Beim Wettbewerb gibt es noch viel Luft nach oben

Rund um die Mensa des Schulzentrums und dem Jugendzentrum „Kompass“ herrschte einen Nachmittag lang ein buntes Treiben. In Kooperation mit dem Jugendzentrum „Kompass“, der Kita „Spatzennest“, der Lebenshilfe Gelderland und dem SOS-Kinderdorf Niederrhein hatte die Stadt zum Abschluss der dritten Auflage von „pro fit“ zum Abschluss- „Picknick“ eingeladen. Dabei bot sie vor allem den Kindern ein abwechslungsreiches Programm.

Die beiden Kitas „Wiesenzauber“ und „Sternschnuppe“ lockten mit einem Farbkarussell, bei dem man Bilder mit Farbflaschen drehend selbst erstellen konnte. „Die Kinder nehmen die Aktion super an“, war „Wiesenzauber“-Leiterin Simone Wäger mit der Resonanz voll zufrieden.

Die Wettener Malerin Tatjana von Went zog die Kinder mit einem großen Tuch und einem „sozialen Kunstwerk“ mit dem Titel „Wir in Kevelaer an. „Da sind die Farben von Kevelaer – blau und gelb – und die Kinder können ganz individuell-abstrakt malen.“ Der zehnjährige Luca erläuterte sein Bild: „Das wird ein Mensch. Und eine Bärentatze seh ich da auch schon.“

Der Kreissportbund hatte einen kleinen Sportparcours unter anderem mit Ringen und Slalomstangen aufgebaut, in dem die Kids das Sportabzeichen „Jolinchen“ machen konnten. Auf ganz viel Faszination stieß der „Pfad der Sinne“, wo in diversen kleinen Quadern Sand, Tannenzapfen oder Rindenmulch lag. „Der Sand hat sich schön angefühlt – und die Schafswolle war so weich“, fand die siebenjährige Jana.
Papa Jens Schroer war voll des Lobes über das Angebot: „Diese Verschiedenheit und dass man alles machen kann.“ Für beste Kinderunterhaltung sorgte der „Bett-Man“, die Puppe Heinrich des Buchfink-Theaters, das mobil auf dem Gelände unterwegs war.
Auf Bänken konnten sich die Erwachsenen entspannen, das kulinarische Mensa-Angebot drinnen und draußen genießen oder einfach nur plaudern, während sich die Kids kreativ austoben konnten.

Die Besucher konnten der „Radio Rookie“-Rockband der Kreismusikschule Geldern zuhören oder bestiegen spontan, wie Achim Baumgart, den Wasserturm. „Das war genial, der Blick ging bis nach Rheinhausen und die Niederlande. Ein echtes Erlebnis.“ „Das ist der Höhepunkt der Tage“, freute sich Ruth Tröschkes über die Resonanz an diesem Tag. Weniger froh waren sie und die Mitglieder der Jury aber über die Teilnahme an dem Wettbewerb „Pro Fit“, wo Schulen, Einrichtungen und Vereine Projekte zum Thema „Bewegung, Ernährung und Entspannung“ einreichen sollten.

In diesem Jahr stellten nur vier ihre Projekte vor (die St. Antonius-Grundschule „Olympia ruft“, die St. Hubertus-Grundschule ein Musikprojekt, der pädagogische Mittagstreff eine Projektwoche mit Jugendlichen und das S.O.S. Kinderdorf ein Quizparcours mit ihren Kindern).

„Es wäre schön, wenn noch mehr Institutionen dabei sind“, formulierte es der Bürgermeister sehr zurückhaltend. „Aber es ist jedes Jahr total kreativ – und es sind tolle Projekte“, ergänzte Tröschkes.

Die Jury mit Dominik Pichler, Stefan Reudenbach, Abiodun Ogundare, Stefanie Balzen und zwei Jugendlichen gab sein Votum ab. Ergänzt wurde das dann durch Coins, die die Besucher am jeweiligen Stand in eine kleine Dose stecken konnten, um dem jeweiligen Projekt Sonderpunkte „zuzustecken.“

Am Ende wurden die Siegerplätze des Wettbewerbs vergeben. Ganz vorne landete der pädagogische Mittagstreff. Zweiter wurde die St. Hubertus-Grundschule, Dritter St. Antonius und Vierter das SOS Kinderdorf Niederrhein.