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Kevelaerer
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DAS
NEUE KÄVELS BLÄCHE - Ausgabe Nr. 30 / 2010
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Zwei
Kevelaerer berichten, wie sie die Loveparade in Duisburg erlebt
haben Todesangst
- Entsetzen - Leid - Trauer
21 Tote. Mehr
als 500 Verletzte. Massenpanik. Entsetzen. Leid. Trauer.
Wut. Das ist die furchtbare Bilanz der Duisburger
Loveparade. Jener Party, die am vergangenen Samstag in der
totalen Katastrophe endete. Und eine Stadtspitze, die entgegen
aller Vernunft und Verantwortung an ihren Stühlen zu kleben
scheint. Die Suche nach den Ursachen hat begonnen. Das mag ein
schwacher Trost für jene sein, die Kinder, Freunde oder
Bekannte verloren haben. Auch für all jene, die mit nur
leichten körperlichen Verletzungen davon gekommen sind, ist die
Zeit der seelischen Aufarbeitung nicht vorbei. „Heute bereue
ich es, dass ich dort hingegangen bin“, sagt Severine Balzen.

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1
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Großes
KB-Interview zur Auszeichnung des Vereins
Bäderverein
möchte Lehrschwimmbecken bauen
KEVELAER - Der
Bäderverein arbeitet an seinem Konzept, um das
Lehrschwimmbecken doch noch zu realisieren. Wie Klaus Schürmanns
und Heinz-Peter Tebest im KB-Interview erklären, wollen sie den
Bau des Beckens in mehreren Stufen umsetzen und damit das
Projekt finanzierbar machen. Der Rat der Stadt hatte sich im
vergangenen Jahr mehrheitlich dagegen ausgesprochen, Mittel aus
dem KII-Paket zum Bau eines solchen Beckens zu verwenden. Nach
damaligen Irritationen insbesondere mit der CDU hatte sich der Bäderverein
mit Vertretern der Christdemokraten getroffen, um Missverständnisse
auszuräumen und über die Realisierung des Beckens zu sprechen
| Bericht Seite
8
[NACH
OBEN]
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Brautpaar
der Woche / Markus und Alice Appel gehören jetzt zusammen Zwei
Biker vor dem Traualtar
Die Überraschung
war Dr. Stefan Zekorn, Pastor der Kirchengemeinde St. Marien,
geglückt. Mit Freude verkündete er während der vergangenen
Motorrad-Wallfahrt am 17. Juni auf dem Kapellenplatz vor rund
3000 Bikern und Besuchern, dass Alice und Markus Appel in
wenigen Tagen vor dem Traualtar treten werden. „Oh, da waren
wir schon ziemlich perplex“, sagt das Brautpaar später.

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3
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OBEN]
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Cilli
Pannen wieder auf Ameland
Zeitreise an
die Nordsee
Auf dem Deich
zum Fähranleger von Holwerd nimmt sie Witterung auf: „Ja, so
hat es hier immer gerochen – Salz in der Luft.“ Dann sieht
sie über das Watt hinweg auf die Insel: „Genauso hat es
damals ausgesehen.“ Cilli Pannen (83) aus Kevelaer ist mit
Sohn, Schwiegertochter und drei Enkelkindern auf dem Weg nach
Ameland, die Urlaubsinsel, auf der Jahr für Jahr Kevelaerer
Jungen und Mädchen ihre Sommerferien verbringen.

| Bericht Seite
6
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OBEN]
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Theaterverein
4c und der erste Drehtag Klein-Hollywood
in Kevelaer
Was so ein
echter Regisseur ist, der ist natürlich vor seinem Ensemble da.
Das traf jedenfalls auf Kalle Gesthüsen zu, der am Sonntag früh
um zehn vor sieben bereits auf dem Karl-Dingermann-Platz
umhertigerte und auf „seine” Schauspieler wartete.

