Nach einer kurzen Begrüßung durch die Evangelische Kirchengemeinde Geldern, die zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte, begrüßte auch Elmar Lehnen seine Gäste. 35 Menschen waren der Einladung gefolgt und hörten den Geschichten zu, die Lehnen erzählte von der Orgelwelt und insbesondere von der erst kürzlich renovierten Seifert-Orgel in der Basilika.
Es sind die günstigen Umstände, die diese Orgel so weltbedeutend gemacht haben, führt Lehnen in eine zusammenfassende Historie ein, die die Geschichte der außergewöhnlichen Seifert-Orgel ausmacht.
In der Zeit Johann Sebastian Bachs erlebt die Orgel einen Höhepunkt und dann schließlich einen Endpunkt. „Das Barocke war nicht mehr gefragt“, erklärt Lehnen.
Klassische Musik wird zu dieser Zeit nicht mehr für die Orgel geschrieben. Die Orgelbauer sind entsetzt: „Wir verlieren ein Instrument und die Organisten.“
Für den neuen Sound sind viele Musikinstrumente erforderlich, wie zum Beispiel 20 Bratschen, zehn Kontrabässe und viele mehr. Die Orgel müsse voluminöser werden, ist man sich einig. Mit der Mechanik einer Orgel ist das für den Organisten nicht zu leisten. Nur mit Hilfe der Elektrizität ist es umzusetzen, bemerkt man sehr schnell.
Bereits 1926 hat die Orgel in der St.-Marien-Basilika 126 Register und ist damit die größte Orgel des Deutschen Reiches.
Schon im Jahr 1907, an…



