Aktuelles aus Kervendonk

Nachfragebündelung in den Ortsteilen erfolgreich

In Wetten, Schravelen und Winnekendonk West kann bald der Ausbau des Glasfasernetzes beginnen. „Mit dem geplanten Anschluss sind dann die Ortsteile Twisteden, Kervenheim, Wetten, und Winnekendonk im Rahmen des privatwirtschaftlichen Ausbaus der Deutschen Glasfaser mit schnellem Internet versorgt“, erklärt Tobias Nelke von der Wirtschaftsförderung der Stadt Kevelaer.

Ein Internetanschluss über Glasfaser bedeutet eine Bandbreite von mindestens 300 Mbit/s im Download und 150 Mbit/s im Upload. Der momentan noch übliche und weit verbreitete DSL-Anschluss über ein Kupferkabel, bietet in der Regel nur eine Bandbreite von bis zu 16 Mbit/s im Download bzw. 2,4 Mbit/s im Upload. Über VDSL lassen sich Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload erreichen. Mit dem sogenannten Vectoring kann die Downloadgeschwindigkeit sogar auf 100 Mbit/s im Download und die Uploadgeschwindigkeit auf 40 Mbit/s erhöht werden. Selbst mit Vectoring lässt sich aber nur ein Drittel der Bandbreite der Mindestgeschwindigkeit eines Glasfaseranschlusses von Deutsche Glasfaser erreichen und zudem ist diese Technologie nicht überall verfügbar. Deshalb freuen sich alle Beteiligten, dass die Planung für den Glasfaserausbau in den drei Ortsteilen jetzt beginnen kann.

Die Voraussetzung, dass die Deutsche Glasfaser die Ortsteile an das Glasfasernetz anbindet, war eine Quote von 40 % bei der Nachfragebündelung. Das bedeutet, dass 40 % der Haushalte einen Vertrag über einen Glasfaseranschluss abschließen.

Lob für alle Beteiligten

Diese Marke konnte im Rahmen der Nachfragebündelung, die von Anfang November 2019 bis Ende 2019 lief, dank der Bemühungen von Deutsche Glasfaser, der Wirtschaftsförderung der Wallfahrtsstadt Kevelaer und zahlreicher Multiplikatoren aus Vereinen, Politik und Bürgerschaft der drei Ortsteile, erreicht werden.

Die Wirtschaftsförderung freut sich, dass in Wetten, Schravelen und Winnekendonk West insgesamt zusätzlich 832 Haushalte in absehbarer Zeit mit zukunftsfähigem schnellen Internet über Glasfaserkabel versorgt werden.

Neben dem privatwirtschaftlichen Ausbau im Nachgang der Nachfragebündelung gibt es auch noch den geförderten Glasfaserausbau im Kreis Kleve. Hier werden Gebiete, deren privatwirtschaftlicher Ausbau besonders unwirtschaftlich ist, mit Fördermitteln von Bund und Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Dies betrifft besonders die ländlichen Gebiete, deren aktuelle Versorgung unter 30 Mbit/s im Download liegt und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau eines Anbieters mit mindestens 30 Mbit/s geplant ist. So soll das gesamte Kreisgebiet an ein flächendeckendes Glasfasernetz angeschlossen werden.

Großes Potenzial für Photovoltaik in Kevelaer

Auf den rund elf Millionen Dächern von Nordrhein-Westfalen schlummert ein großes Potenzial zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie durch Photovoltaik, von dem bisher erst gut fünf Prozent genutzt werden. Mit einer Onlineanwendung zum Solarkataster hat jeder Hausbesitzer die Möglichkeit, sich seine Potenziale auf dem Dach anzuschauen. Eine tolle Sache, wie die Kevelaerer Klimaschutzmanagerin Dr. Nina Jordan findet: „Jeder kann für sein Dach errechnen lassen, wie groß die Anlage sein kann und welchen Ertrag sie bringt. Und man stellt sehr schnell fest, dass Photovoltaik nach wie vor rentabel ist.“

Unabhängig, kostenlos, einfach und schnell kann sich jeder, ob Hauseigentümer, Besitzer von Gewerbe-Immobilien, Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen oder Energieversorger, über die Möglichkeiten der Photovoltaik- und Solarthermie-Nutzung informieren. Das Solarkataster ist zu finden unter www.energieatlas.nrw.de.