| Bericht Seite
7
[NACH
OBEN]
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Majela
Otto ist Künstlerin und lebt gerne in Kevelaer Rosenrauch
im Reihenhaus
Majela Otto mag
Rosen. Das hat aber nichts mit der Straße zu tun, in der sie
wohnt. Die Mühlheimerin hat sich Kevelaer als Wahlheimat
ausgesucht. Genauer gesagt den Rosenbroecksweg. „Passt
perfekt“, meint die Künstlerin, die mit ihrer Familie in
einem hübschen Reihenhaus wohnt
| Bericht Seite
7
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OBEN]
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HEIMATGESCHICHTE
Vor
375 Jahren wurden die rund hundert Bewohner Kevelaers
abgeschlachtet / Was wir darüber wissen und wie es
dazu gekommen ist
Massaker
der kaiserlichen Söldner an der Bevölkerung
Kevelaers
Während
des zwölfjährigen Waffenstillstands (1609 bis 1621)
der verfeindeten Mächte im 80-jährigen Krieg lernen
die Menschen am Niederrhein zum ersten Mal seit
Jahrzehnten kennen, was ein normales Leben in Frieden
bedeuten kann. Es ist der Anfang vom Ende der
Spanischen Niederlande, der Herrschaft des Königs im
fernen Madrid über den Niederrhein und die
Niederlande.
Und wie
kaum anders zu erwarten ist, endet sie blutig - im dreißigjährigen
Krieg, der 1618 beginnt.
Nach dem
Tod von Erzherzog Albert darf seine Frau Isabella
Clara Eugenia in Brüssel, der Hauptstadt der
Spanischen Niederlande, nur noch das Amt einer
Generalstatthalterin ausüben. Weil ihre Ehe mit
Albert kinderlos geblieben ist, sind die Spanischen
Niederlande jetzt mit Alberts Ableben kein souveräner
Staat mehr, sondern an das Madrider Imperium
zurückgefallen. Das hatte sich König Philipp II.,
als er seiner Tochter Isabella zur Hochzeit die
Spanischen Niederlande schenkte und das Land aus
seinem Königreich ausgliederte, ausbedungen: Ohne
Nachwuchs fällt das Land an Spanien zurück.
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Bericht Seite 4 und 5
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OBEN]
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HEIMATGESCHICHTE
KEVELAERER
PERSÖNLICHKEITEN
-
Johannes
Boßmann - Zum 135. Todestag
(*
1797),
ehem. Wallfahrtsrektor in Kevelaer
-
Mathilde
Swertz - Zum 95. Geburtstag
(*
1915), ehem. Kauffrau aus Kervenheim
-
Jakob
Claßen - Zum 80. Geburtstag, Ehrenpräsident des KMGV
-
Franz-Bernd
Kösters - Zum 70. Geburtstag (†
2005), 1992
Festkettenträger in Wetten
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Würdigungen
Seite 5
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HEILIGE
SCHRIFT
18.
Sonntag im Jahreskreis, 1. August. Lesung aus dem Buch
Kohelet, Koh 1,2; 2, 21-23 - Antwortpsalm: Ps 90,
3-6.12-14.17; Kehrvers: „Herr, du bist unsere Zuflucht
von Geschlecht zu Geschlecht.“ - 2. Lesung aus dem
Kolosserbrief, Kol 3, 1-5.9-11:
„Schwestern
und Brüder! Ihr seid mit Christus auferweckt; darum
strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur
Rechten Gottes sitzt. Richtet euren Sinn auf das
Himmlische und nicht auf das Irdische! Denn ihr seid
gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in
Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann
werdet auch ihr mit ihm [...]“
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OBEN] |
HAUSMITTEILUNG
Bitte schön
Die Stadt
Kevelaer ist um 15
Euro reicher geworden. Bitte schön, auch dieses
Knöllchen zahlen wir wieder einmal gerne. Denn es gibt
viel zu finanzieren in der Marienstadt.
Leid und
Trauer
Die vergangene
Woche war sicherlich auch hier am Niederrhein geprägt vom Ausmaß
der schrecklichen Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg.
Auch aus Kevelaer waren Menschen dabei und mussten zum Teil
Schlimmes erleben. Die Ursachenforschung hat gerade begonnen. Es
bleibt zu hoffen, dass alle Verantwortlichen die Konsequenzen
aus dieser Tragödie ziehen. Wenigstens das sollten sie tun.
Auch wenn das nur ein schwacher Trost für all jene im Land sein
kann, die Kinder oder Freunde verloren haben.
Eine
gute Woche
Sonja
Volkmann
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OBEN]
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