Dr. Dominik Pichler pfeift das Turnier offiziell an. Links: Christian Küsters (Bürgermeister Stadt Nettetal), Sven Kaiser (Bürgermeister Stadt Geldern)Foto: Wunschkonzert Studios

Dr. Dominik Pichler pfeift das Turnier offiziell an. Links: Christian Küsters (Bürgermeister Stadt Nettetal), Sven Kaiser (Bürgermeister Stadt Geldern) Foto: Wunschkonzert Studios

51 Unternehmen präsentierten Karrierechancen in der Region und lieferten sich spannende Matches mit ihren Fachkräften von morgen. Bei der zweiten Auflage von Jobkick Niederrhein am 26. November im Konzert- und Bühnenhaus der Wallfahrtsstadt Kevelaer ging es richtig rund: Kurz nach 17 Uhr pfiff Bürgermeister Dr. Dominik Pichler, begleitet von seinen Amtskollegen Sven Kaiser aus Geldern und Christian Küsters aus Nettetal das Turnier offiziell an.

Da war das Bühnenhaus bereits gut gefüllt, denn seit 16.30 Uhr strömten ganze Schulklassen der Gesamtschule Kevelaer in Begleitung ihrer Lehrkräfte ins Gebäude. Die einen voller Neugier, andere eher zurückhaltend und unsicher. Doch die gute Stimmung sprang schnell über. Unkompliziert kamen die jungen Menschen mit den Unternehmen ins Gespräch. Die herzliche Einladung an den Kickertisch war dabei oft der willkommene erste Eisbrecher.

Jobmesse mal anders, das zog: Weit über 500 Ausbildungsplatzsuchende nutzten die Chance zum „Jobkick“. Neben den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9-13 der Gesamtschule waren auch zahlreiche Jugendliche mit ihren Eltern oder ganze Cliquen von Schülerinnen und Schülern aus Geldern oder Straelen für diesen Abend nach Kevelaer gekommen. Zudem waren verschiedene Bildungsträger, Jobcenter und das Kommunale Integrationsmanagement mit Gruppen von Ausbildungsplatzsuchenden vor Ort.

Am Kickertisch trafen die Jugendlichen auf Personalverantwortliche und aktuelle Auszubildende spannender Unternehmen aus der Region. „Es ist großartig, auf so unkomplizierte Weise zu erleben, welche Vielfalt an beruflichen Chancen es direkt vor der eigenen Haustür gibt!“, stellte eine begleitende Mutter zufrieden fest. Neben den Matches mit den Unternehmen wurden auch die verschiedenen Beratungsangebote rege genutzt: Die Mitarbeitenden der Kevelaerer Jugendberufsagentur waren vor Ort. Der Duft von frischem Popcorn lockte an den Stand der niederrheinischen IHK und bei der Bundesagentur für Arbeit konnten dank VR-Brillen weitere Berufe entdeckt werden. Bewerbungsfotos und ein Schätzspiel bei Agrobusiness Niederrhein rundeten das Rahmenprogramm ab.

Philipp Pertz aus dem Team der Agentur „Pottlike Media“, die „Jobkick Niederrhein“ gemeinsam mit „Wunschkonzert Studios“ und dem Regionalmanagement der „LEADER“-Region organisiert, ist wichtig zu betonen: „Ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Unternehmen und Institutionen für ihr Engagement sowie an die Gesamtschule Kevelaer für die Unterstützung und Begleitung ihrer Schülerinnen und Schüler. Nur gemeinsam wird ein solches Event so lebendig wie wir es jetzt in Kevelaer erleben durften.“

Am Vorabend des Kicker-Events fanden sich bereits über 100 Vertreterinnen und Vertreter von teilnehmenden Unternehmen und Institutionen zu einem kurzweiligen Impulsabend im Bühnenhaus zusammen. Mit kurzen Beiträgen einzelner Unternehmen zu ihren Azubi-Marketingstrategien und einer Podiumsdiskussion mit Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule und ihrem Lehrer Johannes Terhorst, war für jeden was dabei. Die Chance zum Netzwerken und Fachsimpeln in lockerer Atmosphäre wurde gerne angenommen.

Auf vergleichbar gute Stimmung und ebenso viele Aktive setzt Uwe Bons, Wirtschaftsförderer in Straelen. Vor einigen Jahren kam die Idee in Straelen zum Jobkick ins Rollen, er blickt ins kommende Jahr: „Ich freu mich schon jetzt sehr auf die Fortsetzung der Turnierserie im Herbst 2026 in Straelen. Die „Bofrost*“-Halle wird dann Austragungsort für das berufliche Match für die Zukunft.“ Interessierte Unternehmen können sich schon jetzt per E-Mail an info@jobkick.app vormerken lassen und erhalten dann eine Nachricht, sobald die offizielle Registrierung im Frühjahr nächsten Jahres freigeschaltet wird.

Das Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer war mit über 500 Ausbildungsplatzsuchenden gut besucht.Foto: Wunschkonzert Studios

Das Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer war mit über 500 Ausbildungsplatzsuchenden gut besucht. Foto: Wunschkonzert Studios

Für alle die es nicht zum Event geschafft haben, oder die jetzt im Anschluss einzelne Unternehmen nochmal genauer kennenlernen möchten, bieten die kurzweiligen Vorstellungsvideos auf der Plattform www.jobkick.app weiterhin den vollständigen Überblick über engagierte Chancengeber hier in der Region. Der Blick auf die Plattform lohnt sich auch auf der Suche nach dem nächsten Schulpraktikum. Neben den Videos gibt es die Kontaktdaten für eine direkte Bewerbung.

„Jobkick Niederrhein“ ist ein Projekt der LEADER-Region „Leistende Landschaft“ mit den Wirtschaftsförderungen der Kommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal. „Ein gutes Beispiel für gelungene regionale Zusammenarbeit.“, stellt Ute Neu, Geschäftsführerin der LEADER-Region zufrieden fest. „Das wichtige Thema Fachkräftesicherung zeigt beispielhaft: Bestimmte Herausforderungen lassen sich gemeinsam einfach besser angehen – hier greift dann die LEADER-Förderung zur Entwicklung des ländlichen Raumes.“

Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal profitieren seit 2026 gemeinsam von dieser Förderung des Landes NRW und der EU. Die Kofinanzierung des Projektes „Jobkick Niederrhein“ erfolgt durch die beteiligten Kommunen und Beiträge der teilnehmenden Unternehmen. Nach den Stationen in Geldern 2024 und jetzt in Kevelaer macht „Jobkick Niederrhein“ in den kommenden beiden Jahren in Straelen und Nettetal Station.