In diesen Tagen werden außerdem vom Klimaschutz Kevelaer die Eigentümer von geeigneten Immobilien in Kervendonk inklusive Ferienpark angeschrieben, um auf die Möglichkeit dieser Investition hinzuweisen. Für Rückfragen steht Nina Jordan unter klimaschutz@kevelaer.de oder Tel. 02832-122740 zur Verfügung.

Im Herbst gab’s Preise für den Frühjahrsputz im Kreis Kleve

Im Frühjahr hatte die Abfallberatung der Kreis-Kleve-Abfallwirtschaftsgesellschaft aus Uedem zum kreisweiten Frühjahrsputz aufgerufen. Die Resonanz übertraf dabei das Ergebnis aus dem letzten Jahr.

19 Vereine und 35 Schulklassen von zehn Schulen beteiligten sich an der großen Säuberungsaktion. Mehr als 1600 fleißige Helfer befreiten Wege, Wälder, Plätze und Straßenränder von über 85 Kubikmeter Abfall. Eine Win-Win-Situation für die Umwelt aber auch für die großen und kleinen Umweltschützer – denn für viele wurde das Engagement auch mit klingender Münze belohnt.

So durften sich bereits vor den Sommerferien insgesamt zehn Schulklassen aus Bedburg-Hau (Dietrich Bonhoeffer Schule), Emmerich (Gesamtschule), Geldern (Gesamtschule, LiseMeitner Gymnasium, Realschule, Sekundarschule), Kleve (Joseph-Beuys Gesamtschule) und Wachtendonk (Sekundarschule) über ein Preisgeld von je 150 Euro für die Klassenkasse freuen.

Beim Herbstfest des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege in Donsbrüggen wurden nun (nach Losverfahren) stellvertretend fünf Vereine ebenfalls für ihren Umwelteinsatz ausgezeichnet. Die ausgelosten Vereine (nicht nur aus dem Kreis der Heimatvereine) erhielten aus den Händen von Rolf Janssen, Geschäftsführer der KKA GmbH, eine Urkunde sowie 300 Euro für die Vereinskasse.

Freuen durften sich der Heimat- und Verschönerungsverein Kervenheim-Kervendonk e.V., die Jugendgruppe der St. Sebastianusbruderschaft 1888 Hees-Baal e.V., der Heimat- und Verschönerungsverein Praest e.V., die Deutsche Waldjugend – Horst Kleve und der Natur- und Heimatverein Lüllingen e.V.. Die Auszeichnung für die Beteiligung an der Aktion Frühjahrsputz soll sowohl eine Anerkennung als auch ein Anreiz für andere Gruppen sein. Denn im kommenden Jahr wird es eine neue Aktion geben, zu der die KKA aufrufen wird. Ganz nach dem Motto: „Nach dem Frühjahrsputz ist vor dem Frühjahrsputz.“

Beschreibungen und Bilder zu allen Aktionen der Schulen und Vereine findet man auf der Homepage unter www.kkagmbh.de

Lämmertag auf dem Rouenhof

„Normalerweise ist es wichtig, dass die Tiere in den ersten Tagen für sich sein können“, sagt Johann Verhoeven und wagt sich trotzdem in dem Gehege vorsichtig etwas näher an die jungen Ziegenlämmer und ihre Eltern heran. Der 19-Jährige lebt und arbeitet auf dem Kervenheimer Rouenhof und ist begeistert: „Eine abwechslungsreiche Arbeit mit vielen schönen Begegnungen und dem Leben mit den Tieren. Gerade die Lämmerzeit jetzt ist interessant und schön.“

Im vergangenen Spätsommer hatte der Ziegen-Bock die Gelegenheit, seiner „Verpflichtung“ als Erzeuger nachzukommen – jetzt kommen nach und nach die Jungtiere zur Welt. Und da kämen in vier Wochen eine ganze Menge zusammmen, schätzt der Sohn des Hofbesitzers Bernd Verhoeven.

„Wir laden die Leute ein, dabei zu sein“, blickt der Junior dementsprechend auf den Lämmertag am kommenden Sonntag, der den „Fans“ des Hofes von nah und fern die Gelegenheit geben soll, die Geburten der Geißlein „live“ aus der Nähe zu verfolgen. „Da kommen die Leute, die uns kennen, von den Märkten und die „Event“-Besucher, die einfach die Lämmer sehen wollen.“

Die Besucher werden sicher wieder die Gelegenheit haben, das eine oder andere Tier berühren und in den Arm nehmen zu dürfen. Die älteren und erwachsenen Tiere natürlich, so Verhoeven, „die kennen das, dass die Leute zu ihnen kommen – und die genießen das auch.“ Neben der „tierischen“ Attraktion wartet der Bio-Hof auch mit seiner breiten Palette an Erzeugnissen auf, die im Hofladen erworben werden können. „Da werden wir sicher auch spezielle Angebote machen.“

Kaffee und Kuchen, frisch gemachte Schmörkes und Allerlei aus der großen Pfanne wird es auf dem Hof auch geben. „Gute Laune und wetterfeste Kleidung“, die wären an dem Tag sicher angesagt, meint Verhoeven.

