Beeinflussung durch Influencer und Gruppenzwang

Schuldnerberater der Caritas vermitteln Kevelaer Gesamtschülern den Umgang mit Geld

Die Schüler erhielten Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Money Check“. Foto: privat

Mit dem Präventionsprojekt „Money Check“ vermittelten Andrea Leenen-Dicks und Alexander Jaegers, Schuldnerberater des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer e.V., den Neuntklässlern der Gesamtschule Kevelaer-Weeze wichtige Aspekte rund um das Thema Finanzen. Ausgerüstet mit diesem Wissen, erhielten die Schüler nun ihre Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an dem Projekt.

Wer keinen Überblick über seine Finanzen hat, kann als Schüler schnell in die Schuldenfalle gelangen. Um junge Menschen für den richtigen Umgang mit dem Geld zu sensibilisieren, besuchten Andrea Leenen-Dicks und Alexander Jaegers an vier Tagen die neunten Klassen der Gesamtschule Kevelaer-Weeze.

Neben der Bar- und Kreditkartenzahlung sowie dem Onlinebanking, wurden die wichtigsten Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs besprochen. Besonders interessierten sich die Jugendlichen für App-Käufe, die Beeinflussung durch Youtube-Stars und Influencer sowie für die Auswirkungen von Gruppenzwang auf das Kaufverhalten.

Mit Hilfe eines fiktiven Fallbeispiels erstellten die Schüler einen Budget- und Haushaltsplan, mit dem sie einen realistischen Überblick über typische Einnahmen und Ausgaben wie zum Beispiel Versicherungen, GEZ-Gebühren sowie Strom- und Wasserkosten erhielten. Darüber hinaus sensibilisierten die Berater die Schüler für das so genannte „Kleingedruckte“ in Verträgen, Lockangebote und die Konsequenz von Laufzeitverträgen.

„Bevor ihr etwas unterschreibt, lest euch jeden Vertrag gut durch. Überall können kleine versteckte Fallen lauern“, riet Alexander Jaegers den Schülern. Andrea Leenen-Dicks ergänzte: „Überdenkt eure Ansprüche und macht euch Gedanken, was ihr euch tatsächlich leisten könnt.“ Und falls es doch einmal finanzielle Probleme geben sollte, gab sie den Schülern mit auf den Weg: „Weiht auf jeden Fall immer eure Eltern ein.“