinte Ludwig Beckers von ABS-Safety. Sebastian Görtz, Inhaber eines kleinen Handwerksbetriebs, hat seit dem 1. März einen Flüchtling aus Guinea angestellt. „Freundlich, pünktlich, leistungsbereit, war für meine Firma positiv“, lautete sein Fazit. „Ich kann jedem nur raten, das zu tun.“ Alexander Florié-Albrecht

“Old Mill Veteranen”-Party

Auf dem „Red Carpet“ erwarteten am Samstag die „Old Mill Veteranen“ ihre Gäste. Erlesen war der Kreis, mit immerhin fast 400 Fans der ehemaligen Kevelaerer Disco – und das, obwohl es  für die Organisatoren Kriterien gab, welche die Gäste zu erfüllen hatten. „Über 40 Jahre alt und mindestens einmal in der Mühle“, erklären die Veteranen,  müssen die Gäste gewesen sein.

Das KB war live dabei und hat in Zusammenarbeit mit Fotograf Gerry Seybert die Gäste auf dem roten Teppich willkommen geheißen.

Hier geht es zu den Fotos. Die Bilder können auch digital oder als Abzüge gekauft werden.