Die Idee der Bio-Landwirtschaft zu transportieren, das gelinge an so einem Tag auch ganz gut. „Wir wollen transparente Landwirtschaft haben, damit alle sehen, wie wir Tiere halten. Und da kommen viele Familien, die begeistert sind und wiederkommen wollen.“

Kevelaers Ortschaften haben viel vor

Viel Aufmerksamkeit hat im vergangenen Jahr auf der Stadtmitte Kevelaers gelegen – und mit den anstehenden und laufenden Projekten wird auch in diesem Jahr die Stadtmitte großen Anteil am politischen Geschehen haben. Ein Grund mehr für das Kevelaerer Blatt, zum Jahresbeginn den Blick auf die Ortschaften und die dortigen Ereignisse zu lenken. In diesem Rück- und Ausblick berichten die jeweiligen Ortsvorsteher, was war, was ist und was die Bürger in ihren Dörfern sich für 2019 wünschen.
Josef Kobsch, Twisteden
In 2018 konnten in Twisteden die Verkehrsinseln auf der Dorfstraße endlich fest installiert werden. Die bisherigen Inseln (die nur Übergangs- bzw. Probe-Lösung sein sollten) konnten entfernt werden.
Dank der guten Verhandlungen der Stadt Kevelaer konnte der Grunderwerb für die Erweiterung des Baugebietes Elisabethstraße abgeschlossen werden. Das Planverfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes soll in 2019 durchgeführt werden.
Für die Zukunft stehen umfangreiche Renovierungsarbeiten im Bürgerhaus an. In diesem Zusammenhang sehe ich Handlungsbedarf, da der durch die Stadt Kevelaer vorgesehene Abriss des Hauses „Gerberweg 1“  neue Optionen für eine Gesamtnutzung bzw. Gesamtgestaltung des Geländes eröffnet.
Der Brunnen auf dem Dorfplatz ist defekt und kann nicht repariert werden. Daher wurde versucht, eine Förderung der möglichen Umgestaltung des Dorfplatzes durch das LEADER-Programm zu erhalten. Leider erfolglos. Nunmehr soll ein Antrag über ein Förderprogramm des NRW-Bauministeriums gestellt werden. Um praxisorientiert und hinreichend konkret zu überlegen, welche Funktionalität der Dorfplatz künftig haben soll, wird hierzu mit allen Vereinen ein Termin im Januar stattfinden.
Besonders freue ich mich – und natürlich auch die Twistedener – auf das Dorffest am ersten Wochenende im Juli 2019. Das Fest findet dieses Mal im und am Bürgerhaus statt, da das Bürgerhaus (30 Jahre) und der Bürgerhaus-Verein (40 Jahre) Jubiläum feiern.
Johanna Ambrosius, Kleinkevelaer
In Kleinkevelaer lief und läuft alles wie immer. An Heiligabend trafen sich viele Menschen zum Einstimmen auf Weihnachten an der Kapelle. Deren Außenanlage müsste erneuert werden – eine Aufgabe, der sich der Kapellenverein eventuell in diesem Jahr annehmen wird. Wiederholt werden soll 2019 außerdem die auch 2018 erfolgreich durchgeführte Müllsammelaktion, die von der Kreis Klever Abfallwirtschaftsgesellschaft unterstützt wird.
 
