Es gibt Texte, die man nie schreiben möchte – und genau so einer ist dieser hier. Nach 147 Jahren verstummt mit dieser Ausgabe das Kevelaerer Blatt als gedruckte Heimatzeitung, die älteste lokale Wochenzeitung in Deutschland.
In den vergangenen Tagen habe ich unzählige Rückmeldungen bekommen – in Zuschriften, E-Mails, Kommentaren in den sozialen Medien und vor allem in vielen persönlichen Gesprächen. Immer wieder war da dieselbe Mischung aus Traurigkeit und Verständnis: Traurigkeit darüber, dass dieses Traditionsblatt, dieses „Kävels Bläche“, nach so langer Zeit endet – und Verständnis dafür, dass diese Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen getroffen werden musste. So, wie es vielen Lokalzeitungen in Deutschland ergeht, reichen Anzeigen- und Vertriebserlöse, selbst mit digitalen Angeboten, am Ende einfach nicht mehr aus, um ein solches Projekt dauerhaft solide zu tragen.
Der Beitrag in der WDR Lokalzeit Duisburg am 21. Januar 2026 hat diese Gefühle noch einmal eindrucksvoll gespiegelt. Viele Reaktionen danach haben gezeigt: Für Kevelaer ist das Ende des KB mehr als nur das Aus einer Zeitung – es ist das Verstummen eines vertrauten Stimmengewirrs aus Geschichten, Bildern, Debatten und Erinnerungen. Wenn eine Heimatzeit…



