43-Jähriger muss wegen Missbrauchs Minderjähriger für sechs Jahre in Haft

Angeklagter verurteilt

Im Landgericht Kleve wird der Kevelaerer Missbrauchsprozess verhandelt. (Foto: aflo)

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Das Landgericht Kleve hat einen 43-jährigen Mann aus Kevelaer wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern in insgesamt 22 Fällen, wegen schweren sexuellen Mißbrauchs an Kindern in Tateinheit mit der Herstellung kinderpornographischer Schriften in zwei Fällen sowie der „Verletzung des persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“ und des Besitzes kinder- und jugendpornographischer Schriften zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt. Außerdem muss er an die Nebenklage einen Betrag von insgesamt 27 000 Euro zahlen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann in der Zeit zwischen Herbst 2013 und August 2020 seine minderjährigen Nichten an unterschiedlichen Orten sexuell missbraucht hat. Der zuständige Richter sprach in seiner Urteilsbegründung von dem „Gebrauch“ von Kindern “in ganz üblem Sinne zur eigenen Befriedigung, und das über Jahre hinweg.“

Das Filmen der Handlungen gebe dem noch „ein besonderes Gepräge“, sagte der Richter. „Es waren Objekte für Sie.“ Das Ganze wäre nicht möglich gewesen, wenn er nicht das Vertrauen der Mädchen ausgenutzt hätte und auch das, was ihm seitens der Familie entgegengebracht wurde.

Dem Sachverständigen habe er dafür auch keine richtige Erklärung geben können, einige Auskünfte dazu verweigert. Im Ergebnis sei die Steuerungsfähigkeit durch seine Neigung nicht beeinträchtigt gewesen, urteilte die Kammer.

Ins Gewicht falle die lange Tatzeit, dass es zwei Opfer gegeben habe und die …