Beate Clasen, Wetten
Offensichtlich ist in Wetten viel los. Das liegt auch an den Kanalsanierungen auf der Hauptstraße und den Tiefbauarbeiten des Niersverbandes, wodurch das Klärwerk durch eine Pumpstation ersetzt wird. Alle Maßnahmen verlaufen im geplanten Zeitraum, sodass voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 die begonnenen Arbeiten inklusiv der bevorstehenden Arbeiten auf bzw. unter der Twistedener Straße abgeschlossen werden können.
Einige dorfprägende Gebäude werden unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes so aufgewertet, dass sie eine Wohnqualität erhalten, die aktuellen Standards entspricht.
Es ist gelungen, 2018 die Planungen für ein dringend benötigtes Baugebiet weiter voranzubringen. Das optimiert die Bedingungen für junge Familien, die in Wetten ein gut funktionierendes Betreuungs- und Lernangebot für Kinder vorfinden. Damit das so bleibt, wird weitsichtig der Raumbedarf berücksichtigt, damit es zu keinen Engpässen kommt.
Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu optimieren, sind die Wettener und die Stadtverwaltung gut vernetzt mit Kreis- und Landesbehörden. Das Rad- und Fußwegenetz wurde in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, ist aber ausbaufähig. Dafür ist es auch wichtig, die gut frequentierten Bahnübergänge auf dem Wettener Gebiet zu erhalten.
Die Wettener Vereine sorgen für viele interessante Freizeitangebote. Der Sportverein ist mit mehr als 1000 Mitgliedern der größte Verein. Aufgrund der intensiven Sportplatznutzung ist es zeitnah erforderlich, die stark beanspruchten Außenanlagen instand zu setzen, damit der Spielbetrieb weiter garantiert bleibt.
Hansgerd Kronenberg, Winnekendonk
Winnekendonk hat engagierte Vereine und ein aktives Dorfleben. In diesem hat es 2018 eine Vielzahl von turnusmäßigen Veranstaltungen gegeben. Möglich waren diese nur durch großen ehrenamtlichen Einsatz vieler Mitbürger, sodass auch 2019 ein reichhaltiges Programm angeboten wird.
Daneben sind einige besondere Ereignisse zu vermelden. Dazu zählen die Feiern nach 70 Jahren Erstkommunion von St. Urbanus und zum 30-jährigen Bestehen des Marienkäfer-Kindergartens in Schravelen.
Sportlich waren die Fußballdamen nach ihrem Aufstieg weiterhin erfolgreich. Der A-Jugend-Nachwuchs der Viktoria schaffte den Sprung in die Leistungsklasse.
Ein besonderer Höhepunkt war das Gemeinschaftskonzert des Musikvereins mit der Königlichen Harmonie des Moresnet aus Belgien im Bühnenhaus.
Das Zirkusprojekt der Grundschulen in Kervenheim hat viele Besucher und die Kinder begeistert. Die Sorgen an den Schulen sind erst einmal beruhigt.
In Achterhoek wurde durch NuK der alte Bildstock wieder hergerichtet. Am Hungerwolfsweg entstand ein neues privates Kleindenkmal.
Bedauerlicherweise sind die Hoffnungen, die die Winnekendonker in das LEADER-Programm gesetzt hatten, nicht erfüllt worden. Jetzt soll daran gearbeitet werden, im Rahmen eines neuen Förderprogrammes weiterzukommen. Vorrangiges Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung der dörflichen Infrastruktur. Dabei ist die Neugestaltung von Denkmalbereich und Hauptstraße anzugehen, eine Maßnahme, die bereits vor mehr als zehn Jahren mit einer städtischen Planung eingeleitet war.
Neben der Regelung des Straßenverkehrs in diesem Bereich sind Markierungen und Beschilderungen aller Straßen und insbesondere der Einmündungen zu überprüfen. So sollte an der Kreuzung L491/L362 in der Dorfmitte eine Ampelanlage in Betracht gezogen werden. Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schravelen und auf dem Achterhoeker Schulweg werden für erforderlich gehalten.
Einige Wanderwege bedürfen der Ausbesserung. Eine Ausdehnung des Netzes müsste noch im einzelnen geplant werden.
