Aktuelles aus Achterhoek

Zum Auftakt eine Ü70-Party

Ab morgen dürfen sie wieder geöffnet werden, diese geheimnisvollen Türchen, womit man sich Tag für Tag dem bevorstehenden Weihnachtsfest nähert. Gerade die Adventszeit lädt uns ein zur Ruhe zu kommen, mal abzuschalten und gute Gespräche zu führen. Genau deshalb kam Petra Baaken vor fünf Jahren auf die Idee, im Achterhoek den lebendigen Adventskalender einzuführen. Und das mit Erfolg.
„Ohne die Unterstützung und Rückendeckung meines Mannes hätte ich das aber niemals gewagt“, betont die Achterhoekerin, die sich, wie auch die Bewohner im Ort, auf gesellige Adventsnachmittage freut. „Auch in diesem Jahr haben sich wieder tolle und außergewöhnliche Gastgeber bereit erklärt, ihre Türe beziehungsweise ihr Tipi-Zelt zu öffnen“, berichtet die Initiatorin des lebendigen Adventskalenders, die sich besonders über die Teilnahme der Indianerfreunde des Stammes „Wang Sini Tangkal“ freut.
Zuvor aber findet am kommenden Samstag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr die diesjährige Eröffnungsveranstaltung im Achterhoeker Gemeinschaftsraum statt. Dazu sind besonders die Senioren, die nach vorheriger Anmeldung abgeholt und auch wieder heimgebracht werden, eingeladen. Bei Kaffee, Weckmännern und Gebäck kann dabei geklönt und auch gesungen werden. „Das lieben die älteren Menschen besonders“, weiß Petra Baaken, die sich bewusst für einen „Ü70er-Advents-Treff“ eingesetzt hat. „Bisher haben wir die Senioren im Advent immer einzeln besucht“, so die Adventsliebhaberin, „aber ein gemeinsamer Nachmittag, gerade im Advent, ist unersetzbar“, erklärt Baaken. Mit einer kleinen Verlosung wird diese Auftaktveranstaltung himmlisch versüßt.
Etwas turbulenter dürfte es nur eine Woche später am Samstag vor dem zweiten Advent am Winkelschen Weg zugehen. Hier öffnen die Indianerfreunde des Stammes „Wang Sini Tangkal“ zwischen 17 und 19 Uhr die Tipi-Zelte und laden ihre weißen Nachbarn zu einer friedlichen Zusammenkunft im Westernsaloon ein. „Das dürfte ein spannender Nachmittag werden“, so Petra Baaken. Dabei wollen die Indianer Einblick in das Leben der Rothäute gewähren. Ob dabei eine Friedenspfeife geraucht und Whisky statt Glühwein getrunken wird, bleibt offen.
Am dritten Adventssonntag, dem 16.Dezember, findet die beliebte Achterhoeker Veranstaltung zwischen 17 und 19 Uhr an der Vereinswiese des NuK (Natur und Kultur im Achterhoek) bei Familie Verhülsdonk in der Ploo statt. Unter dem Motto „In der Weihnachtsbäckerei” wird das dorfeigene Backhaus angefeuert. Die darin gebackenen Plätzchen dürften bei Kakao und Kaffee besonders gut schmecken. Weihnachtsgeschichten und Lieder lassen diesen Mittag stimmungsvoll ausklingen.
Am vierten Advent dann, der gleichzeitig auf den Heiligen Abend am 24. Dezember fällt, findet um 17 Uhr in der St.-Josef-Kapelle eine Stunde der Besinnung mit Musik und Ruhe bei Kerzenschein statt. Mit weihnachtlichen Gedanken von Pastor Manfred Babel und Anika Baaken und musikalischer Begleitung des Sängers „Mr. Soul“ Hans Ingenpass können sich die Besucher des lebendigen Adventskalenders auf das Wunder der Weihnacht vorbereiten. Mitgebrachte Kerzen können am Friedenslicht aus Bethlehem entzündet werden. Während dieser Veranstaltung können haltbare und möglichst in Schuhkartons verpackte Süßigkeiten als Geschenk vor der Krippe niedergelegt werden. „Diese werden an die Kevelaerer Tafel weitergeleitet und an bedürftige Familien verteilt“, verspricht Petra Baaken, die sich mit ihrer Familie auf die bevorstehende Adventszeit freut.

Unerwarteter Besuch von Johannes Oerding

Da staunte Maria Wassenberg aus Kapellen nicht schlecht. Denn plötzlich und völlig unerwartet stand der deutschsprachige Popsänger und Songwriter Johannes Oerding („Wenn sich alles in Kreisen bewegt…“), vor ihr und stattete der 94-jährigen Dame einen Besuch ab.
Schon seit einigen Jahren ist Maria Wassenberg Fan von Johannes Oerding, schwärmt regelrecht von seiner Musik und seinen Texten. „Die kann man wenigstens verstehen“, so ihr fachmännisches Urteil. Schließlich wuchs der Popstar in Kapellen auf, ist deshalb im Ort und für Maria Wassenberg kein Unbekannter. Zwar stand ein Besuch ihres Schwarms ziemlich oben auf der Wunschliste, dass dieser Wunsch jedoch eines Tages in Erfüllung gehen würde, daran glaubte sie eher weniger.
Ihre Pflegerin Petra Baaken, die aus dem Achterhoek kommt, fädelte schließlich einen Kontakt ein. Und so schaute der Popstar während eines Heimatbesuches beim wohl ältesten Fan in Deutschland vorbei und erfüllte damit einer sichtlich erfreuten Dame einen Herzenswunsch.

