Aktuelles aus Redaktion Kevelaerer Blatt

Ein Stück Kommunikation aufrechterhalten

Die Corona-Pandemie trifft alle Menschen, Unternehmen und Organisationen auch in Kevelaer und den Ortschaften und ebenso auch unsere Redaktion. Die KB-Reporter, die Woche für Woche bei vielen Veranstaltungen oder Ereignissen im Stadtgebiet unterwegs waren, sind auf einen Schlag „arbeitslos“ geworden, da es nun kaum noch öffentliches Leben gibt. Und somit gibt es auch nur noch wenig, über das wir berichten können.

So waren es in der Ausgabe 10/2020 noch insgesamt 43 Ereignisse, über die wir umfassend berichtet haben; 30 davon wären nicht zustande gekommen, hätte es damals schon die Corona-Einschränkungen geben. Daher wird der Berichtsumfang in den kommenden Wochen erheblich weniger werden. Dennoch werden wir versuchen, Sie mit dem Wichtigsten an Informationen zu versorgen und uns auch überlegen, welche Themen für Sie als treue Leser unserer Heimatzeitung interessant sein könnten, im Print sowie zeitnah auch online.

Die Kommunikation und die Diskussion über das soziale Leben, gerade im lokalen Umfeld, sind wichtig und wir werden mit unseren Mitteln alles dafür tun, um dies aufrechtzuerhalten, gerade wenn das soziale Leben langsam einschläft. Begegnungen und zwischenmenschlicher Austausch finden nun wegen nicht mehr möglicher Veranstaltungen oder eingeschränkter Bewegungsfreiheit nicht mehr statt. Einfach nur so verlieren sich Menschen aus den Augen. Aus diesem Grund sagen wir TROTZDEM:

Wir berichten darüber, was Thema wäre, wenn es Corona nicht gäbe. Wir werden mit Betroffenen aus den unterschiedlichsten Bereichen sprechen, wie Händler, Künstler, Gastronomen und verschiedenen Berufsgruppen in sozialen Einrichtungen – einfach mit all jenen, die auf unterschiedlichste Weise mit vielen Menschen zu tun haben. Wie ergeht es denen, die unter dem Erliegen des sozialen Lebens emotional, wirtschaftlich leiden? Wie stellen sie sich diesem Trend entgegen? Wir, das gesamte KB-Team, halten mit unseren Mitteln und Engagement ein Stück soziales Leben und Kommunikation aufrecht. Das ist unser Auftrag und Selbstverständnis.

Ich möchte Sie daher persönlich darum bitten, bleiben Sie uns weiterhin als Abonnent oder auch als Einzelkäufer treu, denn es wird auch wieder eine Zeit nach Corona geben, in der das gesellschaftliche Leben sich wieder normalisiert und wir wieder eine Vielzahl an Terminen wahrnehmen können und das KB dann wieder im vollen Umfang gefüllt ist mit Kävelse Geschichten und Berichten. In diesen Zeiten, einer absoluten Ausnahmesituation, müssen wir alle solidarisch zueinanderstehen. Ich jedenfalls will alles dafür tun, dass es die Heimatzeitung weiterhin gibt, doch ohne Ihre Hilfe schaffe ich das nicht! Für Ihr Verständnis und Ihre Treue darf ich mich bei Ihnen, auch im Namen des Redaktionsteams, der Reporter und auch der Verwaltungsmitarbeiter im Voraus recht herzlich bedanken. Wenn Sie gerne über ein Thema mit mir oder dem Redaktionsteam sprechen möchten, dann melden Sie sich bitte per E-Mail, Telefon, Whats­App, Telegram oder Facebook. Wir nehmen dann Kontakt mit Ihnen auf.