Sicherlich wartete Winnekendonk auf den Baubeginn der OW1. Diese neue Straße führt zwar am Ortskern vorbei, hat aber gewiss erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Dorfstruktur.
Das gilt auch für die Umlegung des Sportgeländes von der Kevelaerer Straße zur Sonsbecker Straße. Zur Zeit sind hinsichtlich des Grundstückes noch Kaufverhandlungen im Gange. Bei deren erfolgreichem Ausgang ist eine Baumaßnahme im Bereich des Viktoria-Parks notwendig, bietet aber auch die Gelegenheit, die ständig wachsenden sportlichen Aktivitäten zu fördern. Insofern werden weiterhin Überlegungen angestellt, wetterfeste Trimm-Geräte innerhalb des Dorfbereiches aufzustellen und die Trimm-Dich-Strecke in der Schravelener Heide wiederherzustellen.
Für Achterhoek gibt es Anregungen, einen neuen Gemeinschaftsraum zu erstellen. Hier bedarf es noch genauer Planung.
Erfreulich ist schließlich die Tatsache, dass die Mühle Kerssenboom im Rahmen des Denkmalschutzes saniert werden soll.
Martin Brandts, Kervenheim
In Kervenheim sind die letzten Mängel im Zuge der Glasfaser-Verlegung (weitestgehend) beseitigt worden. Insofern ist die Freude an dem Glasfasernetz und den qualitativ hochwertigen Produkten endlich ungetrübt – jedenfalls in den Kernbereichen, in denen die Glasfaser liegt. Glasfaser ist bislang erst innerhalb der geschlossenen Ortschaft verfügbar. Insofern sind eine Vielzahl von Haushalten bislang noch nicht angeschlossen. Hier besteht großer Handlungsbedarf, wobei die Hoffnung besteht, dass über das kreisweit ausgeschriebene Förderprogramm für den Außenbereich Abhilfe geleistet werden kann.
Der Standort Burggelände hat sich als Standort für unsere Kirmes bestens gewährt und etabliert. Das Burggelände lockt aufgrund der besonderen Atmosphäre nicht nur zur Kirmes, sondern auch zu den sonstigen Veranstaltungen wie insbesondere dem „Burgzauber“ und dem Maifest zahlreiche Interessierte auch aus dem Umland nach Kervenheim. Insoweit sind wir der evangelischen Kirchengemeinde für ihre Gastfreundschaft und die hervorragende Zusammenarbeit außerordentlich dankbar.
Die Pappeln entlang des Wasserwerkes wurden zwischenzeitlich gefällt. Damit ist die Grundvoraussetzung für eine Sanierung der Straße „Et Everdonk“ geschaffen. Die entsprechenden Arbeiten sollen bei planmäßigem Verlauf in der ersten Jahreshälfte erfolgen.
Konkret steht der Endausbau des Neubaugebietes „Haagsches Feld“ an, nachdem die Bebauung der Grundstücke praktisch abgeschlossen ist. Insoweit müssen insbesondere Lösungen gefunden werden, wie gerade die Zuwegungen, die ja auch noch für die Erschließung der weiteren Bauabschnitte benötigt werden, hier gestaltet werden sollen.
Ein Dauerthema ist die Sanierung der Burg – insoweit besteht der tiefe Wunsch, das Gebäude genauso wie schon das Gelände einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen bzw. zu halten. Umso erfreulicher ist es, dass auch die evangelische Kirchengemeinde ein klares Bekenntnis hierzu abgegeben hat und dass gemeinsame Überlegungen und Anstrengungen erfolgen, sinnvolle Konzepte zu erarbeiten und dann schrittweise umzusetzen.
Ein gemeinsames Ziel der Geselligen Vereine ist es, noch mehr aktive Mitstreiter für die zahlreichen Aktivitäten zu finden. Natürlich sind die Veranstaltungen, die ja auch in 2019 wieder stattfinden werden, mit einem zum Teil sehr großen zeitlichen Engagement verbunden. Ziel ist es, diese Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen, sodass das hohe Niveau der Veranstaltungen gehalten, bestenfalls sogar noch weiter erhöht werden kann.
Ganz wichtiges Ziel ist es auch, die junge Generation wieder mehr für die Vereine und die Vereinsarbeit zu begeistern. Dies gelingt etwa im Bereich des Fußballs bei Union Kervenheim dank des persönlichen Engagements einiger Eltern schon sehr erfolgreich. In Kervenheim sind wieder viele junge Familien ansässig, die ein riesiges Potenzial darstellen.