Seite an Seite in die Zukunft

Dankbar wirken Gertrud und Franz Baaken. Dankbar für ein gemeinsames Leben. Am vergangenen Montag jährte sich der Hochzeitstag von Gertrud und Franz Baaken zum 60. Mal.
„Wir können es selber kaum glauben“, sagt das Diamantjubelpaar, „es ist doch gerade erst ein paar Jahre her, da feierten wir unsere Goldhochzeit“, fügt Gertrud Baaken lachend hinzu. Ja, das liegt gerade mal zehn Jahre zurück.
Dass Gertrud und Franz Baaken aus Achterhoek jetzt ihr Fest der Diamanthochzeit erleben dürfen, empfinden beide als Geschenk. „Wir sind zwar zehn Jahre weiter und auch älter“, bemerkt Franz Baaken, „aber soll ich etwas verraten“, fügt er mit glänzenden Augen hinzu: „ich bin so froh, dass ich meine Frau noch an meiner Seite habe.“ Gertrud Baaken schaut ihren Mann liebevoll an, hegt den gleichen Gedanken.
Das Jubelpaar weiß um die wertvollen gemeinsamen Jahre, blickt aber auch ebenso freudig in die gemeinsame Zukunft. „Wichtig ist, dass wir gesund bleiben“, sagt die 84-jährige Jubelbraut mit einem herzlichen Lachen.
1954 lernen sich die in Veen geborenen Gertrud Spettmann und der Achterhoeker Franz Baaken während einer Tanzveranstaltung in Sonsbeck kennen. „Damals dachte ich mir: Du musst diese Frau unbedingt näher kennenlernen“, verrät der 89-jährige Jubelbräutigam, der sich gerne an diese Zeit erinnert.
Am 16. Oktober 1957 läuten für Gertrud und Franz Baaken die Hochzeitsglocken. Sie sagen „Ja“ zueinander. Ein Schritt, den das Diamantpaar heute genauso wieder machen würde. „Auf jeden Fall“, versichern die dreifachen Eltern und fünffachen Großeltern, denen das Familienleben über alles geht. Denn irgendein Familienmitglied kommt immer zu Besuch. Eben schauen, wie es den Eltern und Großeltern geht. Und wenn dann die Jubelbraut, natürlich rein zufällig, gerade ihre unschlagbaren Spezialitäten gekocht hat, dann steht einem gemütlichen Beisammensein nichts mehr im Wege. Der jüngste Enkel Raphael Baaken bringt es mit seinen Worten auf den Punkt: „Oma und Opa sind die besten Kumpel.“
Das dürften auch viele Achterhoeker so sehen. Das im Dorf engagierte Diamantpaar ist bekannt und beliebt. Der gelernte Gärtner, der bis zur Pensionierung 40 Jahre als Obergärtner im gleichen Betrieb arbeitete, setzte seinen grünen Daumen auch für die Grünanlagen rund um die St. Josefs-Kapelle ein. Erst in diesem Jahr wurde Franz Baaken für seine 70-jährige Zugehörigkeit zur St. Maria Bruderschaft Achterhoek geehrt. Für die Bruderschaft trug er 1963, seine junge Frau zur Seite, die Königswürde. 20 Jahre später trug er die Festkette zur Winnekendonker Kirmes. Als sich 2013 der NuK Verein (Natur und Kultur im Achterhoek) gründet, werden Gertrud und Franz Baaken sofort Mitglied im neuen Heimatverein. Und auch hier sind die beiden auf Veranstaltungen oder Aktionen gern gesehene Gäste.
„Mittlerweile lassen wir es aber etwas ruhiger angehen“, gesteht das Jubelpaar, dem die Erhaltung des Dorfes sehr am Herzen liegt.
Auch am Buch „Achterhoek-op gen Winkel“ ist Franz Baaken maßgeblich beteiligt. „Mein Vater steuerte mit einem großen Fundus an Geschichten und Bildern über Achterhoek den Löwenanteil am Buch bei“, versichert der Buchautor Johannes Baaken.
Den Haushalt und die alltäglichen Dinge führen und erledigen Gertrud und Franz Baaken immer noch weitestgehend alleine. Dazu gehört auch noch das Werkeln im Garten. Denn in Sachen Hecke schneiden und Rosenpflege macht dem Gärtner keiner was vor. „Das ist immer noch meine Sache“, betont der Gartenliebhaber.
Unterstützung erfahren sie durch ihren Sohn Johannes und seine Frau Petra Baaken, die gleich nebenan wohnen. Sie sind zur Stelle, wenn etwas nicht mehr so geht wie noch vor einigen Jahren. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Gertrud Baaken, die ihre täglichen Runden auf dem E-Bike durch den Achterhoek dreht.
Am Samstag möchten Gertrud und Franz Baaken mit einem Dankgottesdienst für ihre 60 gemeinsamen Ehejahre danken und diesen Ehrentag mit der ganzen Familie genießen.