Noch ein Hinweis: Wir haben eine spezielle kostenfreie Serviceseite eingerichtet, auf der sich wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit sowohl Hilfesuchende als auch Hilfeanbietende eintragen können, für z. B. Einkaufsservice, Fahrservice zum Arzt, Gassi-Dienste etc.. Einfach alles das, was im Rahmen der zulässigen Leistungen vom Bürger zum Bürger erlaubt ist. Die Adresse lautet www.kevelaer-aktiv.deIn diesem Zusammenhang bitte wir auch alle Gewerbetreibenden, die nun Lieferdienste anbieten, sich bei uns zu melden, damit wir diese Angebote für alle Kevelaerer übersichtlich bündeln können.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Krise.

„Ich wollte schon immer Journalist werden“

Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft fürs Schreiben. „Ich saß mit zehn Jahren an der Schreibmaschine meiner Mutter und habe fiktive Bundesligaspiel-Berichte geschrieben“, erinnert sich Alexander Florié-Albrecht zurück. Und er hielt an seiner Leidenschaft fest. Der gebürtige Oberhausener absolvierte sein Studium im Bereich Geschichte, Politik und Allgemeine/vergleichende Literatur. Damit wollte er „Grundlagen schaffen“ für seine Arbeit, denn für ihn stand fest: Ich möchte Journalist werden. Nach beruflichen Tätigkeiten unter anderem beim Radio (Ausbildung zum Rundfunk-Redakteur), in der Pflege und in diversen Printmedien führte ihn sein Weg im Jahr 2009 schließlich zum Kevelaerer Blatt – eigentlich eher zufällig.

„Ich bin zufällig auf die Internetseite des Kevelaerer Blattes gestoßen“, erzählt der 50-Jährige, der in Moers aufwuchs. Ein Telefonat und ein Gespräch mit der damaligen Redaktionsleiterin später, war er Teil des Teams. Im gleichen Jahr kaufte er mit seiner damaligen Frau eine Doppelhaushälfte in Kervenheim. So war er sowohl beruflich als auch privat in Kevelaer angekommen und fand „schnell Kontakt zu den Menschen in Kevelaer.“ Heute lebt er mit seiner Lebensgefährtin in Kevelaer, fühlt sich hier wohl.

Nah an den Menschen sein

Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und Kontinuität – das sind wichtige Konstanten im Leben des KB-Reporters. Die Kontinuität spiegelt sich zweifelsohne in der nun elfjährigen Tätigkeit beim KB wider. Warum er der Wochenzeitung über so viele Jahre treu geblieben ist? „Ich habe mich immer wohl gefühlt mit den Menschen beim KB.“ Außerdem liege ihm das Projekt sehr am Herzen, weil Kevelaer mit der Heimatzeitung „eine besondere Sache“ habe, die „unter allen Umständen erhalten bleiben“ sollte. Vor allem aber macht ihm seine Arbeit einfach Spaß. „Die Termine, die mir am meisten Spaß machen, sind die, bei denen ich ganz nah an den Leuten bin.“

Für den KB-Reporter muss es nicht immer das ganz große Ding sein. Auch die kleinen Geschichten, das Engagement der Leute für die vielen kleinen Projekte in der Stadt machen für Alexander Florié-Albrecht das Besondere aus – „abzubilden, wie vielfältig das Leben in Kevelaer ist.“ Heute lebt der 50-Jährige seine Leidenschaft nicht nur beim Kevelaerer Blatt, sondern auch bei der NRZ und der Rheinischen Post aus, für die er ebenfalls tätig ist. Was ihn in diesem Beruf hält? „Man lernt jeden Tag“ und er liebt es, den Menschen zuzuhören und besondere Geschichten daraus mitzunehmen.