Beim Nikolausfest waren Stiefel angesagt

Das Wetter hätte nicht schlechter ausfallen können zum Nikolausfest auf dem Rouenhof. Schauer um Schauer machte es den Aktiven um Hofchef „Bio-Bernd“ Verhoeven nicht gerade leicht, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Zu allem Überfluss schränkte auch noch eine Baustelle entlang der L 460 die Zufahrt und die Parkmöglichkeiten auf dem Hof ein.

So verwundert es kaum, dass der Wintergrill eher verwaist war. In der lauschigen Hütte wärmten sich dagegen die wenigen Besucher bei Kakao, Glühwein und Kuchen auf. „Einwn Kaffeenachmittag mit Glühwein und Apfel-Birnen-Kuchen“ fanden der Winnekendonker Karsten Henow und seine Familie gar nicht so schlecht. „Die Ziegen, Kühe, Kälber und drei Schweine“ habe man gesehen. „Es ist gemütlich und für alle was da“, fand der 40-Jährige.

Für die Oberhausenerin Britta Milde war der Rouenhof an diesem Nachmittag sowas wie ein Fluchtpunkt: „In Oberhausen war vor dem Centro zwei Kilometer Stau.“ Da sei sie lieber nach Kervendonk aufgebrochen. „Es ist einfach urig hier, ein Bauernhof mit ganz viel Herzblut“, fand die 45-Jährige.

In den Räumen fanden sich auch mehrere handwerkliche Stände, von den Geschenk-Accessoires von Anja Hummler vom Kevelaerer „Schauplatz“ bis zu den Honigkerzen von Johannes und Elisabeth Borkes aus Wemb. „Heute iss es mau“, machte die Händlerin aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl.

Der Gastgeber stand derweil unverzagt hinter der Theke und verkaufte seine Bio-Produkte. „So 20, 30 Leute waren immer mal im Stall“, gab sich Bernd Verhoeven trotz des regnerischen Wetters positiv. Die einjährige Emma versuchte indessen, in dem offenen Stall mit Stroh eine der Ziegen zu füttern. Ihre Eltern haben eine besondere Beziehung zu dem Hof. „Wir haben hier unsere Hochzeit gefeiert und sind sehr oft zu den Hoffesten hier“, verrieten Carsten und Miriam Wünnenberg aus Sonsbeck. Und vor allem mögen sie an dem Hof „den Bernd, das Lockere und , dass man die Tiere streicheln darf.“

Wer wollte, nahm zum Abschluss ein 10-Kilo-Fleischpaket mit, so wie Familie Pintze aus Rees: „Wir kommen regelmäßig zu den Hoffesten und haben uns gedacht, jetzt nehmen wir mal ein Biopaket mit.“

Und dann erzählt Papa Frank noch, wie seine zweijährige Tochter den Hofnachmittag genossen hatte: „Mila hatte Spaß an den Ziegen und an dem Pfützenhüpfen.“

„Bewaffnete“ Kühe geben einfach die bessere Milch

Bernd Verhoeven schüttelt seinen Kopf ebenso heftig wie es seine Kühe tun, wenn sie einen Schwarm Fliegen loswerden wollen. Auf der Weide am Hof, inmitten seiner Herde aus rund 30 Kühen, erzählt er von Besuchern, die seine Milchkühe mit Hörnern für Bullen hielten. Ist natürlich Quatsch, aber andererseits auch nicht verwunderlich, denn der größte Teil der Rinder in Deutschland laufe „unbewaffnet“ rum, sagt der Bio-Bauer aus Kervenheim-Kervendonk.

Das liege daran, dass die Kuh immer mehr der Stall-Haltung angepasst werde, und da sei für Hörner buchstäblich kein Platz. Deshalb werden sie den Kühen entfernt, um mehr Tiere auf weniger Stallfläche unterbringen zu können.

Keine Hauereien

Sein Stall biete für 90 Kühe Platz – er hat aber nur maximal 40. „Bei uns sucht sich jedes Tier seinen Schlafplatz selbst aus“, sagt er. Probleme wegen der Hörner gibt es bei dieser Haltung nicht – „keine Hauereien“, lacht der Kervenheimer Bauer. Seine Herde darf außerdem regelmäßig auf das den Hof umgebende Weideland. In konventionellen Betrieben werde das im Stall gehaltene Vieh überwiegend mit Mais gemästet – also sehr einseitig ernährt, um möglichst schnell möglichst viel Milch und Fleisch zu liefern.

Man gehe in der konventionellen Tierhaltung immer mehr nach Quantität. Milch werde nach Fett- und Eiweißgehalt gehandelt – ohne die Qualität zu betrachten. Die sei aber bei der „Weidemilch“ erwiesenermaßen höher – beispielsweise beim Anteil der ungesättigten Fettsäuren oder der Zusammensetzung der Feinstoffe: „Weidemilch enthält mehr Vitamine und einen höheren Energieanteil“, sagt Bernd Verhoeven. Die Milch seiner Kühe werde in einer Bio-Molkerei in Kranenburg verarbeitet, „die legt Wert auf Weidegang, behörnte Kühe und will keine Mais-Fütterung.“

Keine Antibiotika

Dass seine Weideland-Rinder auch zum Schlachthof – einen kleinen in der Nähe – wandern, daraus macht der Kervenheimer Bauer kein Geheimnis. Sondern Bio-Produkte, vom Filet über das Gulasch bis zur Bratwurst für den eigenen Hofladen, in dem auch die Milch, eigener Käse, eigenes Rübenkraut oder eigener Honig angeboten werden.