Cowpunk mit den Waltons

Cowpunk ist ein Subgenre von Punk Rock. Er entwickelte sich Anfang der 80er Jahre in Südkalifornien und wurde vor allem in Los Angeles gespielt. Er kombiniert Punkrock mit Countrymusik, Volksmusik, Blues, Country Rock und Folk Rock. „6/45 a day“ vom Niederrhein und „Waltons“ aus Berlin gastierten in der Feldscheune. Laut Gastgeber Natur und Kultur im Achterhoek „verabschiedete sich der Achterhoek endgültig von seiner althergebrachten Kontenance“. Das erste Punk-Konzert lies die Bauernschaft erschüttern.
Zunächst heizten „6/45 a day“ mit Coversongs quer durch den Pop-Punk den 100 Gästen ein. Die überwiegende Altersklasse Ü 40 feierte zwischen alten Eichenbalken, Plüschsofas und auf edlen Teppichen kräftig ab. Das Pils der Achterhoeker Privatbrauerei floss in Strömen. Frank, Patric, Markus und Daniel von „6/45 a day“ forderten die Gäste auf: „Wem es zu laut ist, der schaltet bitte sein Hörgerät aus.“ Dann ertönten unter anderem „Blitzkrieg Bop“, „My Hero“, „Killing in the Name“ „Westerland“.
Dann traten die Cowpunk-Legenden schlechthin, die Waltons aus Berlin auf. 1983 gegründet setzten sie bereits im darauffolgenden Jahr mit ihrer ersten Veröffentlichung „Here comes the real Western Rockabilly“ Maßstäbe. Der darauf enthaltene ‚Waltons Square‘ avancierte in kürzester Zeit über die Grenzen hinaus zur Hymne in der Szene. In der Besetzung John-Boy Walton (Gitarre/Leadvocal), Hatto Doc Walton (Bass/Vocal), Marlon Kid Walton (Drums/Vocal) und Alexandra Baron (Vocal), spielten sie aus ihrer neuen CD „Back in the saddle“, wobei es keinen der Gäste mehr ruhig auf seinem Platz hielt. Es wurde abgerockt, mitgesungen und selbst die, die keine Haare mehr hatten, ließen diese fliegen.
Das letzte Konzert des Jahres in der Feldscheune für Freunde gepflegter Musik mit uriger Stimmung und das erste Punk-Konzert im Achterhoek ließ nichts zu wünschen übrig. Kultur für Natur. Der Erlös geht komplett in den Naturschutz.

Achterhoek bei “Hier und Heute” im WDR Duisburg

Am Montag, den 11.09. (zwischen 17:30 und 18:00 Uhr) wird im Rahmen der Sendung „Hier und Heute“ (WDR Duisburg) mal wieder der Achterhoek vertreten sein.

Wie es dazu gekommen ist, hat uns Johannes Baaken zusammen gefasst:

Bericht zum Drehtermin des WDR zum Thema „Mein Lieblingsort“ in Hier und Heute

Am Mittwoch, 23.August trat der WDR per Mail mit der Bitte an die NuK Geschäftsstelle heran, über Achterhoek in der o.g. Sendung berichterstatten zu dürfen.

Wie ich schließlich zu der Ehre kam, ausgerechnet an meinem Geburtstag einem TV Sender meinen Lieblingsort vorstellen zu dürfen kann ich mir denken……….

Am Dienstag, 05.September gegen 10:00Uhr erreichte ein WDR Fahrzeug aus Köln den Hungerwolf und es entstieg die freie Journalistin Frau Katrin Römer mit einem Kameramann.

Nach einer kurzen Vorbesprechung unter unserem Kastanienbaum in der die Reiseroute festgelegt wurde, startete eine 240 Minuten dauernde Führung durch meinen Lieblingsort, den „Achterhoek“.

Zunächst wurde unser Gemeinschaftsgarten mit Weidentipi und Wildblumen-Versuchsflächen sowie  Bunkerbeet vorgestellt. Im Anschluss wurde Raphaels Hühnerzucht mit „Harry“ dem stolzen Hahn und Teile unserer geschichtlichen Sammlung besichtigt.

Nach einer kleinen Stärkung wurden die Besichtigungspunkte: Sankt Josef Kapelle, Dorfplatz mit Bücherzelle, ehemaliges Schulgebäude mit Gemeinschaftsraum,  Mammutbäume, Rödchenstadion, Haus Winkel, NuK Vereinswiese mit Dorfbackofen und die alte Event-Feldscheune auf Vorsumshof angesteuert. Wegen des engen Zeitfensters, war ein Besuch der Singendonkschen Mühle und sonstigen Sehenswürdigkeiten im Achterhoek leider nicht möglich.

