Advents- und Krippenmarkt wird weiter optimiert

Kevelaerer sollen in der Vorweihnachtszeit auf ihrem eigenen Markt wieder mehr Aufenthaltsqualität vorfinden

Ein umfangreiches Bühnenprogramm soll es auch beim Advents- und Krippenmarkt 2019 wieder geben. Foto: Archiv

Sie waren vor drei Jahren angetreten, dem Kevelaerer Krippenmarkt ein frisches Gesicht zu geben, einen Advents- und Krippenmarkt zu gestalten, der auch für Kevelaerer selbst wieder einen Besuch – und einen längeren Aufenthalt – wert sein sollte. Das ist ihnen sicherlich gelungen. Mühe und ehrenamtliches Engagement, die dahinterstecken – mal ganz abgesehen vom finananziellen Engagement einiger Kevelaerer – , kann man nicht hoch genug einschätzen, auch wenn Gottfried Mülders, Winfried Janssen und Karl Timmermann, die jetzt ihre Pläne für den Advents- und Krippenmarkt in diesem Jahr erstmals der Presse vorstellten, gern mal ein wenig tiefstapeln.

Hatte sich zuvor aus dem Umbau des Mechelner Platzes schon ein Umzug einiger Bereiche auf den Luxemburger Platz und den Kapellenplatz ergeben, beweisen die Organisatoren in diesem Jahr erneut ihre Flexibilität und reagieren auf die Anregungen der Anwohner, Gewerbetreibenden und Besucher.

Wichtige Änderungen

Foto: Orga-Team

Die wichtigsten Änderungen betreffen das Krippenspiel, den gastronomischen Bereich, die Verkaufsstände und die Bühne.

Der überdachte Bereich im Forum Pax Christi bleibt unangetastet, hier findet der bekannte Krippenmarkt statt. „Hier sind wieder alle weitestgehend dabei“, erklärt Marktmeister Winfried Janssen. Die „Lebendige Krippe“ bildet weiterhin Anziehungs- und Mittelpunkt des Geschehens im Forum. Das Krippenspiel, das samstags und sonntags die Zuschauer lockte, wird erstmals um einen zusätzlichen Termin erweitert: Mittwochs wird es nachmittags eine Aufführung geben.

Die „Gastro-Meile“ zwischen Busmannstraße und Kapellenplatz wird neu gestaltet. Entlang des Petrus-Canisius-Hauses werden keine Verkaufsstände mehr aufgestellt, hier soll eine „Verweilzone“ entstehen, erklärt Janssen. Statt der unterschiedlichen Tische sollen hier Pavillons mit Bierzelt-Garnituren aufgestellt werden, die nun ein einheitliches Bild abgeben werden. Der Noah-Brunnen wird auch in diesem Jahr wirder „verpackt“, einerseits um ihn zu schützen, andererseits entstehe so wieder ein schöner „Thekenberich“, sagt Janssen. Zu den bisherigen Gastro-Anbietern Kanders, Moeselaegen und Brüggemeier gesellt sich in diesem Jahr Tim Janßen vom Hotel am Bühnenhaus mit einem kulinarischen Angebot hinzu.

Das Kinderkarussell an der Kerzenkapelle werde auf Anregung der Kirchengemeinde als Eigentümerin des Veranstaltungsareals entfallen; eine weitere Anregung aus einem Gespräch mit Pastor Gregor Kauling habe man ebenfalls gerne aufgenommen, sagen die Organisatoren: Die „Eingangsbereiche“ zum Adventsmarkt sollen optisch gekennzeichnet werden. Die Bühne auf dem Luxemburger Platz wird nach den Erfahrungen im vergangenen Jahr um 90 Grad gedreht, erklärt der Markmeister. „Die Fassade von „Christliche Kunst Bauer“ soll wieder voll zur Geltung kommen“, sagt Winfried Janssen.

Zudem verbreite sich der Schall dann in eine andere Richtung und solle so für die Gläubigen in der Kerzenkapelle weniger störend sein. Zusätzlich werde das Bühnenprogramm auf die Gottesdienstzeiten abgestimmt, verspricht Karl Timmermann, der gerade mit Hochdruck an der Zusammenstellung arbeitet. Das Krippenspiel unter der Mitwirkung der Lebenshilfe Gelderland und der Kita Wiesenzauber, die „Kultbands“ „Universum“ und „Drakes of Dixieland“, „Hausmusik mit der Familie Elmar Lehnen“, ein Jazz-Trio aus Schalke, ein Trommelkurs für Kinder, eine Aktion des Theaterchors Niederrhein und eine „Nostalgische Weihnacht mit Vinyl-Schallplatten“ kündigt er schon mal als einige der Höhepunkte an. Auch einige Kitas beteiligten sich wieder am Bühnenprogramm, wer diesbezüglich noch Interesse hat, könne sich gern bei ihm melden (T.: 02832/6987). Das Weihnachtsprogramm der Kirchengemeinde sei zwar noch in Arbeit, berichtet Karl Timmermann, dennoch werde man auch hier wieder zusammenarbeiten, beispielsweise würden Familienchor und Knabenchor auf der Bühne des Adventsmarktes erwartet.

Buden-„Sharing“

Die umfassendste Änderung in diesem Jahr zeichnet sich aber wohl zwischen Kerzenkapelle und Forum ab. Statt der drei Buden aus dem vergangenen Jahr werde man dort in diesem Jahr acht Buden aufstellen. Seit März habe man sich bemüht, Mitmacher zu finden“, sagt der Marktmeister, doch durch die lange Standzeit von drei Wochen sei das „eigentlich nur was für Profis“, die längst anderswo etabliert seien. So habe man sich vor etwa drei Wochen dazu entschlossen, einen Aufruf bei Facebook zu starten – und da ist richtig Bewegung ins Spiel gekommen“, freut sich Janssen.

Die Organisation des Bereichs liegt in den Händen von Gottfried Mülders und der berichtet, dass die Idee des Buden-„Sharings“ gut ankomme: Handwerker und Kunsthandwerker teilten sich eine Verkaufshütte und blieben nicht die ganzen drei Wochen vor Ort, sondern nur eine Woche oder mehrere Tage. Mülders war selbst erstaunt, „was da in Kevelaer so vor sich hinschlummerte“ an Kunsthandwerk. „Wir werden da eine Vielfalt von Angeboten haben“, verspricht er. So werde auch der Polychromeur Hans Rommen wiederkommen – „der war total begeistert im vergangenen Jahr.“ Und an einem der Wochenenden solle eine Korbflechterin ihre Arbeit zeigen.

Der Kevelaerer Advents- und Krippenmarkt findet vom 30. November bis zum 22. Dezember statt.

Die Veranstalter versprechen tagesaktuelle Informationen auf der Internetseite kevelaerer-krippenmarkt.de und über die entsprechende Facebook-Präsenz.

Natürlich wird es auch wieder eine Weihnachtsverlosung geben. Die Auslosung wird täglich ab 18 Uhr auf der Bühne stattfinden. Neu ist, dass die Gutscheine nicht mehr direkt ausgehändigt, sondern den Gewinnern zugeschickt werden.

 

Advents- und Krippenmarkt 2019 Lageplan. Grafik: Veranstalter