Vertrauensvolle Treffen und Gespräche

Zuhören – das müsse man in diesem Beruf einfach beherrschen – und mögen. Und dass ihm die Menschen ihre Geschichten erzählen, darüber ist Alexander Florié-Albrecht glücklich. Sein Dank gilt den Menschen, „die mir bei den Treffen und Gesprächen Vertrauen geben, dass die Informationen angemessen und würdevoll behandelt werden.“

Noch heute ist der KB-Reporter neugierig auf die Begegnungen mit den Menschen. Für ihn hat der Beruf seinen Reiz im Laufe der Jahre nicht verloren. „Die Freude am Schreiben, die Freude am Geschichten erzählen hat mich mein Leben lang begleitet. Deswegen werde ich das wahrscheinlich auch bis an mein Lebensende machen.“ 

Sie liebt die alltäglichen Geschichten

Fast 15 Jahre ist sie Teil der Kevelaerer Heimatzeitung – schreibt Geschichten, lernt neue Menschen kennen und lässt die Leser an ihren Begegnungen teilhaben. Anlässlich unserer Serie „Das KB stellt sich vor“ blickt Reporterin Hildegard van Lier auf ihre ganz eigene Geschichte beim KB zurück. „Nächstes Jahr bekomme ich dann einen Kuchen“, lacht die 59-Jährige. Denn dann macht sie die 15 Jahre als Mitarbeiterin beim Kevelaerer Blatt komplett. Angefangen hat alles mit einer Anmoderation der Aktuellen Stunde, die Hildegard in Folge einer Wunschaktion zur Sternschnuppen-Nacht gestalten durfte.

„Ich würde da gerne mal moderieren“, lautete damals ihr bescheidener Wunsch. „2 Tage später riefen sie an“, erinnert sich die gebürtige Twistedenerin zurück, die damals mit der Zusage zunächst überfordert war. Ihr Mann Horst van Lier, mit dem sie bereits seit über 35 Jahren verheiratet ist, sprach ihr Mut zu. Und „das war ein Riesenerfolg. Das war eine ganz tolle Erfahrung.“ Daraufhin habe sich die damalige Inhaberin des KB, Delia Evers, gemeldet mit den Worten: „Wer so erzählen kann, der kann auch so schreiben.“ Es folgte ein holpriger Start.

Jeder Interviewpartner ist besonders

„Schreibe so, als wenn du es einer Freundin erzählen würdest“, habe Delia Evers ihr damals als Starthilfe mit auf den Weg gegeben. Und so erzählt Hildegard van Lier nun Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, davon, wenn mal wieder zwei Menschen geheiratet haben, Kindergärtnerinnen in den Ruhestand gehen oder Kinder Wildblumen aussäen. „Besonders die ‚alltäglichen‘ Menschen, die nicht im Rampenlicht stehen“, findet sie spannend. „Weil mich die Leute einfach interessieren. Jede Begegnung mit einem Interviewpartner hat mich bereichert.“

Hildegard ist gerne in der Natur unterwegs. Foto: privat

Glück und Zufriedenheit findet die Mutter von zwei bereits erwachsenen Söhnen aber auch in ihrem Beruf als Einzelhandelskauffrau im Edeka-Markt in Twisteden. Seit 30 Jahren ist sie dem Geschäft treu. „Ich bin lebendes Inventar in Twisteden“, lacht die 59-Jährige. Vor allem die Begegnungen mit den Bürgern und spannende Gespräche bereichern ihre Arbeit dort. Doch am allermeisten geht die KB-Reporterin in einer Sache auf: der Rolle als Oma. Denn Oma zu sein „ist das schönste Geschenk, das es gibt“, erzählt Hildegard lächelnd beim Gedanken an den 3,5-jährigen Enkel Tom, der regelmäßig einen „Oma-Opa-Tag“ genießen darf.

Ein hauseigenes KB-Archiv

Auch wenn die Twistedenerin gerade nicht fürs KB im Einsatz ist – ein Stück der Heimatzeitung hat sie immer zu Hause. Denn dort, verrät sie im Gespräch, hat sie ihr ganz eigenes KB-Archiv. Seit 2006 hat sie jede einzelne Ausgabe aufgehoben – und das dürften inzwischen über 700 Stück sein. Das sei ihr an der ein oder anderen Stelle bereits zugute gekommen, erzählt die Reporterin. Benötigt sie mal Informationen aus einer älteren Ausgabe, kann sie sich nämlich durch ihr hauseigenes Archiv wühlen.

