Burg Kervenheim – Ein Schmuckstück mitten im Dorf

Arbeitsgemeinschaft Burg gegründet

Die Burg Kervenheim ist eigentlich ein Kleinod. Nun wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um das "Schmuckstück" bekannter zu machen.

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde die Burg am 4. März 1270. Ritter Stefan von Wissel und sein Sohn Wilhelm, übertrugen ihr Eigentum an der Burg „Keruenenheim“ an den Grafen Dietrich VII von Cleve. Wie lange die Burg vor der Eigentumsübertragung schon gestanden hat, ist bis heute nicht überliefert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Burg wesentlich älter und eine der ältesten Burganlagen am Niederrhein ist.

Im Jahre 1609 gründete sich die reformierte Kirche in Kervenheim und am 20. Oktober 1675 erfolgte die Einweihung der Kirche unter Freiherr von Wylich. Seit 2009 ist die evangelische Kirchengemeinde Eigentümerin der Burganlage.

In den letzten Jahren wurde schon einiges getan. Unter anderem, mit Unterstützung des Dorfmarketingvereis WIR für Kervenheim e.V., wurde ein Teil des Burgkellers renoviert und das alte schmiedeeiserne Eingangstor restauriert.

Viele große und erfolgreiche Veranstaltungen, wie die Mittelalterfeste, die Weihnachtsmärkte und Theater-Open-Air Aufführungen, fanden hier in den letzten Jahren statt. Erstmalig und zudem mit sehr großem Erfolg, wurde im vergangenen Jahr auch das Kirmesfest komplett auf den Burghof gefeiert.

„Trotzdem kennen vielen Menschen, auch aus der näheren Umgebung von Kervenheim, die Burg also das Schmuckstück mitten in Kervenheim nicht“, sagt Jan van Zadelhoff, Presbyter der Pfarrgemeinde. „Das soll und muss sich ändern.“ Erklärtes Ziel der evangelischen Kirchengemeinde ist es daher, die Burg und den Burghof der Öffentlichkeit noch näher zu bringen und auch zugänglich zu machen.

Nachdem jetzt einige, bisher noch vermietete, Räume frei geworden sind, kann nun mit der konkreten Planung der Renovierung und einer passenden Folge-nutzung begonnen werden.

Hierzu hat sich jetzt eine Arbeitsgemeinschaft die „AG Burg“ gegründet. Mit Hilfe von Projektentwicklern, Architekten, Denkmalschützern und anderen Spezialisten, soll jetzt zeitnah geplant werden, was kurz- und langfristig in der Burg und auf dem gesamten Gelände möglich ist und wie man das erreichen kann. „Wir wollen als ersten Schritt und schon möglichst bald, einen Teil des Burghofes pflastern, damit unsere Veranstaltungsgäste auch bei schlechtem Wetter keine nassen Füße kriegen“, so der Presbyter. 

Mit großer Unterstützung einiger Kervenheimer Bürger, wurden im Februar bereits Aufräum-und Rodungsarbeiten auf dem Burghof durchgeführt. Bald wird es auch in der Burg losgehen.

Voraussichtlich schon im Herbst wird es einen Tag der offen Tür geben. Interessierte können dann auch die bisher noch nicht zugänglichen Räume in der Burg besichtigen.

Der bereits renovierte Teil des Burgkellers, kann schon seit einiger Zeit für Hochzeiten gemietet werden. Der Standesbeamte der Stadt Kevelaer kommt dann vor Ort. Interessierten Brautpaaren beantwortet Jan van Zadelhoff, erreichbar unter  Telefon: 0163/9069882, gerne alle Fragen.