Neben den Vorteilen für die Qualität seiner in handwerklicher Produktion und unter Ausschluss der Nutzung von jeglichen Antibiotika hergestellten Produkte weiß er aber auch um die weiteren Vorteile der Weideland-Haltung für Land und Leute.

In der konventionellen Bewirtschaftung würde durch die großen Flächen, auf denen Futter angebaut und abgemäht werde, sowie die Verwendung von Neo-Nicotinoiden den Mikroorganismen buchstäblich der Boden entzogen. „Jeder Weidepfahl ist ein Biotop“, stellt er dem überspitzt gegenüber.

Auch der Verbraucher beginne, die ökologische Leistung der Bio-Landwirte viel mehr ins Auge zu fassen, stellt er fest. Und er konstatiert auch eine zunehmende Wertschätzung, denn „das Produkt kostet natürlich was“, macht er deutlich, dass es Bio-Fleisch und Bio-Milch nicht zu Discounter-Preisen gibt. Doch auch die großen Ketten hätten mittlerweile unter dem Druck der Verbraucher erkannt, dass Bio-Produkte immer beliebter würden.

Rouenhof zeigt sich umfassend nachhaltig

Selbstgebackener Blechkuchen, Grillwürstchen aus der eigenen Metzgerei, vor den Augen der Besucher frisch gepresster Saft von Äpfeln und Birnen der Steuobstwiese, Flammkuchen und Vollkornbrot aus dem Steinofen: Das allein wäre schon den Besuch auf dem Hoffest der Eheleute Anne und Bernd sowie deren Kinder Lucie und Johann Verhoeven (Sohn Casper studiert noch) wert gewesen. „Hier ist alles Bio, weil‘s einfach lecker ist“, so das Motto, welches über dem Angebot des Rouenhofes steht.

In der Hofkäserei, Hofmetzgerei und dem Hofladen werden die Produkte angeboten, die zuvor unter Verzicht auf Antibiotika, Farb- und Konservierungsstoffe hergestellt werden. Seit über 20 Jahren verbürgt sich die Familie Verhoeven dafür, dass alle Produkte in ressourcenschonender Arbeitsweise hergestellt und die Tiere artgerecht gehalten werden. Dazu gehört für die Jersey-Rinder, dass der Weidegang rund um den Hof und in Naturschutzgebieten erfolgt, dass Kühe und Ziegen ihre Hörner behalten, den Schweinen nicht die Ringelschwänze abgeschnitten werden und dass Klee statt Mais zugefüttert wird. Kartoffeln, Obst und ein Sortiment weiterer Lebensmittel ergänzen die regionale und saisonale Direktvermarktung.

Auch beim Energieeinsatz schauen Verhoevens auf regenerierbaren Verbrauch. Eine Mini-Windkraftanlage mit fünf Kilowatt und eine 300-kW-Fotovoltaikanlage auf dem Dach erzeugen den Strom, der auf dem Hof Verwendung findet und eine 80 kWh große Batterie sorgt dafür, dass in wind- und sonnenarmen Zeiten nicht alles stillsteht – so zum Beispiel ein gerade neu angeschaffter E-Trecker. Der Strom, der über dem Verbrauch des Hofes liegt, wird als Biostrom an RWE verkauft. Gerne würde Bernd Verhoeven den überschüssigen Strom direkt regional vermarkten, musste aber bedauernd feststellen, dass die Kevelaerer Stadtwerke keinen Strom der Region aufkaufen.

Biologisch wird auf dem Rouenhof auch Stickstoff hergestellt. Hier wendet Verhoeven das Haber-Bosch-Verfahren an, ein chemisches Verfahren zur Synthese von Ammoniak.

Das Hoffest war gut besucht und bei einem zusätzlich breit gefächertem Angebot wie Planwagenfahrt, Trecker-Surfen, Kartoffel-Roden und Saftpressen hatten besonders die Kinder viel Spaß. „Mokes Trio“ mit „acoustic folk rock from the lower Rhein“ sorgte zusätzlich für Stimmung, und Bio-Kaffeewelten aus Kleve bot Crêpes und Kaffeespezialitäten an; Imker Johannes Borkes aus Weeze hatte Honigprodukte wie Seife, Met, Kerzen und Cremes mitgebracht, und Aneta Starosta aus Oberhausen erinnerte mit Schaf-, Kuh- und Ziegenfellen daran, dass der Winter nicht mehr weit ist. Ein besonderes Angebot hatte Anja Hummler mit ihrem Label „Wunderdinge“ (bequeme Kindermode und individuelle Damenmode) sowie modischem Schmuck und Wohnaccessoires zu bieten.