Auch wenn Hildegard sich besonders für Begegnungen mit „alltäglichen“ Menschen interessiert und nicht immer auf der Suche nach der ganz großen Schlagzeile ist, ist ihr eine Geschichte besonders in Erinnerung geblieben. „Ich vergesse nie das Interview mit den Höhnern.“ Gemeinsam mit ihrem Mann Horst war Hildegard im Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus zu Gast beim Auftritt der Kölner Musikband. Nachdem sie sich in den Kopf gesetzt hatte, ein Interview mit der Band führen zu wollen, scheiterten die ersten Kontaktversuche des Abends. Bis der Frontmann der Gruppe, Henning Krautmacher, die Reporterin zu sich winkte und sie mit den Worten „Mädschen, komm mal mit“ zum Interview mit hinter die Bühne nahm – ein einzigartiges Erlebnis, das der Reporterin, die doch eigentlich für die „alltäglichen Geschichten“ zuständig ist, immer in Erinnerung blieb. „Die hatten da auch echt leckere Häppchen stehen, aber mir war der Hunger dann vergangen.“

„Man lernt immer dazu“

In unserem Blick hinter die Kulissen des Kevelaerer Blattes stellen wir heute Doris de Boer vor, eine unserer „rasenden Reporterinnen“, die sich jetzt allerdings erst einmal etwas Ruhe gönnen wird.

KB: Doris, Du stammst gebürtig aus Süddeutschland. Was hat Dich nach Kevelaer geführt?

Doris de Boer: Die Liebe. Mein Mann ist Holländer, eigentlich „fliegender Holländer“, denn er ist beruflich sehr viel in der ganzen Welt unterwegs. Als ich noch in München Theologie studiert habe, haben wir uns dort auf einer Wallfahrt kennengelernt. Er hat sich schließlich in Kevelaer niedergelassen, weil er mehr in Deutschland arbeitet als in Holland und hier nah an seiner Heimat ist. Der Wallfahrtsort gefiel ihm schnell. Er war calvinistisch und ist dann zum Katholizismus konvertiert, den er hier natürlich in Fülle vorfindet. Nach meinem Studium bin ich ihm sehr gerne nach Kevelaer gefolgt.

Und wie bist Du schließlich zum KB gekommen?

Ich habe anfangs für die RP geschrieben und war dafür auch oft in den umliegenden Städten, zum Beispiel in Aldekerk und Nieukerk unterwegs. Aber ich bin gern mit dem Fahrrad unterwegs und wollte lieber über Kevelaer schreiben, schließlich gibt es hier auch genug zu berichten. Mich interessieren die Heimatgeschichte und natürlich das Wallfahrtsleben. Deshalb habe ich einfach mal beim KB angerufen und stieg dann gerne beim KB ein.

Wie gehst Du ans Schreiben ran?

Früher hat es immer gedauert, einen Einstieg in den Text zu finden. Inzwischen bin ich seit zehn Jahren dabei, und wenn ich erst mal den ersten Satz habe, schreibt sich der Text fast wie von allein. Man lernt schnell zu formulieren. Ebenso wie man lernt, die richtigen Fragen zu stellen.

Fürs KB schreibst Du oft über Kirche und Wallfahrt. Woher stammt Dein Bezug zum Thema?

Ich interessiere mich einfach für Spiritualität, gelebten Glauben und die frohe Botschaft der Bibel. Glaube heißt für mich, dass es mehr gibt als das Sichtbare, dass wir uns einem höchsten Wesen verdanken, der aus Liebe die Welt ins Sein rief, der mit den Sinnen nicht greifbar ist, aber der doch hinter allem steht. Glaube im Alltag hat für mich viel mit Reifen und Wachsen zu tun, aus den Erfahrungen des Lebens, auch aus Fehlern oder Krisen zu lernen, in Dankbarkeit heraus jeden Tag zu leben, seine Talente zu entfalten, Gutes zu tun oder Freude zu schenken.

