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838 Stunden ehrenamtliche Arbeit für das Dorf

15. Februar 2017/in Kervenheim, Premium/von Alexander Florie-Albrecht

Eine Rückschau und der Jahresausblick standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Kervenheimer Heimat-und Verschönerungsvereins in der Gaststätte “Brouwers.” In seinem Resümee hob der Vorsitzende des Vereins, Horst Neisius vor über 30 Mitgliedern und Gästen die insgesamt bessere Zusammenarbeit mit anderen Vereinen hervor.
Er streifte dabei die zahlreichen gelungenen Aktionen, vom Osterfeuer über das gelungene Zusammenspiel von evangelischer Kirche, Dorfmarketing, Geselligen Vereine und den Schützen beim Maifest über die 100-Besen-Aktion bis zum Bezirksschützenfest, der Kirmes und der Aktivitäten zum Glasfaserausbau. “Es geht doch mit Zusammenhalt”, hob er besonders den letzten Punkt deutlich hervor. “Sonst hätten wir nie 60 Prozent Beteiligung für die Glasfaser. Damit sind wir in der Region mit Abstand führend.” Die Deutsche Glasfaser werbe schon in anderen Ortschaften mit Kervenheim. “Im Aprill soll hier mit dem Buddeln begonnen werden”, bis Jahresende die Kabel und Anschlüsse verlegt sein.
Für die Geschichtsgruppe hob Joachim Brakel die letztjährigen Vorbereitungen auf die 35-Jahr-Feier des Vereins hervor. Er bedankte sich bei den Mitbürgern, die an die 600 Fotos und Dias zur Aufarbeitung der heimischen Geschichte weitergegeben haben. Aktiv arbeite man im Archiv an den Soldaten-Dankesbriefen aus dem 1. Weltkrieg. Zudem soll eine modernere Internetseite des Vereins erscheinen. “Sie ist zu 80 Prozent fertig  – spätestens zum 1. Mai soll sie online sein”, kündigte Horst Neisius an.
Für den Hauptausschuss verwies Bernd Reintges auf die erfolgreichen Aktionen des Jahres 2016 und bedankte sich bei den Ativen für “838 Stunden ehrenamtliche Arbeit für das Dorf.”  Lob gab’s dafür auch vom Ortsvorsteher Martin Brands. “Das ist total bemerkenwert. Das macht es hier so schön und lebenswert. Und die gute Zusammenarbeit der Vereine ist eine Selbstverständlichkeit geworden.”
Als Projekte für 2017 nannte Neisius neben solchen Kontinuitäten wie Osterfeuer und Maifest das “Leader”-Projekt “Leistende Landschaft”, den Auftakt zum “Großprojekt” Burg Kervenheim angesichts der 750-Jahr-Feier im Jahr 2020 und die mögliche Neuauflage eines Bildbandes “Kervenheim 1900 bis 1940”. Dafür würden Sponsoren gesucht. Neisius sprach auch die mögliche Beteiliung des Ortes bei dem Kreiswettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” an. “Da geht es nicht nur um schöne Blumenbeete”, müsse das über die Geselligen Vereine organisiert werden, so Neisius. Da müsse man im Kollektiv schonmal mit dem Baumschnitt beginnen, das sei eine Ganzjahresaufgabe, hieß es in der späteren Diskussion. Offen wurde auch über den Umgang mit Kopfweiden und Eschen an der Burg und über die Idee eines Wasserspielplatzes (finanziert mit Fördergeldern) gesprochen.
Wo sind die Frauen?
Nach dem Kassenbericht, der Entlastung des Vorstandes und der Bestimmung eines neuen Kassenprüfers übergab Thomas Roest vom Kervenheimer Silvesterlauf dem Heimatverein  zur Unterstützung einen Scheck über 300 Euro. Neisius mahnte zum Schluss noch eine etwas aktivere Beteiligung der Mitglieder an . Bei 227 Mtgliedern und 15 bis 20 Kernaktiven sei da sicher noch was möglich. “Und der Heimatverein hat einen Anteil von 34 Prozent weiblichen Mitgliedern – wo sind die Frauen?”, machte er durchaus klar, dass man kein “Männerdebattierklub” sei.

Schlagworte: Freizeit, Heimat, Jahreshauptversammlung, Leben
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