Das alles zusammen ergab ein Hoffest, das nicht nur Bio-Produkte schmackhaft machte, sondern auch darauf hinwies, dass es in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt, ökologische Gesichtspunkte beim Kauf von Lebensmitteln zu beachten.

Kirmes- und Schützenfest in Kervenheim

Das Kirmes- und Schützenfest im August wird erneut im einmaligen Ambiente der Burg Kervenheim zuhause sein. Bereits jetzt darf man sich auf herausragende Veranstaltungen freuen, wie das aus Funk und Fernsehen bekannte Bauchredner-Duo Klaus & Willi, die sensationelle Lichtshow der Mobilesound-Techniker, die DJs von K-rave, den Königsgalaball der St.-Sebastianus-Schützen, eine ökumenische Messe, das Familienfest mit Entenrennen und großer Tombola, einen musikalischen Frühschoppen sowie zum Ausklang am Montag den klassischen Dämmerschoppen mit der Partyband „Two For You“.

Zum Auftakt des langen Festwochenendes am Donnerstag, 23. August, haben die Geselligen Vereine Kervenheim-Kervendonk im Rahmen des Kabarett-und-Comedy-Abends mit „Klaus & Willi“ wieder ein echtes Highlight verpflichten können. Das Duo ist seit Jahren im prestigeträchtigen Kölner Karneval eine feste Größe und durch Auftritte in Funk und Fernsehen einem breiten Publikum bestens bekannt. Sie werden die Besucher garantiert einem herzhaften Zwerchfelltraining unterziehen. Mit diesem charmanten Bauchredner und seinem frechen Affen gibt erneut Personal der ersten Garde deutscher Humorweltmeister seine Visitenkarte in Kervenheim ab. Ein echter Stimmungsgarant für das kleine, aber feine Schützenfest zwischen Niers und Rhein.

Die Eintrittskarten zum Preis von 19,50 Euro sind ab sofort bei den Vorverkaufsstellen Bäckerei Kürvers, Kervenheim, Volksbank, Winnekendonk und Bürgerbüro, Kevelaer zu bekommen. Beginn der Vorstellung ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.

Wo selbst Erwachsene wieder zu Kindern werden

Selten dürfte man so viele Fahrzeuge rund um den Rouenhof gesehen haben. Fast bis zur Autobahnzufahrt staute sich die Autokolonne. Der traditionelle Lämmertag zog die Menschen aus nah und fern an.

„Der pure Wahnsinn“ fand auch Bianca van Elten. Die Uedemerin suchte wie viele Besucher zunächst den großen Stall mit den Ziegen und den Lämmern auf. Die Tiere zogen die Blicke sowohl der Kinder als auch der Erwachsenen auf sich. „Meine Tochter sitzt seit einer Stunde bei einem Lamm und kann es nicht loslassen“, hatte die Besucherin ein besonderes Problem.

Am Lämmertag konnte man erleben, wie selbst aus Erwachsenen auf einmal „kleine Kinder“ wurden, so wie die Bedburgerin Nina Optenfeld: „Ich war als Kind oft auf dem Bauernhof und habe mir gewünscht, solche Tiere mal mit der Flasche aufzuziehen.“ Ihr Mann hätte angesichts der wochenlangen Vorfreude auf den Tag zwar den Kopf geschüttelt. „Mein Traum hat sich aber erfüllt“, hielt die 36-Jährige voller Freude eines der neugeborenen Tiere im Arm und setzte ihre zweieinhalbjährige Tochter Stella mit dazu.

Neben den Tieren konnten die Gäste auch ein reichhaltiges kulinarisches Programm genießen. Gab es im Hofcafé doch nicht nur Handwerkliches zu betrachten, sondern auch Kaffee und Kuchen. Draußen lockten Grillfleisch und Schmörkes oder der Wagen mit Bio-Crepes. Und Clown Pepe kreierte in seinem Wagen „besonderes Popcorn mit Vanilleöl und Biomais.“
Hofbesitzer Bernd Verhoeven hatte mit seinen Mitarbeitern gut zu tun, um seine Produkte hinter der Theke dort loszuwerden. Die Kinder, die auf dem Futterstroh saßen, wurden freundlich aufgefordert runterzukommen und die gut 200 geborenen Lämmer zu begutachten. Sein Fazit des Tages war kurz und knackig: „Läuft!“