Trotzdem berichtest Du über viele Themen – das KB ist ja auch keine Kirchenzeitung.

Ja, das stimmt. Aber man lernt immer dazu, wenn man etwas aus einer anderen Perspektive sieht. Sich mit neuen Themen zu beschäftigen, ist stets ein Gewinn. Und jeder Mensch hat seine Geschichte, seine Botschaft, die einem auf Vieles einen neuen Blick eröffnen.

Was interessiert Dich persönlich neben dem Glauben besonders?

Musik. Kevelaer ist wunderbar, was das Angebot an Musik angeht. Die Chöre, die Orchester, die vielen Möglichkeiten, ein Instrument professionell zu erlernen… Aber ich finde es schwierig, über Musik selbst zu schreiben. Gern schreibe ich Porträts von Menschen – ob über eine Hundertjährige oder einen Handwerker am Lebensabend. Menschen interviewen finde ich unglaublich toll. Ich habe meine Großeltern kaum gekannt, darum liebe ich es, von alten Menschen zu hören, von ihren Lebenserfahrungen, was ihnen weiterhalf, gerade auch in den schlimmen Zeiten. Ich finde es auch toll, dass man als Journalist herausragenden Menschen Fragen stellen kann – was man sonst nicht so leicht kann. Gern bin ich auch bei Veranstaltungen und frage die Beteiligten, Veranstalter oder Künstler, warum etwas so oder so gemacht wurde.

Als Mutter zweier, bald dreier Kinder sieht man Dich fürs KB besonders bei Veranstaltungen für Familien.

Ich finde Kindertheater toll. Da kann ich als Mutter mit meinen Kinder hingehen und berichten. Oder über Veranstaltungen aus dem Kindergarten oder der Schule berichten. So lässt sich prima Berufliches und Privates verbinden.

Die baldige Geburt Deines dritten Kindes bedeutet aber auch, dass für die rasende Reporterin jetzt erst einmal Babypause ist, oder?

Ja, der Termin ist im Februar. Ich habe mal über Bischof Johann Michael Sailer geforscht, der vor gut zwei Jahrhunderten für die Kirche und das Glaubensleben in Deutschland ganz entscheidend war und ich würde gern ein Buch mit seinen heute noch wegweisenden Gedanken herausbringen. Dafür nutze ich die Zeit, während ich auf die Geburt warte oder dann danach. Nach der Geburt werde ich erst einmal keine Zeit für Termine haben – aber man wird sicher weiter immer mal was von mir im KB lesen.

KB live in der Lokalzeit

Multimedial ging es am Dienstag, 10. Dezember 2019, zu beim WDR, als das Kevelaerer Blatt mit seinem 140. Geburtstag Thema in der Lokalzeit Duisburg war. Nach einem kleinen Beitrag über die Redaktion, der vergangene Woche in Kevelaer gedreht wurde, beantwortete KB-Herausgeber Rudi Beerden live im WDR-Studio weitere Fragen rund um Kevelaers Heimatzeitung. Wer‘s verpasst hat, findet den Beitrag in der WDR-Mediathek unter https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duisburg/video-lokalzeit-aus-duisburg—400.html.

Wie gefällt Ihnen das Kevelaerer Blatt?