Die vier Stunden vergingen wie im Fluge. Ich musste jedoch feststellen, dass ich als TV Sternchen wohl nur eingeschränkt tauglich bin und das ständige Bauch einziehen sehr anstrengend werden kann. Ebenso war das nicht in die Kamera schauen bei Beantwortung der unzähligen Fragen sehr gewöhnungsbedürftig.  Ich hoffe dennoch, dass ich meinen Lieblingsort  „den Achterhoek“ auf meine Art gut vorgestellt habe und bin auf die Sendung sehr gespannt.

Kurzum, es hat mir Freude bereitet und macht den Achterhoek hoffentlich „noch“ bekannter!

Das WDR –Team war gut drauf, sehr freundlich, überhaupt nicht abgehoben und wirkte sehr interessiert.

Den 53ten Geburtstag werde ich sicherlich lange in Erinnerung behalten und bedanke mich besonders bei Petra, Mattes, Frau Römer und dem WDR.

Herzliche Grüße Johannes Baaken

Quelle: Natur und Kultur im Achterhoek e.V.

Schlaganfall: „…und danach kommt die Angst“

Am Dienstag, des 15. Juli 2014 kam Karl-Heinz („Kalle“) Baaken (59) vom Spätdienst bei der Deutschen Bundesbahn nach Hause und freute sich auf sein Abendessen. Das wollte er sich an diesem Tag selbst zubereiten, da seine Frau Gabi noch bei ihrer „Krabbelgruppe“ war (eine Gruppe von Müttern, die das regelmäßige Treffen über das Erwachsen werden ihrer Kinder beibehalten haben).
Für den bodenständigen, in Kevelaer wohnenden, Baaken eigentlich ein Abend wie viele andere zuvor auch. Doch es sollte anders kommen. Er erinnert sich besonders gut an diesen Abend, zum einen weil er die Rückkehr der deutschen Weltmeister-Elf aus Brasilien im Fernsehen verfolgen wollte und zum anderen weil ihn „der Schlag“ traf.
Nach dem Verzehren seines Abendessens stand er vom Tisch auf, um das Geschirr in die Küche zu bringen, als er spürte das ihm schwindelig wurde. Sein erster Gedanke war, du bist zu schnell aufgestanden. Wer kennt dieses Gefühl nicht auch, wenn der Kreislauf  mit dem abrupten Aufstehen nicht sofort klar kommt. Doch etwas war anders, denn plötzlich lag er auf dem Boden und ein Arm und auch eine Hand waren verkrampft und ein Bein wollte ihm nicht mehr gehorchen. Nach einger Zeit konnte er sich unter starken Mühen aufstellen und schaute in einen Spiegel. Als er seinen herunterhängenden Mundwinkel und das schiefe Gesicht sah, wollte er laut mit sich selbst reden, allerdings konnte er die Laute, die aus seiner Kehle drangen nicht mehr verstehen. Sofort schoss es ihm der Gedanke durch den Kopf „Scheiße, du hast einen Schlaganfall“.
Irgendwie fiel ihm ein den Notruf zu wählen und es war ihm ganz klar, dass das die 112 ist. Auch, dass er dazu ein Telefon benötigte erschien ihm logisch. So ergriff er das Handy, das in der Nähe lag, doch wusste er nicht mehr was er damit sollte. Er konnte sich einfach nicht mehr erinnern, wie er das Telefon bedienen muss. Einfach weg die Erinnerung.
Hilflos in der Küche
Hilflos und allein ließ er sich in der Küche nieder und legte seinen  Kopf auf die verschränkten Arme auf Küchentisch. Es sind dann wohl 30 Minuten vergangen bis seine Frau nach Hause kam und fragte, „Sag mal Kalle warum sitzt du denn hier im dunkeln? Schläfst du?“ Als sie erkennt, dass ihr Ehemann in großer Not war, packt sie ihn beherzt sofort ins Auto und fuhr zum Kevelaerer Krankenhaus. „Meine Frau ist eine echte Kämpferin, hätte ich sie und die professionelle Ersthilfe im Marienhospital nicht gehabt, wer weiß…
Baaken hatte sehr viel Glück, da ihm schnell geholfen wurde. Auch der Umstand, dass er einen Ruhepuls von nur ca. 50 Schlägen hat (ähnlich wie bei Leistungssportlern), hat vermutlich größere Schäden verhindert. So vermuteten es zumindest seine behandelnden Ärzte. „So ein Schlaganfall ist schon eine komische Sache“, sagt er, „es tut nicht weh und manche Dinge die man vorher aus dem Eff-Eff konnte gehen dann nicht  mehr“. Auf einfache Fragen, die man ihm zur Diagnose im Krankenhaus stellt, fand er keine Antworten. So zeigte man ihm ein Bild, auf dem eine Tomate abgebildet war. Er erkannte zwar den Gegenstand, konnte aber nicht mehr das passende Wort dafür über die Lippen bringen. „Oder“, so führt er weiter aus, „Multiplizieren konnte ich,  nur addieren nicht, auch simpelste Aufgaben, diese Fähigkeit war weg“.
Nach dem Verlassen des Krankenhauses kam das übliche Programm der Nachsorge und Reha, um seine Defizite in den Griff zu bekommen. Die Physiotherapie half ihm die eingeschränkten Bewegungsabläufe wieder herzustellen, mit Logopädie die Sprache zu normalisieren und die Wortfindungsstörungen abzubauen. „Manchmal ist es auch heute, nach drei Jahren, noch so, dass mir einzelne Worte nicht spontan einfallen wollen, aber die Logopädin hat mir Tricks beigebracht, wie ich das umgehen kann bzw. wie ich mich an das fehlende Wort erinnere“, sagt er mit einem Lächeln.
Plötzlich kam die Angst
