Saluti da Roma! Grüße aus Rom schicken 2.590 Pilgerinnen und Pilger aus dem gesamten Bistum Münster, unter ihnen knapp 1.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, zum Teil mit Familien, die seit Sonntagmittag, 12. Oktober, zur Diözesanwallfahrt in der italienischen Hauptstadt sind.

Begleitet werden die Teilnehmenden bei dieser Reise im Heiligen Jahr von Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers, den vier Weihbischöfen Dr. Christoph Hegge, Dr. Stefan Zekorn und Rolf Lohmann sowie dem emeritierten Bischof Dr. Felix Genn.

Zum Auftakt hat Genn am 13. Oktober mit allen gemeinsam einen Eröffnungsgottesdienst im Petersdom gefeiert. Die Tage in der Ewigen Stadt stehen unter dem biblischen Leitwort „Wir verkünden Euch das Leben!“ (1 Joh 1,2).

Der Diözesanadministrator begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes die vielen Pilgerinnen und Pilger und freute sich über den ebenso beeindruckenden wie berührenden Auftakt der Bistumswallfahrt im Zentrum der katholischen Christenheit. Besonders willkommen hießen Hamers und Bischof em. Genn die rund 600 Jugendlichen, die am Freitag in einem Gottesdienst in der Basilika St. Paul vor den Mauern das Sakrament der Firmung empfangen werden.

Pilger der Hoffnung
„In einer Welt, die uns vieles befürchten lässt, wollen wir als Pilger der Hoffnung unterwegs sein“, wandte sich Genn an die Teilnehmenden und ermutigte sie, trotz Krieg und Ohnmacht, Gewalt, fehlender Solidarität und dem Gefühl, Dingen ausgeliefert zu sein, zuversichtlich zu bleiben. Er wünschte ihnen, in den Tagen in Rom viele Eindrücke sammeln zu können, die im Herzen bleiben und an die sie sich später zu Hause im Alltag gerne erinnern.

Bezugnehmend auf das Heilige Jahr, das der verstorbene Papst Franziskus für 2025 ausgerufen hatte, versicherte Genn den Pilgerinnen und Pilgern, „Gott hat immer eine offene Tür für uns.“

Den Katholikinnen und Katholiken wurden am ersten Wallfahrtstag gleich zwei Ehren zuteil. Durften sie schon am Ende des Pilgerweges durch den Mittelgang in den Petersdom einziehen, feierten sie die Messe anschließend entgegen den vorherigen Absprachen am Hauptaltar.

Ihr Blick richtete sich dabei auf das imposante Fensterbild, das eine Taube, Symbol für den Heiligen Geist, zeigt: „Diese Darstellung soll uns immer daran erinnern, dass nicht Papst, Bischof oder Priester die Kirche führen, sondern Gottes Geist sie lenkt“, betonte der emeritierte Bischof, der sich von den vielen Begegnungen mit den Gläubigen ergriffen zeigte.

Gestaltet wurde der Gottesdienst von der münsterischen Dommusik, die mit 150 Sängerinnen und Sängern sowie Musikern in Rom dabei ist. Zudem unterstützt ein Chor aus noch mal fast 150 Pilgerinnen und Pilgern den Gemeindegesang.

Audienz von Papst Leo XIV.

Für Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers war der Vormittag des 15. Oktober genauso aufregend wie für die meisten der fast 2.600 Teilnehmenden der einwöchigen Bistumswallfahrt.

Bei der Audienz auf dem Petersplatz in Rom begegneten sie Papst Leo XVI. Während Hamers zusammen mit dem emeritierten Bischof Dr. Felix Genn sowie den beiden Weihbischöfen Dr. Christoph Hegge und Rolf Lohmann unweit des Papstes Platz nehmen durfte und ihm am Ende persönlich vorgestellt wurde, freuten sich die Pilger vor allem darüber, dass das katholische Kirchenoberhaupt vor seiner Ansprache mit seinem Papamobil über den Platz gefahren wurde – und sich dabei Zeit zum Winken und Segnen nahm.

Schon sehr früh am Morgen hatten sich die Pilgerinnen und Pilger auf den Weg ins Zentrum des katholischen Glaubens gemacht und geduldig auf Einlass gewartet. Als dann das Bistum Münster von einem Vatikan-Mitarbeiter offiziell auf dem Petersplatz begrüßt wurde, kam lauter Jubel auf.

Julia Bußmann und Kathrin Höffgen aus der Pfarrei St. Antonius von Padua in Rheine waren schon vor der eigentlichen Audienz tief bewegt von den vielen Menschen, die sich versammelt hatten: „Es ist alles sehr ergreifend.“

Für Diözesanadministrator Hamers war es das erste Aufeinandertreffen mit Papst Leo XIV. überhaupt: „Es war beeindruckend und berührend, ihm begegnen zu dürfen.“ Gemeinsam mit Bischof em. Genn und den Weihbischöfen habe er die Grüße des Bistums Münster überbracht. Der Papst sei gut informiert gewesen: „Er wusste um die Sedisvakanz in unserem Bistum“, so Hamers. Wer Nachfolger von Genn und damit neuer Bischof von Münster wird, das hat Papst Leo XIV. aber – wie erwartet – nicht gesagt.

Alle Informationen zur Bistumswallfahrt sind auf der Internetseite unter www.bistumswallfahrt2025.de zu finden.