Haben Sie schon teilgenommen? In der vergangenen Wochen haben wir unsere große Leserbefragung zum Kevelaerer Blatt gestartet, weil wir Ihre Heimatzeitung noch mehr an Ihren Wünschen und Interessen ausrichten möchten. Noch bis zum Sonntag, 15. September 2019, können Sie die Befragung auf unserer Internetseite ausfüllen unter www.kevelaerer-blatt.de/leserbefragung.
Damit sich die Teilnahme für Sie doppelt lohnt, gibt es auch einiges zu gewinnen: Karten für die Konzertpremiere der Band „High Fidelity“ im Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus, Frühstücksgutscheine von Kevelaerer Cafés, Exemplare des Buches „Du Mein Kevelaer“ von der in Kevelaer beheimateten Niederrhein-Journalistin Heike Waldor-Schäfer, bebildert mit Fotos des KB-Fotoreporters Axel Hundertmarck, KB Digital Schnupperabos und laminierte Posterseiten des Kevelaerer Blattes. Also nehmen Sie schnell teil – es lohnt sich!

„Gedanken stehen niemals still“

Es sind Zeilen, die berühren, und Fotos, die zum Träumen einladen. Seit einigen Wochen schon lassen uns Monika Behrens und Wolfgang Deselaers im Kevelaerer Blatt an ihren Gedanken in Form von Worten und Bildern teilhaben. „Sie sind tatsächlich im Alltagsstress entstanden“, gestehen Monika Behrens und Wolfgang Deselaers, die sich im Entstehen ihrer Gedichte und Fotos wunderbar ergänzen und damit den Alltag ein klein wenig verzaubern.
Mit Worten spielen

Gedichte und Geschichten schreiben, das ist der gelernten Kulturgeragogin wohl mit in die Wiege gelegt worden. Denn schon von Kindesbeinen an, sobald des Lesens und des Schreibens mächtig, verfasst sie kleine Geschichten und Gedichte. Verstärkt wird dieses, als sie einen Gedichtband erbt. „Da habe ich bei mir gedacht: Mit Worten spielen – das kann ich auch“, verrät die 42-jährige Mutter zweier Töchter, deren Kreativität kaum Grenzen zu kennen scheint. Denn auch im Umgang mit Pinsel und Farbe zeigt sich die künstlerische Ader von Monika Behrens. Bis vor Kurzem besucht sie einmal wöchentlich eine Künstlergruppe in Straelen. „Leider fehlt mir dafür im Moment die Zeit“, bedauert Monika Behrens.
Eine künstlerische Ader steckt auch in Wolfgang Deselaers. Auch er malt seit frühester Jugend, entwickelt aber zunehmend eine Liebe zur Fotografie. 1980 erwirbt er seine erste Kamera, sucht seitdem den richtigen Blick im richtigen Moment zu finden. „Was nicht immer so einfach ist“, gesteht der 55-jährige Diplom-Ökonom und leidenschaftliche Fotograf. Nun mag es reiner Zufall sein, dass sich zwei kreative Menschen wie Monika Behrens und Wolfgang Deselaers begegnen und sich auch noch gegenseitig in ihrem Schaffen bereichern. Es scheint aber fast so, als haben sich beide gesucht und gefunden.
Seit mehr als sechs Jahren ergänzen sich die kreativen Gedanken von Monika Behrens und Wolfgang Deselaers. „Gedanken stehen niemals still“, erklärt die Betreuerin im Katharinenhaus in Winnekendonk, die in ihre Gedichte sehr emotionale Gedanken einfließen lässt. „Das können bedenkliche wie auch fröhliche Gedankengänge sein“, führt sie weiter aus. Ihr Partner sucht und findet das passende Foto dazu.
„Manches Mal entstehen die Gedichte auch aus dem Foto heraus“, erklärt ebenfalls der Vater zweier Töchter. Unterwegs ist das Paar immer mit offenen Augen und einem Blick für das Wesentliche. Ob in der Natur, in Städten, auf dem Jahrmarkt oder Flohmarkt, immer ist die Kamera dabei.
Lisbeth und Co