Er war schon eine ganze Weile aus der Reha zurück aber noch nicht wieder arbeitsfähig. Daher verbrachte er viel Zeit Zuhause. Seine Frau Gabi war ganztägig arbeiten und sein erwachsener Sohn wohnt in einer anderen Stadt. Sein Tagesablauf gab zu viel Raum zum Grübeln und um sich selbst zu beobachten. Und dann war sie plötzlich da, die Angst.
Denn jedes Mal wenn ihn irgendetwas zwickte kreisten seine Gedanken sofort um das, was ihm wiederfahren war und dass das möglicherweise wiedergeschehen kann. Dieses negative Gefühl kam immer häufiger und er steigerte sich derart heftig hinein, dass sein Blutdruck auf 200 hochschnellte. Umgehend wurde er wieder ins Marienhospital eingeliefert und kam erneut auf die Stroke Unit (Spezialstation für Schlaganfallpatienten). Hier konnte man jedoch nichts diagnostizieren, dass auf ein körperliches Defizit hindeutete. Man gab ihm die Empfehlung sich in psychologische Behandlung zu begeben, um seine Ängste abzubauen. Zum Psychologen? Das war ihm dann doch suspekt. „Da war ich doch noch nie. Und was soll ich da“, so schildert er seine ersten Gedanken.
Aber er wollte und musste sich seiner Angst, die sich schon zu einer beginnenden Depression ausweitete, stellen. Es war nicht die Angst vor dem Tod, sondern von jetzt auf gleich nicht mehr gebraucht zu werden und nichts mehr alleine zu können. „Ich hatte riesige Angst ein Pflegefall zu werden. Ich war doch immer der, der geholfen hat. Ob im Beruf bei der Bahn oder sonst im alltäglichen Leben“, sagt er mit ernster Mine.
Also begab er sich zur regelmäßigen psychologischen Behandlung nach Kalkar und in eine erneute Reha nach Füssen.  „Das alles hat mir unglaublich geholfen. Aber die beste Medizin hat mit ein Arzt in Kalkar verabreicht. Dieser fragte mich nach meinen Hobbies und ich erwähnte, dass ich sehr gerne und auch viel lese. Darauf hin meinte der Arzt, dann könne ich doch auch ein Buch schreiben über das, was mich beschäftigt. Denn wer lesen kann, der kann auch schreiben“, erzählt Baaken sehr emotional.
Mit dem Gedanken, tatsächlich ein Buch zu schreiben, setzte er sich intensiv auseinander und kaufte eine Ausgabe „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ von Gabi Köster (Kölner Komikerin, erlitt 2008 einen schweren Schlaganfall), um herauszufinden wie andere das gemacht haben.
Baaken war aber enttäuscht über den Inhalt, da nicht wirklich etwas über ihre Krankheitsgeschichte und ihre Ängste in dem Buch stand. „Das kann ich besser“, war seine Überzeugung. Er setzte sich an seinen PC und fing an drauf los zuschreiben. „Am ersten Tag hatte ich bereits 50 Seiten geschafft“, sagt er voller Begeisterung. Eva Dicks, die er aus der ehrenamtlichen Hilfe kennt –  die beiden geben Deutschkurse für Flüchtlinge im Sporthotel – bestärkte ihn darin und bot ihm Hilfe beim Korrekturlesen an. Sie brachte ihn auch darauf, das Buch im Selbstverlag zu produzieren. (Anm. d. Red. Selbstverlag oder Eigenverlag bezeichnet die Herausgabe eines Buches oder anderer Publikationen durch einen Autor selbst, der damit zum Selbstverleger wird).
Nach rund sechs Monaten des Recherchierens und Schreibens sowie Dank der Unterstützung durch seine Familie war es dann soweit, das Buch war mit 228 Seiten fertiggestellt. Das erste vollständige Exemplar gab er seiner Mutter zur Lektüre. „Nach zwei Tagen war sie fertig und war mächtig stolz auf mich“, sagt er mit leicht wässrigen Augen. „Wenn ich die Endfassung lese, dann hätte ich heute sicherlich 350 Seiten schreiben können. Es fallen mir jeden Tag noch Dinge ein, die erwähnenswert sind“.
„Ich möchte mit diesem Buch auch manchem die Hoffnung geben, dass nach einem Schlaganfall das Leben auch immer noch schön sein kann. In der Reha habe ich viele, jüngere und ältere Menschen kennengelernt, die nicht so viel Glück wie ich gehabt haben. Denen möchte ich Mut machen.” Sein Lebensmoto heute lautet: „Bevor du sagst, das kann ich nicht, versuche es und du wirst sehen, du kannst es. Nach dieser Maxime hatte ich die letzten zwei Jahre nicht gelebt. Jetzt kommt das gute Gefühl wieder und es geht mir gut, auch wenn die Angst nicht vollständig weg ist“.
Er hat Pläne. Er arbeitet wieder bei der Deutschen Bahn, erfüllt aber andere Aufgaben als früher, da er in dem was er zuvor machte nicht zu 100 Prozent einsatzfähig ist.
„Ich gehe wieder gerne zur Arbeit und meine neue Tätigkeit füllt mich aus. Ich werde dann in gut drei Jahren in Rente gehen können und spätestens dann werde ich wieder ein Buch schreiben. Vielleicht wird es eine ergänzende Fassung des jetzigen sein oder etwas gänzlich anderes. Erste Ideen habe ich bereits. Jetzt bin ich erst mal gespannt, wie mein Buch angenommen wird und wie die Reaktionen darauf sein werden. Das Buch ist erschienen unter dem Titel „….und danach kommt die Angst“ und kann als Taschenbuch in jeder Buchhandlung oder auch als eBook erworben werden. Wer Baaken schreiben möchte, der kann ihm eine Nachricht unter baaken@gmx.net zukommen lassen.

