Gerade mal 500 Meter und weniger als zehn Gehminuten entfernt von der betriebsamen Hektik und dem Lärm auf dem innerstädtischen Peter-Plümpe-Baustellenplatz befindet sich ein Ort, den selbst die meisten Einheimischen bislang noch nicht einmal auf dem Schirm haben.
Auf gut 1.500 Quadratmetern verteilt wachsen dort bereits seit dem vergangenen Jahr insgesamt neunzehn unterschiedlichste Bäume in harmonischer Nachbarschaft in den Himmel. Zu Trauerweide, Blutbuche, Eiche und Linde haben sich auch diverse Nachkommen ehemaliger Migranten gesellt, wie ein chinesischer Spitzahorn, eine portugiesische Lorbeerkirsche, ein amerikanischer Amberbaum, eine österreichische Schwarzkiefer und ein japanischer Ginkgo. Sie wachsen unterschiedlich hoch und unterschiedlich schnell, und bei dem einen oder anderen wird es wohl noch eine Weile dauern, bis man sich in seinem Schatten ausruhen kann.
Zu Füßen seines auserwählten Baumes, genauer gesagt zu dessen Wurzeln, legen, besser noch legen lassen, kann man sich hingegen schon jetzt und zwar für alle Ewigkeit, denn bei dem, was da eher still als heimlich in der linken Ecke hinter der Friedhofskapelle am Ende der Römerstraße entstanden ist, handelt es sich um nichts Geringeres als eine neue Art der sogenannten letzten Ruhestätte. Ein Ort, der ohne We…



