In einem besonderen Rahmen trafen sich Bürgermeisterkandidatinnen und Bürgermeisterkandidaten aus Kevelaer, Goch, Weeze, Uedem und weiteren Kommunen aus dem Kreis Kleve im Vorfeld des Tages der Wohnungslosen (11. September) zu einem politischen Frühstück. Gastgeber war die Leitungsspitze des Petrusheims. Begrüßt wurden die Gäste unter anderem von Martina Maaßen.

„Wir möchten die Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken, das tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen hat: Wohnungs- und Obdachlosigkeit”, setzte die Geschäftsführerin der Einrichtung einen ersten Impuls, um aus den Mündern der Gäste deren Sicht zu erfahren.

Martina Maaßen erläuterte das Konzept der seit 1902 bestehenden Einrichtung des Rheinischen Vereins und sagte, dass im vergangenen Jahr 97 Bewohnerinnen und Bewohner in der stationären Wohnungslosenhilfe begleitet wurden. Das Konzept beinhaltet die „zieloffene Suchtarbeit”, die das Ziel verfolge, mit Menschen an einer Veränderung ihres problematischen Suchtmittelkonsums zu arbeiten, ohne dass das Dogma der alleinheilenden Abstinenz über allem schwebe. Das Ziel setzen sich die Bewohner daher selbst: „Es geht hier vor allem um die Mitwirkung der Bewohner.”

Mit Sorge beobachte die Einrichtung, dass die kommunalen Notunterkünfte keine oder nicht ausreichende soziale Begleitung und Unterstützung anbieten, zum Teil an ihre Kapazitä…