Das Comidee-Duo sorgte für ein volles Haus

„Ich liebte ein Mädchen aus Witten, wir aßen zusammen nur Fritten. Ich zog dann recht flott nach Essen, nur um sie schnell zu vergessen.“ So – in stark abschwächender Abwandlung eines alten Insterburg & Co-Songs – oder so ähnlich bot das Comidee-Duo aus Rainer Niersmann und Franz Heckens Limericks und Quatsch-Reime vom Feinsten. Und weil es das Publikum so vehement forderte, wurden auch die unfertigen und auch jene Reime ausgepackt, die sich weder reimten geschweige denn einen Sinn ergaben. Die Comedy-Freunde, die nach Achterhoek gekommen waren, hatten die Tränen in den Augen.
Rainer Niersmann und Franz Heckens hatten aber noch wesentlich mehr im Gepäck. Neben den generell konträren Ansichten von Mann und Frau standen unser Konsumverhalten und auch die omnipräsente menschliche Notdurft im Mittelpunkt des Abends.
Die Scheune platzte aus allen Nähten, es gab keinen freien Sitzplatz mehr und die Organisatoren schafften Stuhl um Stuhl heran. Wären auch nur noch zwei weitere Gäste zur alten Feldscheune gekommen, sie hätten nicht mehr hinein gepasst.
Teilnehmer der LandArt, NuK-Mitglieder und viele, die aus der Zeitung von dem Auftritt erfahren hatten, waren gekommen. Diejenigen, die das Ambiente noch nicht kannten und zum ersten Mal im Achterhoek waren, äußerten sich begeistert über die Wohnzimmeratmosphäre und den familiären Umgang untereinander.
„So kann es weitergehen“ lautet das Fazit des NuK-Vorstandes.
Am 16. September findet die nächste und für dieses Jahr auch die letzte Veranstaltung in der Feldscheune statt. Für das historische erste Punkkonzert im Achterhoek gibt es nur noch wenige freie Karten zu kaufen.