Neuerdings wird das Paar von Lisbeth und ihren Freunden begleitet. Lisbeth und Co sind kleine Filzgeschöpfe in Form von Maus, Löwe, Frosch, Waschbär und vielen weiteren tierischen Gefährten. Gemeinsam mit Monika Behrens und Wolfgang Deselaers begeben sie sich auf Entdeckungsreise durch die Welt. Daraus ist jetzt ein kleines Buch entstanden: „Lisbeth’s Welt“, mit einer anrührenden Geschichte von Monika Behrens und Fotos von Wolfgang Deselaers. „Lisbeth’s Welt“ spiegelt genau den Leitspruch des sympathischen Paares wider: „Der Zauber ist in uns. In Herz und Hand.“ Lassen auch Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, wöchentlich von unserer Kolumne mit Gedicht und Foto berühren und verzaubern. Viel Spaß dabei.

Das Heimatlied für die Hosentasche

Auf dem Heimatabend lagen sie auf den Tischen aus und fanden buchstäblich großen Anklang: Das Kevelaerer Blatt hat die vier Strophen des Kevelaerer Heimatliedes auf eine faltbare Karte in Visitenkartengröße drucken lassen. Zum immer und überall dabeihaben und mitsingen. Passt praktischerweise in die Hosentasche oder ins Portmonee. Wer noch keines hat: Die Heimatlied-Kärtchen des KB gibt es kostenlos in der Redaktion des Kevelaerer Blattes im E-Werk-Office-Port in der Johannesstraße 11. Holen auch Sie sich Ihr Kevelaerer Heimatlied „to go“!

Zum neuen Jahr

Da ist es wieder … ein neues Jahr. Und wieder falle ich, wie eigentlich bei jedem Jahreswechsel, in ein kleines Loch. Jetzt geht alles wieder von vorn los … immer passiert das Gleiche … ewig grüßt das Murmeltier. Hoffentlich passiert in diesem Jahr nichts Schlimmes, wie soll ich damit fertigwerden, hoffentlich bleiben alle gesund usw. Die Liste ist endlos. Solche Gedanken schwirren durch meinen Kopf.
Mittlerweile bin ich auf der Hut, wenn solche Gefühle mir das Leben schwer machen. Denn ich merke, dass ich mich selbst runterziehe. Ich glaube, dass es vielen Menschen ähnlich geht an den ersten Tagen des neuen Jahres. Es passieren Dinge, an denen man nichts ändern kann. Ein geliebter Mensch stirbt, man wird verlassen, man wird krank oder verliert den Arbeitsplatz. Da schlägt das Schicksal wieder zu und der Mensch steht da und schnappt nach Luft. Wie geht man damit um?
Auch ich bin leider nicht der positivste Mensch auf dieser Welt. Ich hadere oft mit den Umständen, an denen man nicht wirklich etwas ändern kann. Aber seitdem ich älter bin, merke ich, wenn sich meine Gedankenspirale im Kreis dreht. Und dann setze ich mich hin und höre in mich hinein. Warum denkst du schon wieder so? Dinge, die du nicht ändern kannst, musst du akzeptieren. Es liegt nicht alles in unserer Hand. Was ist, ist. Aber wir können entscheiden, ob wir sagen: Okay, dann mach ich das Beste daraus – oder wir können aufgeben und zerbrechen daran.
Das Leben ist nicht immer gut, aber auch nicht immer schlecht. Man muss lernen, die guten Dinge wirklich zu schätzen, und das, was man nicht ändern kann, zu akzeptieren. Auch ich tue mich schwer damit, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Jedes neue Jahr ist eine wundervolle Chance. Wie ein Buch, das von uns geschrieben werden möchte. Jeder hat die Möglichkeit, an jedem Tag das Beste aus sich selbst zu machen. Und so stehe ich hier am zweiten Morgen des neuen Jahres auf meinem Balkon, schaue in den Himmel, sehe, wie die fleißigen Postmitarbeiter ihre Autos beladen, und denke, ja, es läuft alles so, wie es soll. Ich werde aus diesen 365 Tagen das Beste machen.
Genauso, wie Sie. Ich wünsche Ihnen ein gesundes und wundervolles Jahr 2019.