Wegekreuz erstrahlt in neuem Glanz

Sonsbeck / Achterhoek
Ein geschichtsträchtiges, über 100 Jahre altes Wegekreuz steht an der Landstraße Nr. 491 unmittelbar van der Anschlusstelle Sonsbeck der A 57, am Husenhof der Familie Eduard Mott, Kevelaerer Straße 100 in Sonsbeck – Ortsgrenze Achterhoek. Das imposante Hofkreuz wird umgeben von Büschen, die Schatten und Schutz bieten. Die Sträucher schneidet die Familie Mott regelmäßig zurück, damit das Kreuz von der Straße aus gut sichtbar ist.
Die in die Jahre gekommenen Marmortafeln mit ihren teilweise verblassten Inschriften geben dem Betrachter wichtige Hinweise. Die obere Tafel mit der allseits geläufigen und typischen Überschrift gibt den imperativen Impuls. “Mein Jesus, Barmherzigkeit”.Die untere Tafel weist auf den Anlass und die Stifterin hin.
Hofkreuze hatten immer den Sinn, sowohl den an ihnen Betenden als auch den Stiftern eine positive Wendung im Leben zu verleihen. Sie sind ein Zeugnis für die persönliche Frömmigkeit der Erbauer. Heute stellen die Hofkreuze vor allem ein bewusstes Glaubenszeugnis nach außen dar. So prägt das eindrucksvolle Steinkreuz am Husenhof auch gegenwärtig das gelebte Vermächtnis einer großen Dankbarkeit gegenüber dem gütigen und barmherzigen Gott. Dieses Glaubenszeichen als christliches Kulturgut in unserer niederrheinischen Heimat dauerhaft zu erhalten, ist auch eine faktische Verpflichtung der Nachfahren.
Dieser Verantwortung stellte sich Anfang 2017 eine Privatinitiative unter Federführung von Artur Elders-Boll, ehemaliger und langjähriger Rendant der Kath. Kirchengemeinde St. Urbanus Winnekendonk. Die notwendige Sanierung wurde mit der Familie Mott abgestimmt. So erneuerte die renommierte Steinmetz- und Steinbildhauerwerksatt van Huet & Weber, Sonsbeck, in den Monaten Juni/Juli 2017 die beiden Marmortafeln mit denselben Texten, aber mit zeitgemäßer Schrift. Zeitgleich wurden Korpus und Kreuzbalken (Naturstein) von den Fachwerkstatt behutsam und sorgfältig gereinigt. Die nicht geringen Aufwendungen finanzierten wohlwollend die Vereine Natur & Kultur im Achterhoek e.V. und für Denkmalpflege Sonsbeck e.V. sowie verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger aus Winnekendonk und Sonsbeck.
“Die konzertierte, gemeindeübergreifende Aktion ist ein gelungenes Bürgerprojekt, das sich zur Nachahmung empfiehlt. Das positive Beispiel zeigt, dass es auch ohne öffentliche Fördermittel geht. Kulturgut als bedeutendes Wahrzeichen gerade in der heutigen Zeit für die nächsten Generationen zu erhalten, ist eine lohnende Aufgabe, die mit Recht viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung seitens einer breiten Öffentlichkeit erfährt”. so Arthur Elders-Boll. Und weiter: “Seit über 100 Jahren lädt das drei Meter hohe Kreuz in der “idyllischen Grotte” vor dem Husenhof die vielen Fahrradfahrer und Pilgergruppen auf dem Weg nach Kevelaer ein, Inne zu halten, Ruhe zu finden und sogar das Gebet, das auf dem Kreuzsockel nun gut lesbar ist, zu sprechen. Das Kreuz ist das Hoffnungszeichen der Christenheit! Die beiden Intentionen des Wegekreuzes, das jetzt in neuem Glanz erstrahlt, sind für das nächste Jahrhundert gesichert, in der Tat, ein erfreuliches Ergebnis des bürgerschaftlichen Engagements zur größeren Ehre Gottes! Abschließend sei erwähnt, dass sich die Familie Eduard Mott, die den Standort des Kreuzes stets liebevoll pflegt, über die gelungene und sensible Restaurierung sehr freut. Deshalb dankt sie allen Beteiligten für die schnelle Realisierung des Vorhabens.”

Ehrliches Interesse für die Belange von Landwirtschaft und Natur

Gut zwei Dutzend Bürger und Mitglieder des Vereins „Natur und Kultur im Achterhoek e.V.“ (NuK) warteten Sonntagmittag am Achterhoeker Dorfplatz gespannt auf den hohen Besuch.
„Wir haben uns anlässlich der Bundes-Silbermedaille für „Unser Dorf hat Zukunft“ in Berlin kennengelernt und sie hatte einfach Interesse, das Dorf mal kennenzulernen“, unterstrich Johannes Baaken vom NuK den eher informellen Charakter der Visite. „So einen Anlass gab es hier noch nie – eine Bundesministerin in unserer kleinen Ortschaft“ , unterstrich der Vorsitzende des NuK, Rainer Verhülsdonk.
Um kurz vor halb ein Uhr entstieg die 65-jährige Kleverin dann ihrem Dienstwagen, begrüsste leger und entspannt die Anwesenden und Bürgermeister Dominik Pichler. Wir müssen das dörfliche Leben für die Zukunft stärken und erhalten“, plädierte sie in dem Rahmen für nachhaltige Landwirtschaft, streifte Themen wie die örtliche Versorgung durch nahe Städte wie Kevelaer und zukünftige Gesundheitszentren und scherzte angesichts des beschränkten Busplatzes: „Die anderen können doch mit der Fiets hinterher.“
Anschließend machte sich ein ausgewählte Gruppe mit der Ministerin auf den Weg zu verschiedenen Stationen. Am alten Kapellener Weg begrüssten Jörg und Romy Werner die Ministerin und den Tross auf ihrem Bio-Naturlandbetrieb Möllenhof, erläuterten ihr Konzept mit der Hühner-Freilandhaltung ohne Antibiotika und dem landesweiten Vertrieb im Zusammenspiel mit dem zweiten Standort nahe Wuppertal.
Hendricks erwähnte in dem Kontext die Sorgen des früheren Niederrhein-Bischofs Wilfried Theising, der jetzt im Oldenburger Land mit „Wiesenhof“ zu tun hat, wo große Mengen Hähnchen geschlachtet und die Menschen in „prekären Arbeitsverhältnissen“ beschäftigt würden. Als Verbraucher sei man diesbezüglich nicht konsequent genug, nahm sie sich selbst dabei nicht aus.
An der „Singendonkschen Achtkantmühle“ gab Besitzer Jürgen Bay einige Infos zur 220-jährigen Geschichte der Mühle, seiner Idee, für ein eigenes Bier Hopfen anzubauen und in der Scheune Kultur-Events zu machen. „Das wird irgendwann dann doch Beruf“, bemerkte die Ministerin anerkennend und schüttelte den Kindern der Familie die Hand.
Die Gebrüder Michael und Bernhard Stenmans stellten dann am Booshof ihren Schweinemastbetrieb mit 120 Hektar Land und 300 Sauen vor. Sie unterstrichen dabei, dass sie seit Jahren keine Zuchttiere mehr dazukauften und statistisch zu dem „oberen Zehntel mit dem wenigsten Medikamentenanteil“ zählten.
„Kommen Sie mit der Gülle-Verordnung zurecht?“, fragte Hendricks gezielt nach und fand die Idee einer „Kreativschmiede Landwirtschaft“ nicht schlecht. Auf dem Weg zu Johannes Baakens Mehrgenerationengarten ließ sie sich über verschiedene Naturschutzprojekte aufklären – wie die Umwandlung von 2000 Quadratmetern Seitenstreifen an Feldern zu Grünstreifen „im Einvernehmen mit der Landwirtschaft“ und die Aktivitäten für ein „blühendes Band“ am Niederrhein.
Bei Baakens begutachtete sie die Versuchswiese für diese Grünstreifen, setzte sich mit Baakens Sohn in dessen Weidentipi und plauderte mit den Eltern des Naturschützers. An der NuK-Vereinswiese und der Geschäftsstelle am Achterhoeker Schulweg bei David/Dassel endete die Rundreise. Dort löcherten Amelie David und Paula Bey von der NuK-Jugend die Ministerin mit gezielten Fragen – wie zur Möglichkeit eines Verbots von Mikroplastik in Kosmetikartikeln und von Plastiktüten.
Hendricks wich da der Diskussion nicht aus. Die Umweltministerin verwies auf das Problem, dass ein Mikroplastikverbot nur auf europäischer Ebene gelingen könne, und bei den Plastiktüten eine Verordnung für einen Pro-Kopf-Verbrauch angedacht sei.
Mit einem Präsentkorb und einem Umschlag mit Fragen machte sich die Ministerin auf den Weg. Sie zog eine positive Bilanz: „Das Engagement der Achterhoeker ist beispielgebend, weil sie sehr überlegt, sehr vernetzt und im Bewusstsein der Wirkung dessen, was sie tun, handeln.“
Matthias David vom NuK meinte: „Es war gut, dass Sie es nicht als Wahlkampf missbraucht hat – echt ehrliches Interesse.“ Und Verhülsdonk fand gut: „Das war sehr konkret und kein Wischi-Waschi.“

Konzert unter freiem Himmel wegen der kleinen Schleiereulen

Margot Dessel als Besitzerin der Feldscheune und Mattes David als Geschäftsführer des NuK (Natur und Kultur im Achterhoek e.V.) begrüßten zum Auftakt der 2. Landpartie am Niederrhein die Gäste.
Die in Kevelaer bereits bekannte Charlestown Jazz Band aus Nimwegen (CTJB) in den Niederlanden, spielte zum Auftakt der Veranstaltung für Kunst- Kultur- und kulinarische Angebote der Region. Statt in der Scheune, hatten sich die Band und die Jazz Liebhaber davor versammelt. Denn der NuK zeigte, dass er den Naturschutz ernst nimmt. In der Scheune ziehen momentan Schleiereulen ihren Nachwuchs auf und wären durch die Musik und die Gäste gestört worden. Da sich das Wetter aber von der besonders guten Seite zeigte, war die Änderung in eine Freiluft Veranstaltung sogar mit einer willkommenen Erfrischung verbunden.
Die Mitglieder der CTJB, Eric Beijnvoort, Henk van Amerongen, Jan Dokter, Jan de Bont, Piet Beyé, Pieter Duker und Rob Egging, die All-Round Band waren bereits in Indonesien, in der Schweiz oder  Spanien zu Gast und spielten auf zahlrichen  Festivals. Musikalisches und internationales Spitzenniveau boten sie auch bei ihrem Auftritt im Achterhoek. Gleich mit ihrem ersten Stück „Die Mädchen werden verrückt, wenn sie uns sehen“, rissen sie die Gäste mit und begeisterten mit Jazz, Rock & Roll und Rhytm & Blues Musik.
Bis spät in den Abend genossen Gäste und einige Mitveranstalter der Landpartie, unter ihnen Anne van Rennings und Raphaele Feldbrügge,als Organisatorinnen, das Opening der Landpartie.